Aus dem FoeBuD-Newsletter
[via Mail]
ich zitiere daraus nur den Teil, der sich auf die “Freiheit Statt Angst”-Demo bezieht:
Das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung haben wir per Verfassungbeschwerde gekippt, doch damit ist die Vorratsdatenspeicherung noch nicht vom Tisch – dafür muss erst die entsprechende EU-Richtlinie zurückgenommen werden. ELENA ist angeschlagen, aber noch keineswegs gestoppt. Ebenso wie die Gesundheitskarte. Seit langem fordern wir einen funktionierenden Arbeitnehmerdatenschutz – nun legt die Regierung Gesetzentwürfe vor, doch die sind vor allem Augenwischerei. Wir haben geschafft, unsere Themen auf die politische Agenda zu setzen, doch ohne weiteren öffentlichen Druck wird nichts passieren.
Es ist mal wieder an der Zeit, auf die Straße zu gehen und zu zeigen: Wir sind gegen Überwachung und wir sind viele!
Deshalb rufen wir auch dieses Jahr zu einer Großdemonstration für Bürgerrechte und Datenschutz auf. Das Motto ist “Freiheit statt Angst”. Termin: Samstag, 11. September in Berlin, los geht es um 13:00 Uhr auf dem Potsdamer Platz. Der Aufruf wird von einem breiten Bündnis von Bürgerrechtlern, Berufsverbänden, Gewerkschaften unterstützt. Die Demonstration ist Teil des internationalen Aktionstages “Freedom not Fear – Freiheit statt Angst”, zu dem weltweit Proteste gegen Überwachung stattfinden werden. Wir protestieren, weil Überwachung immer noch zunimmt und Bürgerrechte weiter abgebaut werden. Wir protestieren, weil wir in einer freien und offenen Gesellschaft leben wollen.
Wir brauchen Ihre Hilfe!
Ihr Verbrechen: Ein Glaube und Ideale – Ihre Strafe: 20 Jahre Gefängnis
[via Facebook]
IHR VERBRECHEN: Ein Glaube und Ideale
IHRE STRAFE:20 Jahre Gefängnis
wenn sie schuldig sind, dann auch wir …
Die iranische Regierung hat kürzlich 7 führende Vertreter der iranischen Baha’i-Gemeinde unter falscher Anklage zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteilt. Ihr „Verbrechen“ sind ihr Glaube und ihre Ideale.
Erheben auch Sie sich gegen dieses Unrecht! Zeigen Sie Ihre Solidarität und unterstützen Sie uns dabei, diesen unschuldigen Menschen Botschaften der Ermutigung zu senden und die Welt auf das an ihnen verübte Unrecht aufmerksam zu machen. Wenn diese 7 Personen wegen ihres Glaubens und ihrer Ideale schuldig sind, sind wir alle es dann nicht auch?
Machen Sie sich stark für die Menschenrechte im Iran
Sonntag, 12. September, 15:00 – 17:00 Uhr Brandenburger Tor, Berlin
Von Minaretten, Kopftüchern und Rütlischülern: Bilder eines neuen Rassismus
[per Mail]
Einladung zur Diskussionsveranstaltung
“Von Minaretten, Kopftüchern und Rütlischülern: Bilder eines neuen Rassismus”
am Dienstag 21. September um 18 Uhr in der Werkstatt der Kulturen (Wissmannstraße 32, U Hermannplatz)
mit:
Dr. Sabine Schiffer, Institut für Medienverantwortung (IMV)
Prof. Dr. Werner Schiffauer, Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder
Claudia Haydt, Informationsstelle Militarisierung (IMI)
Ob Bildungspolitik, Kriminalität, soziale Stadtentwicklung oder internationaler Terrorismus: bei all diesen Themen dauert es nicht lange, bis über die Muslime und den Islam diskutiert wird. Nicht erst seit Thilo Sarrazin verbreiten Politik und Medien Bilder einer vermeintlich rückständigen und gewaltbereiten Religion. Seit Jahren dient das Feindbild Islam als Rechtfertigung für Krieg und Besatzung in Afghanistan, Irak und anderswo. Und immer wieder muss der Islam als Erklärung für Jugendgruppengewalt, Frauenunterdrückung, Homophobie und vieles mehr herhalten. Antimuslimischer Rassismus ist zur Gefahr für das gesellschaftliche Miteinander in ganz Europa geworden. In der Schweiz stimmte per Volksentscheid die Mehrheit für ein Minarettverbot, in Frankreich und Belgien wurde ein “Burka-Verbot” beschlossen, in Deutschland wird über beides diskutiert. Neonazis und so genannte Pro-Bewegungen wie “Pro Deutschland” greifen die Debatten dankbar auf. Trauriger Höhepunkt dieser Entwicklung war der Mord eines NPD-Sympathisanten an der Ägypterin Marwa El-Sherbini in einem Dresdener Gerichtssaal im Juli vergangenen Jahres.
Übergabe der Petition zur Freilassung Shiva Nazar Aharis
[via Facebook]

Über 3.000 Menschen aus über 60 Ländern haben die Petition, für die sofortige Freilassung von Bloggerin und Menschenrechtlerin Shiva Nazar Ahari, unterschrieben. DANKE!
Unterstützt Shiva weiter und kommt mit zur Übergabe der Petition am 2. September vor die iranische Botschaft in Berlin und fordert ihre sofortige Freilassung!
Wir werden Masken mit Shiva Nazar Aharis Gesicht tragen (und für euch dabei haben) und unserer Solidarität mit den immer noch mindestens 36 Bloggern und Journalisten in iranischen Gefängnissen Ausdruck verleihen. Die Aktivisten von Committee of Human Right Reporters (die im deutschen Exil leben müssen) sind auch dabei.
Wir haben heute eine Pressemitteilung an 1.800 Medien rausgeschickt und zum Bildtermin geladen.
Wir treffen uns (am 2. September 1010) um 10:30 an der U-Bahn-Station Podbielskiallee (U3).
Kontaktperson (Deutsch / Englisch): Ingrid, mobil 01577 33 402 44.
Kontaktperson ( Farsi / Englisch): Parisa, mobil 0176 99 48 41 47.
SPREAD THE WORD!
Freiheit statt Angst 2010 – Der Trailer
Mediensatire von Prof. Kruse ist Eröffnungsfilm der 18. ContraVision
[per Mail]
Was ist die allmonatliche Sonntagsfrage wert? Informatik-Professor Eckhard Kruse zeichnet ein bizarres Bild vom Umfragewahn à la ZDF-Politbarometer und ARD-Deutschlandtrend. Seine Mediensatire “DeGX-Analyse” eröffnet am 3. September das 18. Internationale Filmfestival ContraVision, dessen kontroverses Programm für viele Diskussionen sorgen wird.
Die teuflisch gut animierte Bibel-Neuinterpretation “Judas & Jesus” von Olaf Encke und Claudia Romero erhält sicherlich niemals eine Jugendfreigabe durch die FSK. Die wichtige Bewertung durch die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) wird am 22. September vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden verhandelt. Unabhängig davon beschließt der Film am 4. September das erste Festivalwochenende.
Insgesamt laufen im Wettbewerb der ContraVision 72 Kurzfilme von allen Kontinenten. Die Philippinen, Singapur und Südafrika sind erstmals mit Filmen im Programm vertreten. Die Preise für die Wettbewerbsgewinner werden seit der Gründung des Festivals im Jahr 1993 vom Publikum verliehen. Und das ohne Umfragen und Verwaltungsgericht.
Weiterführende Informationen:
Hinrichtungen als politische Waffe in der Islamischen Republik Iran
[via Facebook]
Vortrag und Diskussion mit Mina Ahadi: Eine Veranstaltung des Bündnis gegen Steinigungen und Hinrichtungen
Der Fall der wegen „Ehebruch“ zum Tod durch Steinigung verurteilten Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani hat weltweit zu Protesten und Berichten geführt. Frau Ashtiani wurde bereits mit 99 Peitschenhieben gefoltert und ihr droht noch immer die Hinrichtung. Doch handelt es sich bei ihr nicht um einen Einzelfall, vielmehr gehö…ren Hinrichtungen von Beginn an zu den politischen Waffen der Islamischen Republik. Öffentlich zelebrierte Steinigungen und Hinrichtungen am Galgen dienen dem Regime als Machdemonstrationen. Mit offenem Terror soll besonders gegen Frauen und Homosexuelle die islamische Sittenordnung durchgesetzt und jede als „Verwestlichung“ beschriebene kulturelle Freiheit bekämpft werden. Auch die politische Opposition wird mit Mord und Folter eingeschüchtert und geschwächt, berüchtigt sind etwa die Gefängnismassaker von 1988, für die zahlreiche der heutigen Machthaber verantwortlich sind.
Kein Podium für geistige Brandstifter im Haus der Bundespressekonferenz!
[Pressemitteilung Bündnis „Rechtspopulismus stoppen“]
Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, das es zu schützen gilt. Wenn jedoch Organisationen oder einzelne Personen die Meinungsfreiheit für ihre rassistische Stimmungsmache missbrauchen, um so zu versuchen, die Abgrenzung zu Rassismus aufzuheben bzw. zu unterlaufen, sind wir alle gefordert.
Eben aus diesem Grunde ist es höchste Zeit, sich des „Wirkens“ eines Herrn Thilo Sarrazin, seines Zeichens Bundesbankvorstand, anzunehmen. Nicht umsonst werden er und sein pseudowissenschaftliches Werk „Deutschland schafft sich ab“ so eifrig u.a. von den RechtspopulistInnen von „Pro Deutschland“ um- bzw. beworben. Thilo Sarrazin hat nach Meinung des sächsischen NPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Gansel sogar ein „regelrechtes NPD-Buch“ geschrieben. ”Der Bundesbanker mache die Überfremdungskritik der NPD endgültig salonfähig”, hofft der NPD-Abgeordnete.
In analoger Wortwahl, mit gleichen Argumenten und scheinbar gleicher Intention kündigt Sarrazin in den von der „Bild“ und vom „Spiegel“ vorab veröffentlichten und vom Verlag DVA genehmigten Auszügen das Aussterben der „Deutschen“ durch eine Islamisierung Deutschlands an und versucht Ängste zu schüren. Ganz im Sinne bereits früher gemachter unsäglicher Äußerungen über eine angebliche Vererbbarkeit von Intelligenz, konstruiert Sarrazin darin eine homogene muslimische Bevölkerungsgruppe, um sie pauschal stigmatisieren zu können. Unabhängig davon stellt er, wie schon so oft seine eigene Unkenntnis über die Heterogenität verschiedener Religionsgemeinschaften sowie die Struktur bestimmter von ihm als negativ oder positiv eingestufter Bevölkerungsgruppen bzw. Herkunftsstaaten unter Beweis.





