Artikel getaggt mit ‘Iran’

September 9th, 2010

Mina Ahadi im Interview

Interview in German with English subtitles

Mina Ahadi, founder and spokesperson of the International Committee against Stoning talks about Sakineh Mohammadi Ashtiani, the Iranian woman who has been sentenced to stoning. ICAS started to work on and publicised the case three years ago when Mina Ahadi was contacted by Ms Ashtiani’s son Sajad.


Quelle: YouTube

Nic

Tags: , ,
September 8th, 2010

Animus – Iran Azadi

ein sehr gutes – und vor allem in der Botschaft – wichtiges Stück:


Quelle: YouTube

Dieser Text steht unter dem Video bei YouTube (leicht korrigiert von mir):

September 8th, 2010

kein Kommentar

…denn das könnte ich nicht emotionslos kommentieren…

Auf der ganzen Welt protes­tieren Menschen gegen das Schicksal von Sakineh Mohammadi Ashtiani. Die 43-Jährige wurde im Iran zum Tod durch Steinigung verurteilt. Nun verteidigt Hani Ramadan das barbarische Todesurteil: «Die ­Steinigung hat abschreckende Wirkung», sagt er zu «Le Matin». Sie sei insofern gerechtfertigt, als «diese Frau wegen Ehebruchs und Mordes verurteilt wurde».
Dass ein ausgebildeter Imam hierzulande [gemeint ist die Schweiz] unbehelligt die Steinigung verteidigen darf, ist für Politiker ein Skandal…

Quelle: 20 Minuten Online

September 7th, 2010

3 von 50 von 4000

Sepehr Atefi, Ali Kantouri und Hesam Misaghi im Berliner Tiergarten

Sepehr Atefi, Ali Kantouri und Hesam Misaghi im Berliner Tiergarten, Foto: © Tobias Kruse

Weil ich die drei hier abgebildeten jungen Männer ja recht gut kenne…und einen sehr geringen Anteil daran habe, dass sie in Berlin sind, möchte ich natürlich unbedingt auch auch den gestrigen Artikel in der Zeit Online hinweisen, den ich hier einmal ausnahmsweise komplett übernehme:

Eine Wohnung in Berlins Mitte wird neu bezogen. Ali bekommt das größte Zimmer. Sepehr nimmt das hellste Zimmer. Hesam begnügt sich mit dem kleinen Zimmer zum Innenhof hin, dafür will er aber die Ecke im Flur, »da kommt die Bar hin«. – »Nee, das wird der Meditationsraum«, witzelt Sepehr.

Drei junge Männer ergreifen Besitz von ihrem neuen Zuhause, Reviermarkierung, WG-Gefrotzel. Als Hesam das Fenster öffnet, sagt er: »Wenn der iranische Nachrichtendienst kommt, können wir hier über die Balustrade flüchten.« Alle drei lachen darüber, jetzt, da sie in Sicherheit sind. Sie leben wieder auf nach Monaten der Angst und Ungewissheit. Sie haben es nach Deutschland geschafft.

Im Sommer 2009 gab es in Iran eine umstrittene Präsidentschaftswahl. Die Opposition sprach von Betrug, es kam zu heftigen Protesten auf den Straßen Teherans. Die Regierung schlug die Grüne Revolution schließlich nieder und verfolgte die Aktivisten. 4000 Iraner flohen in die Türkei, wo sie seither unter schwierigen Bedingungen leben.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen möchte sie auf andere Staaten verteilen, sein Wunsch findet aber kaum Resonanz. Die Bundesregierung wollte ursprünglich nur 20 Menschenrechtlern, Journalisten, Bloggern und Studenten Schutz gewähren. Jetzt sind es immerhin 50. Ali Kantouri, Sepehr Atefi und Hesam Misaghi zählen zu den ersten, die jetzt da sind.

Hesam Misaghi erinnert sich noch an den Tag seiner Ankunft in Berlin. Es war der 29. Juli 2010. »Ich spürte ein Gefühl der Freiheit, das ich in Iran nie hatte. Zum ersten Mal kann ich jetzt wieder an mein eigenes Leben und an die Zukunft denken.«

Da hatte schon eine monatelange Odyssee hinter dem schmächtigen Studenten der Anglistik gelegen, dessen dunkle Brille fast als das Größte an ihm erscheint. In seiner Heimatstadt Isfahan gehörte der 22-Jährige zum Komitee der Human Rights Reporters. Sein Freund Sepehr Atefi, der Abiturient, war auch dabei. Sie wussten, dass es gefährlich war, auf ihrer Website über die Menschenrechtsverletzungen in Iran zu berichten.

Tags: ,
September 7th, 2010

…wieder was gelernt…

Die Kirche setze sich weltweit für die Abschaffung der Todesstrafe, sagte die Geschäftsführerin von Justitia et Pax Deutschland, Gertrud Casel.

Na, da schau her!

Nachdem Herr Mattusek nun schon mitteilte, dass die westlichen Staatsmänner sich für die vom Tode bedrohte Shiva Nazar Ahari einsetzen müssen, da die iranische Regierung so schlimm sei (was sie definitiv ist; aber in vielen anderen Fällen von genau den gleichen Staatsmännern ignoriert wurde und wird) und dafür von den Muslimen beschimpft werden.

Nun, da auch Barroso heute etwas dazu sagen musste…  da kann doch die hl. kath. Kirche nicht schweigen:

Und in Übereinstimmung mit dem, was die kirchliche Sozialverkündigung sagt, füge ich hinzu: Die Todesstrafe ist eine unwürdige Strafe. Denn jeder Mensch als Ebenbild Gottes hat immer auch die Chance zur Umkehr und Bekehrung. Und dazu soll ihm auch als Mitglied der menschlichen Gemeinschaft die Vergebung zuteil werden können.

Ach so, der Verein Justitia et Pax hat sich diese Aufgaben – lt. Wikipedia – gesetzt: “Die Kommission bemüht sich um eine Vernetzung der römisch-katholischen Akteure, die sich mit internationalen Fragen befassen. Justitia et Pax ist deren gemeinsame Stimme in Gesellschaft und Politik und bemüht sich, die weltweiten Fragen von Gerechtigkeit und Frieden in der Gesellschaft unseres Landes wachzuhalten.” Bezahlt vom Staat wird die vorrangige Aufgabe dieser Lobbyorganisation darin gesehen, die Welt katholisch zu missionieren. Ob Frau Casel hofft, Amadinejad zum “wahren Glauben” zu bekehren?

Wo waren die alle im gesamten letzten Jahr? Ich hab keinen von denen auf irgendeiner Demo, auf keiner Mahnwache und auch nicht bei Protesten vor der iranischen Botschaft gesehen. Nein, die gleichen Leute, die in “Gottes eigenem Land” noch immer und immer wieder die Todesstrafe befürworten, spielen sich hier zu Richtern auf. Es ist einfach nur widerlich.

Nic