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September 8th, 2010

Spendenseite für den hpd

Ich gehe davon aus, dass jeder Leser dieses Blogs den Humanistischen Pressedienst kennt. Wie bekannt jedoch ist, dass der hpd vor allem deshalb funktioniert, weil die Redakteure und alle, die damit zu tun haben, dies vor allem in ihrer Freizeit und umsonst tun.
Ein Pressedienst kostet jedoch Geld.

Deshalb wurde heute bei Helpedia ein Spendenkonto für den hpd eingerichtet. Wenn also die geneigten Leser…

Ich denke, der hpd ist wichtig für die säkulare Szene und ein immer mehr wahrgenommenes Portal für Informationen und unserer Themen. Also zeigt der Redaktion und den Machern im Hintergrund, dass Ihr die Arbeit des hpd schätzt.

Danke.

Nic

[Crosspost mit EHBB]

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September 7th, 2010

Wachsen ohne zu wuchern

MASTERSHAUSEN. (hpd) Wie kann eine Organisation wachsen, ohne zu wuchern? Vor diesem Problem steht im Moment die Giordano-Bruno-Stiftung. Am vergangenen Wochenende trafen sich VertreterInnen einiger Regionalgruppen am Stiftungssitz in Mastershausen, um Erfahrungen auszutauschen und zukünftige Strategien abzusprechen.

Der vor fünf Jahren ins Leben gerufene gbs-Förderkreis ist mittlerweile auf über 2300 Personen angewachsen, zudem gibt es 14 Regionalgruppen der Stiftung, die Arbeit vor Ort machen, weitere Gruppen sind in Gründung.

Das zentrale Entwicklungsziel der Stiftung könnte man als „Einheit in der Vielfalt“ beschreiben. Zwar sollen die Regionalgruppen weiterhin autonom agieren, jedoch soll auch das Gemeinsame der Gruppen, die Anbindung an die Stiftung und die Orientierung an deren Zielen, stärker zum Vorschein kommen. Hierzu will die Stiftung den Regionalgruppen unter anderem ein umfassendes Informationspaket zur Verfügung stellen. In den nächsten Monaten wird auch der Relaunch der gbs-Website erfolgen, in die auch die Internetseiten der Regionalgruppen besser integriert werden sollen.

August 31st, 2010

666

Eine Zahl verfolgt mich heute:

der hpd hat heute bei Facebook 666 Fans erreicht.

und im Bloghaus gibt es in diesem Moment 666 Kommentare.

Wenn mir nun noch bitte Jemand 666 Euro aufs Konto überweisen würde…

Nic

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August 31st, 2010

Thilo Sarrazin stellte sein Buch vor

BERLIN. (hpd) Nachdem in den letzten Tagen in so ziemlich allen Medien ein ungeheurer Rummel um das Buch „Deutschland schafft sich ab“ von Thilo Sarrazin entfacht wurde, stellte der Autor das Buch heute in der Bundespressekonferenz vor. Dabei begleitete ihn Necla Kelek, die die Thesen des Herren Sarrazin unterstützte.

Das in Ausschnitten bei BILD und Spiegel erschienene Buch nimmt den Faden auf, den das sehr umstrittene Interview in der Lettre International aus dem Herbst 2009 fallen ließ. Dort ließ er auf fünf Seiten erste Ansätze dessen hören, was in seinem heute vorgestelltem Buch Hauptinhalt ist. Seine Aussage, dass „Araber und Türken in dieser Stadt [gemeint ist Berlin], deren Anzahl durch falsche Politik zugenommen hat, […] keine produktive Funktion [haben] außer für den Obst- und Gemüsehandel…“ (Seite 198) sorgte seinerzeit für einen ähnlichen medialen Aufschrei, wie die ersten Ausschnitte aus seinem aktuellen Buch.

Thilo Sarrazin kann auf der Klaviatur der Medien hervorragend spielen. Der ausschnittsweise Vorabdruck in der BILD und dem Spiegel sowie die daraufhin zu erwartende Aufmerksamkeit für das Buch waren Kalkül. Denn schon im oben erwähnten Interview meinte er: „Die Medien lieben es, wenn Krach ist. […] Wenn man [das] bietet und den Eindruck erweckt, daß man seine Sache versteht, bekommt man mit der Zeit auch für kontroverse Stellungnahmen eine relativ hohe mediale Zustimmung.“(Seite 201)

Mediales Echo hat Sarrazin allerdings erreicht. Ob man das jedoch unbedingt Zustimmung nennen kann, steht auf einem anderen Blatt. Denn selbst große bürgerliche Blätter wie die FAZ am Sonntag kritisieren die Aussagen des Buches.

August 29th, 2010

100 Städte gegen Steinigung

BERLIN. (hpd) Das Foto der zum Tode durch Steinigung verurteilten Iranierin Sakineh Ashtiani ging um die Welt. Und weltweiter Protest hat es erreicht, dass die Vollstreckung des Todesurteils vorerst ausgesetzt wurde. Doch noch immer ist Frau Ashanti davon bedroht, gehängt zu werden.
Um daran zu erinnern und vor allem, um dem klerikalen Regime in Iran öffentlich zu zeigen, dass die Welt nicht schweigend zusieht, rief das „Internationale Komitee gegen Steinigung“ gestern zu Kundgebungen auf.

Und so wurde weltweit in mehr als einhundert Städten gegen die Steinigung protestiert. Im Aufruf, den Mina Ahadi für das „Internationale Komitee gegen Steinigung“ unterschrieb, heißt es: „Wir rufen die Menschen auf der Welt dazu auf, aktiv ihre engagierte Ablehnung der Steinigung als eine vormittelalterliche Form der Barbarei zum Ausdruck zu bringen. … Verurteilen Sie das islamistische Regime im Iran als den grausamsten aller Staaten, in denen die Todesstrafe der Steinigung angewendet wird. In den 31 Jahren seines Bestehens hat dieser Staat mindestens 109 Menschen gesteinigt, vor allem Frauen, und momentan befinden sich 25 weitere Menschen auf der Liste der zum Tode Verurteilten. Diese barbarischen, nicht endenden Morde müssen gestoppt werden!“
Die Giordano-Bruno-Stiftung (GBS) unterstützt das Engagement und wies im letzten Newsletter auf die Kampagne hin.

Und so wurden in den letzten Wochen in mehr als 100 Städten Protestveranstaltungen geplant. Gestern war es soweit. Nach meiner Kenntnis gab es weltweit 106 Protestveranstaltungen, sechzehn davon in Deutschland, zwei in Berlin. Bei einer davon war der hpd dabei.

Am Kurfürstendamm, Ecke Joachimstaler Straße trafen sich einige ExiliranerInnen und deren deutsche Freunde, um die vorbei eilenden Touristen und Besucher auf das Anliegen der Kampagne aufmerksam zu machen. Das gelang auch sehr gut; es gab Diskussionen mit den Passanten und viel Zuspruch. Ich weiß nicht, wie viele Menschen am gestrigen Nachmittag die Unterschriftlisten unterschrieben; aber so ziemlich Jeder, der sich ein paar Minuten Zeit nahm, gab seinem Namen für die Sache der Menschenrechte.

Auf der Webseite der Kampagne werden die Fotos der weltweiten Kampagne gesammelt. Und auch, wenn wir uns oft fragen, ob unsere Proteste, unsere Veranstaltungen etwas bewirken können: wenn wir diese Bilder von der weltweiten Solidarität sehen, wissen wir; wissen auch die Iraner, dass wir, dass sie nicht allein sind.

Nic