Wachsen ohne zu wuchern
MASTERSHAUSEN. (hpd) Wie kann eine Organisation wachsen, ohne zu wuchern? Vor diesem Problem steht im Moment die Giordano-Bruno-Stiftung. Am vergangenen Wochenende trafen sich VertreterInnen einiger Regionalgruppen am Stiftungssitz in Mastershausen, um Erfahrungen auszutauschen und zukünftige Strategien abzusprechen.
Der vor fünf Jahren ins Leben gerufene gbs-Förderkreis ist mittlerweile auf über 2300 Personen angewachsen, zudem gibt es 14 Regionalgruppen der Stiftung, die Arbeit vor Ort machen, weitere Gruppen sind in Gründung.
Das zentrale Entwicklungsziel der Stiftung könnte man als „Einheit in der Vielfalt“ beschreiben. Zwar sollen die Regionalgruppen weiterhin autonom agieren, jedoch soll auch das Gemeinsame der Gruppen, die Anbindung an die Stiftung und die Orientierung an deren Zielen, stärker zum Vorschein kommen. Hierzu will die Stiftung den Regionalgruppen unter anderem ein umfassendes Informationspaket zur Verfügung stellen. In den nächsten Monaten wird auch der Relaunch der gbs-Website erfolgen, in die auch die Internetseiten der Regionalgruppen besser integriert werden sollen.
Karte aller (bisherigen) Regionalgruppen der GBS
Die Giordano Bruno Stiftung (Stiftung zur Förderung des evolutionären
Humanismus) ist eine Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung, der zahlreiche bekannte Wissenschaftler, Philosophen und Künstler angehören. Die Stiftung sammelt neuste Erkenntnisse der Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften, um ihre Bedeutung für das humanistische Anliegen eines “friedlichen und gleichberechtigten Zusammenlebens der Menschen im Diesseits” herauszuarbeiten. Ziel der Stiftung ist es, die Grundzüge eines naturalistischen Weltbildes sowie einer säkularen, evolutionär-humanistischen Ethik/Politik zu entwickeln und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
In der letzten Zeit haben sich im Umfeld der GBS etliche Regionalgruppen gegründet. Eine Karte (inkl. Webadressen) der Regionalgruppen findet sich im Blog der Berliner Gruppe (EHBB).
Nic
Neue GBS-Regionalgruppen
Ebenfalls über den eben erwähnten Newsletter der Giordano-Bruno-Stiftung wurde die Gründung von zwei neuen Regionalgruppen bekanntgegeben.
Neu hinzugekommen sind die Regionalgruppe München im Süden und Oldenburg/Bremen im Norden. Langsam füllt sich die Karte :-)
GBS-Regionalgruppen auf einer größeren Karte anzeigen
Beide Gruppen sind nun auch in die Blogroll übernommen.
Nic
Die GBS unterstützt “100 Städte der Welt gegen Steinigung”
Im heutigen Newsletter der Giordano-Bruno-Stiftung wird auch auf die geplanten Aktionen zum kommenden Samstag hingewiesen. Ich hoffe, wir werden zahlreich sein…
Die 43jährige Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani, Mutter von zwei Kindern, soll wegen angeblichem Ehebruch gesteinigt werden. Der Fall hat internationales Aufsehen erregt. Führende westliche Politiker (wie US-Außenministerin Hillary Clinton) setzten sich in den letzten Wochen für Ashtiani ein. Der brasilianische Präsident da Silva bot ihr Asyl an und fragte beim iranischen Präsidenten Ahmadinejad um Erlaubnis zur Ausreise Ashtianis an. Aufgrund des internationalen Drucks sah sich der Iran genötigt, den Exekutionstermin im Juli abzusagen. Doch Ashtiani schwebt weiterhin in Lebensgefahr.
Die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime (und gbs-Stipendiatin), Mina Ahadi, die die Protestaktionen koordiniert, hat als Sprecherin der „Internationalen Kampagne gegen Steinigung“ für den 28. August zu einem Aktionstag „100 Städte gegen Steinigung“ aufgerufen. Die Giordano Bruno Stiftung unterstützt die Kampagne. In Deutschland sind Aktionen in Berlin, Bremen, Darmstadt, Dortmund, Köln, Giessen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Leipzig, Mainz, Mönchengladbach, München, Paderborn, Ulm und Zwickau geplant.
Weitere Informationen auf der Website:
http://stopstonningnow.com/wpress/category/100-cities-materialsSiehe auch das Hintergrundinterview mit Mina Ahadi auf Welt-online:
http://www.welt.de/politik/ausland/article8928105/Bei-Steinigungen-wird-jeder-zum-Komplizen.html
Mein Jahr als Pirat
Hätte mich mein guter Freund Zenga nicht daran erinnert… dieses historische Datum wäre unbemerkt an mir vorbeigegangen: Seit einem Jahr bin ich Mitglied der Piratenpartei.
Was ist in diesem Jahr nicht alles geschehen!
Als ich seinerzeit – um die Bundestagswahl herum und kurz danach – davon schrieb, dass sich nach der Wahl und mit der “normalen” Parteiarbeit die Spreu vom Weizen trennen würde, wußte ich natürlich noch nicht, wohin mich der Wind wehen würde.
Und heute? Heute muss ich feststellen, dass ich eher zur Spreu denn zum Weizen gehöre.
Was allerdings nicht daran liegt, dass ich die Parteiziele nicht mehr teile würde. Sondern vor allem daran, dass sich im letzten Jahr für mich Vieles und Grundlegendes verändert hat. Und ich Aufgaben gesucht und gefunden habe, die mir sehr nahe sind und für die ich arbeite und all meine Energie (und ein wenig mehr) gebe. Es gibt – meiner Meinung nach – zwischen Beidem sogar Berührungspunkte. Aber der Schwerpunkt hat sich verändert: weg von der Piratenpartei hin zu GBS/EHBB und hpd.
Ich habe lange überlegt, weshalb das so ist; bin ich doch auch mit großem Enthusiasmus zu den Piraten gekommen und finde mich dort auch noch immer von meiner Einstellung her wieder.
Wie ich es sehe: ich brauche Strukturen; fertige, funktionierende zumal. Und daran krankt es meiner Meinung nach noch etwas bei dieser jungen Partei. Das wird sich geben und trotz der nun tatsächlichen Einführung der “Demokratie von unten” (Stichwort LF) werden sich über kurz oder lang Strukturen ergeben. Ansätze gibt es ja: Spezialisierungen, deutliche Worte und Fachleute, die gehört werden (mehr oder weniger).



Humanismus) ist eine Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung, der zahlreiche bekannte Wissenschaftler, Philosophen und Künstler angehören. Die Stiftung sammelt neuste Erkenntnisse der Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften, um ihre Bedeutung für das humanistische Anliegen eines “friedlichen und gleichberechtigten Zusammenlebens der Menschen im Diesseits” herauszuarbeiten. Ziel der Stiftung ist es, die Grundzüge eines naturalistischen Weltbildes sowie einer säkularen, evolutionär-humanistischen Ethik/Politik zu entwickeln und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.


