Zeitungen Foto: Jeger (pixelio.de)

Kultureller Rabatt für “Ehrenmord”

Ein Urteil des Landgerichts Wiesbaden wird derzeit erregt diskutiert. Der Deutsch-Afghane Isa S. hat am 5. Februar des vergangenen Jahres seine schwangere ehemalige Freundin mit drei Messerstichen hinterrücks erstochen, weil er Angst hatte, seine Beziehung mit der Frau vor seiner Familie einzugestehen. Weiterlesen

polizeiauto_wien

Polizei in Österreich “auf rassistischem Auge blind”

polizeiauto_wienÖsterreichs Polizei hat ein Rassismus-Problem. Zu diesem Schluss kommt der aktuelle Rassismus-Report des Wiener Antirassismusvereins ZARA. Der Report dokumentiert dutzende Fälle, in denen die Polizei Rassismus-Opfer nicht schützte oder Beamte selbst rassistische Handlungen wie “ethnic profiling” setzten. Weiterlesen

Bundesinnenministerium

Die Misere mischt sich ungefragt ein

Die Tinte unter dem Beschluss des Bundestages, endlich einen NSA-Untersuchungseinschuss einzusetzen, ist noch nicht ganz trocken, da muss sich unser neuer Innenminister schon wieder lächerlich machen:

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Rätselraten um Sakineh Ashtiani

asthiani_neuEinige Medien, unter anderem die NZZ, meldeten vor vier Tagen, dass die Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani aus dem Gefängnis in Tebriz (andere Schreibweise: Täbriz) entlassen wurde:

Die zweimal zum Tode verurteilte Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani darf wegen guter Führung das Gefängnis vorerst verlassen. Nach fast acht Jahren hinter Gittern bekomme die wegen Ehebruchs und Beihilfe zum Mord verurteilte Frau bis auf weiteres Hafturlaub, sagte der Leiter der iranischen Menschenrechtskommission, Mohammed Jawad Larijani, am Dienstag.

Allerdings mehren sich Zweifel an dieser Meldung bzw. fehlt es bislang an einer offiziellen Bestätigung.  Es heißt zwar bei der NZZ einschränkend, dass die Menschenrechtskommission keine Angaben darüber machte, “ob Mohammadi Ashtiani ins Gefängnis zurückkehren muss. Dies wird allgemein aber nicht mehr erwartet, nachdem die Kinder der Frau zahlreiche Gnadengesuche gestellt hatten und die Familie des Opfers ausbezahlt worden war.” Der letzte Satz bedeutet, dass Ashtianis Familie das Blutgeld (Diya) aufgebracht und gezahlt hat, das laut Scharia-Recht festgelegt wurde.

In dem Hafturlaub sehen iranische Juristen eine “vorzeitige Freilassung” heißt es bei Krone.at.

Der ehemalige Anwalt von Sakineh Ashtiani hat das gegenüber der BILD-Zeitung jedoch bestritten. Mohammed Mostafaei hat nach dem Prozeß, bei dem Ashtiani erst zum Tod durch Steinigung und – nach starken internationalen Protesten – zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, das Land verlassen und lebt jetzt in Norwegen. Laut Bild sagte er: “Herr Larijani lügt, wenn er behauptet, dass Frau Ashtiani frei sei. Angesichts einer Welle von Hinrichtungen in diesem Jahr ist das wohl seine Beruhigungspille für die internationale Gemeinschaft. Das ist reine Propaganda.”

Er bestätigte zwar, dass Ashtiani das Gefängnis verlassen und ihre Familie sehen durfte, nach seinen Angaben jedoch musste sie aber immer wieder zurück in Haft.

Nic

[box type="info"]Über das Schicksal dieser Frau habe ich im Bloghaus schon sehr viel geschrieben. Wer mag, kann sich unter dem Schlagwort “Sakineh Asthiani” darüber informieren.[/box]

Papst Franziskus Foto: Casa Rosada (cc)

Der Populismus des Franziskus

Papst Franziskus Foto: Casa Rosada (cc)
Papst Franziskus Foto: Casa Rosada (cc)
Wieder einmal sind die Medien begeistert: Nun legt sich der Oberpfaffe mit der Mafia an und redet ihr ins Gewissen: “Kehrt um, bevor es zu spät ist!” Seine freundlichen Worte unterstreicht er mit dem Hinweis, dass alle Mafiosi anderenfalls in die Hölle kämen: Weiterlesen

DoubleFacePalm

Wie kommt der Staat dazu, Gesetze zu machen?

Das fragt der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Marx. Genau der Marx, der von einigen als ein Modernisierer der Kirche gesehen wird, weil er darüber nachgedacht hat, Wiederverheirateten nach einer “Bußzeit” die “Wiederzulassung zu den Sakramenten” zu gewähren.

Während Marx zwar zerknirscht feststellt, dass sich die religiöse Welt unwiderruflich auf dem absteigenden Ast (zumindest in Europa) befindet, redet er – der auch Vorsitzender der der EU-Bischofskommission COMECE ist – in Brüssel  davon, dass es dem Staat nicht zusteht, zu definieren, was Ehe ist. Weiterlesen