An Herrn M. Matussek
Matthias Matussek schreibt bei SPON dieses:
Was all die Ausgrenzungstechniker nicht begreifen, ist, dass sich das, was Sarrazin verkörpert, nicht ausgrenzen lässt. Es ist die Wut von Leuten [...] Die wütend zur Kenntnis nehmend lesen, dass sich westliche Staatsmänner für Frauen in einem islamischen Land einsetzen müssen, weil diese dort als Ehebrecherinnen gesteinigt werden sollen.
Stimmt! Wie doch genau die westlichen Staatsmänner dafür stehen, keine Geschäfte mit dem iranischen Regime zuzulassen und permanent auf die Menschenrechtsverletzungen in Iran hinweisen. Man weiss schon gar nicht mehr, wie man dem entgehen soll. (Achtung, das war Zynismus!)
Die von Matussek benannten Staatsmänner sind auf einen Zug aufgesprungen, den sie weder fahren noch zum Fahren brachten. Diese Staatsmänner unterstützen weiterhin mehr oder weniger offen das klerikale Regime in Iran – und die Geschäfte mit diesem. Scham und Schande über sie!
Nur weil unter anderem auch Mina Ahadi die Weltpresse auf den Fall Shiva Nazar Ahari aufmerksam gemacht hat, konnte die Damen und Herren Staatsmänner die Augen davor nicht mehr verschließen. Und fühlten sich aus populistischen Gründen veranlasst, dazu irgendetwas heraus zu posaunen. Wichtiges, Grundlegendes war das alles nicht.
Ich nenne, was Herr Matussek da von sich gibt, verlogen. So wie der Spiegel insgesamt in der Debatte “Sarrazin” verlogen ist. (siehe die Quellenauszüge hier)
Nic
Hinweis: eine lesenswerte Gegendarstellung zum gesamten Matussek-Artikel findet sich im MigrationsBlog.
Thilo Dohnany
Thilo Sarrazin [...] soll aus der Berliner SPD ausgeschlossen werden. Der Vorstand des SPD-Landesverbandes hat am Montagabend ein entsprechendes Parteiordnungsverfahren nach einer anderthalbstündigen Debatte beschlossen.
[...]
Der ehemalige Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi (SPD) hat unterdessen angekündigt, Sarrazin vor dem SPD-Schiedsgericht zu verteidigen.
und über eben den K.v. Dohnanyi schreibt Feynsinn:
Klaus von Dohnanyi sieht sich bemüßigt, in der Süddeutschen Zeitung Sarrazins Rassimus durch konstruierte und erlogene Relativierungen weiterhin gesellschaftsfähig zu machen. Selbstverständlich befaßt er sich gar nicht erst mit der Frage, was Rassismus eigentlich sei
[...]
Zu behaupten, aus “keiner europäischen Linkspartei” wäre der Rassist ausgeschlossen worden, ist eine demagogische Verzerrung, wie sie nur von der SPD-Rechten kommen kann.
[...]
Am frechsten aber ist die Bezeichnung der andauernden Attacken gegen die Menschenwürde als “Thesen”. Es handelt sich nicht um Thesen, sondern um widerlegte Lügen mit der Absicht, Menschen zu schädigen, zu diskriminieren und zu Objekten zu machen.
Passt doch!
Nic
Jörg Lau zur Sarrazin-Debatte
Zur Sarrazin-Debatte fällt mir partout nichts Besseres ein als mein nun auch schon fast ein Jahr alter Text von der Seite 3 der ZEIT. Steht alles drin, was ich dazu denke.
[...]
Im Lettre-Interview ist alles schon enthalten – die feine eugenische Note, die Unterschichtenverachtung, die Suggestion, dass Deutschland durch die Fruchtbarkeit der Türken und Araber immer dümmer wird. Das postume Erschrecken mancher Kollegen ist entweder Unkenntnis oder Heuchelei, ebenso wie die zahlreichen Versuche, das nun unter den Teppich zu kehren mit dem Hinweis, dass er doch bitteschön “kein Genetiker” (Sarrazin) sei und es ihm primär um die Integration gehe.Nur eins noch: Dass ein Mann erst in dem Moment ins “Reich des Widerlichen” eintritt, in dem er etwas über Juden und Gene sagt, während er vorher ungestraft und unter großem Gejohle und bedächtigem Kopfwiegen des Publikums über türkische und arabische Gene bramarbasieren kann – das kann einem auch zu denken geben.
http://blog.zeit.de/joerglau/2010/09/06/im-reich-des-widerlichen-kein-kommentar-zu-sarrazin_4105
Karte aller (bisherigen) Regionalgruppen der GBS
Die Giordano Bruno Stiftung (Stiftung zur Förderung des evolutionären
Humanismus) ist eine Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung, der zahlreiche bekannte Wissenschaftler, Philosophen und Künstler angehören. Die Stiftung sammelt neuste Erkenntnisse der Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften, um ihre Bedeutung für das humanistische Anliegen eines “friedlichen und gleichberechtigten Zusammenlebens der Menschen im Diesseits” herauszuarbeiten. Ziel der Stiftung ist es, die Grundzüge eines naturalistischen Weltbildes sowie einer säkularen, evolutionär-humanistischen Ethik/Politik zu entwickeln und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
In der letzten Zeit haben sich im Umfeld der GBS etliche Regionalgruppen gegründet. Eine Karte (inkl. Webadressen) der Regionalgruppen findet sich im Blog der Berliner Gruppe (EHBB).
Nic
Flattr-Abrechnung August 2010
Der letzte Monat war nicht so “einträglich” wie der vorherige; gerade einmal 8,75 Euro gab es; bei 10 ausgegeben Euros also ein Verlustgeschäft :-).
Was erstaunt: der Wert eines Falttr-Klicks geht langsam aber stetig herunter. War im Juli ein Klick noch durchschnittlich 0,75 Euro wert, sind es im August nur noch knapp 50 Cent (48,5 um genau zu sein). Das zeigt mir eines: bei steigenden Mitgliederzahlen und Klicks von Flattr wird zwar öfter geklickt aber da die zu verteilende Summe vermutlich gleich bleibt, mindert das den Wert jeden einzelnen Klicks.
Im Juli gab es 18 Klicks auf’s Bloghaus, im August nur noch 14. Woran liegt das? Schreiben etwa andere besser als ich ;-)
Bei Carta-Info gibt es die deutschen Flattr-Charts im August. Das Bloghaus taucht dort nicht auf – aber Artikel, die auch ich angeklickt habe.
Immerhin.
Nic



Humanismus) ist eine Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung, der zahlreiche bekannte Wissenschaftler, Philosophen und Künstler angehören. Die Stiftung sammelt neuste Erkenntnisse der Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften, um ihre Bedeutung für das humanistische Anliegen eines “friedlichen und gleichberechtigten Zusammenlebens der Menschen im Diesseits” herauszuarbeiten. Ziel der Stiftung ist es, die Grundzüge eines naturalistischen Weltbildes sowie einer säkularen, evolutionär-humanistischen Ethik/Politik zu entwickeln und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.


