
Gerade erst gestern wurde ich wieder daran
erinnert, dass es auch
Exil-IranerInnen gibt, die der Meinung sind, die USA solle den Iran bombardieren. Vermutlich, um dort - wie den Nachbarländern Irak und Afghanistan - die Demokratie zu bringen.
Gestern nun gab die WELT Online einem Kriegstreiber die Möglichkeit, sein Unsägliches kundzugeben: dem republikanischen US-amerikanischen Publizisten
Daniel Pipes - über den es bei Wikipedia heißt: "
Außenpolitisch gilt er als Falke [d.h. Hardliner]
, der einen harten Kurs gegenüber Iran, inklusive der Möglichkeit eines Militärschlags, verlangt."
Denn genau diesen Militärschlag gegen den Iran
verlangt er in der WELT. Als erklärter Obama-Gegner gibt er diesem den "guten Rat", sich seine - also die des Herren Pipes - politische Zustimmung dadurch zu erwerben, in dem er den Iran mit Krieg überzieht:
Er [Obama] braucht eine dramatische Geste, um seine öffentliche Wahrnehmung als Leichtgewicht, Stümper, Ideologe zu verändern, vorzugsweise in einer Arena, wo der Einsatz hoch ist, wo er die Führung übernehmen und wo er die Erwartungen übertreffen kann.
[...]
Es gibt eine solche Gelegenheit: Obama kann dem US-Militär den Befehl geben die iranische Atomwaffen-Kapazitäten zu zerstören.
[...]
So, wie 9/11 die Wähler das Umherirren der ersten Monate George W. Bushs vergessen ließ, würde ein Schlag gegen die iranischen Anlagen Obamas schwaches erstes Jahr in der Versenkung verschwinden lassen
Ich hoffe sehr, dass Obama diesen Einreden gegenüber taub bleibt.
Dass es in Iran ein Volk gibt, das sich gegen seine Herrscher seit nunmehr acht Monaten wehrt, blendet Pipers ebenso aus wie die Tatsache, dass die Beispiele Irak und Afghanistan deutlich zeigen, dass militärische Optionen keine mehr sind.
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