
Das ist eine ganz und gar unwissenschaftliche jedoch nachvollziehbare Erkenntnis: das Betrachten von Atombomben; ach was sage ich, das permanente und dauernde Nachschauen, ob es denn vielleicht eventuell möglicherweise eine Atombombe geben könnte, lässt die Menschheit offensichtlich erblinden.
Da spielt der Diktator mit der Weltöffentlichkeit Katz und Maus. Und die Welt lässt sich darauf ein und spielt mit. Ich weiß nicht, das wievielte Mal seit der "Wahl" Ahmadinedschads, und nachdem sie ihre fast schon geballte Faust gezeigt hat, die Weltöffentlichkeit und Politik nun zurückrudert.
Es ist das immer gleiche Spiel:
- Der Iran verweigert sich, die Atomkontrolleure ins Land zu lassen; die Welt droht, die Konfrontation erreicht fast den Siedepunkt: die Kontrolleure dürfen einreisen.
- Der Iran weigert sich, Uran im Ausland anzureichern; die Welt droht, die Konfrontation erreicht fast den Siedepunkt: der Iran macht einen Kompromissvorschlag.
- Der Iran weigert sich, seinen eigenen Vorschlag umzusetzen; die Welt droht, die Konfrontation erreicht fast den Siedepunkt: der Iran erinnert sich an seinen Vorschlag.
- Der Iran weigert sich, seinen eigenen Vorschlag umzusetzen; die Welt droht, die Konfrontation erreicht fast den Siedepunkt: dem Iran fällt ganz sicher irgendetwas Neues ein.
usw. usf.
So geht das seit Jahren und Hin und Her. Ahmadinedschad wird wichtig genommen, wichtiger, als er es ist und die Welt spielt nach
seinen Regeln mit. Und vergisst dabei immer wieder, all die Androhungen wahr zu machen: Boykott; Abbruch der diplomatischen Beziehungen und und und...
Das an sich wäre schon ein ausreichendes Trauerspiel - oder ein Lehrstück...
Aktuell meint der Herr Diktator wieder einmal, der Welt zeigen zu müssen,
wie seine Regeln sind... Und während der Westen noch und mal wieder rätselt, was es mit diesem Angebot so auf sich haben könnte... wird er blind.
Blind gegen all die Menschenrechtsverletzungen, die Verhaftungen, Folterungen, Morde in Iran. Es ist kein Zufall, dass gerade in diesen Tagen der sog. Kompromiss in die Weltpresse lanciert wird: in einigen Tagen wird es im Land wieder zu umfangreichen Demonstrationen und Kundgebungen gegen das Regime kommen. Und die Diktatur möchte, dass der Westen brav das Maul hält und gebannt auf die Schlange "Atomkompromiss" starrt ... und bloß nicht über die Grenze hinweg ins Landesinnere. In dem
das Menschenrecht mit Füssen getreten werden wird - so wie es seit Langem geschieht.
Es wird allerhöchste Zeit für die Weltöffentlichkeit, dem Regime in Iran die rote Karte zu zeigen. Wir dürfen uns nicht einlullen lassen! Wir müssen aufhören, uns an die Regeln zu halte, die dieses Regime vorgibt! Wir müssen uns daran erinnern, dass Menschenrechte universell sind. Und auch und gerade für das iranische Volk gelten, die unter der Knute der Theokratie leiden! Und in einigen Tagen wieder versuchen werden, sich davon zu befreien.
Nic
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