Saturday, May 30. 2009
Ich bin sauer.
Wie heißt es auf der Webseite der Buskampagne:
17:00 Uhr Ausfahrt des Busses zur Deutschland-Rundfahrt Halteplatz vor dem Brandenburger Tor, Westseite.
Offensichtlich war der Busfahrer nicht in der Lage, die westliche Seite des Brandenburger Tores zu finden ( die Konkurrenz fand den Platz). Damit das nicht noch einmal passiert: hier der Google-Map-Link.
Immerhin konnte ich noch ein paar Fotos des an mir vorüber fahrenden Busses machen:
zum Vergrößern die Bilder anklicken!
Aber wenn das in jeder Stadt so läuft, wird der Kampagnebus wohl wenig Zulauf haben; und die Unken - die der Meinung sind, dass man mit dieser Tour eher etwas für denn gegen Kirchen erreicht - werden Recht behalten.
Ich bin sauer.
Nic
Die Idee, einen Tag nach dem Beschluss der höchsten Neuverschuldung des Staates das Grundgesetz dahingehend zu ändern, dass zukünftig Schuldenmachen verboten werden soll, erinnert mich doch sehr an die Art, in der ein Verkaterter am nächsten Morgen schwört, nie wieder einen Tropfen Alkohol zu trinken.
Nic
Friday, May 29. 2009
 In der Zeitschrift „Wir im HvD“ – der Information für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des HvD in Berlin – ist ein Interview mit Jaap Schilt erschienen. Jaap Schilt ist beim HvD Berlin als Bildungsreferent für den Lebenskundeunterricht tätig.
Gefragt, was für ihn humanistische Werte sind, antwortet er: „ Der Humanismus beinhaltet für mich drei Prinzipien: Würde, Selbstbestimmung und Verantwortung. Und wenn man mich fragt, was menschliche Würde ist, dann sage ich: Ein selbstbestimmtes und verantwortungsvolles Leben führen können.“
Nachgefragt, was denn das konkret für das alltägliche Leben bedeuten könnte, antwortet Schilt: „ Wichtig ist, das eigene Handeln zu reflektieren und die Interessen und Bedürfnisse von anderen und sich selbst wahr und ernst zu nehmen. ... Um es auf den Punkt zu bringen: Humanismus leben heißt für mich, die Wahrheit anzustreben, ohne diese besitzen zu wollen.“
Die Antwort auf die Frage nach dem Umgang des HvD mit Religionen wird ihm von Einigen sicherlich wieder den Vorwurf des „Kuschelatheisten“ einbringen; mir gefällt sie recht gut, denn sie erklärt genau die Position, in der der HvD sich auch nach meiner Meinung befindet.
„ Im Verband gibt es zwei Strömungen. Die atheistische, die nichts mit der Kirche am Hut hat, etwa weil die entsprechenden Personen in der Kindheit stark unter dem Einfluss der Kirche gelitten haben. Die vernünftigere Position ist sicherlich der Agnostizismus, weil es uns nicht darum gehen sollte, die Nicht-Existenz Gottes zu beweisen.“
Natürlich (ich kann nicht anders) muss ich widersprechen.
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Thursday, May 28. 2009
 Offensichtlich haben die diversen Aufrufe, einen Endspurt bei der Mitzeichnung der Petition gegen Netzzensur einzulegen, genutzt. Die magische Marke von 100.000 Stimmen wurde heute erreicht (und es kommen noch die schriftlich eingereichten Unterschriften hinzu)!
Die Petitionsseite beim Bundestag vermeldet sogar schon 134 Stimmen mehr:
Doch fand bereits gestern die Anhörung statt. Die TAZ schreibt dazu:
Für die Gegner von Internetsperren war die Expertenanhörung im Wirtschaftsausschuss des Bundestags kein Erfolg. Es gab wenig grundsätzliche Munition gegen die Einführung von Internet-Sperren. Das Projekt von Wirtschaftsminister Guttenberg (CDU) und Familienministerin von der Leyen (CDU) ist aber noch nicht abgeschlossen. Auch Abgeordnete der Koalition zeigten sich offen für Verbesserungsvorschläge. Quelle: TAZ - der Artikel fasst das Ergebnis der Anhörung zusammen
Es nutzt nun nichts, trauernd wahrzunehmen, dass offenbar der Politik 200.000 Stimmen nicht genügen, um grundsätzliche Dinge in ihrer Weltanschauung zu überdenken, sondern - wie gewohnt - wird es wird versprochen, hie und da ein wenig am Text zu schrauben.
Continue reading "200 Prozent!"
 Am Wochenende nun startet der Bus in Berlin!
12:00 Uhr Kostenlose atheistische Stadtrundfahrt (mit mehreren Haltepunkten, Dauer: 3 Stunden) Einstieg: Alexanderplatz, Seite Neptunbrunnen
15:30 Uhr Kurze Fahrt durch die Innenstadt (mit mehreren Haltepunkten, Dauer: 45 Min.) Einstieg: Alexanderplatz, Seite Neptunbrunnen
17:00 Uhr Ausfahrt des Busses zur Deutschland-Rundfahrt Halteplatz vor dem Brandenburger Tor, Westseite. Wer möchte, kann bis S27 Eichborndamm kostenlos mitfahren (Rückfahrt 27 Min. bis Alexanderplatz)
Nun kann man ganz sicher verschiedener Meinung über den Sinn und Zweck der Buskampagne sein... aber wenn ich dann bei domradio.de lese, dass sich diverse Geistliche darüber ärgern, dann freut mich doch, dass die Tour beginnt.
Die deutsche Bischofskonferenz kritisierte die Aktion. „Diese Kampagne ist geistlos“, sagte Sprecher Matthias Kopp. Quelle: domradio.de
Geistvoller sind vermutlich solche Events wie letztens in Bremen? Und das dort ausgegebene Geld ist - die Frage sei erlaubt - sinnvoller ausgegeben?
Ah ja!
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Nanu! Ein Arkadi-Renko-Roman mit Happy End? Tatsächlich, wenn auch nur mit einem halben und eingeschränkten. Am Ende des Buches, nachdem Renko wieder verprügelt, mehrmals fast ermordet und einmal auch erschossen angeschossen wird... plant er seine Zukunft ohne Staatsanwaltschaft.
Doch bis er dorthin kommt vergeht eine lange Zeit voller Gefahren und (ein wenig undurchsichtiger) neurussischer Gefahren. Die Story ist ein wenig verworren und es gibt zwar einen Schuldigen (bzw. mehrere), gegen die Renko auf eigenen Faust ermittelt; aber weder kann er sie tatsächlich dingfest machen, noch scheint das in Putins Russland überhaupt möglich zu sein. Besteht die Gesellschaft doch aus den Massen an Armen, Gescheiterten und Verzweifelten und einigen wenigen Gewinnern.
Der Bogen des Romanes spannt sich von der „glorreichen“ Zeit des 2. Weltkrieges (des „Großen Vaterländischen Krieges“) bis zu den Tschetschenien-Kriegen der Neuzeit. Und die um Arkadi Renko herum handelnden Personen haben entweder mit dem einen oder dem andren zu tun.
Continue reading "Martin Cruz Smith – Stalins Geist"
Wednesday, May 27. 2009
Immer häufiger ziehen Bettler, Obdachlose und Strassenzeitungsverkäufer nun auch schon morgens, kurz nach 6, durch die S-Bahn und bitten um Kleingeld.
Damit muss man leben, wenn man in einer Großstadt lebt. Und wenn man weiß, dass die Krise weniger die Banken denn die trifft, die eh kein Geld zum Sparen hatten und haben.
Allerdings war ich heut früh dann doch überrascht, als ein freundlicher, älterer Herr seinen leeren Pappbecher hinhielt, seinen Spruch sagte und jede Spende mit „Gott vergelt's” entgegen nahm.
Hinterher fragte ich mich, ob der Mann für eine Kirche oder Sekte gesammelt hat... für einen Gott, der freundlich genug war, ihm diese „ Prüfung namens Obdachlosigkeit” aufzuerlegen.
Nic
Tuesday, May 26. 2009
 Vor einigen Tagen habe ich an das Deutschlandradio Kultur geschrieben, weil mich das morgendliche „Wort zum Tage” in meiner Ungläubigkeit beeinträchtigt. ( meine Mail und die Antwort)
Heute finde ich auf hpd einen Hinweis auf die heutige Sendung „ Wort zum Tage” - in dem ein Bernd Wolharn ziemlichen Blödsinn verbreitet christliche Worte spricht.
Mit einem frohgemuten "Guten Morgen,...., liebe Atheisten" widmete sich die heutige Morgenandacht im Deutschlandfunk (um 06:25 Uhr) der Arbeit der Giordano-Bruno-Stiftung, spart nicht mit den eigentlich geklärten Anwürfen (u.a. der Rabbi im 'Ferkelbuch' sei gezeichnet wie im 'Stürmer' der Nationalsozialisten) und wünscht den gegenseitigen Respekt, denn das sei ja die Basis unseres Zusammenlebens. Quelle: hpd
(Man kann sich diese Hetzrede Andacht gern als mp3 hier anhören. Man kann sich den Herren auch ansehen - aber bitte Vorsicht! Bunte Bilder blenden!)
Ach dafür bezahle ich GEZ-Gebühren!
Nic
 Die Genussinitiative Berlin, die erreichen wollte, dass die Berliner Wirte selbst entscheiden dürfen, ob in ihren Lokalen geraucht werden darf, ist grandios gescheitert.
Sie schreibt:
Die Initiative für Genuß Berlin e.V. hat in den letzten vier Monaten ein Volksbegehren gegen das vom Berliner Senat erlassene Rauchverbot in Gaststätten betrieben. Quelle: genussinitiative-berlin.de
Allerdings nicht, wie die Unterschriftensammlung ausgegangen ist. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Jedoch berichtete die Berliner Morgenpost bereits am Sonntag (24.5.09), dass nicht einmal 100.000 Unterschriften (von 170.000 nötigen) gesammelt werden konnten:
"Ich gehe davon aus, dass wir deutlich unter 100.000 Unterschriften liegen werden", sagte Thoma Michel von der "Genussinitiative". Allerdings stehe die genaue Zahl noch nicht fest, da die Bögen immer monatlich abgegeben und ausgezählt würden. Quelle: Berliner Morgenpost
Angesichts der Tatsache, dass demnächst „ Schockbilder auf Tabakwaren” auf Zigarettenschachteln, Tabakdosen und -päckchen auftauchen sollen, bin ich über das Ergebnis wenig verwundert. Und genügend getan hat die Initiative meiner Meinung nach auch nicht. Da nutzt es auch nichts, wenn sie jetzt auf Ihrer (oben zitierten) Webseite darüber lamentiert, dass die Hürden für ein Volksbegehren in Berlin zu hoch sind...
Nic
Im Moment haben 95.988 Mitzeichner die Petition gegen die Internetzensur unterschrieben. Das sind immerhin 91% mehr als notwendig. Nun sollten wir die Zahl rund machen!
Bis morgen 11 Uhr ist noch Zeit, zu unterschreiben! Wer also noch nicht hat, der sollte jetzt!
Nic
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Monday, May 25. 2009
In Erinnerung an den viel zu früh verstorbenen Douglas Adams ist heute Towel Day. Zu seinem Gedenken findet jährlich am 25. Mai der so genannte Towel Day (Handtuchtag) statt. (Wikipedia)
Was?
Trage dein Handtuch den ganzen Tag bei dir, egal wohin du gehst.
Wann?
Jedes Jahr am 25. Mai
Wo?
Selbstverständlich überall wo du hin gehst!
Und wieso?
Weil der 25. Mai der Gedenktag für den 2001 verstorbenen Douglas Adams, dem Autor des weltberühmten Buches Per Anhalter durch die Galaxis, ist und weil ein Handtuch das nützlichste ist, was man besitzen kann. Um den Anhalter durch die Galaxis zu zitieren:
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