Unglaublich, aber die Sache scheint tatsächlich noch immer nicht ausgestanden und beendet.
Wie bekannt (siehe unten) wurde vom Verwaltungsgericht Berlin entschieden, dass Schulen gläubigen Schülern während des Unterrichtes die Möglichkeit einräumen müssen, Gebete zu verrichten. Dieses Urteil wurde zum Teil sehr kritisch gesehen.
Nun geht der Rechtsstreit in die nächste Runde:
Das Land Berlin unternimmt weitere juristische Schritte, um die Einrichtung der umstrittenen Gebetsräumen zu verhindern.
Auch wenn in dem Artikel wieder die Rede davon ist, dass die Schulen (extra) Gebetsräume zur Verfügung stellen müssen (was lt. Urteil so nicht korrekt ist), begründet die Morgenpost die Entscheidung des Schulsenators von Berlin, Jürgen Zöllner, vernünftig. Interessant daran ist, dass auch der Senator anzweifelt, dass der Kläger tiefgläubig ist. Sondern unterschwellig mitteilt, dass er davon ausgeht, dass dieser vor allem eines wollte: eine Extrawurst:
Bereits seit einer vor anderthalb Jahren ergangenen einstweiligen Anordnung steht Yunus M. am Diesterweg-Gymnasium für das Gebet von 13.30 bis 13.40 Uhr ein Gruppenraum zur Verfügung. Genutzt habe er ihn nur äußerst selten... Quelle: wie oben
Das islamische Portal erinnert deshalb noch einmal daran, dass auch die CDU das Urteil begrüßte:
„Muslime sollen an Schulen beten dürfen, soweit der Schulbetrieb dadurch nicht gestört wird. Insofern begrüßen wir die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin zugunsten eines islamischen Schülers. Religionsfreiheit umfasst auch das Recht des einzelnen, seinen Glauben zu bekunden. Dies gilt selbstverständlich auch für Anhänger des Islam“ (Ingrid Fischbach, religionspolitische Sprecherin der CDU/CSU)
Logisch: wer das Beten in der Schule erlaubt, kann nicht das Anbringen von Kreuzen verbieten. Hier verbrüdern sich Religionen gegen den säkularen Staat.
Aber noch besser gefällt mir dieser Satz:
"Wir freuen uns über die freie Religionsausübung und über den Respekt vor der Glaubensüberzeugung des Anderen. Auf dieser Tugend beruht unsere politische Kultur. Das Urteil bestätigt das Vertrauen der Muslime in unseren Rechtsstaat." Quelle: wie oben
Das sagte der Koordinierungsrat der Muslime - der vermutlich
Seyran Ates Buch nicht gelesen hat. Man möge sich den letzten Satz auf der Zunge zergehen lassen...
Nic
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