Bei Telepolis findet sich heute ein längerer Artikel über den ehemaligen “Kommunistenfresser” Zbigniew Brzezinski. Der Autor, Rudolf Maresch, versucht hier, den Werdegang von Brzezsinski von seiner Zeit als Sicherheitsberater von Jimmy Carters und auch erster Unterstützer der Taliban gegen die Sowjetunion.
Für mich ist der Mann immer eher ein abschreckendes Beispiel US-amerikanischen Größenwahns in der Politik gewesen. Aber wie es scheint, hat er sich vom Saulus zum Paulus gewandelt – also begriffen, wie die Welt heute tickt. So sagt er über die Pläne Israels (und der USA), einen Krieg gegen den Iran zu beginnen:
“Es sei zwar leicht, einen Krieg anzufangen, ihn wieder zu beenden dagegen nicht”, stellt er wohl mit Blick auf den Krieg in Afghanistan fest. Das gelte für Israel genauso wie für sein Land. Zudem seien die Folgen nahezu unkalkulierbar. Zwar würden es die Iraner nicht schaffen, massive Vergeltung an Israel zu üben. Und es dürfte ihnen auch nicht gelingen, die Straße von Hormuz zu schließen. Dafür würde schon die US-Marine sorgen.
Die Energiekosten würden jedoch in ungeahnte Höhe schießen und die fragile Weltwirtschaft weiter gefährden und zum Absturz bringen. Die Russen würden sich über den hohen Ölpreis freilich die Hände reiben, weil sie plötzlich über jene Kapitalmenge verfügten, die sie für eine Runderneuerung ihrer Gesellschaft bräuchten, während Europa, das abhängig von russischen Lieferungen ist, in weitere wirtschaftliche Nöte geraten würde.
Schließlich könnten iranische Kommandos für Unruhe sorgen, im Irak genauso wie in Afghanistan. Sie könnten US-amerikanische Basen angreifen und andere Terroraktionen in westlichen Hauptstädten begehen. Schon deswegen gebe es keine Alternative zu weiteren Verhandlungen mit dem Iran über sein Nuklearprogramm, die er im Übrigen auf einem guten Weg sieht.
Eine Einigung könnte etwa so aussehen, dass die internationale Gemeinschaft Teheran die Anreicherung von Nuklearmaterial auf einer niedrigen Stufe zugesteht, wenn das Land sich gleichzeitig dazu verpflichtet, ein Abkommen zur Nicht-Proliferation zu unterzeichnen.
Nic
Nics Bloghaus
Vielleicht revidiert Brzezinski ja auch noch seinen Schwachsinn vom “Tittytainment”, den er 2000 zusammen mit weiteren Hohlköpfen von HP und anderen Global Players verzapft hat. Er gehört zu den Menschen, die durch ihren unglaublichen Machtwillen viele Dinge beeinflussen können, gleichzeitig aber durch eine ausgeprägte geistige Leere beeindrucken, wenn es darauf ankommt, Folgen ihres Handelns für die Gesellschaft abzuschätzen. In Deutschland ist Heiner Geißler ein typischer Vertreter dieser Gattung, die heute ihr blödes Geschwätz aus ihrer aktiven Zeit einfach negiert.