Montag , 20 Mai 2013
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Auf den Hundt gekommen

Dieter Hundt ist nicht nur gegen die Abschaffung der Praxisgebühr, der Arbeitgeberpräsident will sie sogar bei jedem Arztbesuch ein­kas­sie­ren. Dann wür­den unnö­tige Arztbesuche ver­mie­den, argu­men­tiert Hundt.
Handelsblatt

Ich bin ja sonst nicht so – aber ich wün­sche dem Mann zwei Dinge:

  1. ein durch­schnitt­li­ches Gehalt
  2. eine lang­wie­rige Krankheit

Nic

Über Nic Frank

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

2 Kommentare

  1. Das Problem ist, dass Du Recht hast, aber Hundt auch. Es gibt viele ein­same alte Menschen, über­wie­gend Frauen, die ein­fach das Gespräch und die Nähe zu ande­ren suchen. Da bie­tet sich das volle Wartezimmer und – als Krönung – der »Doktor« an. So ver­ständ­lich die Gründe die­ser Menschen sind, sie belas­ten den ärzt­li­chen Etat und damit die Kasse. Andererseits gibt es jene bedau­er­li­chen Menschen, die auf­grund natur­ge­ge­be­ner schwäch­li­cher Konstitution lang­wie­rige bis chro­ni­sche Beschwerden haben und gezwun­gen sind, regel­mä­ßig den hel­fen­den Arzt auf­zu­su­chen. Wie soll man da dif­fe­ren­zie­ren? Soll infolge immer län­ge­ren Lebens auf­grund hilf­rei­cher Medikamente und Operationsmöglichkeiten einer­seits und immer gerin­ger wer­den­der Einzahlungen – nicht zuletzt wegen einer Vielzahl Geringverdiener – das Gesundheitssystem nicht kol­la­bie­ren, dann müs­sen hier Verfahren gefun­den wer­den, die wirk­lich Bedürftigen von jenen zu schei­den, die sich auf andere Weise hel­fen könn­ten. Man erlebe – auf­grund eige­ner Erfahrungen – die Gesundheitssysteme in Frankreich oder England – und wird sich freuen, in Deutschland zu leben.

    • Ich weiß, Uwe, die sit­zen auch bei mei­nem Hausarzt im Wartezimmer: alte Leute, die offen­sicht­lich keine Bekannten oder Verwandten haben und den Arzt “miß­brau­chen”, um zu reden. Aber mal ehr­lich: wie viele sind das und wie vie­len wird von Hundt hier unter­stellt, sich krank schrei­ben zu las­sen ohne Grund? Nicht ver­ges­sen: der Mann ver­tritt die Arbeitgeber…
      Ich habe selbst erle­ben müsse, wie eine Kollegin, die schwer an Krebs erkrankt war, vom Arbeitgeber zum Amtsarzt geschickt wurde… sie hätte ja “betrü­gen” kön­nen. Die Frau war zu dem Zeitpunkt nicht ein­mal trans­port­fä­hig son­dern sta­tio­när in Behandlung: mit einer fri­schen OP hin­ter sich.
      Das hat den Arbeitgeber sei­ner­zeit nicht ein­mal inter­es­siert… Deshalb halte ich Hundts Bemerkung für abso­lut kri­tik­wür­dig.

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