Montag , 20 Mai 2013
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Jeder darf beschnitten werden!

Kampagne-Logo (Foto: E. Frerk)

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Nach dem Eckpunktepapier, das ges­tern von der Justizministerin vor­ge­legt wurde, soll also straf­frei wei­ter­hin Jungen die Vorhaut ampu­tiert wer­den dür­fen.

Beschneidung des männ­li­chen Kindes
(1) Die Personensorge umfasst auch das Recht, in eine medi­zi­nisch nicht erfor­der­li­che Beschneidung des nicht einsichts- und urteils­fä­hi­gen männ­li­chen Kindes ein­zu­wil­li­gen, wenn diese nach den Regeln der ärzt­li­chen Kunst durch­ge­führt wer­den soll. Dies gilt nicht, wenn durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefähr­det wird.

(2) In den ers­ten sechs Monaten nach der Geburt des Kindes dür­fen auch von einer Religionsgesellschaft dazu vor­ge­se­hene Personen Beschneidungen gemäß Absatz 1 durch­füh­ren, wenn sie dafür beson­ders aus­ge­bil­det und, ohne Arzt zu sein, für die Durchführung der Beschneidung ver­gleich­bar befä­higt sind.

Zu die­sem Entwurf stel­len sich auto­ma­tisch einige Fragen:

1. Weshalb sollte die­ses Recht nur für männ­li­che Kinder gel­ten? Im Sinne des Artikels 3, Absatz 2 des Grundgesetzes darf es keine Ungleichbehandlung der Geschlechter geben. Aus die­sem Grunde muss zwin­gend auch die weib­li­che Genital-Beschneidung erlaubt sein.

2. Der Hinweis (Absatz 1, Satz 2) auf das Kindeswohl kann ent­fal­len. Da der Gesetzgeber sowieso davon aus­geht, dass die Amputation von Teilen des männ­li­chen Geschlechtsorganes einen Sinn hat, kann die­ser Teil ent­fal­len. (Hier bie­tet sich im Übri­gen an, auch die Prügelstrafe wie­der ein­zu­füh­ren, denn wie unsere Eltern schon sag­ten: “Uns hat es auch nicht gescha­det.”)

3. Weiterhin gibt es eine eben­falls grund­ge­setz­wid­rige Passage im Absatz 2. Denn wenn im Artikel 3, Absatz 3 davon die Rede ist, dass nie­mand wegen sei­ner Religionszugehörigkeit benach­tei­ligt wer­den darf, dann wider­spricht dem die Aussage, dass für die jüdi­sche Beschneidung andere Regeln gel­ten als für die mus­li­mi­sche. Während bei den Muslimen offen­bar ein Arzt die Operation durch­füh­ren muss, ist das bei den Juden nicht not­wen­dig.

4. In der Begründung zu die­sem Eckpunktepapier heißt es unter ande­rem: “Der Entwurf stellt bewusst nicht auf eine reli­giöse Motivation der Eltern ab. Die Rechtspraxis sähe sich sonst vor die schwie­rige Aufgabe gestellt, den Inhalt reli­giö­ser Über­zeu­gun­gen ermit­teln zu müs­sen. Eltern kön­nen im Übri­gen die – welt­weit stark ver­brei­tete – (auch nicht medi­zi­nisch indi­zierte) Beschneidung ihres Sohnes aus unter­schied­li­chen Gründen für kin­des­wohl­dien­lich hal­ten.”
Dabei ver­weist der Text auf das Gutachten ame­ri­ka­ni­scher Ärzte, die Milliarden an die­sen OP’s ver­die­nen und somit zwar keine wis­sen­schaft­lich halt­bare Studie vor­wei­sen kön­nen, aber geschickte Lobbyarbeit.
Im Weiteren bedeu­tet die­ser Text, dass Jeder, der meint, sein Kind beschnei­den zu müs­sen, dies danach ohne Angabe von Gründen tun las­sen darf. Spätestens hier wird – wie oben bereits erwähnt – nicht lange dar­auf zu war­ten sein, bis der erste weib­li­che Beschneidungsantrag vor Gericht mit eben die­ser Begründung erscheint.

Dieser Gesetzesentwurf ist nicht nur pein­lich son­dern ein Kniefall vor den betrof­fe­nen Religionsgemeinschaften. Es steht einem säku­la­ren Staat nicht gut zu Gesicht, Sonderregelungen, die gegen das Grundgesetz ver­sto­ßen, zulas­sen zu wol­len. Statt “Komikernation” nun also “Kindermißbrauchsnation”…

Nic

Über Nic Frank

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

12 Kommentare

  1. Cees van der Duin

    Lieber Frank,

    danke viel­mals, dass Nics Bloghaus so lesens­wert auch über das Top-Tabuthema Jungenbeschneidung berich­tet.

    Hier eine medi­zi­ni­sche Quelle aus der Ärzte Zeitung (Neu-Isenburg), die berich­tet, dass unsere Justizministerin auf ein wis­sen­schaft­lich nicht unter­stütz­tes Gutachten des zir­kum­zi­si­ons­freund­li­chen Verbands AAP zurück­greift und so zum längst wider­leg­ten gesund­heit­li­chen Nutzen der Routinebeschneidung gelangt.

    Deutschlands Eltern müs­sen dem­nach nicht mehr nur got­tes­fürch­tig sein und Genesis / Levitikus bzw. Sunna-Hadith wort­wört­lich lesen, son­dern kön­nen die legen­däre HPV- und HIV-Prophylaxe mit irgend­ei­ner flot­ten Genitalästhetik ver­schwur­beln, um das Amputieren intak­ten Genitalgewebes in den post­de­mo­kra­tisch über­dehn­ten Begriff des Kindeswohl zu inte­grie­ren.

    Hoffentlich gewinnt die Vernunft und hat das mutige Kölner Landgerichtsurteil Bestand.

    Mit soli­da­ri­schen Grüßen

    Cees

    Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hat Eckpunkte für eine Regelung der Beschneidung von Jungen vor­ge­legt. Muslime und Juden sind voll des Lobes – die Kinderärzte ent­setzt.

    (…) Bis zum 1. Oktober um 12 Uhr haben alle in die Beschneidungsdebatte invol­vier­ten Verbände Zeit, ihre Stellungnahme zu den vom Bundesjustizministerium vor­ge­leg­ten Eckpunkten vor­zu­le­gen.

    Wichtigstes Ziel der Neuregelung bleibt, die Beschneidung von Jungen in Deutschland wie­der rechts­si­cher zu machen. So soll im Kindschaftsrecht (Paragraf 1631d BGB) eine Regelung auf­ge­nom­men wer­den, die es Eltern ermög­licht, unter bestimm­ten Voraussetzungen in die Beschneidung ein­zu­wil­li­gen, ohne dass sie sich straf­bar machen.

    “Lege artis vor­ge­nom­mene Beschneidungen von Jungen (sol­len) nicht als Körperverletzung bestraft wer­den kön­nen und auch keine Schadensersatzpflicht aus­lö­sen”, heißt es. …

    Der BVKJ hat auch des­we­gen mit den Eckpunkten Probleme, weil diese sich auf eine Stellungnahme der Amerikanischen Akademie der Kinderärzte (AAP) vom August die­ses Jahres bezie­hen.

    Dort heißt es nach Angaben des BVKJ unter ande­rem, die gesund­heit­li­chen Vorteile beschnit­te­ner Neugeborener seien grö­ßer als die Risiken (Pediatrics 2012; 130: 585).

    Laut BVKJ haben mitt­ler­weile welt­weit 30 päd­ia­tri­sche Verbände die­ser Auffassung wider­spro­chen. Die Stellungnahme der AAP sei durch Forschungsergebnisse nicht belegt, so der Verband.

    Als klu­gen Vorschlag, der Respekt und Anerkennung ver­diene, bezeich­nete der Präsident des Zentralrates der Juden, Dieter Graumann, den Entwurf … Der Zentralrat der Muslime begrüßte das Eckpunktepapier …

    Mit sei­nen Vorschlägen ist das BMJ weit­ge­hend den Vorschlägen des Deutschen Ethikrats gefolgt. …

    aus: Pädiater ent­setzt über Eckpunkte
    in: Ärzte Zeitung, 26.09.2012

    http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gp_specials/beschneidung/article/822738/beschneidung-paediater-entsetzt-eckpunkte.html

  2. Ich bin mir nicht sicher, ob die­ses Papier ein­fach nur him­mel­schrei­ende Inkompetenz reprä­sen­tiert, oder auch men­schen­ver­ach­tende Bosheit.

  3. Ganz klar stellt die­ser Entwurf auf die reli­giö­sen Gefühle der Eltern ab und bedeu­ted ein Kniefall vor den Führern der jewei­li­gen Religionsgemeinschaft. Wer das Gegenteil behaup­tet ist ver­lo­gen. Es ist unglaub­lich, dass nach 250 Jahren der Aufklärung in einem säku­la­ren Staat sol­che Gesetzte noch vor­ge­legt wer­den. Die Trennung von Staat und Kirche ist eben­falls nicht gewähr­leis­tet. Wieso soll z.B. der Staat den Verwaltungsaufwand für die Eintreibung der Kirchensteuer tra­gen. Dies hat auch recht­li­che Folgen, wie das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leibzig zeigt. Es gibt noch viele andere Beispiele, die zei­gen, dass mit den Religionen ein Staat im Staate zu machen ist.

  4. Danke Walter, für diese erwei­terte Argumentationskette inklu­sive her­kömm­li­che Religionsfreiheit. Es muss end­lich für jeden klar­ge­stellt wer­den, an ers­ter Stelle steht das GG, nicht die Entweltlichung im päpst­li­chen Sinne:
    http://hpd.de/node/14055

    Erosion ent­larvt Schutzmäntelchen, Aufklärung ist ein sün­di­ges Gefühl:
    http://hpd.de/node/14066

  5. Großartig auch die gest­rige Aufklärung über die Evolution der Arten und über Erkenntnisse in der nach­dar­win­schen Gegenwart. Nur ca. 0,1% der Arten haben bis­her über­lebt. Nur die Krönung, der über­be­völ­kerte Mensch wird beschnit­ten, obwohl er u.a. auch affen­ar­tige Vorfahren hatte. Das ent­schei­dende ist die zufäl­lige Genmutation:
    http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=20976
    Als ob archai­sche ana­chro­nis­ti­sche Mythen Sicherheit bie­ten wür­den.

  6. Lackmustest und fal­sche Rücksichtnahme im evo­lu­tio­när­hu­ma­nen Wandel:
    http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/09/28/warum-blasphemie-gut-ist/#comments

  7. Bescheiden wie ich bin, rei­chen mir siehe 4 Min. Video im Kommentar #4, der Rest sol­len Detailisten über­neh­men:
    http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/09/28/deutsches-arzteblatt-zirkumzision-kontroverse-debatte/#comments

  8. Warum nicht gleich Folter (egal in wel­chem Alter) und Sadomasochismus red­lich in den Mund neh­men? Anscheinend beruht der men­schen­ver­ach­tende Teil der mensch­li­chen Erfindungskraft dar­auf, immer per­ver­sere Foltermethoden zu erfin­den. Da darf man nicht anfan­gen, tra­di­ti­ons­blind den Ursprung zu erfor­schen.

    Natürlich kon­nen Traditionen mar­ke­ting­mä­ßig und heils­brin­gend der Menschheit nur ver­kauft wer­den, wenn man über­sinn­li­che Glaubensregeln aner­kennt. So hat auch M. Luther nicht die auf­säs­si­gen Bauern unter­stützt (damit Ihr mir ja mit dem System nicht brecht), son­dern sich auf Gottes Ordnung von Oben und Unten beru­fen. Nicht ohne gleich­zei­tig von der see­li­schen Freiheit des Christenmenschen zu schwa­feln. Siehe Schwarmdummheit von oben und unten.

    Waren diese tabu­ver­let­zen­den Aussagen jetzt rea­li­täts­be­zo­gen ehr­lich oder pro­vo­kant? Werden hier­mit Gefühle von Friedensaposteln ver­letzt?

  9. Auch wenn aus einer ande­ren Ecke kom­mend (Medizinlobby),
    doch irgendwo dicht dran am archai­schen Religiotentum:

    “Europäische Pläne
    Rückfall in mit­tel­al­ter­li­che Forschungsethik

    In Zukunft möchte die EU bei medi­zi­ni­schen Tests an Menschen auf die ethi­sche Prüfung ver­zich­ten. Der Schutz des ein­zel­nen Probanden gehört für die Europäische Kommission anschei­nend nicht zum Gemeinwohl.”

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/europaeische-plaene-rueckfall-in-mittelalterliche-forschungsethik-11900958.html

  10. Die nicht medi­zi­nisch indi­zierte Jungenbeschneidung belas­tet und schä­digt Körper und Sexualleben und trau­ma­ti­siert nicht sel­ten die Psyche. Auch bei noch so fach­ge­rech­ter Durchführung sind teil­weise schwere medi­zi­ni­sche Komplikationen bekannt; der gele­gent­lich beschwo­rene Nutzen zur Krankheitsprävention ist wis­sen­schaft­lich nicht halt­bar.

    Beschneidungsbereite Eltern bie­ten ihrem – beim fami­liä­ren Klatsch und Tratsch über den Kinderpenis gezielt beschäm­ten – Kind die Option Zirkumzision blu­mig wer­bend, pseu­do­wis­sen­schaft­lich über­re­dend, patri­ar­cha­lisch ein­schüch­ternd oder stolz bis eli­tär und dabei jeden Unbeschnittenen ein wenig her­ab­set­zend an; der jüdi­sche acht Tage alte Säugling wird gar nicht erst gefragt. Auch vor sol­chen Situationen der elter­li­cher­seits noch so “gut gemein­ten” Über­rum­pe­lung ist das Kind durch uns alle zu schüt­zen.

    Völlig alters­ge­mäß, auch weil sie die nach­tei­li­gen Beschneidungsfolgen nicht über­schauen und eine erwach­sene Sexualität noch nicht aus eige­nem Erleben ken­nen, kön­nen Jungen in ihre Zirkumzision nicht ein­wil­li­gen. Die ritu­elle Beschneidung ist keine Heilbehandlung. Die staat­li­che Gemeinschaft hat dem Kind von heute die geni­tale Unversehrtheit von mor­gen zu bewah­ren, um dem sel­ben Individuum in noch fer­ne­rer Zukunft die best­mög­li­che sexu­elle Selbstbestimmung als Jugendlicher und Erwachsener zu ermög­li­chen. Ohne Einschränkung gilt: Kinder sind Grundrechtsträger.

    Oft ste­hen beschnei­dungs­wil­lige Eltern unter hohem Gruppenzwang der eth­no­re­li­giö­sen Community und, soweit reli­giös, unter dem Druck eines angeb­lich das Seelenheil sichern­den und Verdammnis abweh­ren­den Beschneidungsbefehls (Gen 17,10 sowie Lev 12,3; isla­misch Sunna bzw. Hadith).

    Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) will die medi­zi­nisch unnö­tige Zirkumzision in die Zukunft füh­ren – das ist zutiefst kin­der­feind­lich und ein orga­ni­sier­ter Angriff auf die kör­per­li­che Unversehrtheit eines Teils der Bevölkerung. Das Justizministerium ver­brei­tet einen Gesetzentwurf, der auf BGB § 1631 Inhalt und Grenzen der Personensorge zielt und die Zirkumzision straf­frei ins elter­li­che Belieben stel­len soll.

    Genau zu § 1631 BGB reichte am 20. Juli 2012 von Edward von Roy, also nur einen Tag nach der has­ti­gen Bundestagsresolution (Drucksache 17/10331), fol­gende Petition ein:

    Pet 4-17-07-451-040847
    “§ 1631d Verbot der ritu­el­len Genitalmutilation

    Die Eltern kön­nen nicht in eine ritu­elle, medi­zi­nisch nicht indi­zierte Beschneidung ihres Sohnes (Zirkumzision) oder ihrer Tochter (nach der Typisierung der World Health Organisation die FGM vom Typ I, II, III, IV) ein­wil­li­gen. Auch das Kind selbst kann nicht in die Beschneidung ein­wil­li­gen. § 1909 fin­det keine Anwendung.”

    Nur kurz zum angeb­li­chen gesund­heit­li­chen Nutzen (HIV- und HPV-Prävention), der gele­gent­lich von den Vereinigten Staaten aus genannt wird und selbst dort eigent­lich nur noch vom Verband AAP (American Academy of Pediatrics) – die noto­risch beschnei­dungs­freund­li­chen Studien der AAP sind welt­weit in der Fachwelt umstrit­ten oder wer­den schlicht ver­wor­fen; das jüngste Statement ist von der US-Kinderrechtsorganisation Intact America noch am sel­ben Tag (27. August 2012) abge­lehnt wor­den (s. u., Quellen).

    Deutschland hat jedem Mohel die Durchführung von Metzitzah b’peh (oral sucking, Kind stirbt in Einzelfällen am über­tra­ge­nen Herpesvirus oder über­lebt eine Hirnhautentzündung und ist lebens­lang geis­tig behin­dert) zu unter­sa­gen. Es ist ein Skandal, dass die Bundesregierung zwar begeis­tert über die Legalisierung der Beschneidung redet, aber die Metzitzah b’peh (oral-genitale Beschneidung, der Mohel nimmt zum Blutabsaugen den Penis des Säuglings in den Mund) nicht the­ma­ti­siert.

    Auch der ästhe­tisch moti­vierte elter­li­che Umgestaltungswunsch des Kinderpenis ist nicht zu lega­li­sie­ren, son­dern jenem über­win­dens­wer­ten Bereich zuzu­rech­nen, den wir mit Katharina Rutschky (1977) die Schwarze Pädagogik nen­nen.

    Anders als es die Bundesjustizministerin immer noch bewer­tet: Die medi­zi­nisch nicht indi­zierte elter­li­che Wunsch-Beschneidung des klei­nen Sohnes, ob als patriarchalisch-traditionsreiche Initiation oder als post­mo­der­nes Genitaldesign, ist in den bun­des­deut­schen Begriff des Kindeswohls nicht inte­grier­bar, ihre Gesundheitsvorteile blei­ben Mythos.

    Cees

    ::

    Q u e l l e n
    AAP – American Academy of Pediatrics:

    ”We’re not pus­hing ever­y­body to cir­cum­cise their babies,” Dr. Douglas S. Diekema, a mem­ber of the academy’s task force on cir­cum­ci­sion and an aut­hor of the new policy, said in an inter­view. ”This is not really pro-circumcision. It falls in the middle. It’s pro-choice, for lack of a bet­ter word. Really, what we’re say­ing is, ‘This ought to be a choice that’s avail­able to par­ents.’ ”

    But opponents of cir­cum­ci­sion say no one — not even a well-meaning par­ent — has the right to make the deci­sion to remove a healthy body part from ano­ther per­son.

    ”The bot­tom line is it’s unethi­cal,” said Georganne Chapin, foun­ding direc­tor of Intact America, a natio­nal group that advo­ca­tes against cir­cum­ci­sion. ”A nor­mal fores­kin on a nor­mal baby boy is no more threa­te­n­ing than the hymen or labia on your daugh­ter.”

    THE NEW YORK TIMES
    Benefits of Circumcision Are Said to Outweigh Risks
    By RONI CARYN RABIN
    Published: August 27, 2012

    http://query.nytimes.com/gst/fullpage.html?res=9D03E2D8103DF934A1575BC0A9649D8B63&ref=americanacademyofpediatrics

    INTACT AMERICA’S RESPONSE TO THE AMERICAN ACADEMY OF PEDIATRICS
    2012 REPORT ON CIRCUMCISION

    Issued August 27, 2012

    The Policy Statement and Technical Report on Male Circumcision released today by the Task Force on Circumcision of the American Academy of Pediatrics (AAP) attempts to find justi­fi­ca­ti­ons for recom­men­ding in favor of unne­cessary sur­gery to remove healthy, func­tio­ning tis­sue from infant boys, but falls far short both in its ethi­cal obli­ga­ti­ons to its mem­bers and their pati­ents and in its pre­sen­ta­tion of the medi­cal and sci­en­ti­fic data.

    Even as the AAP pur­ports to find that the bene­fits of non-medical neo­na­tal male cir­cum­ci­sion out­weigh its risks, not even its own Task Force can unequi­vo­cally recom­mend this sur­gery, but instead sta­tes that the health bene­fits are not great enough to recom­mend rou­tine cir­cum­ci­sion for all male new­borns. Instead, it focu­ses much of its argu­ment on urging that health insurance plans and state Medicaid plans cover the costs of the sur­gery, which is cur­rently not the case in many sta­tes.

    It appears that the AAP is acting more as a trade asso­cia­tion for doc­tors who per­form this unne­cessary sur­gery more than 1 mil­lion times a year, instead of stan­ding up for the human rights and bodily inte­grity of the only pati­ent that counts—the baby boy.

    http://www.intactamerica.org/aap2012_response

    The con­tro­versy over met­zit­zah b’peh was reig­nited in March after it came to light that an uniden­ti­fied infant died Sept. 28 at Brooklyn’s Maimonides Medical Center from “dis­se­mi­na­ted her­pes sim­plex virus Type 1, com­pli­ca­ting ritual cir­cum­ci­sion with oral suc­tion,” accor­ding to the death cer­ti­fi­cate.

    Health Department inves­ti­ga­ti­ons of new­borns with the her­pes virus from 2000 to 2011 have shown that 11 infants con­trac­ted the her­pes virus when mohels, or ritual cir­cum­ci­sers, pla­ced their mouths directly on the child’s cir­cum­ci­sion wound to draw blood away from the cir­cum­ci­sion cut, accor­ding to a state­ment from the depart­ment. Ten of the infants were hos­pi­ta­li­zed, at least two deve­l­o­ped brain damage and two babies died.

    aus: N.Y. health chief calls for end to met­zit­zah b’peh rite in cir­cum­ci­si­ons
    U.S. Health Department inves­ti­ga­ti­ons show that 11 infants con­trac­ted the her­pes virus bet­ween 2000 to 2011 as a result of the rite.
    HAARETZ Jun. 08, 2012

    http://www.haaretz.com/jewish-world/jewish-world-news/n-y-health-chief-calls-for-end-to-metzitzah-b-peh-rite-in-circumcisions-1.435227

    Ungefähr 200 Rabbiner haben eine Petition unter­schrie­ben … Eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde wollte sich zur Petition der Rabbiner nicht äußern. Sie meinte aber: »Es ist wich­tig, dass Eltern die Risiken ken­nen, die mit die­ser Praxis, also der Metzitzah B’peh, ver­knüpft sind.«

    Hannes Stein in: Jüdische Allgemeine 06.09.2012

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/13952

    Some 200 rab­bis have signed a state­ment alle­ging that the depart­ment “prin­ted and spread lies … in order to justify their evil decree. It is clear to us that there is not even an iota of blame or dan­ger in this anci­ent and holy custom,” the New York Post repor­ted.

    The Forward
    JTA 03.09.2012

    http://forward.com/articles/162164/rabbis-organize-against-metzitzah-bpeh-forms/#ixzz27ryn1H4q

    ::

  11. Was gibt es da zu dif­fe­ren­zie­ren, inte­grie­ren ist die Aufgabe. Aber nicht auch noch die fal­sche Rücksichtnahme auf Dünnschiss. Wer argu­men­ta­ti­ons­müde wird, s. Kommentar #3 das Video bis zum bit­te­ren Ende:
    http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/10/01/agyptischer-scheich-14-jahrige-sollten-heiraten-und-kinderkriegen/#comments

    Oder Rassendiskriminierung a la Südafrika und USA, siehe Kommentar #1:
    http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/10/01/wegretuschiert-ikea-katalog-in-saudi-arabien-ohne-frauen/#comments
    Ischgehschulhof

  12. Rabbi Yehuda Kolko was char­ged with sexual abuse

    Himmlische Macht den erd­ge­bo­re­nen Kindern gegen­über berech­tigt zu Höherem. Selbstverständlich ist die Jungenbeschneidung immer sexua­li­sierte Gewalt, orga­ni­sier­ter Missbrauch, Vergewaltigung. Neben der hei­li­gen Handlung (Brit Mila, isla­misch Chitaan bzw. Chatna) gibt es auch ordi­nä­ren Missbrauch – durch “hoch­wür­dige” Rabbiner.

    “Treat the Orthodox com­mu­nity the same way you treat every other com­mu­nity. Inform the public of the iden­tity of Orthodox child mole­s­ters the same way you’ve always iden­ti­fied non-Orthodox child mole­s­ters,” Hirsch deman­ded.

    Pressure mounts on Brooklyn DA over Orthodox sex abuse cases

    Victims’ fami­lies urge Charles Hynes to release iden­ti­ties of Orthodox sex abusers and allay com­mu­nity fears

    http://www.guardian.co.uk/world/2012/may/10/brooklyn-day-orthodox-sex-abuse?fb=optOut

    Klerus. Kleriker halt.

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