Donnerstag , 20 Juni 2013
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DTM – Little Wren

So liebe Kinder, hört fein zu: “Im Märchen schwang er sich mit List auf zum König der Vögel. Der Zaunkönig – einer der kleins­ten, unschein­bars­ten Vögel unse­rer Breiten, aber einer der lau­tes­ten! Ein tref­fen­der Name für die­sen Ready Rubbed Cut Plug. Hellbrauner Virginia mit einer Spur Black Cavendish, zusam­men gepresst und gereift, ver­edelt mit einem neuen attrak­ti­ven Flavour, frisch mit süßen und flo­ra­len Tönen, uner­hört sanft und duf­tig.”

DTM - Little Wren

DTM – Little Wren (hier mit ungestempelter Erik Anderson)

So liest es sich voll­mun­dig im Dan Pipe Katalog auf Seite 79. Wer hätte gedacht, das ich auf solch einen Werbetext rea­giere? Wann immer ich etwas von “süß” lese und von “Flavour” habe ich nor­ma­ler­weise bereits umge­blät­tert. Nicht so hier. Und das zum Glück!

Ich glaube, mein Auge blieb bei “flo­ral” hän­gen – mag ich doch diese Art Tabake sehr. So wie zum Beispiel den Former’s Private Flake. Doch der Little Wren ist ganz anders; hat nur einen Hauch von dem, was ich als “flo­ral” benen­nen würde. Doch was es ist, das mir so schmeckt weiß ich noch immer nicht. Und das, obwohl die Dose inzwi­schen zu Dreiviertel leer ist.

Mir erin­nert das ein wenig an Zitrusfrüchte; manch­mal, wenn der Tabak wirk­lich ganz kühl glimmt sogar an Apfel – wie man es von Wasserpfeifentabak kennt – mit einer Spur eines Gewürzes, das ich kenne, aber lange nicht benen­nen konnte. Anis viel­leicht? Ja, das ist es!

Wenn ich – in dem Gedanken daran – ver­su­che, dem Tabak nach­zu­schme­cken, erin­nert er mich ein klit­ze­klei­nes biss­chen an Ouzo oder gelb ein­ge­wi­ckelte Hustenbonbons. Dieser Geschmack bleibt auch nach dem Rauchen noch eine ganze Weile auf der Zunge.

Das unter­malt mit dem honigs­ü­ßen Aroma macht – ich gebe es zu – den Suchtfaktor des Tabaks aus. Auch wenn zum Ende der Füllung hin vom Aroma immer weni­ger zu schme­cken ist (aller­dings ist die Zunge ja gut voll damit) und die Tabakbasis rela­tiv ein­fach ist (was nicht heißt, dass sie schlecht ist!) – ich mag das Kraut.

Mit Vorliebe fil­ter­los geraucht und immer wie­der gern ins Zimmer kom­mend, in dem der Duft des Tabak in der Luft hängt (und das macht er lange) habe ich mich wirk­lich gut ange­freun­det mit einem der mir oft so frem­den Hocharomaten. Hier ist den DTM-Blendern wirk­lich ein­mal eine Über­ra­schung gelun­gen.

Fazit:
Nicht nur das oben zitierte Versprechen aus dem Katalog ist voll­mun­dig; auch der Tabak ist es; zumin­dest, was sein Aroma betrifft. Er könnte etwas mehr Nikotin ver­tra­gen (aber das sage ich ja schon von fast jedem Tabak) und etwas gleich­mä­ßi­ger das Aroma hal­ten. Aber alles in allem: Ich bin – was ich sehr sehr sel­ten über einen Aromaten sage – ange­tan vom Zaunkönig und werde – wenn auch nicht mor­gen – mir eine wei­tere Dose die­ses Krautes gön­nen.

Nic

Über Nic Frank

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

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