Donnerstag , 23 Mai 2013
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“Mildes Urteil” für Pussy Riots?

Geht es nach dem Willen der Staatsanwaltschaft in Moskau, dann müs­sen Maria Alechina, Nadeschda Tolokonnikowa und Jekaterina Samuzewitsch drei Jahre ins Gefängnis. Ihnen wird Rowdytum und reli­giöse Hetze zur Last gelegt.

Staatsanwalt Alexander Nikiforow bestä­tigte am Dienstag (07.08.2012) in sei­nem Schlussplädoyer, das Vergehen der drei Angeklagten sei so “schwer”, dass sie “von der Gesellschaft iso­liert” wer­den müss­ten. Es müsse einen “ech­ten Entzug von Freiheit” geben. Gleichzeitig sagte aller­dings Nikiforow, er wolle der Tatsache Rechnung tra­gen, dass keine der drei Frauen vor­be­straft sei und Tolokonnikowa und Alechina kleine Kinder hät­ten.
Mit dem gefor­der­ten Strafmaß bleibt die Anklage damit deut­lich unter der mög­li­chen Höchststrafe von sie­ben Jahren.

Quelle: http://www.dw.de/dw/article/0,,16150017,00.html?maca=de-rss-de-all-1119-rdf

Über Nic Frank

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

8 Kommentare

  1. Schon die U-Haft steht in kei­nem ver­nünf­ti­gen Verhältnis zur Tat.

  2. Was würde eigent­lich unser momen­ta­ner (s. Ruf nach ver­schärf­ter Blashemieverfolgung) §166 her­ge­ben, wenn BAP im Kölner Dom unplug­ged ein Bittgebet an die Hl. Drei Könige rocken würde? Inhalt: befreit uns von Kardinal Meisner und nehmt Religionsfreiheit-Gauck gleich mit.

    • Gute Idee :-)
      Aber ich denke, das würde in Deutschland eher ein müdes Lächeln pro­vo­zie­ren denn wirk­li­chen Protest.

  3. Da unter­schätzt du die Kraft des Gebetes und die Angst vor einer mög­li­chen könig­li­chen Fürsprache bei IHM :-) . Gefühlsbeleidigung und Menschenwürde haben einen hohen vir­tu­el­len Aktienkurs und rea­les Protestpotential. Und den rea­li­täts­fer­nen Hardlinern wür­den Fürsprecher feh­len, wodurch IHM immer mehr aus der Hand genom­men wird:
    http://kath.net/detail.php?id=37652

  4. Wer so einen vor Neid trie­fen­den mit­tel­al­ter­li­chen Unsinn ver­zapft, gehört sofort und sei es mit Hilfe der Heiligen Drei Könige im Vatikan lebens­läng­lich ein­ge­sperrt (unter Dauerbeschallung mit Pussy-Punk):
    http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/08/10/kardinal-meisner-christen-haufig-ziel-von-satire-und-blasphemie/#comments

  5. Und hier die geis­tige Konditionierung der sinn­su­chen­den nütz­li­chen Idioten:
    http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/08/10/harald-lesch-im-grunde-suchen-wir-alle-nach-gott/#comments
    Was kann ich, was Lesch nicht kann? Umgekehrt kann er vie­les bes­ser und ich brauch kein selbst­kon­stru­ier­tes vir­tu­el­les Alphamännchen, dem ich Respekt zol­len muss.

    Das Konstrukt kann man auch nicht blas­phe­mie­ren oder gefühls­be­lei­di­gen, aber die leib­haf­ti­gen Verfechter vir­tu­el­ler Sinnfindung und Verteidiger des Hirnwurms und damit der Schwarmdummheit.

  6. @Linus: Naja, daß Kritik und Satire sich mehr auf Christen bezieht,
    sehe ich durch­aus so. Und daß da Angst dahin­ter steht, wenn
    der Islam weni­ger kri­ti­siert wird (ent­we­der
    vor Irrläufern mit Axt oder Bombe oder weil man sonst als Rechtsextremist
    gebrannt­markt wird), sehe ich durch­aus als rich­tig an.

    Daß Meisner am liebs­ten auch hätte, daß ale vor ihm und sei­ner Christenorganisationen
    Angst haben sol­len… den Wunsch muss man ihm ja nicht erfül­len.
    Das Ding mit den Scheiterhaufen brau­chen wir nicht noch­mal.

  7. Es geht um inter­re­li­giöse Emotionen, die von Hardlinern und Arschkriechern stra­te­gisch bedient wer­den. Brauchen wir nicht, kommt aber, wenn nicht gegen­ge­steu­ert wird. Und wie lächer­lich sich beide Strategien machen, davon kann man sich hier über­zeu­gen. Die fin­den das gar­nicht lus­tig, ich schon:
    http://kath.net/detail.php?id=37706

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