Geht es nach dem Willen der Staatsanwaltschaft in Moskau, dann müssen Maria Alechina, Nadeschda Tolokonnikowa und Jekaterina Samuzewitsch drei Jahre ins Gefängnis. Ihnen wird Rowdytum und religiöse Hetze zur Last gelegt.
Staatsanwalt Alexander Nikiforow bestätigte am Dienstag (07.08.2012) in seinem Schlussplädoyer, das Vergehen der drei Angeklagten sei so “schwer”, dass sie “von der Gesellschaft isoliert” werden müssten. Es müsse einen “echten Entzug von Freiheit” geben. Gleichzeitig sagte allerdings Nikiforow, er wolle der Tatsache Rechnung tragen, dass keine der drei Frauen vorbestraft sei und Tolokonnikowa und Alechina kleine Kinder hätten.
Mit dem geforderten Strafmaß bleibt die Anklage damit deutlich unter der möglichen Höchststrafe von sieben Jahren.
Quelle: http://www.dw.de/dw/article/0,,16150017,00.html?maca=de-rss-de-all-1119-rdf
Nics Bloghaus
Schon die U-Haft steht in keinem vernünftigen Verhältnis zur Tat.
Was würde eigentlich unser momentaner (s. Ruf nach verschärfter Blashemieverfolgung) §166 hergeben, wenn BAP im Kölner Dom unplugged ein Bittgebet an die Hl. Drei Könige rocken würde? Inhalt: befreit uns von Kardinal Meisner und nehmt Religionsfreiheit-Gauck gleich mit.
Gute Idee
Aber ich denke, das würde in Deutschland eher ein müdes Lächeln provozieren denn wirklichen Protest.
Da unterschätzt du die Kraft des Gebetes und die Angst vor einer möglichen königlichen Fürsprache bei IHM
. Gefühlsbeleidigung und Menschenwürde haben einen hohen virtuellen Aktienkurs und reales Protestpotential. Und den realitätsfernen Hardlinern würden Fürsprecher fehlen, wodurch IHM immer mehr aus der Hand genommen wird:
http://kath.net/detail.php?id=37652
Wer so einen vor Neid triefenden mittelalterlichen Unsinn verzapft, gehört sofort und sei es mit Hilfe der Heiligen Drei Könige im Vatikan lebenslänglich eingesperrt (unter Dauerbeschallung mit Pussy-Punk):
http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/08/10/kardinal-meisner-christen-haufig-ziel-von-satire-und-blasphemie/#comments
Und hier die geistige Konditionierung der sinnsuchenden nützlichen Idioten:
http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/08/10/harald-lesch-im-grunde-suchen-wir-alle-nach-gott/#comments
Was kann ich, was Lesch nicht kann? Umgekehrt kann er vieles besser und ich brauch kein selbstkonstruiertes virtuelles Alphamännchen, dem ich Respekt zollen muss.
Das Konstrukt kann man auch nicht blasphemieren oder gefühlsbeleidigen, aber die leibhaftigen Verfechter virtueller Sinnfindung und Verteidiger des Hirnwurms und damit der Schwarmdummheit.
@Linus: Naja, daß Kritik und Satire sich mehr auf Christen bezieht,
sehe ich durchaus so. Und daß da Angst dahinter steht, wenn
der Islam weniger kritisiert wird (entweder
vor Irrläufern mit Axt oder Bombe oder weil man sonst als Rechtsextremist
gebranntmarkt wird), sehe ich durchaus als richtig an.
Daß Meisner am liebsten auch hätte, daß ale vor ihm und seiner Christenorganisationen
Angst haben sollen… den Wunsch muss man ihm ja nicht erfüllen.
Das Ding mit den Scheiterhaufen brauchen wir nicht nochmal.
Es geht um interreligiöse Emotionen, die von Hardlinern und Arschkriechern strategisch bedient werden. Brauchen wir nicht, kommt aber, wenn nicht gegengesteuert wird. Und wie lächerlich sich beide Strategien machen, davon kann man sich hier überzeugen. Die finden das garnicht lustig, ich schon:
http://kath.net/detail.php?id=37706