Dienstag , 21 Mai 2013
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Mein Leben mit der Freien Schule in Albris

In den letz­ten Tagen wurde ein älte­rer Artikel von mir immer wie­der kom­men­tiert und zum Teil kri­ti­siert. Ich bot einem der Diskutierenden an, seine Darstellung der Vorgänge um die Freie Schule Albris hier im Blog zu ver­öf­fent­li­chen.

 

Beobachtungen und Erfahrungen eines Vaters zweier Schulkinder

Vorab möchte ich sagen, dass nach­fol­gende Meinung meine eigene ist. Das heißt, auf Grund mei­ner Lebenserfahrung und mei­ner per­sön­li­chen Beobachtungen komme ich zu dem Urteil, was ich abschlie­ßend fäl­len werde. Da aktu­ell die Freie Schule in Albris in der Kritik steht, habe ich das zum Anlass genom­men aus eige­nen Motiven her­aus dar­auf ange­mes­sen zu rea­gie­ren.

Freie Schule Albris - Foto: privat

Freie Schule Albris – Foto: privat

Lieber Nic,

ich ant­worte auf Ihren Artikel “Freie Schule Albris“, den Sie auf Ihrem Blog ver­öf­fent­licht haben.

Das ver­su­che ich so objek­tiv wie mög­lich zu machen und auch auf Grund der Tatsache, dass ich als Elternteil nicht zu jedem Entscheidungsträger per­sön­lich Kontakt habe. Allerdings hatte ich bereits viele inten­sive Gespräche in einem Zeitraum von mehr als drei Jahren geführt, wir neh­men regel­mä­ßig an den ange­bo­te­nen Tagungen teil, und grund­sätz­lich set­zen wir uns für das Konzept der Freien Schule voll ein. Somit betrifft mich Ihre Kritik per­sön­lich, und dem will ich mich deut­lich ver­bal wider­set­zen und ich freue mich auf Ihre Einladung eines Gegenentwurfes.

Das bedeu­tet, dass viele Ihrer Einschätzungen im Prinzip auf der glei­chen Basis getrof­fen wur­den, wie ich meine treffe. Nämlich auf Grund von Beobachtungen und Gesprächen und von selbst Erlebten Vielleicht bin ich sogar noch ein biss­chen tie­fer in das System Albris ein­ge­drun­gen als Sie, da ich meine bei­den Kinder seit der Vorschulzeit in der Freien Spielstube und die letz­ten drei Schuljahre inten­siv beglei­tet habe. Dazu gehö­ren auch unzäh­lige Lehrergespräche und Elternabende sowie das gegen­sei­tige Austauschen mit ande­ren Eltern oder ande­ren Albris Sponsoren.

Insofern bin ich ein min­des­tens gleich­wer­ti­ger Partner, wenn es darum geht ein fai­res Urteil über die Freie Schule in Albris zu spre­chen.

Die Freie Schule ver­sucht sich in ers­ter Linie in einem gesamt­heit­li­chen Erziehungsansatz. Rudolf Steiners Lebenswerk dient hier als Basis, aber auch viele christ­li­che Wertvorstellungen und Lebensweisheiten durch Goethe und Schiller for­mu­liert, sind immer wie­der in vie­len Grundaussagen anzu­tref­fen. Sicher bil­det die Lebenslehre von Rudolf Steiner den prä­gen­den Grundsatz in der Ausrichtung aller erzie­he­ri­schen Aspekte in Albris. Doch muss man klar und deut­lich for­mu­lie­ren, dass ich das nicht als ideo­lo­gisch und kri­tik­los anzu­neh­men habe. Ganz im Gegenteil, in vie­len Diskussionen erlebe ich sehr wohl immer das per­ma­nente Hinterfragen, ob denn das der rich­tige Weg ist. Die Eltern wer­den kon­ti­nu­ier­lich auf­ge­for­dert auch Ihren geis­ti­gen Input zu geben. Immer wie­der höre ich den Satz, dass Albris sich vor allem gemein­schaft­lich und im Konsens wei­ter ent­wi­ckeln wird. Wiederrum grund­sätz­lich muss man sagen, dass Rudolf Steiner an sich sehr wert­volle Leitplanken für die Erziehung ent­wi­ckelt hat. Jedoch sagt ja auch schon die Über­schrift der Freien Schule in Albris, dass sie im Sinne der Erziehungskunst Rudolf Steiners wirke. Ich leite dar­aus klar ab, dass es nicht wie in man­cher staat­li­chen Organisation ist, dass man sich sowohl als Einzelperson nicht ein­brin­gen darf, als auch die Urtheorie Steiners durch­aus dem Wandel der Zeit ange­passt wird. Bei bestimm­ten Prinzipien gibt es
jedoch keine Alternative. So sind das Theaterspiel, die euryth­mi­sche Bewegung, die hand­werk­li­chen Geschicke und die grund­sätz­li­che Ordnungsliebe und Disziplin wich­ti­ger Teil des Gesamtkonzeptes.

Insofern sehe ich schon, dass Albris nicht eine bloße Schule ist, son­dern tat­säch­lich ein System, in dem viele Kräfte wir­ken. Und die Eltern wer­den dazu klar auf­ge­for­dert und leis­ten in vie­ler Hinsicht ihren Beitrag.

Dass die Schule aus einem Verband aus­ge­tre­ten ist, berührt mich nicht, und ist auch schon wie­der län­ger her. Für mich ist ent­schei­dend, wie sich Albris heute dar­stellt und wel­che Perspektive es hat. Das 16 Hektar große Bildungsareal sowie alle zum System gehö­ri­gen Körperschaften, wie z.B. die Spielstuben, sind eine ideale Alternative zu her­kömm­li­chen Bildungskonzepten, da Albris in der Tat gesamt­heit­lich tak­tet.

Für mich ist der Gründer Sigurd Böhm die Gallionsfigur. Ganz neu­tral bewer­tet ist er tat­säch­lich der Gründervater von Albris, das seine Anfänge in der Waldorfschule in Kempten hatte. Doch nicht er alleine, son­dern aus den Anfängen der Gründerzeit um 1974 sind ihm viele enga­gierte Personen gefolgt, die ent­schie­den die sozia­len und päd­ago­gi­schen Leitlinien Rudolf Steiners umset­zen. Und natür­lich über Jahrzehnte erfolg­reich bewer­ten. Wie immer im Leben, braucht es Leitwölfe, die aus einer Idee etwas gro­ßes Ganzes bauen. Und warum soll das nicht dann ein Leben lang wäh­ren. Wie schon im Altertum, oder auch heut­zu­tage in kon­ser­va­tiv gepräg­ten Ethnien, gibt es den Ältes­ten­rat. Und die­ser prägt wie dort eben auch hier das Profil der Schule in Albris. Ist das schlecht ? Ist das über­holt ? Ich habe nicht den Eindruck, dass es an die­sem Grundprinzip mehr Kritik, als Wohlwollen gibt. Wie in jedem sozia­len System gibt es nun ver­bale Erfindungen, die Sie in Ihrem Artikel nen­nen. Ich bewerte diese als Spaß am Wortjonglieren. Eine Nachhaltigkeit in der Kritik oder sogar eine breite Masse an kri­ti­sie­ren­den Personen kann ich nicht fest­stel­len. Um eines klar zu for­mu­lie­ren: die ganze Pracht und Intensität des Albris Projektes muss man vor Ort regel­recht bestau­nen. Das ist kein all­täg­li­ches Schulprojekt mehr, dass ist die Ausnahme. Und Sigurd Böhm und seine Weggefährten waren die Wegbereiter, und alle Schuleltern, Angestellte und Lehrer kön­nen oder wer­den bald davon pro­fi­tie­ren. Das ist das große Bild des Herrn Böhm, das in Ihrer Beschreibung kom­plett ver­lo­ren geht.

Bis dahin alles okay, aber jetzt wird es ernst in Ihrem Artikel. Wenn Sie die Bezeichnung Sekte ins Felde füh­ren, dann wird es, Entschuldigen Sie bitte, infam. Ich selbst habe mich bereits über einen län­ge­ren Zeitraum mit einer reli­giö­sen Gemeinschaft beschäf­tigt, die man als Sekte bezeich­nen kann. Ich hatte mich auf einen expe­ri­men­tel­len Zugang zu die­ser Religionsgemeinschaft ein­ge­las­sen, um die reale Gefahr für Geist und Körper selbst zu erfah­ren. Für mich war es nur ein kur­zes Zeitraum, für aktive Mitglieder ist das ein geschlos­se­nes System, aus dem es kein Entrinnen gibt, in dem Fehlverhalten krass sank­tio­niert wird, bei dem Entflohene mas­siv aus­ge­grenzt und psy­chisch tor­pe­diert wer­den. Bei allem Respekt Nic, hier Vergleiche anzu­stel­len und diese auch noch auf Ihre eige­nen Erfahrungen zu reflek­tie­ren, da kann ich nur sagen, da haben Sie sich kom­plett ver­tan.

Albris ist, so wie es erlebe ein durch­läs­si­ges, offe­nes und hoch­kom­mu­ni­ka­ti­ves System. Klar, es gibt Leitlinien und einen Verhaltenskodex, wie es in jedem System gibt. Auch gibt es wie über­all im Leben die alten Weisen und die jun­gen Wilden. Ich kenne kei­nen Verein, kein Unternehmen, kei­nen Ortsverband einer Partei, in dem ich war oder bin, wo es anders funk­tio­nie­ren würde. Selbst die soge­nannte Regelschule als System hat klare Richtlinien und Lehrpläne, von denen deut­lich weni­ger abge­wi­chen wer­den kann.

Eltern, Freunde, Interessierte und sogar Albris-Außenstehende sind jeder­zeit ein­ge­la­den, an Tagungen und Gesprächen teil­zu­neh­men.

Oft wird in die­sem Zusammenhang die Jugendakademie ange­spro­chen, oder die Lehrkräfte, die sich mono­ton unter­ord­nen. Natürlich muss ein Grundkonsens erzielt wer­den, natür­lich müs­sen vor allem Nachwuchskräfte auf das gründ­lich vor­be­rei­tet wer­den, was die erfolg­rei­chen Alten bereits seit Jahren vor­le­ben. Aber ich habe nicht im Entferntesten den Eindruck, dass hier mit Macht und Schrecken geherrscht wird, was den freien Meinungsaustausch unter­bin­det und per­sön­li­chen Gedanken sogar ver­bie­tet. Vielleicht wird Autorität und Disziplin in die­sem Zusammenhang falsch inter­pre­tiert, denn Ordnung und Zusammengehörigkeit ver­bin­det auch, wenn sie mit kla­ren Strukturen und Vorgaben ein­her­ge­hen. Das bedeu­tet noch lange nicht, dass etwas grund­sätz­lich im Argen liegt. Ich kenne aus mei­nem eige­nen Leben viele Lehrer von Staatsschulen. Schilderungen die­ser über das werte Kollegium und die dort ver­bis­sen geführ­ten Diskussionen und aus­ge­tra­ge­nen Rangeleien sind für mich das Negativbeispiel. Auch ist jenes Kollegium von der Elternschaft klar abge­grenzt. Allenfalls gibt es einen Elternbeirat, der sich mehr oder weni­ger zum Sprachrohr ent­wi­ckelt.

Ihre Beschreibung des orga­ni­sa­to­ri­schen Leitungsgremiums finde ich lei­der sehr küm­mer­lich. Es gibt ein sol­ches, die Schulleitungskonferenz, und es arbei­tet trotz der enor­men finan­zi­el­len Investitionen, der kom­ple­xen Aufgabenstellungen und der man­cher­orts per­so­nel­len Engpässe extrem effi­zi­ent. Klar muss ein Grundvertrauen sei­tens der Elternschaft da sein, dass mit dem ein­be­zahl­ten Geld gut gear­bei­tet wird. Seitens der Schule gibt es regel­mä­ßig Informationsabende und man darf sich selbst vor Ort ein Bild über das Budget machen. In wel­chen ande­ren sozia­len Instituten oder schu­li­schen Einrichtungen gibt es das ? Somit sehe ich auch in keins­ter Weise eine Vertuschungsgefahr.

Wahr ist, das das Projekt Albris neben dem noch beste­hen­den Schulbetrieb in Kempten auf­ge­baut wird. Somit ist die Stammmannschaft einer hohen Belastung aus­ge­setzt, so auch die Schuladministration. Aber man kann nicht ein­fach 10 Arbeitnehmer mehr ein­stel­len, um ein­zelne Abläufe zu opti­mie­ren. Viele Verbesserungsmaßnahmen und auch Entscheidungen wer­den oft im Konsens mit Personen aus der Elternschaft, aus der Administration und dem Lehrkörper getrof­fen. Dieses Anliegen der Mitbestimmung ist deut­lich for­mu­liert und kommt immer wie­der zum Tragen. Warum also mit einer ande­ren Organisationsform kaputt regu­lie­ren.

Von außen ent­steht der Eindruck, dass nur eine admi­nis­tra­tive Spitze Entscheidungen trifft und die Eltern mit­zie­hen müs­sen. Nun, meine Erfahrungen sind hier in vie­len Bereichen anders. Allerdings muss man als Elternteil sei­nen Beitrag leis­ten und sich dann ent­spre­chend bei der Mitarbeit ein­brin­gen. Wer sich nicht ein­bringt, wird dann aber auch die Entscheidungen der ande­ren und der Administration zu tei­len haben.
Ganz mas­siv wehre ich mich gegen Ihren Eindruck, dass ich als Elternteil wenig in die Ausbildung ein­ge­bun­den werde und mei­nen Kindern ein ein­sei­ti­ges Weltbild indok­tri­niert wird. Also, was für eine Fehleinschätzung. Gut, zuge­ge­ben, ich stehe hier erst am Anfang der Erfahrungskurve, auch wenn diese bereits seit 5 Jahren andau­ert.

Aber, es ist doch ein­deu­tig, dass bei jeder Form der Erziehung der Erzieher den Erziehenden beein­flusst und ihm sein Weltbild mit­teilt. Da kann ich aus eige­ner Erfahrung als ehe­ma­li­ger Schüler in der Regelschule über 13 Jahre deut­lich mit­re­den.
Nun, wenn ich denke, dass wir mit den jewei­li­gem Klassenlehrer min­des­ten an 10-12 Elternabenden, an 1 per­sön­li­chen Hausbesuch, und an diver­sen ande­ren Anlässen über unsere Kinder spre­chen, dass ich regel­mä­ßig mit Freunden und deren Erfahrungen Ihrer Kinder rede, und dass ich schließ­lich meine Kinder selbst täg­lich beur­teile, wie sie sich ent­wi­ckeln und was sie von sich geben. Also, als Fazit, bis­her kann ich nicht von Manipulation spre­chen, auch höre oder sehe ich nicht, wie sich das von Ihnen erwähnte ein­sei­tig gepräg­tes Weltbild in der Innen- und Außenansicht mei­ner Kinder aus­wir­ken sollte.

Das ist zu flach. Wenn Sie anneh­men, dass sich hier sek­te­n­ähn­li­ches Verhalten in Form von geis­ti­ger Manipulation abbil­det, dann müs­sen Sie deut­lich machen, wie sich das aus­wirkt, und bitte bele­gen Sie das. Ich kann Sie nur dazu auf­for­dern, hier in die Debatte Schwung rein zu brin­gen, denn ohne klare Nachweise blei­ben Ihre Aussagen erst ein­mal Worthülsen. Ich kann mit eige­nen Erfahrungen auf­war­ten.

Ein belieb­tes Thema ist das Geldthema. Nun, mein Eindruck ist, dass es hier mas­sive Vorurteile in Ihrem Artikel gibt, die lei­der halt­los sind. Einschränkend möchte ich sagen, dass es sicher immer wie­der Ausnahmen gibt, dass sich Einzelnen zu mehr ver­pflich­tet füh­len, als sie leis­ten kön­nen. Auch gewisse grup­pen­dy­na­mi­sche Prozesse sind sicher zu erken­nen, so dass man sich nicht immer gewis­sen Finanzthemen ent­zie­hen kann. Aber, man kann über alles offen reden und es gab nach mei­nen bis­he­ri­gen Erfahrungen immer einen Weg, wie die benö­tig­ten Finanzmittel zu erwirt­schaf­ten sind.

Am wich­tigs­ten ist es zu ver­ste­hen, dass Albris sich über­wie­gend aus eige­ner Kraft finan­zie­ren muss, vor allem jetzt bei der Erstellung der neuen Gebäude. Daher ist es auch abso­lut klar für jedes Elternteil, dass die Schule Geld kos­tet. Es darf daher auch keine Über­ra­schung geben, wenn die ein­ge­sam­mel­ten Haushaltsgelder nicht aus­rei­chen und man wei­ter nach Finanzquellen suchen muss und ent­spre­chend auch die Elternhäuser in die Pflicht nimmt. Das ist von Anfang an klar gewe­sen, dass wir uns hier im Gegensatz zu staat­li­chen Schulen eigen­ver­ant­wort­lich ein­brin­gen müs­sen.

Zu den Hard Facts: im Durchschnitt wer­den 250.- pro Familie und Monat bezahlt, egal wie viele Kinder aus der Familie an der Schule sind. Aktuell wird jeder Haushalt mit 500.- jähr­lich belas­tet, bis die Gebäude finan­ziert sind. Dazu gibt es seit die­sem Jahr eine Bürgschaft für 3.000.- Euro. Materialgeld sind 12.- pro Monat und Schüler. Essensgeld ist ver­brauchs­ab­hän­gig, der Bus wird auch selbst bezahlt. Das ist es aus Elternsicht. Und ich habe bereits viele Debatten erlebt, wo Elternhäuser nicht den glei­chen finan­zi­el­len Aufwand leis­ten kön­nen, als andere. Die Solidarität ist enorm, und so konn­ten bis­her alle Familien und ihre Zahlungen zufrie­den gestellt wer­den. So zumin­dest mei­ner Kenntnis nach. Natürlich gibt es viele Veranstaltungen auf dem Schulgelände, bei dem hin­ter­her zu Spenden auf­ge­for­dert wird. Nun, Spenden sind frei­wil­lig, und ich gebe meis­tens Münzgeld. Wer eben mehr geben will, der soll es tun. Aber ich habe noch nie Druck erlebt, der von der Schule auf­ge­setzt wurde. Ja, viel­leicht fühlt sich auch hier der Einzelne über­for­dert und gibt mehr, als er eigent­lich sollte. Meine Erfahrungen unter­schei­den sich nur deut­lich von Ihren Schilderungen. Und ich war bereits auf vie­len loka­len Veranstaltungen, bei denen Körbchen prä­sen­tiert wur­den. Von den ande­ren Maßnahmen, die Sie nen­nen, ist mir nichts bekannt. Es bleibt zu erwäh­nen, dass aktive Ausgaben auch größ­ten­teils steu­er­recht­lich ansetz­bar sind. So ver­min­dert sich das Schulgeld noch­mals bei 2/3 der Ausgaben um den jewei­li­gen per­sön­li­chen Steuersatz.
Ihr Hinweis auf die per­ma­nen­ten Geldsorgen sind inter­es­sant. Wenn Sie nach Ihren Schätzungen zu Folge über 10 Mio inves­tiert haben, davon ein gewis­ser Teil erst amor­ti­siert ist, der Staat kei­nen oder nur klei­nen Beitrag leis­tet, dann bleibt eine Menge noch übrig an Zinskosten, Personalkosten und sons­ti­gen Kosten. Da ist es doch gar nicht so schlecht, wenn man bei die­sem epo­cha­len Investment in Albris nur einen gerin­gen Verlust aus­weist. Und dann gilt es eben wie über­all in der freien Wirtschaft oder bei kom­mu­na­len Einrichtungen ent­spre­chend Geld nach­zu­schie­ßen. Im Übri­gen habe ich auf einen Gesamtelternabend prä­sen­tiert bekom­men, dass das Budget in 2011 aus­ge­gli­chen war, was dann wie­der­rum Ihrerseits zu wider­le­gen wäre. Und ein adäqua­tes Mittel ist es eben nun hier Paten anzu­spre­chen. Ich denke nicht, dass Paten genö­tigt wer­den. Nein, sie geben frei­wil­lig und über­zeugt das Geld, weil sie es als eine Investition in die nächste Generation von Menschen sehen. Natürlich spielt die Rendite hier keine Rolle, zumin­dest nicht die finan­zi­elle. Aber es muss unglaub­lich toll sein für Menschen, die auf Geld ver­zich­ten kön­nen und es in die Ausbildungsstätte Albris inves­tie­ren, um Kindern und Heranwachsenden eine Zukunft zu bie­ten.

Als nächs­tes Thema will ich auf die Befähigung von Lehrern ein­ge­hen, ver­bun­den mit der grund­sätz­lich staat­li­chen Zulassung der Schule in Albris.

Grundsätzlich wird jeder Lehrer, der eigen­ver­ant­wort­lich Unterricht erteilt vom zustän­di­gen Kultusministerium geneh­migt. Für die bei­den Lehrer, die Sie anspre­chen, wird mei­nes Wissens nach absol­vier­ter Ausbildung die Unterrichtsgenehmigung bean­tragt. Gleichermaßen unter­liegt auch der Grundmodus der Schule einer regel­mä­ßi­gen Über­prü­fung durch die staat­li­che Schulbehörde. Somit ist die Schule staat­lich zuge­las­sen.

Für mich ist das wich­tig, aber viel wich­ti­ger ist es, dass ich sehe, wie sich meine Kinder ent­wi­ckeln. Meine eigene Schulzeit war eine groß­an­ge­legte Zeitverschwendung, die mich höchs­tens nega­tiv beein­flusst hat. Meine Stärken und Fähigkeiten wur­den fast die gesam­ten 13 Jahre unter­bun­den. Im Prinzip habe alles das, was ich für mein heu­ti­ges Leben brau­che in mei­ner Freizeit, in Vereinen und nach der Schulzeit mit Ausbildung und Studium erlernt. Für mich war klar, dass meine Kinder eine Schulzeit erle­ben wer­den, in der sie sor­gen­frei sein kön­nen. Und natür­lich ler­nen die Kinder viel, auf allen geis­ti­gen und kör­per­li­chen Ebenen.

Zugegebenermaßen weiß ich nicht, was aus mei­nen Kindern ein­mal wird. Aber ich bin mir mei­ner Eigenverantwortung bewusst, dass ich und die Schule zusam­men mei­nen Kindern das Rüstzeug mit­ge­ben, mit denen sie das Leben meis­tern wer­den.

In den nächs­ten Abschnitten kom­men Sie viel auf Manipulation und Suggestion zu spre­chen. Nun, Sie schei­nen da tiefe Einblicke zu haben, die ich nicht habe. Ich kann nur für mich und meine Kinder spre­chen und die aus mei­nem nähe­ren Bekanntenkreis gewon­nen Erkenntnisse ein­brin­gen. Ich würde erst ein­mal klar den Schulbetrieb und die Jungendakademie tren­nen.

Im Schulbetrieb ist mir das so von Ihnen gezeich­nete Bild in keins­ter Weise auf­ge­fal­len. Vielleicht, weil ich Jahre auf einem Gymnasium ver­bracht habe, wo uns auch von unter­schied­li­chen Lehrkräften ein­ge­trich­tert wurde, dass uns ein­mal Führungskräfte wer­den. Im Studium habe ich das dann auch immer wie­der gehört. Objektiv betrach­tet ist es erst ein­mal nicht falsch, die eige­nen Schüler her­vor zu heben und sie zu moti­vie­ren. Warum sol­len sie sich nicht als etwas Besonderes füh­len. Ich gebe Ihnen recht: wenn Hochmut ent­steht oder sogar der Bezug zur Realität ver­lo­ren geht, dann würde etwas grund­sätz­lich falsch lau­fen.

Betreffend der Jugendakademie sind Sie wohl auch bes­ser infor­miert als ich. Bezeichnen Sie diese Akademie doch als Talentschmiede. Natürlich will jede Organisation den eige­nen Nachwuchs gene­rie­ren, und die­ser soll best­mög­lich aus­ge­stat­tet mit Wissen und Motivation sein. Wie schlimm ist denn schon das Wort Elite. Warum klingt das aus Ihrem Munde so ver­bit­tert ? Es ist doch erst ein­mal wun­der­bar, wenn sich Menschen voll ein­brin­gen und auf Ihrem Gebiet die bes­ten sein wol­len. Und dann wol­len Sie aus die­sem Gefühl her­aus die Welt ver­bes­sern. Und gleich­zei­tig füh­len sie sich als etwas Besonderes und Einzigartiges. Haben Sie nie im Wettbewerb in der Ausbildung gestan­den ? Ich kann Ihnen dut­zende Beispiele in allen mög­li­chen Lebenslagen brin­gen, bei denen der Wettbewerb unter Menschen im Vordergrund stand. Man wollte bes­ser als der andere sein, man war stolz auf einen errun­ge­nen Sieg, und man neigte meis­tens zu einer Über­be­wer­tung sei­ner eige­nen Wichtigkeit. Also, bitte kei­nen Elefanten aus einer Mücke machen.

Gleichwohl, auch hier gilt, Elitedenken und Über­mut ver­bun­den mit der Gewissheit, dass man etwas bes­ser kann als andere kön­nen, sind etwas ande­res als Hochmut, hin­ter dem nichts steckt. Das kann ich im kon­kre­ten Fall final nicht beur­tei­len. Gespannt darf man sein, wenn der Nachwuchs aus der Jugendakademie zum aller­ers­ten Mal eine erste Klasse führt. Dann wird sich zei­gen, was er oder sie auf dem Kasten hat. Mit Hochmut ist es dann schnell vor­bei, denn auch die Kids der freien Schule in Albris kom­men aus der moder­nen Welt und sind nicht nur mit schlauen Sprüchen aus ver­staub­ten Lehrbüchern zufrie­den zu stel­len, geschweige denn die Elternschaft.

Betreffend Ihrer Kritik, am Zusammenspiel Lehrerkollegium und Sigurd Böhm. Nun, auch hier schei­nen Sie sehr gut infor­miert. Ich würde Ihre unter­schwel­lig for­mu­lier­ten Bedenken tei­len, wenn sich irgend­et­was an der Leistungsfähigkeit unse­rer Klassenlehrer bemerk­bar machen würde, und wenn Frust und Entnervtheit und Gereiztheit per­ma­nent an die Oberfläche kämen. Nun, dann scheine ich mit unse­ren Lehrern Glück zu haben, denn mir und mei­nen Kindern ist bis dato nichts auf­ge­fal­len. Und dazu fällt mir nur ein, wenn Ihre Schilderung tat­säch­lich auf Dauer der Wahrheit ent­sprä­che, dann haben Sie sich schein­bar noch nie von einer Kollegiumssitzung an einer regu­lä­ren Schule berich­ten las­sen. Das ist sicher in vie­len Fällen auch kein dau­er­haft zufrie­den­stel­len­den Erlebnis. Ich würde hier klar und deut­lich for­mu­lie­ren: las­sen sie die Albrislehrer und Herrn Böhm ihre Aufgaben nur machen, bis­her schei­nen sie damit ganz erfolg­reich zu sein.

Und wo sich in einem Führungszirkel Treffen und mit wel­chen Personen abspie­len, das ist auch in ande­ren Privatschulen oder Unternehmen nicht immer nicht nach­voll­zieh­bar und für den Erfolg der Schule nicht essen­ti­ell.

Ein Thema schnei­den Sie ober­fläch­lich an, in dem Sie von brau­ner Masse reden. Nic, das ist schlicht­weg über­ra­schend und über­haupt nicht nach­voll­zieh­bar. Zu einer sol­chen fast schon spon­ta­nen Äuße­rung dür­fen Sie sich nicht hin­rei­ßen las­sen, schon gleich über­haupt nicht, ohne hand­feste Belege anzu­füh­ren. Da dür­fen Sie sich nicht wun­dern, wenn sol­che schon fast naive Journaille zur Konsequenz hat, dass die Freie Schule Albris Sie gericht­lich belangt.

Nun, im Großen und Ganzen bin ich froh über Ihren Artikel, denn so konnte ich ein­mal tief in mich gehen und mir Gedanken über Albris machen.

Sie müs­sen zuge­ben, dass Sie viele Passagen Ihres Artikels auf ver­mut­lich wenige Aussagen ande­rer und Ihre zeit­wei­li­gen Beobachtungen vor Ort stüt­zen. Ich weiß auch nicht wie lange Sie in Albris tätig waren. Aber, das gefällt mir nicht, denn Sie
brin­gen zum Teil extreme fron­tale Angriffe, die mit deut­lich mehr Umfrageergebnissen oder Zahlenmaterial belegt wer­den soll­ten. Ich freue mich in jedem Fall auf Ihre Antwort.

Mein Urteil: Albris ist sicher keine per­fekte Schule, aber trotz aller Ecken und Kanten ist Albris für unsere Familie die opti­male Variante, um unse­ren Kindern unter star­ken Einbezug der Eltern eine fun­da­men­tale Erziehung zu ermög­li­chen. Wir haben uns rich­tig ent­schie­den. Und die Zukunft wird zei­gen, ob es rich­tig war.

Oliver Speck, Immenstadt, den 4. Juli 2012

Über Nic Frank

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

48 Kommentare

  1. Sie schrei­ben:
    “Ich selbst habe mich bereits über einen län­ge­ren Zeitraum mit einer reli­giö­sen Gemeinschaft beschäf­tigt, die man als Sekte bezeich­nen kann. Ich hatte mich auf einen expe­ri­men­tel­len Zugang zu die­ser Religionsgemeinschaft ein­ge­las­sen, um die reale Gefahr für Geist und Körper selbst zu erfah­ren. Für mich war es nur ein kur­zes Zeitraum, für aktive Mitglieder ist das ein geschlos­se­nes System, aus dem es kein Entrinnen gibt, in dem Fehlverhalten krass sank­tio­niert wird, bei dem Entflohene mas­siv aus­ge­grenzt und psy­chisch tor­pe­diert wer­den. Bei allem Respekt Nic, hier Vergleiche anzu­stel­len und diese auch noch auf Ihre eige­nen Erfahrungen zu reflek­tie­ren, da kann ich nur sagen, da haben Sie sich kom­plett ver­tan.”

    Sie schrei­ben, dass Sie sich schon auf eine andere Sekte ein­ge­las­sen haben. Sind sie da der rich­tige Ansprechpartner, wenn es darum geht die Freie Schule Albris zu beur­tei­len? Und kann es nicht viel­leicht sein, dass Sie die Schule so hoch loben, genau WEIL es diese Manipulation gibt. Und dass Sie das System schon lange ken­nen macht Sie noch eher befan­ge­ner, als dass sie es neu­tral beur­tei­len könn­ten. An der Freien Schule Albris gibt es für die meis­ten Schüler auch kein Entrinnen, weil die Eltern über den Schulbesuch ent­schei­den. Die ers­ten Jahre wer­den noch schön mit Bilder malen, Märchen und so wei­ter ver­bracht, wer aber spä­ter wider­spricht, der wird aus­ge­grenzt. Zumindest waren dies meine Erfahrungen, die ich als Schüler an die­ser Schule gemacht habe. Deshalb haben die meis­ten Schüler den Lehrern nach dem Mund gere­det, obwohl sie ande­rer Meinung waren. Es gibt viele Schüler, die sich bis heute nicht trauen öffent­lich ihre Kritik über die Schule zu äußern. Aufsätze wur­den solange “kor­ri­giert”, bis das drin stand, was die Lehrer lesen woll­ten. Auf Elternabenden und ande­ren Veranstaltungen wird natür­lich immer eine “Heile Welt” gezeigt.

  2. Hallo Lukas,
    danke für die Bewertung.
    Diese Textpassage soll ver­an­schau­li­chen, dass ich denke beur­tei­len zu kön­nen, was eine Sekte ist. Daher habe ich ein Beispiel aus mei­nem Leben gebracht. Meiner Meinung ist es Ihrerseits fehl­in­ter­pre­tiert, dass ich daher Albris als Sekte sehe. Natürlich nicht. Aber sicher rich­tig ist, dass ich den Unterschied erkenne.
    Ich denke auch nicht, dass ich befan­gen bin, da ich zwar einen gewis­sen Zeitraum bereits über meine bei­den Kinder in Albris mit­wirke. Aber es gibt auch ein Berufsleben und ein Privatleben, das nicht im Zusammenhang mit der Schule steht. Insofern sehe ich meine Beurteilung schon als objek­tiv an.
    Sicher, es gibt wie über­all im Leben nega­tive Ausnahmen, wie schein­bar in Ihrem Fall, lei­der.
    Bestürzt macht mich nur, dass Ihre oder andere Aussagen das Bild von Albirs so kom­plett anders dar­stel­len, als ich es selbst erlebe. Und das Wort Manipulation ist schon sehr gewal­tig und nega­tiv besetzt in die­sem Zusammenhang.
    Gruß
    Ollie Speck

    • Ich möchte Sie nicht per­sön­lich angrei­fen, aber ich bezweifle, ob Sie wirk­lich beur­tei­len kön­nen, was eine Sekte ist, weil Sie schon ein­mal auf eine her­ein­ge­fal­len sind und außer­dem jede Sekte anders ist. Mir geht es auch nicht um das Wort Sekte, weil dies nicht klar defi­niert ist. Ich bin aber der Meinung, dass an die­ser Schule bewusst ver­sucht wird Schüler (und auch Eltern, Lehrer, Paten) zu mani­pu­lie­ren. Zu die­ser Meinung komme ich durch meine Erfahrungen und viele Berichte ande­rer, sowie durch die Kenntnis inter­ner Dokumente (Der Link zu den Internen Dokumenten befin­det sich hier auf der Schulwebsite: http://www.freie-schule-albris.de/_freieschule/fs_meinungen.php).

      • Servus Lukas,
        Sie grei­fen mich nicht an. Ich bin gerne für klare Worte.
        Lukas, ich bin nicht auf eine Sekte her­ein­ge­fal­len. Ich habe ein bewuß­tes und selbts­be­stimm­tes Experiment voll­zo­gen. Ich wurde dabei von drei Freunden im Hintergrund beglei­tet, die aus­sen­ste­hend die Lage beur­teilt haben und mich unter­stütz­ten. Die Erfahrung war depri­mie­rend. Im Nachhinein eine kur­zes, aber extrem nega­ti­ves und ein­drück­li­ches Erlebnis.
        Zum aktu­el­len Thema: Ich habe mir einen Über­blick ver­schafft, was es auf diver­sen Seiten an Inhalten gibt. Für mich stellt sich die Lage nach­wie­vor so dar, dass ich meine Kinder in den Mittelpunkt mei­ner Analyse stelle. Und die fällt für Albris posi­tiv aus.
        Sie haben andere Erfahrungen gemacht, andere auch. Und dem gegen­über ste­hen wie­der viele posi­tive Erfahrungen.
        Es ist gut, dass man die Meinungsvielfalt auch in Zeiten der Anonymität den­noch recher­chie­ren kann.
        to be con­ti­nued
        Ollie

    • Hallo Ollie,

      schön, dass Sie Ihre Sichtweise schil­dern konn­ten. Was ich in Ihrem Beitrag irgend­wie ver­misse sind Ihre Kinder!? Vielleicht könn­ten Sie dazu noch etwas schrei­ben?
      Wie gerne gehen Ihre Kinder in die Schule? Wie ist der Schulalltag gestal­tet? Was sind die kon­kre­ten Lehrinhalte, wie wer­den diese ver­mit­telt und was sind die Lernziele? Wie wird ein ganz­heit­li­ches Konzept umge­setzt – Sportunterricht – Musikvielfalt? Wie sieht der Spielstuben- bzw. Schulalltag tat­säch­lich für Ihre Kinder aus? Und wel­ches Leben füh­ren Ihre Kinder außer­halb der Schule, sind sie da in Vereinen oder neh­men an außer­schu­li­schen Aktivitäten teil?
      Vielleicht könn­ten Sie dazu noch etwas schrei­ben? Was sieht das ganz­heit­li­che Schulkonzept kon­kret für Ihre Kinder aus? Was ler­nen Ihre Kinder, das andere in Regelschulen oder ande­ren Waldorfschulen nicht ler­nen?
      Vielleicht mögen Sie dazu noch was schrei­ben? Das wäre schön.

      • Servus.
        Ich ver­su­che ein­mal Ihre Fragen so zu beant­wor­ten, dass Ihnen einer­seits meine Antworten hel­fen, ande­rer­seits muss ich auf­pas­sen, dass meine Privatssphäre im öffent­li­chen Raum gewahrt bleibt, da ich hier teil­weise aus mei­nem Familienleben berichte und mich mit mir frem­den Personen aus­tau­sche.
        Wie gerne gehen Ihre Kinder in die Schule?
        Bis lang sehr gerne.
        Wie ist der Schulalltag gestal­tet?
        Im Prinzip wie in jeder ande­ren Schule auch. Auffallend ist das Pausenspiel, bei dem Lehrer gezielt Kinder bspw zum Ballspiel moti­vie­ren. Für meine Kinder gibt es zur­zeit ein­mal Nachmittagsunterricht. Im Unterschied zur staatl. Schule wer­den auf dem Schulgelände auch immer Exkursionen auf dem weit­läu­fi­gen Schulareal unter­nom­men, ich würde es als Lehrspaziergänge bezeich­nen. Zum Schulalltag gehö­ren auch die Zeiten in den anschlie­ßen­den Werkstätten, in denen mit Metall, Stein und Holz gear­bei­tet wird.
        Was sind die kon­kre­ten Lehrinhalte, wie wer­den diese ver­mit­telt und was sind die Lernziele?
        Es gibt Epochen, in denen für einen bestimm­ten Zeitraum ein bestimm­ter Themenkomplex bear­bei­tet wird. Z.B. Schreiben, Rechnen, Formenzeichnen. Wichtig dabei ist auch immer das Schauspiel, bei dem ein – ich nenne es ein­mal – Theaterstück mit der gan­zen Klasse erar­bei­tet wird und zur Aufführung kommt. Wenn ich mir die Schulhefte über die letz­ten Jahre anschaue und auch regel­mäs­sig die Hausaufgaben sehe, dann wer­den mei­ner Meinung nach alle wich­ti­gen Grundkenntnisse ver­mit­telt, wie in ande­ren Schulen auch. Interessant ist auch, dass es immer einen Assistenten gibt, der im Schulalltag unter­stützt. Ich bin jetzt kein Pädagoge, aber jeder Lehrer hat auch hier sei­nen Plan, wie er ein gewis­ses Pensum an Lehrinhalten ver­mit­telt. Hier kann ich nur auf per­sön­li­che Gespräche mit Lehrkräften ver­wei­sen.
        Wie wird ein ganz­heit­li­ches Konzept umge­setzt – Sportunterricht – Musikvielfalt?
        Ganzheitlich ist erstein­mal das Konzept, dass Albris mit Kinderkrippe, Spielstube (Kindergarten), Schule, Heilpädagogischer Einrichtung, Erwachsenenbildung u.v.m. über den gan­zen Lebensbogen anbie­tet.
        Die Vielfalt des Erziehungskonzeptes spie­gelt sich wie­der im theo­re­ti­schen und hand­werk­li­chen Unterricht, in den Lehrspaziergängen in die natür­li­che Umgebung, in der tan­zen­den Bewegung, im Schauspiel, im indi­vi­du­el­len und orches­tra­len Musikunterricht und sicher noch vie­les mehr.
        Wie sieht der Spielstuben- bzw. Schulalltag tat­säch­lich für Ihre Kinder aus?
        Ich würde mal so sagen, was ist anders: das Spiel des Kindes steht in der Spielstube im Vordergrund. Denn durch das Spiel erlernt das Kind vie­les, was es noch nicht kann oder sich viel­leicht nicht traut. Die Erzieher beglei­ten die­ses Spiel der Kinder in Gruppen oder auch indi­vi­du­ell. Es gibt über das Jahr gewisse feste Termine, auf die sich die Kinder vor­be­rei­ten und dann diese aktiv mit gestal­ten. Als Beispiel den Laternenumzug, die Verabschiedung der Schulbeginner, das Ostergärtlein u.v.m. In der Schule wird das ganze anders, denn die Kinder kom­men in einen ande­ren Alltag. Siehe dazu wei­ter oben.
        Und wel­ches Leben füh­ren Ihre Kinder außer­halb der Schule, sind sie da in Vereinen oder neh­men an außer­schu­li­schen Aktivitäten teil?
        Auf Grund mei­ner eige­nen regen Aktivität, die sich in unter­schied­li­chem Engagement aus­wirkt, schließe ich meine Kinder natür­lich nicht von die­sem Leben außer­halb der Schule aus. Warum auch ? Die Schule ist Teil unse­res Lebens und nicht das bestim­mende, auch wenn die Schule einen gro­ßen Raum ein­nimmt.
        Vielleicht könn­ten Sie dazu noch etwas schrei­ben? Was sieht das ganz­heit­li­che Schulkonzept kon­kret für Ihre Kinder aus? Was ler­nen Ihre Kinder, das andere in Regelschulen oder ande­ren Waldorfschulen nicht ler­nen?
        Vielleicht mögen Sie dazu noch was schrei­ben?

        Ich habs best­mög­lich ver­sucht. Für mehr reicht die Zeit und der Wille nicht. Wenn Ihnen die Kurzantworten nicht aus­rei­chen, emp­fehle ich Gespräche vor Ort. Es gibt immer wie­der öffent­li­che Veranstaltungen, bei denen viele Ansprechpartner zur Verfügung ste­hen.
        Ich selbst stehe gerne auch pri­vat unter Oliver.Speck@t-online.de zur Verfügung.
        Gruß
        Ollie

  3. Die Ausführungen und Erklärungen sind über­zeu­gend und soweit posi­tiv zu bewer­ten. Einzelheiten über­lasse ich Detaillisten. Meine grund­sätz­li­chen Bedenken beste­hen hin­sicht­lich “Rudolf Steiners Lebenswerk dient hier als Basis, aber auch viele christ­li­che Wertvorstellungen und Lebensweisheiten durch Goethe und Schiller for­mu­liert, sind immer wie­der in vie­len Grundaussagen anzu­tref­fen”.

    Meine lai­en­hafte aber inten­sive Beschäftigung mit Bildungsvermittlung beschrän­ken sich auf Kritikpunkte wie: Halbe Anerkennung der Evolution ana­log Päpste und M. Luther (beide christ­lich) und die Hybris des mensch­li­chen Geistes und des Denkens an sich. Halber Schiller und Goethe (wohl aber Faust II, seine Farbenlehre und das krea­tio­nis­ti­sche Auge) unter Auslassung der auf­klä­re­ri­schen Aussagen. Vielleicht waren diese zu Steiners Zeit noch zen­siert und neuere Erkenntnisse der Wissenschaft (ins­be­son­dere Hirnforschung und Neurologie) waren noch unbe­kannt. Genau das wird auf staat­li­chen Schulen schü­ler­ge­recht auch nicht ver­mit­telt.

    Um die Basis “Rudof Steiner, Die Philosophie der Freiheit, Grundzüge einer moder­nen Weltanschauung” strei­tet sich der phi­los­phi­sche Elfenbeinturm noch heute (pseodo)wissenschaftlich.

  4. Hallo Ollie,
    schön dass Sie Ihre guten Erfahrungen hier mit­tei­len und so eine hof­fent­lich rege Diskussion ent­steht!
    Ich hätte zu Ihrem Artikel fol­gende Fragen:
    1. Was ver­ste­hen Sie untern einem “gesamt­heit­li­chen Erziehungsansatz”? Gehen oder gin­gen Ihre Kinder in die musi­ka­li­sche Früherziehung in der Musikschule, wel­ches Musikinstrument ler­nen Ihre Kinder außer­halb der Schule oder besu­chen diese einen Chor? Sind Ihre Kinder in einem Sportverein? Dürfen Ihre Kinder Fernsehschauen? Dürfen Ihre Kinder Fussballspielen oder Fussballtrikots tra­gen? Wenn nein, wes­halb nicht?
    2. Wie wird die “christ­li­che Wertevorstellung” in der Schule ver­mit­telt? Haben Ihre Kinder Religionsunterricht? Wenn ja, von wem wird die­ser erbracht? Kommen Ihre Kinder zur Kommunion oder Konfirmation? Wer berei­tet sie dar­auf vor? Dürfen die Kinder an den dörf­li­chen Kommunionsgruppen teil­neh­men und wie kom­men sie damit zurecht, eventl. in der 3. Klasse noch nicht lesen zu kön­nen wie die ande­ren die­ser Gruppe?
    3. Was ver­ste­hen Sie unter “Disziplin” im Zusammenhang mit der Erziehung?
    4. Weshalb glau­ben Sie an eine Abgrenzung zwi­schen Lehrern und Eltern in Regelschulen?
    5. Gibt es in der “freien Schule Albris” tat­säch­lich Eltern die sich nicht ein­brin­gen?
    6. Falls es Ihren Kindern eines Tages so ähn­lich erge­hen sollte, wie es laut obi­gem Artikel Ihnen ergan­gen ist, näm­lich dass sie eines Tages sagen, die Schulzeit sei völ­lig sinn­los gewe­sen, ich habe mir alles selbst in Vereinen und in der Freizeit beige­bracht, was ich heute zum Leben brau­che – haben Ihre Kinder diese Möglichkeit auch? Sind sie in Vereinen, haben sie Freunde außer­halb der Schule?
    8. Gehen Ihre Kinder gerne in die Schule?
    9. Was sagen Sie mal zu Ihren Kindern, wenn sie viel­leicht in ein paar Jahren sagen: warum musste ich in diese Schule gehen und darf nicht so wie alle ande­ren sein?
    10. Wissen Sie was die Erzieher und Lehrer hin­ter Ihrem Rücken über Sie spre­chen? Ich habe mal zufäl­lig so ein Gespräch gehört! Während einer öffent­li­chen Bilderausstellung vor einer Schulveranstaltung! Da wurde die ganz nor­male Familie die eher als über­en­ga­giert in der Schule zu nen­nen war, völ­lig ver­nich­tend ein­ge­stuft!

    Vielleicht möch­ten Sie sich zu die­sen Fragen noch Gedanken machen bzw. Antworten geben?

    • Servus Anonym.
      Ich ver­su­che auch Ihre Fragen zu beant­wor­ten. Sollten Ihnen diese nicht aus­rei­chend sein, da ich nicht zuviel aus mei­nem Privatleben öffent­lichh bekannt geben will , dann schrei­ben Sie mir unter Oliver.Speck@t-online.de

      1. Was ver­ste­hen Sie untern einem “gesamt­heit­li­chen Erziehungsansatz”? Gehen oder gin­gen Ihre Kinder in die musi­ka­li­sche Früherziehung in der Musikschule, wel­ches Musikinstrument ler­nen Ihre Kinder außer­halb der Schule oder besu­chen diese einen Chor? Sind Ihre Kinder in einem Sportverein? Dürfen Ihre Kinder Fernsehschauen? Dürfen Ihre Kinder Fussballspielen oder Fussballtrikots tra­gen? Wenn nein, wes­halb nicht?

      Gesamtheitlich heißt für mich erst ein­mal das orga­ni­sa­to­ri­sche Gesamtangebot der Bildungseinrichtung Albris, von der Spielstube bis zur Erwachsenenbildung. Dann bie­tet das Schulkonzept auf einem herr­li­chen Areal nicht nur den nor­ma­len Unterricht, son­dern auch hand­werk­li­che Tätigkeiten aller Art. Welche Schule hat schon eigene Werkstätten und auch Tierhaltung auf dem Gelände.
      Meine Kinder erhal­ten Musikunterricht in der Schule, musi­kal. FE gab es an der loka­len Musikschule.
      Ansonsten, wenn es sich ergibt und wenn es meine Kinder wol­len, dann dür­fen Sie alle Tätigkeiten und Aktivitäten aus­üben, wie jedes andere Kind auch. Warum sollte ich das ver­bie­ten ? Bisher gab es auch keine Kollision mit der Albris Pädagogik und unse­ren eige­nen Freizeitaktivitäten. Das betrifft auch alle ande­ren Verhaltensweisen, die sie anspre­chen. Sicher haben wir eine ein­deu­tige Meinung zum Fernsehkonsum und auch zur grund­sätz­li­chen Freizeitgestaltung. Es gibt eben Unterschiede in der grund­sätz­li­chen Lebenseinstellung. Das aber nicht umwer­fend, oder ? Hier eine Liste zu erstel­len, was meine Kinder dür­fen und was nicht und das auf Albris zu reflek­tie­ren finde ich nicht gut.
      2. Wie wird die “christ­li­che Wertevorstellung” in der Schule ver­mit­telt? Haben Ihre Kinder Religionsunterricht? Wenn ja, von wem wird die­ser erbracht? Kommen Ihre Kinder zur Kommunion oder Konfirmation? Wer berei­tet sie dar­auf vor? Dürfen die Kinder an den dörf­li­chen Kommunionsgruppen teil­neh­men und wie kom­men sie damit zurecht, eventl. in der 3. Klasse noch nicht lesen zu kön­nen wie die ande­ren die­ser Gruppe?
      Dazu möchte ich fol­gen­des sagen. Wir leben unse­ren christ­li­chen Glauben und die damit ver­bun­de­nen Wertevorstellungen. Beides wird durch die Schule nicht nega­tiv berührt. Meine Kinder sind und wür­den von der akti­ven Kirche nicht aus­ge­schlos­sen wer­den, wer das auch immer ver­an­las­sen wollte. Punkt.
      Meine Kinder konn­ten bereits in der ers­ten Klasse lesen und hat­ten nie Schwierigkeiten mit dem Lesen.
      3. Was ver­ste­hen Sie unter “Disziplin” im Zusammenhang mit der Erziehung?
      Pünktlichkeit, Ordentlichkeit, kon­se­quen­tes Handeln
      4. Weshalb glau­ben Sie an eine Abgrenzung zwi­schen Lehrern und Eltern in Regelschulen?
      Ich glaube es nicht, ich habe es selbst erlebt und höre davon regel­mä­ßig. Es gibt wie auf allen Schulen eben den Lehrkörper, die zu Unterrichtenden, und die Eltern. Alle betei­lig­ten Parteien haben ihre Vorstellungen. Und diese las­sen sich von Schule zu Schule mal bes­ser, mal weni­ger gut mit­ein­an­der ver­ein­ba­ren.
      5. Gibt es in der “freien Schule Albris” tat­säch­lich Eltern die sich nicht ein­brin­gen?
      Ich kenne nur Eltern, die sich ein­brin­gen.
      6. Falls es Ihren Kindern eines Tages so ähn­lich erge­hen sollte, wie es laut obi­gem Artikel Ihnen ergan­gen ist, näm­lich dass sie eines Tages sagen, die Schulzeit sei völ­lig sinn­los gewe­sen, ich habe mir alles selbst in Vereinen und in der Freizeit beige­bracht, was ich heute zum Leben brau­che – haben Ihre Kinder diese Möglichkeit auch? Sind sie in Vereinen, haben sie Freunde außer­halb der Schule?
      Wir ken­nen uns nicht, aber wer mich kennt, weiß, dass sich meine Kinder auf mich ver­las­sen kön­nen. Mehr will ich dazu nicht sagen.
      8. Gehen Ihre Kinder gerne in die Schule?
      Bis lang ja.
      9. Was sagen Sie mal zu Ihren Kindern, wenn sie viel­leicht in ein paar Jahren sagen: warum musste ich in diese Schule gehen und darf nicht so wie alle ande­ren sein?
      Das ist eine gute Frage, die es sich lohnt in ein paar Jahren erneut zu stel­len.
      10. Wissen Sie was die Erzieher und Lehrer hin­ter Ihrem Rücken über Sie spre­chen? Ich habe mal zufäl­lig so ein Gespräch gehört! Während einer öffent­li­chen Bilderausstellung vor einer Schulveranstaltung! Da wurde die ganz nor­male Familie die eher als über­en­ga­giert in der Schule zu nen­nen war, völ­lig ver­nich­tend ein­ge­stuft!

      Nun, das ist bit­ter. Das ist sicher in allen mög­li­chen Lebenslagen anzu­tref­fen, dass es halt­lose Kritik und Hochmut gibt. Ich bin bis­her davon unbe­rührt gewe­sen. Sollte ich es jedoch ein­mal mit­be­kom­men, dann würde es sicher zu eini­gen Fragen füh­ren. Denn es würde nicht in mein Weltbild des offe­nen und hoch­kom­mu­ni­ka­ti­ven System Albris pas­sen.

      Gruß
      Ollie

  5. Lieber Oliver,

    für ein enga­gier­tes Elternteil, ist Dein Bericht durch­aus ver­ständ­lich.
    Aus mei­ner Sicht lenkt es aber von dem ab, was eigent­lich in die­ser Einrichtung bespro­chen wer­den muss. Es sei denn man will ewig jede Kritik als Hetze weg­re­den und jeden Kritiker als jeman­den, der es halt nicht ver­stan­den hat.

    Beschäftigst Du Dich sel­ber mit Anthroposophie?
    Hast DU sel­ber einen Begriff davon was es ist oder nicht ist?
    Hat sich die­ser Begriff vor und nach Sigurd Böhm ver­än­dert?
    Weißt Du wie psy­chisch mani­pu­lie­ren­den Systeme funk­tio­nie­ren, kennst Du ihre Vorgehensweise?
    Weißt Du was über­haupt Sekten sind, wenn hier schon hin und wie­der die Rede von einer Sekte ist?
    Weißt Du was die Hintergründe des Albrisgeschehens sind (eso­te­risch wie exo­te­risch)?

    “Albris ist, so wie es erlebe ein durch­läs­si­ges, offe­nes und hoch­kom­mu­ni­ka­ti­ves System.”
    “Eltern, Freunde, Interessierte und sogar Albris-Außenstehende sind jeder­zeit ein­ge­la­den, an Tagungen und Gesprächen teil­zu­neh­men.”

    oja… für jeman­den, der die Schule in Albris mit allen Belangen unter­stützt, kommt es sicher­lich einem so vor…
    für jeman­den der eigen­stän­dig und kri­tisch sich der Sache zuwen­det… da ist es frag­lich ob dies “hoch­kom­mu­ni­ka­tive System” so ein­la­dend ist…

    aber die Schule will ja auch keine “Jain Mentalität” laut eige­ner Aussage. Sie will ent­schie­dene Unterstützer.

    • Lieber Anon,

      ich beschäf­tige mich seit kur­zem aus aktu­el­lem Anlass mit diver­sen Themen in Albris. Mein Artikel ein­gangs gibt das wie­der, was ich emp­finde und was ich aus heu­ti­ger Sicht ver­stehe. Ich stehe am Anfang der Kommunikation. Ich habe Deine Fragen kopiert und starte einen Versuch, diese zu beant­wor­ten.

      Beschäftigst Du Dich sel­ber mit Anthroposophie?
      Ja. Beginn war die Wahl von anthr. Ärz­ten und ihrer Behandlungsmethode. Es folg­ten das Lesen von Steiner Literatur. Dann kam der Besuch mei­ner Kinder der Spielstube. Danach die Gespräche mit Eltern und den Mitwirkenden der Spielstube über all­täg­li­chen Einflüsse Rudolf Steiners in den Kindergartenalltag. Das hat sich im Schulalltag fort­ge­setzt.
      Hast DU sel­ber einen Begriff davon was es ist oder nicht ist?
      Ich denke, dass ich mir ein Grundverständnis aus der Literatur ergänzt durch eigene Gespräche und Beobachtungen erwor­ben habe.
      Hat sich die­ser Begriff vor und nach Sigurd Böhm ver­än­dert?
      Aus heu­ti­ger Sicht kann ich das nicht abschlie­ßend beur­tei­len.
      Weißt Du wie psy­chisch mani­pu­lie­ren­den Systeme funk­tio­nie­ren, kennst Du ihre Vorgehensweise?
      Ich bin viel bele­sen, aber auf die tie­fere Intention Deiner Frage ein­ge­hend, sage ich nein. Gerne erwarte ich auf Grund mei­nes Neins even­tu­elle wei­tere Ausführungen Deinerseits in Bezug auf den Auslöser die­ses Dialoges.
      Weißt Du was über­haupt Sekten sind, wenn hier schon hin und wie­der die Rede von einer Sekte ist?
      Ich denke ja. Das Ja begrün­det sich auf einen Selbstversuch vor lan­ger Zeit.
      Weißt Du was die Hintergründe des Albrisgeschehens sind (eso­te­risch wie exo­te­risch)?
      Nein.

      “Albris ist, so wie es erlebe ein durch­läs­si­ges, offe­nes und hoch­kom­mu­ni­ka­ti­ves System.”
      “Eltern, Freunde, Interessierte und sogar Albris-Außenstehende sind jeder­zeit ein­ge­la­den, an Tagungen und Gesprächen teil­zu­neh­men.”

      Das sind meine bis­he­ri­gen Erfahrungen, und die sind nun ein­mal prä­gend und auch moti­vie­rend.
      Ich bezeichne mich durch­aus als eigen­stän­dig und mit bei­den Beinen im Leben ste­hend. Und warum sollte ich auf Basis aller mei­ner bis­he­ri­gen posi­ti­ven Erfahrungen etwas nega­tiv bewer­ten und kri­ti­sie­ren. Verstehst Du mei­nen Punkt ? Ich lese die unter­schwel­lige Kritik Deinerseits und kann diese nicht mit mei­ner Welt in Einklang brin­gen.
      Aber ich freue mich auf den Dialog, damit ich ver­stehe, warum es bis­her in die­sem Blog nur Negatives oder Neutrales über Albris zu lesen gab.
      Und was ist so ver­kehrt daran, dass Albris ent­schie­dene Unterstützer will ? Das kann doch nur gut sein, wenn Engagement ein­ge­for­dert wird und gerne gebracht wird. Das ist doch in allen Systemen die­ser Welt so, im Berufsleben, im Vereinsleben etc.
      Ich ver­stehe die impli­zierte Hidden Agenda nicht, die auch von Dir immer wie­der unter­schwel­lig genannt wird. Was ist das genaue Problem, das Du in Albris siehst ?
      Ich bin kein Psychologe und auch kein Wissenschaftler. Ich bin enga­giert für meine Kinder, und ver­su­che das best­mög­li­che für diese zu gestal­ten. Das ist mein Antrieb.
      Wer sollte in Albris ver­su­chen mani­pu­la­to­risch zu wir­ken und zu wel­chem Zweck ? Wenn ich etwas mani­pu­liere, dann will ich damit etwas errei­chen.
      Für mich steht bis­her die Erziehung von Kindern klar auf ers­ter Ebene der Albris Pädagogen. Kinder, die frei und zu selb­stän­di­gen Persönlichkeiten erzo­gen wer­den, sind das Ziel von Albris. Und das ganze auf einer unbe­schwer­ten Schulzeit basie­rend. Warum sollte es andere Ziele geben, als meine genann­ten ?
      Gruß
      Ollie

  6. Gruß an alle, die sich auf mei­nen Beitrag gemel­det haben.
    Das finde ich sehr posi­tiv.
    Gerne werde ich ant­wor­ten, brau­che aber dazu noch ein pas­sen­des Zeitfenster.
    Ollie

  7. Mit bren­nen­der Geduld freue ich mich auf die Antwort. Bitte auch eine per­sön­li­che kurze Stellungnahme (ohne Quellennachweise) zur Basis.

    Ich sehe das so, je grö­ßer Ist und Soll aus­ein­an­der driff­ten, desto grö­ßer die Droge eso­te­ri­sche Wahrheitssuche. Ich möchte Steiner kei­nen­er­lei par­ti­elle Hochintelligenz abspre­chen. Zu sei­ner Zeit in den 20-ziger Jahren gab es hun­derte Wanderprediger wie zu Jesuzeiten auch. Im Gegensatz zur jesus­zei­ti­gen Endzeitstimmung (Weltuntergang in Bälde) hat Steiner nach dem Trauma 1. Weltkrieg ver­sucht, sie durch Umdenken zu ver­drän­gen (Sigmund Freud war ihm ein Greuel). Das geht am bes­ten mit geis­ti­ger Hybris. Schiller hat sich nach sei­ner Sturm und Drang Zeit ob sei­ner Dummheit in der Zeile dis­tan­ziert:

    “Droben überm Sternenzelt
    Wird ein gro­ßer Gott beloh­nen”.

    Schon das Anzweifeln war zu Schillers Zeiten Blasphemie und ist heute noch traf­bar wegen §166. Wird sol­ches in Albris the­ma­ti­siert oder tabui­siert?

    Ich ver­bleibe in freu­di­ger Erwartung.

    • Ich fühle mich aus heu­ti­ger Sicht über­for­dert einem wah­ren Experten eben­bür­tig Rede und Antwort auf seine viel­leicht durch­aus berech­tig­ten Fragen zu geben. Mir fehlt schlicht­weg das geis­tes­wis­sen­schaft­li­che Wissen. Zwar steht mir aus­rei­chend Literatur zur Verfügung. Aber mehr als eine grund­sätz­li­che Haltung gegen­über der Anthroposophie und den Lehren Rudolf Steiners und somit den poten­ti­el­len Auswirkungen auf mein Leben und das mei­ner Kinder kann ich nicht ent­wi­ckeln. Ich habe bis­her den prag­ma­ti­schen Ansatz gewählt, der mit einer grund­sätz­li­chen Offenheit und Beobachtungsgabe ein­her­geht, und beur­teile damit ert ein­mal nicht wis­sen­schaft­lich, ob die­ser Weg ein guter ist.
      Sorry, wenn ich Linus Heilig damit ent­täu­sche, aber mehr fällt mir dazu nicht ein.

  8. Hallo Ollie Speck,
    ganz herz­li­chen Dank für Ihre aus­führ­li­chen offe­nen Stellungnahmen! So viel Offenheit und Persönlichkeit hätte ich nicht erwar­tet. Sie haben sehr viel von sich preisgegeben- vie­len Dank!
    Meine Fragen habe ich natür­lich nicht ohne kon­kre­ten Hintergrund gestellt z.B.

    Sie ant­wor­ten auf meine Frage, dass Sie nur Eltern in Albris ken­nen wür­den, die sich aktiv ein­brin­gen! Wie erklär­ten Sie sich dazu die auf der Homepage der Freien Schule Albris unter FAQ genann­ten Äuße­run­gen, bezüg­lich der Enttäuschung man­cher Eltern. Da alle Eltern offen­bar von Beginn an aktiv betei­ligt sind und 10 – 12 Elternabende und ein per­sön­li­cher Besuch des Lehrers statt­fin­det. Wie kann es dann dazu kom­men, dass Eltern stän­dig gut infor­miert sind es dann aber offen­bar plötz­lich zu einer Wende kommt und sich die Eltern ent­täuscht an die Öffent­lich­keit wen­den? Welche Enttäuschung oder wel­che Wahrnehmung tritt da zu Tage?

    Sie begrü­ßen aus­drück­lich die Anwesenheit eines Unterrichtsassistenten in jeder Klasse. Dieser Unterrichtassistent ist mei­nes Wissens ein Mitglied der “Jugendakademie des kom­men­den Tages” und ist dort als Unterrichtassistent im Rahmen sei­ner “täti­gen Erkundigung” zugange ( http://www.albris-leaks sämt­li­che Artikel.) Dies beweist doch, dass die Mitglieder des Jugendforums aktiv den Unterricht gestal­ten? Somit bil­det Jugendforum und Schule eine Einheit. Sehen Sie das anderst?

    Haben Sie die Dokumente von Albris leaks (auch direkt unter der Homepage der Freien Schule Albris ver­linkt) gele­sen und bei Ihren Antworten mit bedacht?

    Vielen Dank.

    • Hallo Anonym,
      ja, gene­rell kann ich nur sagen, dass es bei ca 250 Elternhäusern auch immer wie­der ent­täuschte Eltern geben wird. Ich denke auch, dass es durch­aus ver­ständ­lich ist, wenn man sich in eine pri­vate Schule mit viel Emotion und auch Zeit ein­bringt und dann schluss­end­lich nicht das erfährt, was man sich vor­ge­stellt hat. Das führt zu Enttäuschung und viel­leicht sogar zu Frustration.
      Nun gibt es eben Menschen, die sich mit­tei­len müs­sen, auch außer­halb der Schule und über diverse Medien. Für mich ist das alles erst ein­mal nicht unge­wöhn­lich, wenn auch im Einzelfall bedau­er­lich für die depri­mier­ten Eltern und Kinder.
      Was aber nicht geht, ist eine Schule im Gesamten nega­tiv zu ver­ur­tei­len und somit auch alle zufrie­de­nen Elternhäuser damit zu belas­ten. Deshalb auch meine öffent­li­chen Äuße­run­gen, um in die Diskussion eine posi­tive Sichtweise zu brin­gen.
      Betreffend der Jugendakademie. Es wäre aus mei­ner Sicht für Albris gespro­chen unlo­gisch, wenn das legi­time Heranziehen des eige­nen Lehrer-Nachwuchses vom nor­ma­len Schulbetrieb abge­kop­pelt würde. Das ist doch grund­sätz­lich eine fan­tas­ti­sche Chance in einem Schulsystem, wenn ehe­ma­lige Schüler sich über ihren Schul-Abschluss hin­aus dort ein­brin­gen und wei­ter wir­ken, wo sie selbst unterich­tet wur­den.
      Die diver­sen nega­ti­ven Zusammenhänge, die immer wie­der vor­ge­tra­gen wer­den, kann ich so im Gesamten nicht sehen.
      Meine Über­le­gun­gen und mein öffent­li­ches Statement basie­ren auch auf einer umfang­rei­chen Internet Recherche und Gesprächen mit vie­len Personen.

  9. Verehrter Herr Speck,
    heute lese ich in der AZ einen Artikel über ein Fest in einer Grundschule im Oberallgäu: Die Lehrkräfte und der Elternbeirat hat­ten die Idee, die Schüler in ver­schie­den Bereichen krea­tiv tätig wer­den zu las­sen, z.B. Trommeln, Malen mit Aqrylfarben, Sport- und Spielstationen, Theaterspie, Luftballonboote aus Holz bas­teln, fil­zen, töp­fern.
    Ich lese dar­aus eine Gemeinsamkeit zwi­schen Kindern – Eltern – Lehrer.
    In der Stadt hängt ein Plakat aus über ein öffent­li­ches Theaterspiel der ört­li­chen Knabenrealschule. Ebenso ist bereits der Kartenvorverkauf für die musi­ka­li­schen Abschlusskonzerte der Gymnasien eröff­net.
    Natürlich ist in unse­rem Schulsystem gene­rell nicht alles in Ordnung. Aber ich per­sön­lich kenne in allen Schulen, ob Grundschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasium über­wie­gend nur Lehrer die ihr per­sön­lich Bestes geben. Ich per­sön­lich kann trotz Ihrer Ausführungen kei­nen Grund erken­nen, wel­chen Vorteil die genannte Schule gegen­über einem Regelschulbesuch haben soll.

    • Verehrter Kommentator,
      ich denke, ein Blog kann nicht das leis­ten, was Gespräche und Besuche vor Ort bewir­ken wür­den.
      Besuchen Sie Albris, und Sie wer­den einen Unterschied erken­nen kön­nen.
      Gleichwohl pflichte ich Ihnen bei, dass es sehr wohl viele enga­gierte Lehrer in staat­li­chen Schulen gibt. Es wäre ver­mes­sen von mir, hier einen grund­sätz­li­chen Unterschied im per­sön­li­chen Einbringen her­aus arbei­ten zu wol­len. Das glei­che gilt für das breite Veranstaltungsangebot ein­zel­ner Schulen, die sich einem Mainstream ent­zie­hen wol­len und Hervorragendes für ihre Schulgemeinschaft leis­ten.
      Ich denke, es liegt schluss­end­lich an einem selbst, wel­che Wahl man trifft. Und Gott sei Dank haben wir in unse­rem Land die Wahl unter vie­len wun­der­ba­ren Schulformen, die alle ihre Berechtigung haben.

  10. An alle Kommentatoren und auch Nicht-Kommentatoren, die die Artikel lesen und dar­über reden.
    Meine vor­läu­fi­gen Schlussbemerkungen.
    Anlass mei­ner Initiative war die Reaktion auf einen Artikel des Blog Herausgebers, wo wir zu Gast sind, dem ich mit mei­ner Darstellung kri­tisch begeg­nen wollte, weil die dort genann­ten Schilderungen nicht zu mei­nen heu­ti­gen Auffassungen und Beobachtungen pas­sen. Und das wollte ich durch­aus öffent­lich und nament­lich doku­men­tie­ren.
    Es ist schön und inter­es­sant, dass dadurch einige Mitmenschen bewegt wur­den mir Fragen zu stel­len und sich selbst zu äußern. Es ist auch schön, dass ich bereits mehr­fach pri­vat ange­spro­chen wurde. Ich darf dar­aus eini­ges ablei­ten. Gleichzeitig sind Ihre / Eure for­mu­lier­ten Gedanken nicht unwich­tig, um sein eige­nes Bild zu bestär­ken oder zu hin­ter­fra­gen.
    Für mich ist in Albris aus heu­ti­ger Sicht alles in einem Rahmen, der für mich in Ordnung ist. Hinzufügen kann ich, dass ich mir nach­fol­gende Schlüssel-Fragen schon lange vor der Diskussion jetzt, aber nun noch ein­mal deut­lich gestellt habe, wobei klar zu beto­nen ist, dass diese Fragen auch jede andere Schule betref­fen wür­den, auf die meine Kinder gehen.
    Habe ich Vertrauen zu mei­nen Klassenlehrern ?
    Kann ich offen mit ihnen reden ?
    Geht es in Belangen von Erziehungsfragen mei­ner Familie gut ?
    Fühlen sich meine Kinder in der Schule wohl ?
    Lernen meine Kinder im Vergleich zu ande­ren Kindern aus­rei­chend und ent­wi­ckeln sie sich gesamt­heit­lich posi­tiv ?
    Gibt es für meine Kinder ein Leben neben der Schule ?
    Alle Fragen kann ich heute mit JA beant­wor­ten.
    Aus vie­len kürz­lich geführ­ten Gesprächen her­aus habe ich den Eindruck gewon­nen, dass viele Elternhäuser sich die glei­chen Fragen stel­len und zu ähn­li­chen oder glei­chen Antworten wie wir kom­men.
    Nun noch ein­mal betref­fend der Kritik: da scheint es mir zu kurz gegrif­fen, anzu­neh­men, dass die Schule und ihre Gründerväter ihr ´´eige­nes Ding´´ durch­zie­hen wol­len.
    Die Kritiker soll­ten dabei berück­sich­ti­gen, dass eine Schule vom Typ Albris ohne den Einbezug der ca. 250 Elternhäuser, ohne das Engagement aller Angestellten und ohne breite Zustimmung zur gene­rel­len Pädagogik einen bedenk­li­chen Weg ein­schla­gen würde, der durch­aus den Fortbestand die­ser pri­va­ten Bildungseinrichtung in ihrem heu­ti­gen Bestand gefähr­den würde.
    Zu alle­dem kommt, wir bewe­gen uns nicht in einem rechts­freien Raum oder hin­ter Mauern in Isolation. Die große Anzahl der Elternhäuser begut­ach­tet jeweils aus urei­ge­nem Interesse und Motivation her­aus lau­fend den Schulbetrieb in Albris. Dazu kommt, dass die Albris Schule als Schulkörper unter staat­li­cher Aufsicht steht und sie wird dar­über hin­aus durch ihre immer wie­der öffent­li­che Präsenz in den Medien bei ver­ant­wort­li­chen Amtsträgern wahr­ge­nom­men. Sollten sich Beschwerden bei den öffent­li­chen Institutionen nie­der­schla­gen, dann wür­den diese behör­den­sei­tig wei­ter ver­folgt wer­den. Man darf auch nicht ver­ges­sen, dass die in die Finanzierung von Albris invol­vier­ten Banken und pri­vate Geldgeber ihr Engagement in Albris auch mit eini­gen wei­chen / sozio­öko­no­mi­schen Faktoren bewer­ten, die stim­mig sein müs­sen mit den all­ge­mei­nen Wertvorstellungen.
    Somit habe ich nicht nur in meine eige­nen Beobachtungen Vertrauen, ich ver­traue auch den gesell­schaft­li­chen und staat­li­chen Über­prü­fungs­me­cha­nis­men.
    Fazit: Die glo­bale Welt in Albris ist in Ordnung und geht ihren guten Weg.
    Kein Mensch behaup­tet indes, dass es eine per­fekte Welt ist. Wie über­all im Leben begeg­nen sich Menschen, und Menschen kön­nen Fehler machen.
    Aber des­halb darf ich Albris im Gesamten nicht in Frage stel­len. Wir soll­ten offen im Herzen für das Gute sein, dann führt uns das auto­ma­tisch zum Ursprungsgedanken von Albris, der darin besteht, einen Ort zu grün­den, an dem unsere Kinder und der Mensch im Mittelpunkt ste­hen.

  11. Lieber Ollie,

    wenn Du Dich seit Kurzem mit diver­sen Themen in Albris beschäf­tigst, davor aber bereits eine lange Zeit dabei warst, wäre ich an Deiner Stelle vor­sich­tig mit vor­schnel­len Urteilen. Das heißt ja, dass du dabei warst, ohne Dir dar­über Gedanken zu machen, wo Du und Deine Kinder da eigent­lich sind.

    Du fan­dest also zur Anthroposophie durch die Medizin und kamst dann zu der Albris-Schule. Also kennst Du von der Anthroposophie nur über diese Schule. Die Schule erzählt ja auch bekannt­lich dar­über, dass man die Anthroposophie nur bei Sigurd Böhm in Albris rich­tig ver­ste­hen ler­nen kann. Wenn Du also denkst, dass diese Einrichtung etwas damit zu tun hat, dann müss­test Du wirk­lich selbst, ohne der Schule, sagen kön­nen, was Anthroposophie ist oder nicht ist. Kannst Du das oder willst Du das in die­ser Schule ler­nen? Wenn Du es dort ler­nen willst, dann wärest Du ein labil ein Sektenanhänger zu wer­den.

    Du sagst, Du hast dir ein Grundverständnis unter ande­rem durch Gespräche erwor­ben. Gespräche mit wem? Mit Mitgliedern und Anhängern der Schule?

    Das ist aber das Entscheidende, was Sigurd Böhm betrifft. Denn so einige Menschen mein­ten: „durch Sigurd Böhm fand ich erst zur Anthroposophie, ihm ver­dank ich mein rich­ti­ges Verständnis davon“. Da kann ich nur sagen: arme Menschen, wenn Sie ihr Verständnis nicht sich sel­ber ver­dan­ken.

    Das ist ja dann das Schwierige, wenn Du Dich nicht mit psy­chisch mani­pu­lie­ren­den Strukturen halb­wegs aus­kennst oder dich aus­gie­big damit befasst hast, prak­tisch wie theo­re­tisch. Ein sug­ges­ti­ves mani­pu­lie­ren­des System ist eine kom­plexe Angelegenheit, in der ihre Anhänger ja gerade dazu erzo­gen wer­den die Hintergründe NICHT zu sehen und alle Erklärungen dafür zu fin­den. Hier genau zu erkläu­tern wie es funk­tio­niert ist aus „Platzgründen“ nicht mög­lich. Aber das Projekt „Albris Leaks“ hat ein Text auf 79 Seiten mit Zitaten aus den Protokollen ver­fasst, in der die Manipulation durch­aus ersicht­lich ist.

    Wenn Du weisst, was eine Sekte ist, sogar aus einem Selbstversuch, warum fällt Dir dann nicht auf, dass die Grundprinzipien einer Sekte bei die­ser Albris-Schule ganz offen­sicht­lich vor­han­den sind. Oder hast Du Erklärungen dafür warum das so sein muss und gut ist? So geht ja die Schule vor, indem sie sagt, dass es zwar so ist, aber dass es genau so rich­tig ist, weil… bla.

    Die Hintergründe des Geschehens in Albris sollte man aber wirk­lich ken­nen­ler­nen. Schwer wird es nur, wenn man ein­fach die Vorträge Sigurd Böhms besucht und ihrem Verlauf ein­fach nur folgt. Leicht wird es, wenn man sich dem Ganzen kri­tisch und erle­bend gegen­über stellt und so eini­ges prü­fen will.

    Ich ver­stehe Deinen Punkt mit den posi­ti­ven Erfahrungen, aber genau so wer­den Anhänger für Sekten gean­gelt. Positive Erfahrungen stellt man in den Vordergrund, alles andere ver­schlei­ert man in einem omi­nö­sen Nebel aus hal­ben Sätzen und lee­ren Begriffen und schon ist der Mensch der Sache posi­tiv gestimmt. Es sei denn er gibt sich mit lee­ren Begriffen und nebu­lö­sen Aussagen nicht zufrie­den und lässt sich nicht von einem schö­nen Schein ver­füh­ren.
    Entschiedene Unterstützer sind ja eine gute Sache. Die Frage ist nur, was unter­stüt­zen sie so ent­schie­den.
    Das Problem, wel­ches ich in Albris sehe ist, dass es durch und durch sek­ten­hafte Strukturen vor­weist. Seit dem Projekt „Albris Leaks“, kann man es ja sogar schwarz auf weiss nach­voll­zie­hen. Es sei denn, man liest die Protokolle nicht, oder man liest sie mit einem Albris-Böhm-Auge.

    Was die Ziele der Manipulation betrifft, so kann man das hier auch kaum bere­den. Aber diese Ziele kann man sich sel­ber aus­ma­len, wenn man daran denkt, dass z.B. durch die „Akademie der Jugend des Kommenden Tags“ völ­lig unselbst­stän­dige, aber völ­lig erge­bene und hin­ge­ge­bene Menschen kom­men. Man kann es ja auch in den Protokollen nach­le­sen. Dass man mit sol­chen Menschen Berge ver­set­zen kann, ist ja klar. Die Frage nur wie sol­len sol­che Menschen päd­ago­gisch wir­ken? Sie wer­den wohl sicher­lich nicht viel zur Menschwerdung bei­tra­gen, son­dern ganz im Gegenteil die Schüler in einen erge­be­nen Wahn trei­ben.

  12. @ Linus:
    “Schon das Anzweifeln war zu Schillers Zeiten Blasphemie und ist heute noch traf­bar wegen §166. Wird sol­ches in Albris the­ma­ti­siert oder tabui­siert?”

    Anzweifeln von Sigurd Böhm, kommt in die­ser Schule nicht in Frage, dann wird man nach und nach raus­ge­drängt. Wie Sigurd Böhm sagte, sie wol­len keine Jein-Sager (Ebenfalls in den Protokollen zu fin­den). Es geht da nicht um Anzweifeln son­dern um “sich drauf ein­las­sen”. Und ob die­ses “sich drauf ein­las­sen” bei einem statt­ge­fun­den hat, ent­schei­den die erge­bene Anhänger und nicht der­je­nige, der sich ein­ge­las­sen hat. D.h. wenn einer sagt “ich habe mich drauf ein­ge­las­sen und bin zu dem nega­ti­ven Entschluss gekom­men”, heißt es “da hat sich der­je­nige nicht wirk­lich ein­ge­las­sen”. Sprich, ein wirk­li­ches sich Einlassen muss im Sinne die­ser Schule ein Bejahen der Lehre Sigurd Böhms sein.

  13. @Ollie:

    “ja, gene­rell kann ich nur sagen, dass es bei ca 250 Elternhäusern auch immer wie­der ent­täuschte Eltern geben wird. Ich denke auch, dass es durch­aus ver­ständ­lich ist, wenn man sich in eine pri­vate Schule mit viel Emotion und auch Zeit ein­bringt und dann schluss­end­lich nicht das erfährt, was man sich vor­ge­stellt hat. Das führt zu Enttäuschung und viel­leicht sogar zu Frustration.”

    das sind abso­lut abs­trakte Aussagen, es ging oder geht doch eigent­lich um ganz kon­krete Dinge, wie bereits gesagt wurde, dass die “Jugendakademiker”, die man wirk­lich als eine Sekte bezeich­nen könnte, direkt am Unterrichtgeschehen teil­neh­men und rele­vante Entscheidungen tref­fen. Sie pau­scha­li­sie­ren und ver­wi­schen die Aussagen und Fragen genau wie die Schule es tut. Das ist auf­fal­lend. Die Enttäuschung oder, wie Sie sagen, Frustration ist doch zurecht, wenn jemand merkt, dass in der Schule sehr selt­same sek­tie­re­risch anmu­tende Strukturen betrie­ben wer­den etc. oder? Da kann man natür­lich sagen: “ja was haben sie sich vor­ge­stellt?? Das ist doch eine Sekte!” Aber so wird es ja nicht gesagt. Also Gott sei Dank sind wohl doch man­che Mitarbeiter und Eltern ent-täuscht. Das wird aber von der Schule so dar­ge­stellt, als ob die Schule etwas ganz Tolles macht, die Eltern etc. aber ein­fach was ande­res sich vor­ge­stellt haben und jetzt ent­täscuht sind. Das ist doch absurd. Es geht um ganz kon­krete Dinge und nicht um all­ge­mei­nes Gerede.

    Und Ihnen wurde die Frage gestellt ob Sie die Protokolle bezüg­lich der Jugendakademie gele­sen haben. Wenn Sie es getan haben, so bin ich mehr als ent­setzt dar­über, dass Sie wei­ter­hin mei­nen, dass man in die­ser “Akademie der Jugend des Kommenden Tags” Lehrer heran zieht und dass es doch gut ist. So wie es aus­sieht, reden Sie wei­ter völ­lig abs­trakt und theo­re­tisch über diese Verhältnisse.

    Das ist ja das ganze Problem, dass die Befürworter völ­lig theo­re­tisch über ihre Vorstellungen reden, was Albris ist oder nicht ist. Praktisch wird nichts ange­fasst, was wirk­lich da ist. Also lesen Sie die Protokolle, dann reden wir wei­ter.

  14. @ Ollie Speck, Schlussbemerkung: Ich bin nicht ent­täuscht, auch kein Experte, wohl aber in der Evolutionsstrategie und ver­stehe Ihre Sinnsuche, wozu ich viel Erfolg wün­sche. Ihre Mühe und Offenheit sind red­lich, Chapeau.

    In der Kommatasetzung fühl ich mich gene­tisch mit Steiner ver­wandt. An den Grenzen der Sinnsuche lau­ert die Hybrisfalle. Bitte beach­ten Sie Paracelsus, die Dosis ent­schei­det ob Gift oder Medizin. Die Homöopathie lehrt das Reziprokproportionale.

  15. Hallo Ollie Speck,
    hm,um es mit Ihren eige­nen Worten zu sagen: Herr Speck – was ist eigent­lich in Ihrem Leben schief­ge­lau­fen? Persönlich, gesell­schaft­lich und poli­tisch? Offenbar bewer­ten Sie die Regelschulen nega­tiv. Im gan­zen Allgäu (oder im gan­zen Land) gibt es doch wohn­ort­nahe öffent­li­che Schulen. Der Schulweg wird sogar finan­ziert, wenn der Weg wei­ter als 3 Kilometer ist. Die Schulen haben alle ein Profil und jeder weiß, was dort gemacht wird. Außerdem ist das alles für Sie selbst kos­ten­los. Und es ist jedem nur eini­ger­ma­ßen Interessiertem mög­lich, aktiv mit­zu­ar­bei­ten. Ob im Grundschulgarten oder Elternbeirat.
    Das alles machen Sie aber nicht. Sie schi­cken Ihre Kinder auf eine ent­fernte Schule, die sogar noch Geld kos­tet und die Fahrt dort­hin ver­mut­lich auch, abge­se­hen von der eventl. lan­gen Wegstrecke. Und Sie haben sich vor­her offen­bar nicht ein­deu­tig damit beschäf­tigt, was diese Schule über­haupt will und was sie über­haupt ist. Ich habe es sogar schrift­lich von die­ser Schule vor­lie­gen, dass sie gar keine Schule in dem Sinne sein will und dass Stundenpläne und Hausaufgaben bereits vor vie­len Jahren abge­schafft wor­den sind. Einen offi­zi­el­len Lehrplan scheint es auch nicht zu geben.
    Da ist doch die Frage berech­tigt, was ist bei Ihnen per­sön­lich vor­ge­fal­len, dass Ihre Kinder nicht in eine orts­nahe Grundschule, die sicher­lich auch “schön” ist, gehen zu dür­fen?

    Wenn ich das rich­tig sehe, sind Sie sogar in der Politik enga­giert? Upps, warum tre­ten Sie dann nicht für die Allgemeinheit ein? Von einem Politiker erwarte ich eine gewisse Vorbildfunktion. Soll das der Weg sein, dass Eltern sofern sie es sich finan­zi­ell leis­ten kön­nen, ihre Kinder auf eine Privatschule schi­cken, weil die ande­ren nicht gut genug sind. Wenn nicht mal mehr Politiker daran arbei­ten, die Regelschulen für alle zu ver­bes­sern?

    Laut Unicef haben 67 Millionen Kinder kei­nen Zugang zu Schulbildung. Gehören die deut­schen Kinder auch bald dazu, wenn die Politikerkinder alle in Privatschulen gehen?

    Viele Fragen sicher. Aber es ist ein erns­tes Thema. Weshalb ver­traut man seine Kinder nicht der Regelschule an, son­dern schickt sie rela­tiv unin­for­miert in eine Freie Schule Albris? Warum ver­tei­di­gen Sie so vehe­ment diese Schule?

    LG

  16. Schlussbemerkungen zu mei­nem Gastbeitrag bei Nics Blog

    Ich habe das Gefühl, das ich in eine Endlosschleife von Fragen und Gegenfragen komme. Und wohin soll das füh­ren, wenn um ein­zelne Details gerun­gen wird. Ich habe einen Gastbeitrag geschrie­ben, viele Reaktionen erhal­ten, für die ich dank­bar bin und die mich ver­an­lasst haben für mich bedeu­tende Schlüsselfragen zu for­mu­lie­ren. Soll ich nun wei­ter Antwort um Antwort schrei­ben, und dann in der über­nächs­ten Antwort wie­der ein­zelne Textstellen von mir aus­führ­lich kom­men­tiert lesen und wie­der kom­men­tie­ren ? Dann ver­liere ich das ursprüng­li­che Ansinnen aus den Augen, näm­lich das Positive von der Schulgemeinschaft in Albris her­vor­zu­he­ben.
    Im Übri­gen wer­den die Fragen zuneh­mend per­sön­li­cher, und ich muss nun auch klar zu erken­nen geben, dass ich nicht wei­ter aus mei­nem pri­va­ten Leben erzäh­len will,
    Den Zweiflern, Kritikern und Enttäuschten kann ich aus heu­ti­ger Sicht nicht mehr bie­ten. Denen, die an Albris hän­gen und glau­ben, und denen, die sich in Zukunft dafür ent­schei­den, konnte ich öffent­lich und nament­lich zei­gen, dass es sehr viel Positives über Albris zu sagen gibt.
    Und ein kla­res Wort zum Schluss: Ihr lie­ben Kritiker, bezieht doch end­lich ein­mal nament­lich und aus­führ­lich Stellung. Erzählt Eure per­sön­li­che Geschichte. Ihr rea­giert nur auf meine Ausführungen, was sicher inter­es­sant ist. Aber schießt Euch doch nicht auf die­sen einen Beitrag ein. Ihr wollt doch das Negative in Albris ent­lar­ven. Dann tut es doch und sto­chert nicht ver­bal im Nebel und ver­un­si­chert die, die sich in Albris wohl füh­len. Wer was zu sagen hat, soll es mit sei­ner eige­nen Geschichte erzäh­len und nicht mit dut­zen­den Dokumenten, die Eindrücke ande­rer wie­der­ge­ben oder selbst inter­pre­tiert wer­den. Auch sind Kurzmeldungen in diver­sen Blogs auch nur auf den ers­ten Blick inter­es­sant. Besser sind aus­führ­li­che Beschreibungen von dem, was man selbst erlebt hat. Denn das hilft wirk­lich und hin­ter­lässt gege­ben falls Eindruck.

    Somit beende ich mei­ner­seits die­sen Gastbeitrag und Anschlussdiskussion und werde wei­ter­hin auf­merk­sam in die­sem und ande­ren Medienquellen lesen, was es Neues und Bemerkenswertes gibt zu Albris.
    Mein Gesprächsangebot außer­halb des Blogs und von Anonymität für Interessierte steht wei­ter­hin.
    Gruß
    Ollie Speck

    @ Nic, thanks for hos­ting and pro­vi­ding the infra­struc­ture :-)

  17. Meine per­sön­li­cher Schlusskommentar zum Thema Albris, defi­ni­tiv:

    Plagiat aus:
    http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/07/12/psychologe-auch-sekten-haben-ihr-gutes/#comment-79819
    Kommentar #8:
    Wir ken­nen ja alle das gute alte Video von Bertrand Russell: http://www.youtube.com/watch?v=tP4FDLegX9s. Sinngemäß: etwas zu glau­ben, obwohl man weiss, dass es falsch ist, ist unauf­rich­tig auf einer ganz grund­sätz­li­chen Ebene und eine Beleidigung an den eige­nen Verstand. Auf diese gan­zen Diskussionen, ob das Christentum oder irgend­wel­che Sekten nun unterm Strich einen Nutzen haben, sollte man sich daher mei­ner Meinung nach gar nicht erst ein­las­sen. Kurz: es ist wür­de­los, sich selbst oder seine Kinder anzulü­gen, nur weils einem dann viel­leicht bes­ser geht.

  18. @Ollie:

    klar… Kommentare in den Blogs etc. soll­ten rela­tiv schnell ihr Ende fin­den und das ist auch gut so. Da sollte man nicht dau­ernd Frage-Antwort-Spiel spie­len. Will aller­dings noch ein­mal beto­nen, dass hier kein Kritiker seine per­sön­li­che Geschichte nament­lich erzäh­len wird. Und das rate ich auch drin­gend kei­nem. Die Schule war­tet bereits dar­auf, dass die Staatsanwaltschaft etwas neues zu fut­tern bekommt.

    Und es wäre wirk­lich erstaun­lich, wenn man die Fülle an Dokumenten bei “alb­ris leaks” in einem posi­ti­ven Sinne für Albris-Schule inte­re­pre­tie­ren könnte. Aber aus Erfahrung in die­ser Schule, muss ich sagen, dass es mög­lich ist. Und es mag sein, dass der eine oder andere Kritiker im Nebel her­um­sto­chert. Doch der Nebel wurde bereits durch die Freie Schule Albris und Sigurd Böhm gege­ben. Jetzt gilt es ihn im Sinne der Kinder und jun­gen Menschen zu ver­trei­ben, wenn schon erwach­sene Menschen zu bequem sind sich damit ernst­haft zu befas­sen.

    Alles Gute, von Albris Leaks.

    @Linus:
    so lange die Fragen nicht geklärt sind woher wir kom­men, wohin wir gehen und wozu das Ganze, wir der Mensch eine berech­tigte Sehnsucht haben. Wer wen und wann also anlügt, kann man nicht so undif­firen­ziert sagen, vor allem wenn es um die Erkenntnissuche eines ande­ren Menschen geht. Faktisch gese­hen hat die weit­läu­fige moderne Wissenschaft immer noch diese Fragen nicht geklärt. Das, was sie erklärt hat ist ledig­lich das, was Auswüchse und Symptome des Lebens sind. Sie kann immer noch nicht die Wurzeln erklä­ren, gibt es an die Religion ab und belä­chelt diese. Das ist schlicht­weg pein­lich.

    Von daher hoffe ich, dass du und andere selbst­er­nannte “Blasphemiker” und “Antichristen” nicht den Monopol der Erkenntnis erwor­ben haben, um glo­bal zu ent­schei­den, dass alles Religiöse und Geistige und Esoterische eine Lüge ist. Ansonsten wäret ihr ja genau das, was ihr ver­teu­felt – eine Sekte.

  19. Hallo Ollie, hallo Anonymus (alias Anon), hallo Nic

    ich bin für Ollies Beitrag sehr dank­bar, vor allem für seine unmit­tel­bare und nach­voll­zieh­bare Darstellung von direkt Erlebtem. Alles, was man da lesen kann hat so gar nichts sek­tie­re­ri­sches. Die Fragen und Bemerkungen von Anonymus (alias Anon) wir­ken hin­ge­gen völ­lig künst­lich und fana­tisch. Nach sei­nen Äus­se­run­gen halte ich ihn für den Betreiber der Albris-Leaks-Seite. Nun kommt es mir ganz von aus­sen gese­hen, ohne direkte eigene Erfahrung so vor als sei der Albris-Leaks-Betreiber selbst ein Fanatiker und Sektierer, der in sei­nem Hass auf diese Schule end­lich seine Lebensaufgabe gefun­den hat. Vielleicht ist Albris-Leaks selbst eine Sekte. Wer weiß? – Ich ent­nehme dass, wie gesagt nur einer­seits dem ent­spann­ten und offe­nen Stil von Ollie und im Gegensatz dazu dem fanatisch-verkrampften Stil von Anonymus (Albris-Leaks). – Vielleicht kann Anonymus mal sich selbst reflek­tie­ren und sich fra­gen, woher sein Fanatismus kommt. Eigentlich scheint er tief-innerlich, aber unbe­wusst, Sigurd Böhm unend­lich dank­bar zu sein, dass er end­lich in sei­nem Kampf gegen Albris einen Lebensinhalt gefun­den hat, der ihm vor­her gefehlt hat. – Ollie scheint hin­ge­gen mit bei­den Beinen im Leben zu ste­hen und die ver­schie­de­nen Phänomene, die sich ihm zei­gen, ein­fach schlicht zu schil­dern, wie sie ihm begeg­nen, ohne sie künst­lich geschraubt zu ver­ab­stra­hie­ren.
    Danke Euch für die inter­es­sante Stil-Studie,
    A. Silavon

  20. @ Anon:
    schön, dass die Stil-Studie ein Ende fin­det und für mich die Zeitverschwendung. Ich habe in kei­nem Kommentar die Sinnsuche nega­tiv bewer­tet, son­dern vor der mensch­li­chen und gött­li­chen Hybris gewarnt. Wer Gott erfun­den hat, ist nach­träg­lich nicht beweis­bar, liegt aber auf der Hand, wenn man sich mit kul­tu­rel­ler Evolution beschäf­tigt. Nehmen wir ein­fach­hal­ber Thor, der Blitze schleu­dert. Da ich keine Dogmen aner­kenne, geht auch der Vorwurf des athe­is­ti­schen Sektierertums ins Leere. Wird aber indok­tri­na­to­risch immer wie­der ver­sucht. Wenn das Weltbid des Sinnsuchenden zusam­men­bricht hat, das schwer­wie­gende Folgen, wie uns die Geschichte der Menschheit zeigt. Deshalb sollte die Wichtigkeit der Sinnsuche auch nicht über­be­wer­tet wer­den. Ich akzep­tiere den Zufall als Voraussetzung für die zunächst sinn­lose Mutation, des­halb habe ich keine Probleme mit der Beweisführung, wie der phi­lo­so­phi­sche oder theo­lo­gi­sche Elfenbeinturm. Wer (geistige)Beschneigung für ein Geschenk Gottes hält, mit dem dis­ku­tiere ich nicht. Mein Hobby ist Nichtbriefmarkensammeln. Für mich sind die Fragen woher und wozu geklärt, wohin bestimmt die Evolution der Schwarmdummheit. Und ich glaube ich an die Empathie und Schwarmintelligenz des Schleimpilzes. Mein sozia­les Engagement bele­gen u.a. meine Kommentare hier im Blog. Tschüss (kommt von adieu, geh mit Gott, aber gehe).

  21. Noch zu woher mit vie­len Grüßen an Steiner und Böhm:
    http://www.dailygalaxy.com/my_weblog/2012/07/the-big-bang-or-the-big-bounce-new-math-points-to-a-continuum.html

  22. Noch zu wohin (ohne geis­tige Beschneidung), das Lieblingslied aller Blasphemiker und Antichristen:
    http://www.youtube.com/watch?v=XLgYAHHkPFs&feature=related
    Hier der Text, damit schwarz auf weiß:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Imagine_%28Lied%29

    Lennon ist von einem spi­ri­tu­el­len Eiferer (religiös-esotherischer Lügner) ermor­det wor­den. Und Islamisten sind zu dumm, um die Botschaft zu ver­ste­hen und Fatwas waren ohne Sprengstoffgürtel noch zu erfolgs­ri­si­ko­reich aus­zu­füh­ren. Atheisten stre­ben im Gegensatz zu Gott keine Weltherrschaft an, son­dern plä­die­ren für die indi­vi­du­elle Selbstverantwortung. Welcher Hirnwurm ver­hin­dert es, dies anzu­er­ken­nen?

  23. Es fehlt nur noch das WARUM ist die Banane krumm. Das ist die Basis der­je­ni­gen Wissenschaft die sich seit der Evolutionn des zen­tra­len Nervensystems (Gehirn, zufäl­lig, ab da ziel­ge­rich­tet inter­es­sens­ge­lei­tet) ohne Dogmen stän­dig revi­diert. Im Gegensatz zur Basis ab ers­ter Schamanen-Individuen, die vor­ge­ben etwas zu wis­sen, wozu andere kei­nen Zugang haben. Nämlich zu dem Hirnwurm der religiös-esoterischen, ohne th, Scharlatane, auch ohne th. Eigentlich gehts an der Basis nur darum: http://hpd.de/veranstaltungen?action=cal&id=388&tab=cal_single

    Wieso, wes­halb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm. Ungefragt vor­kauen ist keine Erziehung zu selbst­be­wuß­ten Individuen.

  24. @Arno:

    das sind wirk­lich aus­gie­bige Stilstudien, die du da betreibst.
    Breivik hat auch rela­tiv ent­spannt einige Menschen umge­bracht und erklärt jetzt sehr ent­spannt warum das rich­tig war und ist.

    Das ist ja das Auffällige an euch, Befürwortern die­ser Schule, dass ihr dau­ernd auf­wie­gen wollt und allen Kritikern das vor­wer­fen wollt, was ihr fabri­ziert.

    Der Beitrag von Ollie zeigt höchs­tens seine Naivität in Hinsicht auf diese Schule. Weil er mit einer wohl­ge­fäl­li­gen Schwärmerei voll ist. Das Gegenteil ist aller­dings über die Schule schwarz auf weiss im Internet zu fin­den, da kann man dann noch so viel davon reden, welch gute Seiten diese Schule hat.

    Ihr Beitrag zeigt, wie Sie statt sich mit der gege­be­nen Lage zu befas­sen, Hetze gegen Kritiker betrei­ben (in dem Fall gegen mich). Sie bele­gen Ihre Urteile mit Ihrer “Stilstudie”. Ob Ich der Betreiber von der Albris-Leaks-Seite bin und ob ich fana­tisch bin oder Albris-Leaks oder wer auch immer, das sind alles leere Behauptungen, mit denen ja auch diese Schule gern umher­schmeißt. Wenn Kindeswohlgefährdung an der Tagesordnung ist, würde jeder gesunde Mensch mit deut­li­cher Kraft han­deln. Also ist die Frage letzt­end­lich ist diese Schule eine Sekte oder nicht. Ist sie es nicht, dann ist doch alles prima. Ist sie es, dann besteht mas­sive Kindeswohlgefährdung etc. Ob ich der Betreiber bin oder nicht ist doch irre­le­vant. Oder geht es Ihnen, wie auch der Schule, nur darum die Kritiker zu ver­kla­gen und zum Schweigen zu brin­gen? Scheint so.

    Sie inter­es­siert die ernst­hafte Frage nicht, ob die Schule wirk­lich eine Sekte sein könnte, wohin ja wirk­lich sehr viele Indizien deu­ten, Sie inter­es­siert es nur die Kritiker (in die­sem Fall mich) durch eine halt­lose, privat-persönliche Interpretation in den Dreck zu zie­hen. Das halte ich für keine erwach­sene Beschäftigung mit pro­ble­ma­ti­schen Situation. Aber damit schei­nen die Befürworter der Schule nicht son­der­lich glän­zen zu kön­nen. Entweder ist die Darstellung posi­ti­ver Inhalte dran oder die Verachtung der Kritiker. Wie wäre es, wenn Sie sich mal wirk­lich mit den Inhalten der Kritik befas­sen?

    @Linus: ich ver­stehe nicht ganz oder es dir darum geht, ein­fach Dampf abzu­las­sen oder über die Sache zu dis­ku­tie­ren. Ich denke, du soll­test ein Buch schrei­ben.

  25. Wort zum Sonntag:
    Warum sind Sinnsucher zufäl­lig in der Regel fun­da­men­tale Wahrheitsapostel? Warum wurde Sokrates umge­bracht?
    Ich weiß, dass ich nichts weiß, sagte der klügste Mensch der dama­li­gen Epoche. Weil der Klügere nach­gibt. Das ist die Nahrung des religiös-esoterischen Hirnwurms.

    Wer hat warum Angst (vor dem schwar­zen Mann) vor Blasphemikern und Atheisten? Die doch nur das Monopol der per­ver­sen Auslegung der Religionsfreiheit und der Schwarmdummheit argu­men­ta­tiv und fried­lich bekämp­fen? Ist “Perlen vor die Säue wer­fen” eine Aussage, der­zu­liebe man die Todesstrafe in einer Demokratie wie­der ein­füh­ren sollte? In Gottesstaaten sind Todesstrafen eine Selbstverständlichkeit.

  26. Herr Arno Silavon,
    ich stimme Ihnen zu, der Herr Speck gibt hier offen und frei­mü­tig seine der­zei­tige Meinung über die Schule zu Protokoll.
    Ich bin jedoch erstaunt, dass jemand wie Sie, der offen­bar die Schule selbst gar nicht kennt, nach Studium aller Berichte (z.B. Albris leaks) die Kritiker der Schule kri­ti­siert. Also ich muss sagen, wenn man die Berichte durch­liest, muss doch Jeden ein sehr mul­mi­ges Gefühl beschlei­chen, was an die­ser soge­nann­ten Schule so pas­siert. Ich finde nach Kenntnisnahme der Protokolle muss man eher dank­bar sein, dass es Menschen gibt, die den Mut und die Zeit auf­brin­gen, eine Klärung zu ermög­li­chen.
    Letztlich dient die­ser Vorgang auch der Schule selbst sich ein Bild davon zu machen, wie sie in der Öffent­lich­keit wahr­ge­nom­men wird.

    • @Anna:
      Ich habe mir ver­sucht mit­tels der Internet-Seite der Schule und der Albris-Leaks-Seite und man­chen wei­te­ren Berichten ein Bild zu machen. – Einmal vor ein paar Jahren habe ich selbst ein sehr beein­dru­cken­des Spiel an der Schule gese­hen (den “Feuerofen”). – Ich habe mich auch einen Großteil mei­nes Lebens mit der Anthroposophie Rudolf Steiners beschäf­tigt und dadurch einen Eindruck davon bekom­men, was geschieht, wenn interne Vorgänge, Konferenz-Protokolle etc. an die Öffent­lich­keit gelan­gen und welch’ ver­zerr­tes Bild dadurch ent­steht. Außenstehende glau­ben immer unglaub­lich hoch­mü­tig beur­tei­len zu kön­nen, was Menschen bewegt, die an einem sozia­len Erkenntnisprozess teil­neh­men. – So haben sich ja auch in den ver­gan­ge­nen Jahrzehnten Menschen, die gar nicht der Anthroposophie Rudolf Steiners inner­lich nahe getre­ten sind, sich zu Richtern z.B. in Bezug auf ihren angeb­li­chen “Rassismus” auf­ge­spielt.
      Kurz gesagt: ich kann dem, was Albris-Leaks da mit den Dokumenten so zu ent­hül­len glaubt, nichts ent­neh­men – wenn ich nicht schon von vorn­her­ein vor­ur­teils­voll lese -, was es mir zwei­fels­frei ermög­lichte hier von Sektierertum zu spre­chen. – Hingegen nehme ich sehr stark wahr, dass der Betreiber der Albris-Leaks Seite nach offen­bar ihn sehr betref­fen­den Erfahrungen an der Schule, nun all’ seine Lebensenergie zusam­men nimmt, um gegen die Schule und ins­be­son­dere Sigurd Böhm zu kämp­fen. – Es scheint ihn etwas inner­lich zu trei­ben, was er selbst aber nicht zu beob­ach­ten ver­mag. Er scheint selbst in sei­nem Innersten getrof­fen zu sein, und kann im Moment wohl nur so damit umge­hen, dass er nach außen kämpft, statt, wie ein inner­li­cher Umgang mit der Anthroposophie es ermög­li­chen könnte, die­sen Kampf im Innern mit sich selbst aus­zu­fech­ten. – So erscheint es mir, auf­grund des Schreibstils des Albris-Leaks-Betreibers.
      Den Stil der Web-Seite der Schule nehme ich als recht unver­krampft und offen wahr, wie auch den von Ollie Speck.
      Der Stil der inter­nen Dokumente, die auf der Albris-Leaks-Seite ver­öf­fent­licht sind, sind geprägt von inne­rem Ringen und Konflikten, die mir als Außenstehenden so erschei­nen, wie Privat-Briefe eines Menschen, die eigent­lich nicht für mich bestimmt sind. – Es ist da wohl nötig, auch sen­si­bel zu wer­den, für eine gewisse Hygiene damit, was man und vor allem auch wie man es zur Kenntnis nimmt.
      Sie sehen, dass ich ver­su­che, die Dinge nicht so anzu­schauen, wie sie sich mir emo­tio­nal auf­drän­gen, son­dern einen gewis­sen Abstand zu wah­ren und die Stil-Sprache wahr­zu­neh­men. – Ich glaube, dass man damit recht weit kom­men kann.
      Schließlich kann ich Ihnen aber zustim­men, dass es sicher­lich für die Verantwortlichen an der Schule ein wesent­li­cher Faktor sein kann, wenn sie mer­ken kann, wie sie von außen von man­chen ange­schaut wer­den. – Umgekehrt kann es aber viel­leicht auch für man­chen Kritiker, wie ins­be­son­dere den Betreiber der Albris-Leaks-Seite, nur von Vorteil sein, wenn ihm von außen ein­mal mit­ge­teilt wird, wie fana­tisch und sek­tie­re­risch sein eige­ner Stil auf einige Menschen wirkt, wo er doch selbst das Sektierertum zu bekämp­fen glaubt. – Vielleicht sollte er das Sektierertum selbst erst in sich erken­nen und dort bekämp­fen, dann könnte er seine eige­nen Emotionen mehr als Phänomene anschauen und beschrei­ben und dann auch nach und nach ein Verhältnis dazu bekom­men, was ihm eigent­lich wider­fah­ren ist.

      Seltsam ist übri­gens, dass mir auf mei­nen google-Suchen nach “Alb-ris” ein Gedicht begeg­net ist, in dem sich die Erfahrung des Selbst-Infragegestellt-Seins durch eine andere starke Persönlichkeit, und die vor­läu­fige Unmöglichkeit, die­ser Erfahrung wirk­lich Sinn im eige­nen Leben zu ver­lei­hen ganz gut aus­drückt (das im Gedicht erhoffte Vergessen, kann es näm­lich nicht geben, nur Verdrängung – und Kampf um Verdrängen zu kön­nen):

      Alb Riss
      12.07.2012

      Ich stand auf und ging…
      Ohne mich, ohne Wiederkehr.

      Wenn ich das Ich zur Rückkehr nicht erzwinge,
      Bleibt es für immer fort
      Und schweigt mich an im Stillen.

      Wer füllt dann diese Stille in mir?
      Ein Anderer, ein Jemand,
      Mir befremd­lich fern und kalt.

      So nach und nach,
      Mit lei­sen Schritten,
      Lauten Schreien,
      Bunten Spielen,
      Wichtigen Gebärden,
      Schönem Schein und Lachen
      Betritt er mein Gemach und singt mir aus dem Kanon vor.

      Gewaltig seine Rede.
      Im Wirbelsturm ver­geht Moral.
      Gewissen legt die Flügel nie­der.
      Die Täuschung macht sich breit.

      Ausgestopfte Seelenlöcher, dunkle Ecken gut genutzt.
      Graue Handpuppen trei­ben unge­schützt.

      Mein Inneres,
      Gedrückt zu Boden,
      Hinweg geris­sen weit nach oben.
      Mich jagt es immer wie­der,
      Wieder immer ich-los bin.
      Warum bist Du gegan­gen?

      Das Äußere ist Dir doch lieb.
      Der feste Schritt im Rahmen.
      Die Taten fol­gen Deinem Mord
      An mir, an uns zusam­men.

      Ich gehe immer wie­der fort,
      Und jedes mal noch blas­ser wer­den Tage.
      Die Nächte, tan­zend in dem Nebel dort,
      Bis ich ver­ges­sen habe
      Den Weg zurück.
      Zu Dir.

      Dein Ich.

      (Quelle: http://www.aliaks.de/)

      Gruss,
      A. Silavon

  27. @Anon:

    Das Buch ist bereits geschrie­ben (wenn auch nicht von mir und bes­ser als ich es könnte) “Micheal Schmidt-Salomon, Keine Macht den Doofen, Eine Streitschrift, Piper, 124 Seiten, 5,99€”. Um über eine Sache zu dis­ku­tie­ren, muss man sich erst­mal undog­ma­tisch um die Basis küm­mern. Dazu habe ich fun­da­men­ta­len Dampf abge­las­sen, was nicht nur mir “Hetze gegen Kritiker betrei­ben (in dem Fall gegen mich)” ein­brachte. Und dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ich Stil-Studien ande­ren über­lasse. Auch ver­weise ich auf die rela­tive Kürze mei­ner Kommentare im Vergleich zu wie gehabt beim Streit um des Kaisers Bart, oder um seine neuen Kleider.

    Inzwischen ver­stehe ich auch was sich hin­ter “ich ver­stehe nicht ganz oder es dir darum geht” ver­birgt. Einfach, es kann nicht sein, was nicht sein darf. Details hierzu sind Zeitverschwendung.

  28. Plagiat von einem auch über­qua­li­fi­zier­ten Ehrenamt (Name siehe unten) wegen der vor­wurfs­vol­len Frage um was es mir denn eigent­lich geht. Ich habe den Autor nicht­ein­mal gefragt, ob ich das hier ein­stel­len darf und unter­stelle die Genehmigung. Ansonsten hätte er dies ja nicht an die Stuttgarter Zeitung geschrie­ben, logisch? Aber wegen im Nebel rum­sto­chern und Verstehen ohne Geschwurbel, hoffe ich (nicht glau­ben), dass sol­ches auch in Albris dis­ku­tiert wird, bitte nicht hier. Denn in der Kürze liegt die Würze wegen ansons­ten Zeitverschwendung. Es geht um die Erziehung durch Vorbilder, Sinnsuche und Sekten.

    Ab hier nur noch Zitat:

    Robert Spaemann: “Der Traum von der Schicksallosigkeit”

    Robert Spaemann äußert sich zum Kölner Gerichtsurteil über Beschneidungen als Körperverletzung. Dies sei “ein bei­spiel­lo­ser Angriff auf die Identität reli­giö­ser Familien.”Am Ende sei­nes Artikels spricht er sogar von einer “Kölner Kulturrevolution”, obwohl er and­rer­seits das Beschneiden selbst als medi­zi­ni­sche Bagatelle sieht, was sie mit­nich­ten ist.
    Völlig rich­tig sieht er hin­ter dem Urteil das immer stär­ker wer­dende Bestreben, “dass reli­giöse Erziehung von Kindern über­haupt ver­schwin­den müsse, weil sie die spä­tere reli­giöse Selbstbestimmung prä­ju­di­ziere und bein­träch­tige”.
    Er wen­det sich gegen die­ses Bestreben, weil Kindern, denen die Alternative, an Schulen “Leben im Glauben von innen ken­nen zu ler­nen” ver­wehrt sei, gar keine Wahlfreiheit hät­ten.
    Was für ein Unsinn! Denn dann müsste es min­des­tens so etwas wie eine neu­trale reli­giöse Erziehung geben. Und die kann es ein­fach nicht geben, weil Religionen immer auch legen­den­be­haf­tete Ideologien sind. Genauso gut könnte man dann for­dern, das Kinder auch andere Ideologien auf der Schule “von innen” ken­nen ler­nen müss­ten, damit ihnen die “spä­tere Wahlfreiheit” nicht ver­wehrt sei.
    Wer so katho­lisch geprägt ist, wie ein Herr Spaemann, dem ist es offen­bar für alle Zeiten unmög­lich, Religion als reine, von Menschen gemachte eso­te­ri­sche Lehre zu iden­ti­fi­zie­ren.
    Ferner schreibt er: “Hinter der Ablehnung reli­giö­ser Prägung in der Kindheit steht der Gedanke der Schicksallosigkeit der Lebensqualität” Erst ver­steht man die­sen Satz nicht. Aber wäh­rend sei­ner wei­te­ren Ausführungen wird klar, dass er meint, dass nie­mand bei einem Nullpunkt sein Leben begin­nen könne. Den je nach Ort und Zeit wird man “schick­sal­haft” geprägt, allein schon durch die eine Muttersprache. Sprache prägt Denken. Man kann spä­ter eine andere Sprache wäh­len, “aber die ursprüng­li­che Prägung durch die Muttersprache ist irre­ver­si­bel.” Da hat er natür­lich recht. Man kann Kinder nicht sprach­los erzie­hen wol­len, wie es einst der Stauferkaiser Friedrich II. in der ers­ten Hälfte des 13. Jh’s in einem Experiment durch­füh­ren ließ. Man sprach mit den Kindern über­haupt nicht. Sie spra­chen dann nicht von sich aus, wie ver­mu­tet, hebrä­isch, son­dern sie star­ben.
    Und so meint wohl Spaemann, dass Kinder ohne reli­giöse Erziehung einen vor­zei­ti­gen geist­li­chen Tod ster­ben müss­ten. Er über­sieht dabei voll­kom­men, dass Kinder sehr wohl von Wertvorstellungen geprägt wer­den sol­len. Denen von Humanismus und Aufklärung! Durch eine ideo­lo­gie­freie ethi­sche Erziehung, die sich an Vernunft, Wissenschaft und Rationalität ori­en­tiert anstatt an Märchen archai­scher Vorzeiten. Wir sehen doch in sehr vie­len Ländern heute noch, was dabei her­aus­kommt, wenn Kinder in ver­schie­de­nen reli­giö­sen Ideologien erzo­gen wer­den: Sie schla­gen sich zu oft die Köpfe ein, weil jeder, der der dümms­ten Absurdität, die die Welt je gese­hen hat, anhängt, der vol­len Über­zeu­gung ist, sein Gott und seine Dogmen seien die ein­zig rich­ti­gen. Und reli­giös moti­vierte Auseinandersetzungen sind oft, das wis­sen wir doch aus Geschichte und Gegenwart, die blu­tigs­ten und abscheu­lichs­ten.
    Nichts gegen die rela­tiv sel­te­nen medi­zi­nisch begrün­de­ten Beschneidungen! Aber Spaemann meint, für “gläu­bige Juden sei durch die­sen hoch­sym­bo­li­schen Akt der geof­fen­barte Wille Gottes erfüllt”. “Hochsymbolisch”!! Was soll an einer Beschneidung sym­bo­lisch sein? “Ein Gebot Gottes” sagen die Juden! Wenn man alle angeb­li­chen Gebote eines ein­ge­bil­de­ten Gottes erfül­len würde, würde man sich zivi­li­sa­to­risch in archa­isch grau­same Zeiten zurück kata­pul­tie­ren!!
    Was mich aber beson­ders empört: Dass sol­cher pseu­do­phi­lo­so­phi­scher Unsinn in einer deut­schen Qualitätszeitung auch noch abge­druckt wird, ohne gleich eine Gegenmeinung dane­ben zu set­zen. Auch Philosophen haben natür­lich die Freiheit, kom­plet­ten Unsinn von sich zu geben. Und an ihm sieht man mal wie­der, wohin früh­kind­li­che reli­giöse Indoktrination führt. Zu einer Weltsicht mit ideo­lo­gi­schen Scheuklappen. Deshalb: kei­ner­lei reli­giöse Erziehung in Kindergärten und Schulen! Ideologische Gehirnwäsche ist abso­lut nicht ver­gleich­bar mit Spracherwerb. Sprache ist als sol­che natür­lich keine Ideologie, son­dern allen­falls eine kul­tu­relle Prägung. Völker haben in der Geschichte bis heute nicht wegen ver­schie­de­ner Sprachen Kriege geführt, son­dern wegen ver­schie­de­ner Ideologien, seien sie nun reli­giös oder ersatz­re­li­giös!!
    Man muss lei­der immer mehr den Eindruck gewin­nen, Sie machen sich zum ein­sei­ti­gen Sprachrohr von Kirchen und (Streng-)Gläubigen. Die säku­lare Seite kommt viel zu kurz oder gar nicht vor. Ich würde mich freuen, wenn sie die­sen Eindruck durch kri­ti­schere Artikel zer­streuen könn­ten.

    Mit freund­li­chen Grüßen
    Volker Kirsch, Stuttgart

  29. Finales Tacheles Klarsprech:

    In einem Blog, der sich red­lich um Aufklärung bemüht, dür­fen per­sön­li­che Gefühlsbeleidigungen, Rechtfertigungen und Animositäten nicht Seitenlang aus­ufern. Dafür gibt es Selbsthilfegruppen oder pro­fes­sio­nelle Psychologen Ihrer Wahl. Der spinnt, sagt der eine Psychopath zum Anderen. Alles in den indi­vi­du­el­len Abstufungen der Sinnsuche nach Paracelsus (Gift/Medizin) zu denen ich mich bekenne.

    Wer mit Rosinenpickerei und Auslegungsargumenten ande­ren Menschen die Zeit stiehlt (Stilanalysen), hat Probleme mit der nega­ti­ven (frei von) Religionsfreiheit und der posi­ti­ven Meinungsfreiheit, er betreibt Selbstrechtfertigung und Missionierung. Noch jede Ideologie hat sich den Freien Willen, den der Führer vor­gibt, auf die Fahne geschrie­ben. Anstatt mit Lilly Marleen in den grauen Nebeln rum­zu­sto­chern, emp­fehle ich, sich von der EU einen phi­lo­so­phi­schen Lehrstuhl sub­ven­tio­nie­ren zu las­sen. Dort sit­zen die Profis für Humbug-Subventionen. Und Humorlosigkeit ist der Gradmesser für Gläubigkeit. Witze nur über andere. Wenn ich mich geirrt habe, bin ich dank­bar für diese Erkenntnis. Ich lache ich mich aus und beiß mir in den Hintern.

  30. @Arno Silavon:

    Sie reden, wie alle ande­ren Befürworter wohl gerne abs­trakt und aus dem Nichts her­aus. Schwingen hier Ihre Reden mit aus­führ­li­chen Beurteilungen über den Betreiber von Albris-Leaks. Sie soll­ten wohl sein Therapeut wer­den. Allerdings soll­ten Sie davor üben Ihre Aussagen mit etwas zu bekräf­ti­gen, was ich Wirklichkeit nen­nen würde. Ansonsten kön­nen Sie auch den armen Betreiber die­ser Seite nicht the­ra­pie­ren und so bleibt er für immer und ewig ver­blen­det vor der erleuch­ten­den Kraft der “Freien Schule Albris”. Sie kön­nen gerne Ihre Behauptungen ver­brei­ten, sie ste­hen aber leer da, gestützt von einem ganz gro­ßen Willen Ihrerseits, die Kritiker bloß zu stel­len und vor zu füh­ren.

    Im Gegensatz zu Ihnen geht das Projekt Albris-Leaks kon­kre­ter und boden­stän­di­ger vor. Wenn Sie mit den Protokollen nichts anfan­gen kön­nen und sie Ihnen nichts Übles zei­gen, dann tun Sie mir per­sön­lich wirk­lich irgend­wie Leid. Ich denke jeder gesunde Mensch kann darin zumin­dest etwas sehen, was ihn nega­tiv berührt. Sie schei­nen aber auch dafür nichts­sa­gende “Argumente” zu haben. Wie es aus­sieht, ist es wirk­lich die Vorgehensweise der Anhänger die­ser “Schule, viel zu reden und nichts Klares und Untermauertes zu sagen.

    Ihre Worte:
    “Ich habe mich auch einen Großteil mei­nes Lebens mit der Anthroposophie Rudolf Steiners beschäf­tigt und dadurch einen Eindruck davon bekom­men, was geschieht, wenn interne Vorgänge, Konferenz-Protokolle etc. an die Öffent­lich­keit gelan­gen und welch’ ver­zerr­tes Bild dadurch ent­steht. Außenstehende glau­ben immer unglaub­lich hoch­mü­tig beur­tei­len zu kön­nen, was Menschen bewegt, die an einem sozia­len Erkenntnisprozess teil­neh­men.”

    Das ist wirk­lich sehr beein­dru­ckend, wie Sie hier über die Inhalte der Protokolle sich ein­fach hin­weg set­zen und davon reden, was “Außenstehende glau­ben immer unglaub­lich hoch­mü­tig beur­tei­len zu kön­nen”. Wirklich sehr gut, das könnte der Klassiker wer­den. Sind Sie zufäl­lig in dem Führungskreis die­ser “Schul-Sekte” oder wür­den Sie da nur gerne sein? Da haben Sie sich wohl eher mit Böhmosophie befasst als mit Anthroposophie, wenn Ihnen als Kern der Sache die „hoch­mü­tige Beurteilung der Außenstehenden“ erscheint. Und dabei schei­nen die Außenstehende gerade mehr von der Sache ver­stan­den zu haben als der ganze „Erleuchtungszug“ die­ser Sekten-Schule.

    Kinder im Bus: „das ist hier eine komi­sche Schule, eine komi­sche Schule. Sie lau­fen alle in Kutten rum und sehen gleich aus.“

    Und es ist wirk­lich sehr rüh­rend, wie Sie die­ses Gedicht hier rein kopie­ren. Sie sind wohl ein Meister der Gedichtsinterpretation. Ich denke, Sie haben die­ses Gedicht nicht mal annä­hernd ver­stan­den. Sie kön­nen ja den Autor kon­tak­tie­ren und ihn fra­gen, was er von Ihrer Interpretation hält. Aber es sieht wohl so aus, dass Sie auch hier mehr zu ver­ste­hen mei­nen, ohne sich damit beschäf­tigt zu haben, als jemand, der die Sache selbst schreibt. Übri­gens… wirk­lich tref­fend, das Gedicht. Kennen Sie den Poeten?

    “Sozialer Erkenntnisprozess”… welch gro­ßes Wortspiel.
    Machen Sie Ihre Hausaufgaben, Herr Silavon. Ansonsten ist es nur pein­lich.

  31. @ Linus Heilig:

    neh­men Sie Drogen?
    Sie soll­ten es las­sen.
    Ich meine, es tut Ihnen und Ihren Gedankenauswüchsen nicht gut.

  32. Ein Nachtrag ist noch zur Aufklärung der Lage fäl­lig. Die Gewohnheit ein­fach irgend­et­was Leeres zu behaup­ten scheint ja bei den Fans der Schule ein Hobby zu sein.

    Werter Herr “Arno Silavon”, Sie haben nach Alb-Ris gegoo­gelt und kamen auf die Seite mit dem Gedicht? Ja wirk­lich? Ganz sicher? Über­le­gen Sie noch ein­mal bitte genauer.

    Bei Kenntnis der tech­ni­schen Möglichkeiten einer Suchmaschine, wäre das nur mit einer aus­ge­klü­gel­ten “Voodoo-Computer-Methode” oder viel­leicht Zaubereien Sigurd Böhms mög­lich. Wenn dem nicht so ist, bitte berich­tigt mich, ich lerne gern dazu.

    Will das hier jemand mal pro­bie­ren? Googelt mal bitte nach “Alb-Ris” oder “Albris”. Kommt ihr auf die Seite mit dem Gedicht auf irgend­ei­ner Google-Seite? Ja?

    Wollen Sie uns nicht ver­ra­ten, wer­ter Herr Novalis – ein Fan von Max Stirner, Karl Ballmer, Arminius und Rudolf Steiner – wie Sie wirk­lich auf die­ses selt­same Gedicht kom­men? Das wäre wirk­lich sehr inter­es­sant.

  33. Jemanden, der mit Nebelkerzen und -gedich­ten gan­zund­gar­nix­mehr anfan­gen kann, des Drogenkonsums zu bezich­ti­gen, ent­springt pri­mi­tivs­ter Verleumdung und extre­mem (nach Paracelcus) Dogmatismus. Das sind die geis­ti­gen Drogen, denen die­ser Blog abhold ist. Zudem haben sie ver­ges­sen, dem ver­ehr­ten Herrn Kirsch sel­bi­gen Abusus vor­zu­wer­fen. Ist man dro­gen­süch­tig, nur weil man gefühls­be­lei­di­gungs­re­si­tent und nicht auto­ri­täts­hö­rig ist? Nüchtern gegen den Hirnwurm Hybris.

  34. Meine Bitte an den Blogbetreiber, kri­tika­napha­be­ti­sche Kommentare zu unter­bin­den. War wohl doch ein Fehler, sol­chen sek­ten­in­ter­nen Auseineindersetzungen eine Plattform zu bie­ten.

  35. Hallo,
    ich fasse es nicht! Hier geht es um Menschenrechte – Kinderrecht vie­ler Kinder. Eine Schule steht im Verdacht eine Sekte zu sein! Kein Mensch schreit auf. Herr Böhm würde sagen: warum sagen Sie nichts dazu!
    Keine Stellungnahmen von den Eltern die seit jahr­zehn­ten in der Schule ver­strickt sind und dafür Mann und Hof ver­las­sen haben, keine Stellungnahmen von Abschlussschülern, die bewusst nicht in die Jugendakademie gehen, kei­ner der wirk­lich was sagt! Gedichte hel­fen da nicht wei­ter.
    Es geht um einen schwe­ren Verdacht. Den gilt es ent­we­der völ­lig aus­zu­räu­men oder wenn er sich bestä­tigt, dann muss sofort gehan­delt wer­den! Laberei hilft nicht, kei­nem ein­zi­gen Kind. Und es sind die Eltern, die ihre Kinder in die Schule schi­cken! Welches Kind geht da frei­wil­lig von sich aus hin?

  36. Hallo,
    mal ange­nom­men, ich würde eine staat­lich aner­kannte Privatschule betrei­ben, der öffent­lich vor­ge­wor­fen wird, eine Sekte zu sein oder ich wäre dort Lehrer, Elternteil oder ehe­ma­li­ger erwach­se­ner Schüler oder aktu­ell Schüler der höhe­ren Jahrgänge. Was würde ich dann machen? Ich würde doch alles tun, um die Vorwürfe öffent­lich aus­zu­räu­men.
    Das geht aber nicht so, dass ich meine Kritiker ein­fach auf meine Seite ver­linke und still bin, das geht auch nicht so, dass ich meine Kritiker kri­ti­siere, lächer­lich mache oder gar ver­klage. Das ist doch keine ehr­li­che Auseinandersetzung! Das führt doch nur zu einer Unglaubwürdigkeit, finde ich zumin­dest. Kritik ist ernst zu neh­men. Wenn es gar so wäre, wie die Schule öffent­lich behaup­tet, dass die Kritik von einem ehe­ma­li­gen Mitarbeiter oder von einem ehe­ma­li­gen Schüler aus­geht, na die zei­gen doch Zivilcourage. Da kann ich doch nicht so gegen­über­tre­ten!?
    Da muss ich mich doch fra­gen, bin ich selbst schon so lange dabei und so ver­strickt, dass ich das nicht sehe, was andere sehen? Die die von außen kom­men oder die früh­zei­tig gehen!? Was sehen die wirk­lich, was ich nicht sehe?
    Es sind doch schon soo viele gekom­men und wie­der gegan­gen!? Waren die wirk­lich nur alle belei­digt?
    Die Meinung eines ein­zel­nen Vaters, der noch nicht lange in der Schule ver­tre­ten ist, kann die Vorwürfe beim bes­ten Willen nicht aus­räu­men! Es ist ja schon eher so, weil sonst nie­mand von den Lehrern, Eltern, Schüler etc. wirk­lich Stellung nimmt, für die wirk­lich Außenstehenden sich der Eindruck ver­stärkt, dass hier nie­mand was sagen darf!
    Nein, ich per­sön­lich würde den Gegenbeweis erbrin­gen. Ich per­sön­lich würde das Kultusministerium selbst um Hilfe bit­ten und um die Einsetzung einer umfas­sen­den Prüfungskommision bit­ten. Unter Offenlegung aller Schulprotokolle und Jugendakademieprotokolle, aller Finanzbücher, aller Lehrpläne, aller aktu­el­len Zeugnisse, aller Ausbildungsnachweise der Lehrer. Eben alles, was sich prü­fen lässt, würde ich über eine staat­li­che Stelle prü­fen las­sen. Ich würde auch dar­auf beste­hen, dass die Kommision soviel Personal gleich­zei­tig schickt, dass zeit­gleich in allen Klassen geprüft wer­den kann, wel­che Lehrer dort gerade unter­rich­ten. Gerade zum Schuljahresende wäre es auch eine gute Gelegenheit, die Schüler durch ent­spre­chende staat­li­che Jahrgangstests auf das zu prü­fen, was unter dem Jahr gelernt wer­den sollte. Die Durchführung und Auswertung sollte jedoch auch unter staat­li­cher Vollaufsicht lau­fen.
    Wenn dann die staat­li­che Aufsichtsbehörde zu dem Ergebnis kommt, das meine Schule keine Sekte ist und ich kein Teil davon, habe ich alle Trümpfe in der Hand! Dann kann ich an die AZ oder sonst wo hin und öffent­lich auf­tre­ten und für meine Schule wer­ben! Sonst bleibt immer ein fader Beigeschmack und es bleibt mir nichts ande­res übrig, als meine Kritiker zu kri­ti­sie­ren.
    Es geht um nichts gerin­ge­res, als um das Leben, die Weltanschauung und die Zukunft hun­der­ter Kinder! Das sollte es doch wert sein, eine umfas­sende Aufklärung zu erwir­ken!

  37. @Anon

    Merken Sie was? – Jeder, der nicht Ihrer Kritik folgt, wird von Ihnen nie­der­ge­macht und beschimpft. – DAS nenne ich sek­tie­re­risch! – Zu jedem Dokument auf albris-leaks, schrei­ben Sie dazu, wie man es zu lesen hat; wel­che Stellen beson­ders ver­ach­tens­wert sind strei­chen Sie rot an, damit es rich­tig trans­pa­rent wird. -
    Sie spie­len sich zum Grossmeister der Transparenz auf, und wol­len selbst im Dunkeln blei­ben. – DAS finde ich nicht boden­stän­dig und kon­kret. – Oder mein­ten Sie die Bedienung Ihres Scanners damit?

    Lassen wir es dabei. – Ich habe ver­sucht, die ver­schie­de­nen Stile zu beschrei­ben und bin auf selt­sa­men Such-Wegen auf das Gedicht gesto­ßen und gehöre nicht dem Führungskreis der Schule an und möchte es auch nicht, wie Sie es gerne hät­ten, um mich in Ihre Anschauungswelt ein­zu­pas­sen.

    Und nun zum Schluss: Wie unend­lich schwer ist es, etwas auf­zu­bauen – und wie leicht und wohl­feil ist es etwas in Grund und Boden zu kri­ti­sie­ren und es nie­der­zu­ma­chen. – Bauen Sie sel­ber eine Schul- oder Erziehungsstätte auf! Warum nicht in Kempten und/oder Umgebung. Wenn sie gut und bes­ser ist als die Freie Schule Albris, wer­den die Eltern und Kinder in Scharen zu Ihnen strö­men und durch Ihre bes­sere Arbeit von dem, was Sie an der Freien Schule Albris für schlecht hal­ten, erlöst wer­den. Dann hätte Sie etwas geleis­tet. – So wir­ken Sie nur wie jemand, der am Rand steht und keine Toleranz für etwas auf­brin­gen kann, was andere auf­ge­baut haben und man­che hoch schät­zen. – Auch das ist für mich eine Stil-Frage.

    @Anna

    Von angeb­lich objek­ti­ven staat­li­chen Prüfmethoden halte ich nicht viel. – Sie befes­ti­gen nur das Bestehende. Wer wirk­li­che Innovation will, muss schon ertra­gen, dass es etwas gibt, wofür der Maßstab nicht von vorn­her­ein fest­liegt. – Wollte man nur auf beste­hende Maßstäbe bauen, wäre die ewige Wiederkehr des Gleichen die Folge.

    Leben Sie wohl! – Danke Nic – für die Möglichkeit der Vielfalt. – Ich bin dann mal wie­der weg aus Europa.

  38. Der Kommentarbereich ist geschlos­sen; mir wird das hier inzwi­schen viel zu per­sön­lich…

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