In den letzten Tagen wurde ein älterer Artikel von mir immer wieder kommentiert und zum Teil kritisiert. Ich bot einem der Diskutierenden an, seine Darstellung der Vorgänge um die Freie Schule Albris hier im Blog zu veröffentlichen.
Beobachtungen und Erfahrungen eines Vaters zweier Schulkinder
Vorab möchte ich sagen, dass nachfolgende Meinung meine eigene ist. Das heißt, auf Grund meiner Lebenserfahrung und meiner persönlichen Beobachtungen komme ich zu dem Urteil, was ich abschließend fällen werde. Da aktuell die Freie Schule in Albris in der Kritik steht, habe ich das zum Anlass genommen aus eigenen Motiven heraus darauf angemessen zu reagieren.

Freie Schule Albris – Foto: privat
Lieber Nic,
ich antworte auf Ihren Artikel “Freie Schule Albris“, den Sie auf Ihrem Blog veröffentlicht haben.
Das versuche ich so objektiv wie möglich zu machen und auch auf Grund der Tatsache, dass ich als Elternteil nicht zu jedem Entscheidungsträger persönlich Kontakt habe. Allerdings hatte ich bereits viele intensive Gespräche in einem Zeitraum von mehr als drei Jahren geführt, wir nehmen regelmäßig an den angebotenen Tagungen teil, und grundsätzlich setzen wir uns für das Konzept der Freien Schule voll ein. Somit betrifft mich Ihre Kritik persönlich, und dem will ich mich deutlich verbal widersetzen und ich freue mich auf Ihre Einladung eines Gegenentwurfes.
Das bedeutet, dass viele Ihrer Einschätzungen im Prinzip auf der gleichen Basis getroffen wurden, wie ich meine treffe. Nämlich auf Grund von Beobachtungen und Gesprächen und von selbst Erlebten Vielleicht bin ich sogar noch ein bisschen tiefer in das System Albris eingedrungen als Sie, da ich meine beiden Kinder seit der Vorschulzeit in der Freien Spielstube und die letzten drei Schuljahre intensiv begleitet habe. Dazu gehören auch unzählige Lehrergespräche und Elternabende sowie das gegenseitige Austauschen mit anderen Eltern oder anderen Albris Sponsoren.
Insofern bin ich ein mindestens gleichwertiger Partner, wenn es darum geht ein faires Urteil über die Freie Schule in Albris zu sprechen.
Die Freie Schule versucht sich in erster Linie in einem gesamtheitlichen Erziehungsansatz. Rudolf Steiners Lebenswerk dient hier als Basis, aber auch viele christliche Wertvorstellungen und Lebensweisheiten durch Goethe und Schiller formuliert, sind immer wieder in vielen Grundaussagen anzutreffen. Sicher bildet die Lebenslehre von Rudolf Steiner den prägenden Grundsatz in der Ausrichtung aller erzieherischen Aspekte in Albris. Doch muss man klar und deutlich formulieren, dass ich das nicht als ideologisch und kritiklos anzunehmen habe. Ganz im Gegenteil, in vielen Diskussionen erlebe ich sehr wohl immer das permanente Hinterfragen, ob denn das der richtige Weg ist. Die Eltern werden kontinuierlich aufgefordert auch Ihren geistigen Input zu geben. Immer wieder höre ich den Satz, dass Albris sich vor allem gemeinschaftlich und im Konsens weiter entwickeln wird. Wiederrum grundsätzlich muss man sagen, dass Rudolf Steiner an sich sehr wertvolle Leitplanken für die Erziehung entwickelt hat. Jedoch sagt ja auch schon die Überschrift der Freien Schule in Albris, dass sie im Sinne der Erziehungskunst Rudolf Steiners wirke. Ich leite daraus klar ab, dass es nicht wie in mancher staatlichen Organisation ist, dass man sich sowohl als Einzelperson nicht einbringen darf, als auch die Urtheorie Steiners durchaus dem Wandel der Zeit angepasst wird. Bei bestimmten Prinzipien gibt es
jedoch keine Alternative. So sind das Theaterspiel, die eurythmische Bewegung, die handwerklichen Geschicke und die grundsätzliche Ordnungsliebe und Disziplin wichtiger Teil des Gesamtkonzeptes.
Insofern sehe ich schon, dass Albris nicht eine bloße Schule ist, sondern tatsächlich ein System, in dem viele Kräfte wirken. Und die Eltern werden dazu klar aufgefordert und leisten in vieler Hinsicht ihren Beitrag.
Dass die Schule aus einem Verband ausgetreten ist, berührt mich nicht, und ist auch schon wieder länger her. Für mich ist entscheidend, wie sich Albris heute darstellt und welche Perspektive es hat. Das 16 Hektar große Bildungsareal sowie alle zum System gehörigen Körperschaften, wie z.B. die Spielstuben, sind eine ideale Alternative zu herkömmlichen Bildungskonzepten, da Albris in der Tat gesamtheitlich taktet.
Für mich ist der Gründer Sigurd Böhm die Gallionsfigur. Ganz neutral bewertet ist er tatsächlich der Gründervater von Albris, das seine Anfänge in der Waldorfschule in Kempten hatte. Doch nicht er alleine, sondern aus den Anfängen der Gründerzeit um 1974 sind ihm viele engagierte Personen gefolgt, die entschieden die sozialen und pädagogischen Leitlinien Rudolf Steiners umsetzen. Und natürlich über Jahrzehnte erfolgreich bewerten. Wie immer im Leben, braucht es Leitwölfe, die aus einer Idee etwas großes Ganzes bauen. Und warum soll das nicht dann ein Leben lang währen. Wie schon im Altertum, oder auch heutzutage in konservativ geprägten Ethnien, gibt es den Ältestenrat. Und dieser prägt wie dort eben auch hier das Profil der Schule in Albris. Ist das schlecht ? Ist das überholt ? Ich habe nicht den Eindruck, dass es an diesem Grundprinzip mehr Kritik, als Wohlwollen gibt. Wie in jedem sozialen System gibt es nun verbale Erfindungen, die Sie in Ihrem Artikel nennen. Ich bewerte diese als Spaß am Wortjonglieren. Eine Nachhaltigkeit in der Kritik oder sogar eine breite Masse an kritisierenden Personen kann ich nicht feststellen. Um eines klar zu formulieren: die ganze Pracht und Intensität des Albris Projektes muss man vor Ort regelrecht bestaunen. Das ist kein alltägliches Schulprojekt mehr, dass ist die Ausnahme. Und Sigurd Böhm und seine Weggefährten waren die Wegbereiter, und alle Schuleltern, Angestellte und Lehrer können oder werden bald davon profitieren. Das ist das große Bild des Herrn Böhm, das in Ihrer Beschreibung komplett verloren geht.
Bis dahin alles okay, aber jetzt wird es ernst in Ihrem Artikel. Wenn Sie die Bezeichnung Sekte ins Felde führen, dann wird es, Entschuldigen Sie bitte, infam. Ich selbst habe mich bereits über einen längeren Zeitraum mit einer religiösen Gemeinschaft beschäftigt, die man als Sekte bezeichnen kann. Ich hatte mich auf einen experimentellen Zugang zu dieser Religionsgemeinschaft eingelassen, um die reale Gefahr für Geist und Körper selbst zu erfahren. Für mich war es nur ein kurzes Zeitraum, für aktive Mitglieder ist das ein geschlossenes System, aus dem es kein Entrinnen gibt, in dem Fehlverhalten krass sanktioniert wird, bei dem Entflohene massiv ausgegrenzt und psychisch torpediert werden. Bei allem Respekt Nic, hier Vergleiche anzustellen und diese auch noch auf Ihre eigenen Erfahrungen zu reflektieren, da kann ich nur sagen, da haben Sie sich komplett vertan.
Albris ist, so wie es erlebe ein durchlässiges, offenes und hochkommunikatives System. Klar, es gibt Leitlinien und einen Verhaltenskodex, wie es in jedem System gibt. Auch gibt es wie überall im Leben die alten Weisen und die jungen Wilden. Ich kenne keinen Verein, kein Unternehmen, keinen Ortsverband einer Partei, in dem ich war oder bin, wo es anders funktionieren würde. Selbst die sogenannte Regelschule als System hat klare Richtlinien und Lehrpläne, von denen deutlich weniger abgewichen werden kann.
Eltern, Freunde, Interessierte und sogar Albris-Außenstehende sind jederzeit eingeladen, an Tagungen und Gesprächen teilzunehmen.
Oft wird in diesem Zusammenhang die Jugendakademie angesprochen, oder die Lehrkräfte, die sich monoton unterordnen. Natürlich muss ein Grundkonsens erzielt werden, natürlich müssen vor allem Nachwuchskräfte auf das gründlich vorbereitet werden, was die erfolgreichen Alten bereits seit Jahren vorleben. Aber ich habe nicht im Entferntesten den Eindruck, dass hier mit Macht und Schrecken geherrscht wird, was den freien Meinungsaustausch unterbindet und persönlichen Gedanken sogar verbietet. Vielleicht wird Autorität und Disziplin in diesem Zusammenhang falsch interpretiert, denn Ordnung und Zusammengehörigkeit verbindet auch, wenn sie mit klaren Strukturen und Vorgaben einhergehen. Das bedeutet noch lange nicht, dass etwas grundsätzlich im Argen liegt. Ich kenne aus meinem eigenen Leben viele Lehrer von Staatsschulen. Schilderungen dieser über das werte Kollegium und die dort verbissen geführten Diskussionen und ausgetragenen Rangeleien sind für mich das Negativbeispiel. Auch ist jenes Kollegium von der Elternschaft klar abgegrenzt. Allenfalls gibt es einen Elternbeirat, der sich mehr oder weniger zum Sprachrohr entwickelt.
Ihre Beschreibung des organisatorischen Leitungsgremiums finde ich leider sehr kümmerlich. Es gibt ein solches, die Schulleitungskonferenz, und es arbeitet trotz der enormen finanziellen Investitionen, der komplexen Aufgabenstellungen und der mancherorts personellen Engpässe extrem effizient. Klar muss ein Grundvertrauen seitens der Elternschaft da sein, dass mit dem einbezahlten Geld gut gearbeitet wird. Seitens der Schule gibt es regelmäßig Informationsabende und man darf sich selbst vor Ort ein Bild über das Budget machen. In welchen anderen sozialen Instituten oder schulischen Einrichtungen gibt es das ? Somit sehe ich auch in keinster Weise eine Vertuschungsgefahr.
Wahr ist, das das Projekt Albris neben dem noch bestehenden Schulbetrieb in Kempten aufgebaut wird. Somit ist die Stammmannschaft einer hohen Belastung ausgesetzt, so auch die Schuladministration. Aber man kann nicht einfach 10 Arbeitnehmer mehr einstellen, um einzelne Abläufe zu optimieren. Viele Verbesserungsmaßnahmen und auch Entscheidungen werden oft im Konsens mit Personen aus der Elternschaft, aus der Administration und dem Lehrkörper getroffen. Dieses Anliegen der Mitbestimmung ist deutlich formuliert und kommt immer wieder zum Tragen. Warum also mit einer anderen Organisationsform kaputt regulieren.
Von außen entsteht der Eindruck, dass nur eine administrative Spitze Entscheidungen trifft und die Eltern mitziehen müssen. Nun, meine Erfahrungen sind hier in vielen Bereichen anders. Allerdings muss man als Elternteil seinen Beitrag leisten und sich dann entsprechend bei der Mitarbeit einbringen. Wer sich nicht einbringt, wird dann aber auch die Entscheidungen der anderen und der Administration zu teilen haben.
Ganz massiv wehre ich mich gegen Ihren Eindruck, dass ich als Elternteil wenig in die Ausbildung eingebunden werde und meinen Kindern ein einseitiges Weltbild indoktriniert wird. Also, was für eine Fehleinschätzung. Gut, zugegeben, ich stehe hier erst am Anfang der Erfahrungskurve, auch wenn diese bereits seit 5 Jahren andauert.
Aber, es ist doch eindeutig, dass bei jeder Form der Erziehung der Erzieher den Erziehenden beeinflusst und ihm sein Weltbild mitteilt. Da kann ich aus eigener Erfahrung als ehemaliger Schüler in der Regelschule über 13 Jahre deutlich mitreden.
Nun, wenn ich denke, dass wir mit den jeweiligem Klassenlehrer mindesten an 10-12 Elternabenden, an 1 persönlichen Hausbesuch, und an diversen anderen Anlässen über unsere Kinder sprechen, dass ich regelmäßig mit Freunden und deren Erfahrungen Ihrer Kinder rede, und dass ich schließlich meine Kinder selbst täglich beurteile, wie sie sich entwickeln und was sie von sich geben. Also, als Fazit, bisher kann ich nicht von Manipulation sprechen, auch höre oder sehe ich nicht, wie sich das von Ihnen erwähnte einseitig geprägtes Weltbild in der Innen- und Außenansicht meiner Kinder auswirken sollte.
Das ist zu flach. Wenn Sie annehmen, dass sich hier sektenähnliches Verhalten in Form von geistiger Manipulation abbildet, dann müssen Sie deutlich machen, wie sich das auswirkt, und bitte belegen Sie das. Ich kann Sie nur dazu auffordern, hier in die Debatte Schwung rein zu bringen, denn ohne klare Nachweise bleiben Ihre Aussagen erst einmal Worthülsen. Ich kann mit eigenen Erfahrungen aufwarten.
Ein beliebtes Thema ist das Geldthema. Nun, mein Eindruck ist, dass es hier massive Vorurteile in Ihrem Artikel gibt, die leider haltlos sind. Einschränkend möchte ich sagen, dass es sicher immer wieder Ausnahmen gibt, dass sich Einzelnen zu mehr verpflichtet fühlen, als sie leisten können. Auch gewisse gruppendynamische Prozesse sind sicher zu erkennen, so dass man sich nicht immer gewissen Finanzthemen entziehen kann. Aber, man kann über alles offen reden und es gab nach meinen bisherigen Erfahrungen immer einen Weg, wie die benötigten Finanzmittel zu erwirtschaften sind.
Am wichtigsten ist es zu verstehen, dass Albris sich überwiegend aus eigener Kraft finanzieren muss, vor allem jetzt bei der Erstellung der neuen Gebäude. Daher ist es auch absolut klar für jedes Elternteil, dass die Schule Geld kostet. Es darf daher auch keine Überraschung geben, wenn die eingesammelten Haushaltsgelder nicht ausreichen und man weiter nach Finanzquellen suchen muss und entsprechend auch die Elternhäuser in die Pflicht nimmt. Das ist von Anfang an klar gewesen, dass wir uns hier im Gegensatz zu staatlichen Schulen eigenverantwortlich einbringen müssen.
Zu den Hard Facts: im Durchschnitt werden 250.- pro Familie und Monat bezahlt, egal wie viele Kinder aus der Familie an der Schule sind. Aktuell wird jeder Haushalt mit 500.- jährlich belastet, bis die Gebäude finanziert sind. Dazu gibt es seit diesem Jahr eine Bürgschaft für 3.000.- Euro. Materialgeld sind 12.- pro Monat und Schüler. Essensgeld ist verbrauchsabhängig, der Bus wird auch selbst bezahlt. Das ist es aus Elternsicht. Und ich habe bereits viele Debatten erlebt, wo Elternhäuser nicht den gleichen finanziellen Aufwand leisten können, als andere. Die Solidarität ist enorm, und so konnten bisher alle Familien und ihre Zahlungen zufrieden gestellt werden. So zumindest meiner Kenntnis nach. Natürlich gibt es viele Veranstaltungen auf dem Schulgelände, bei dem hinterher zu Spenden aufgefordert wird. Nun, Spenden sind freiwillig, und ich gebe meistens Münzgeld. Wer eben mehr geben will, der soll es tun. Aber ich habe noch nie Druck erlebt, der von der Schule aufgesetzt wurde. Ja, vielleicht fühlt sich auch hier der Einzelne überfordert und gibt mehr, als er eigentlich sollte. Meine Erfahrungen unterscheiden sich nur deutlich von Ihren Schilderungen. Und ich war bereits auf vielen lokalen Veranstaltungen, bei denen Körbchen präsentiert wurden. Von den anderen Maßnahmen, die Sie nennen, ist mir nichts bekannt. Es bleibt zu erwähnen, dass aktive Ausgaben auch größtenteils steuerrechtlich ansetzbar sind. So vermindert sich das Schulgeld nochmals bei 2/3 der Ausgaben um den jeweiligen persönlichen Steuersatz.
Ihr Hinweis auf die permanenten Geldsorgen sind interessant. Wenn Sie nach Ihren Schätzungen zu Folge über 10 Mio investiert haben, davon ein gewisser Teil erst amortisiert ist, der Staat keinen oder nur kleinen Beitrag leistet, dann bleibt eine Menge noch übrig an Zinskosten, Personalkosten und sonstigen Kosten. Da ist es doch gar nicht so schlecht, wenn man bei diesem epochalen Investment in Albris nur einen geringen Verlust ausweist. Und dann gilt es eben wie überall in der freien Wirtschaft oder bei kommunalen Einrichtungen entsprechend Geld nachzuschießen. Im Übrigen habe ich auf einen Gesamtelternabend präsentiert bekommen, dass das Budget in 2011 ausgeglichen war, was dann wiederrum Ihrerseits zu widerlegen wäre. Und ein adäquates Mittel ist es eben nun hier Paten anzusprechen. Ich denke nicht, dass Paten genötigt werden. Nein, sie geben freiwillig und überzeugt das Geld, weil sie es als eine Investition in die nächste Generation von Menschen sehen. Natürlich spielt die Rendite hier keine Rolle, zumindest nicht die finanzielle. Aber es muss unglaublich toll sein für Menschen, die auf Geld verzichten können und es in die Ausbildungsstätte Albris investieren, um Kindern und Heranwachsenden eine Zukunft zu bieten.
Als nächstes Thema will ich auf die Befähigung von Lehrern eingehen, verbunden mit der grundsätzlich staatlichen Zulassung der Schule in Albris.
Grundsätzlich wird jeder Lehrer, der eigenverantwortlich Unterricht erteilt vom zuständigen Kultusministerium genehmigt. Für die beiden Lehrer, die Sie ansprechen, wird meines Wissens nach absolvierter Ausbildung die Unterrichtsgenehmigung beantragt. Gleichermaßen unterliegt auch der Grundmodus der Schule einer regelmäßigen Überprüfung durch die staatliche Schulbehörde. Somit ist die Schule staatlich zugelassen.
Für mich ist das wichtig, aber viel wichtiger ist es, dass ich sehe, wie sich meine Kinder entwickeln. Meine eigene Schulzeit war eine großangelegte Zeitverschwendung, die mich höchstens negativ beeinflusst hat. Meine Stärken und Fähigkeiten wurden fast die gesamten 13 Jahre unterbunden. Im Prinzip habe alles das, was ich für mein heutiges Leben brauche in meiner Freizeit, in Vereinen und nach der Schulzeit mit Ausbildung und Studium erlernt. Für mich war klar, dass meine Kinder eine Schulzeit erleben werden, in der sie sorgenfrei sein können. Und natürlich lernen die Kinder viel, auf allen geistigen und körperlichen Ebenen.
Zugegebenermaßen weiß ich nicht, was aus meinen Kindern einmal wird. Aber ich bin mir meiner Eigenverantwortung bewusst, dass ich und die Schule zusammen meinen Kindern das Rüstzeug mitgeben, mit denen sie das Leben meistern werden.
In den nächsten Abschnitten kommen Sie viel auf Manipulation und Suggestion zu sprechen. Nun, Sie scheinen da tiefe Einblicke zu haben, die ich nicht habe. Ich kann nur für mich und meine Kinder sprechen und die aus meinem näheren Bekanntenkreis gewonnen Erkenntnisse einbringen. Ich würde erst einmal klar den Schulbetrieb und die Jungendakademie trennen.
Im Schulbetrieb ist mir das so von Ihnen gezeichnete Bild in keinster Weise aufgefallen. Vielleicht, weil ich Jahre auf einem Gymnasium verbracht habe, wo uns auch von unterschiedlichen Lehrkräften eingetrichtert wurde, dass uns einmal Führungskräfte werden. Im Studium habe ich das dann auch immer wieder gehört. Objektiv betrachtet ist es erst einmal nicht falsch, die eigenen Schüler hervor zu heben und sie zu motivieren. Warum sollen sie sich nicht als etwas Besonderes fühlen. Ich gebe Ihnen recht: wenn Hochmut entsteht oder sogar der Bezug zur Realität verloren geht, dann würde etwas grundsätzlich falsch laufen.
Betreffend der Jugendakademie sind Sie wohl auch besser informiert als ich. Bezeichnen Sie diese Akademie doch als Talentschmiede. Natürlich will jede Organisation den eigenen Nachwuchs generieren, und dieser soll bestmöglich ausgestattet mit Wissen und Motivation sein. Wie schlimm ist denn schon das Wort Elite. Warum klingt das aus Ihrem Munde so verbittert ? Es ist doch erst einmal wunderbar, wenn sich Menschen voll einbringen und auf Ihrem Gebiet die besten sein wollen. Und dann wollen Sie aus diesem Gefühl heraus die Welt verbessern. Und gleichzeitig fühlen sie sich als etwas Besonderes und Einzigartiges. Haben Sie nie im Wettbewerb in der Ausbildung gestanden ? Ich kann Ihnen dutzende Beispiele in allen möglichen Lebenslagen bringen, bei denen der Wettbewerb unter Menschen im Vordergrund stand. Man wollte besser als der andere sein, man war stolz auf einen errungenen Sieg, und man neigte meistens zu einer Überbewertung seiner eigenen Wichtigkeit. Also, bitte keinen Elefanten aus einer Mücke machen.
Gleichwohl, auch hier gilt, Elitedenken und Übermut verbunden mit der Gewissheit, dass man etwas besser kann als andere können, sind etwas anderes als Hochmut, hinter dem nichts steckt. Das kann ich im konkreten Fall final nicht beurteilen. Gespannt darf man sein, wenn der Nachwuchs aus der Jugendakademie zum allerersten Mal eine erste Klasse führt. Dann wird sich zeigen, was er oder sie auf dem Kasten hat. Mit Hochmut ist es dann schnell vorbei, denn auch die Kids der freien Schule in Albris kommen aus der modernen Welt und sind nicht nur mit schlauen Sprüchen aus verstaubten Lehrbüchern zufrieden zu stellen, geschweige denn die Elternschaft.
Betreffend Ihrer Kritik, am Zusammenspiel Lehrerkollegium und Sigurd Böhm. Nun, auch hier scheinen Sie sehr gut informiert. Ich würde Ihre unterschwellig formulierten Bedenken teilen, wenn sich irgendetwas an der Leistungsfähigkeit unserer Klassenlehrer bemerkbar machen würde, und wenn Frust und Entnervtheit und Gereiztheit permanent an die Oberfläche kämen. Nun, dann scheine ich mit unseren Lehrern Glück zu haben, denn mir und meinen Kindern ist bis dato nichts aufgefallen. Und dazu fällt mir nur ein, wenn Ihre Schilderung tatsächlich auf Dauer der Wahrheit entspräche, dann haben Sie sich scheinbar noch nie von einer Kollegiumssitzung an einer regulären Schule berichten lassen. Das ist sicher in vielen Fällen auch kein dauerhaft zufriedenstellenden Erlebnis. Ich würde hier klar und deutlich formulieren: lassen sie die Albrislehrer und Herrn Böhm ihre Aufgaben nur machen, bisher scheinen sie damit ganz erfolgreich zu sein.
Und wo sich in einem Führungszirkel Treffen und mit welchen Personen abspielen, das ist auch in anderen Privatschulen oder Unternehmen nicht immer nicht nachvollziehbar und für den Erfolg der Schule nicht essentiell.
Ein Thema schneiden Sie oberflächlich an, in dem Sie von brauner Masse reden. Nic, das ist schlichtweg überraschend und überhaupt nicht nachvollziehbar. Zu einer solchen fast schon spontanen Äußerung dürfen Sie sich nicht hinreißen lassen, schon gleich überhaupt nicht, ohne handfeste Belege anzuführen. Da dürfen Sie sich nicht wundern, wenn solche schon fast naive Journaille zur Konsequenz hat, dass die Freie Schule Albris Sie gerichtlich belangt.
Nun, im Großen und Ganzen bin ich froh über Ihren Artikel, denn so konnte ich einmal tief in mich gehen und mir Gedanken über Albris machen.
Sie müssen zugeben, dass Sie viele Passagen Ihres Artikels auf vermutlich wenige Aussagen anderer und Ihre zeitweiligen Beobachtungen vor Ort stützen. Ich weiß auch nicht wie lange Sie in Albris tätig waren. Aber, das gefällt mir nicht, denn Sie
bringen zum Teil extreme frontale Angriffe, die mit deutlich mehr Umfrageergebnissen oder Zahlenmaterial belegt werden sollten. Ich freue mich in jedem Fall auf Ihre Antwort.
Mein Urteil: Albris ist sicher keine perfekte Schule, aber trotz aller Ecken und Kanten ist Albris für unsere Familie die optimale Variante, um unseren Kindern unter starken Einbezug der Eltern eine fundamentale Erziehung zu ermöglichen. Wir haben uns richtig entschieden. Und die Zukunft wird zeigen, ob es richtig war.
Oliver Speck, Immenstadt, den 4. Juli 2012
Nics Bloghaus
Sie schreiben:
“Ich selbst habe mich bereits über einen längeren Zeitraum mit einer religiösen Gemeinschaft beschäftigt, die man als Sekte bezeichnen kann. Ich hatte mich auf einen experimentellen Zugang zu dieser Religionsgemeinschaft eingelassen, um die reale Gefahr für Geist und Körper selbst zu erfahren. Für mich war es nur ein kurzes Zeitraum, für aktive Mitglieder ist das ein geschlossenes System, aus dem es kein Entrinnen gibt, in dem Fehlverhalten krass sanktioniert wird, bei dem Entflohene massiv ausgegrenzt und psychisch torpediert werden. Bei allem Respekt Nic, hier Vergleiche anzustellen und diese auch noch auf Ihre eigenen Erfahrungen zu reflektieren, da kann ich nur sagen, da haben Sie sich komplett vertan.”
Sie schreiben, dass Sie sich schon auf eine andere Sekte eingelassen haben. Sind sie da der richtige Ansprechpartner, wenn es darum geht die Freie Schule Albris zu beurteilen? Und kann es nicht vielleicht sein, dass Sie die Schule so hoch loben, genau WEIL es diese Manipulation gibt. Und dass Sie das System schon lange kennen macht Sie noch eher befangener, als dass sie es neutral beurteilen könnten. An der Freien Schule Albris gibt es für die meisten Schüler auch kein Entrinnen, weil die Eltern über den Schulbesuch entscheiden. Die ersten Jahre werden noch schön mit Bilder malen, Märchen und so weiter verbracht, wer aber später widerspricht, der wird ausgegrenzt. Zumindest waren dies meine Erfahrungen, die ich als Schüler an dieser Schule gemacht habe. Deshalb haben die meisten Schüler den Lehrern nach dem Mund geredet, obwohl sie anderer Meinung waren. Es gibt viele Schüler, die sich bis heute nicht trauen öffentlich ihre Kritik über die Schule zu äußern. Aufsätze wurden solange “korrigiert”, bis das drin stand, was die Lehrer lesen wollten. Auf Elternabenden und anderen Veranstaltungen wird natürlich immer eine “Heile Welt” gezeigt.
Hallo Lukas,
danke für die Bewertung.
Diese Textpassage soll veranschaulichen, dass ich denke beurteilen zu können, was eine Sekte ist. Daher habe ich ein Beispiel aus meinem Leben gebracht. Meiner Meinung ist es Ihrerseits fehlinterpretiert, dass ich daher Albris als Sekte sehe. Natürlich nicht. Aber sicher richtig ist, dass ich den Unterschied erkenne.
Ich denke auch nicht, dass ich befangen bin, da ich zwar einen gewissen Zeitraum bereits über meine beiden Kinder in Albris mitwirke. Aber es gibt auch ein Berufsleben und ein Privatleben, das nicht im Zusammenhang mit der Schule steht. Insofern sehe ich meine Beurteilung schon als objektiv an.
Sicher, es gibt wie überall im Leben negative Ausnahmen, wie scheinbar in Ihrem Fall, leider.
Bestürzt macht mich nur, dass Ihre oder andere Aussagen das Bild von Albirs so komplett anders darstellen, als ich es selbst erlebe. Und das Wort Manipulation ist schon sehr gewaltig und negativ besetzt in diesem Zusammenhang.
Gruß
Ollie Speck
Ich möchte Sie nicht persönlich angreifen, aber ich bezweifle, ob Sie wirklich beurteilen können, was eine Sekte ist, weil Sie schon einmal auf eine hereingefallen sind und außerdem jede Sekte anders ist. Mir geht es auch nicht um das Wort Sekte, weil dies nicht klar definiert ist. Ich bin aber der Meinung, dass an dieser Schule bewusst versucht wird Schüler (und auch Eltern, Lehrer, Paten) zu manipulieren. Zu dieser Meinung komme ich durch meine Erfahrungen und viele Berichte anderer, sowie durch die Kenntnis interner Dokumente (Der Link zu den Internen Dokumenten befindet sich hier auf der Schulwebsite: http://www.freie-schule-albris.de/_freieschule/fs_meinungen.php).
Servus Lukas,
Sie greifen mich nicht an. Ich bin gerne für klare Worte.
Lukas, ich bin nicht auf eine Sekte hereingefallen. Ich habe ein bewußtes und selbtsbestimmtes Experiment vollzogen. Ich wurde dabei von drei Freunden im Hintergrund begleitet, die aussenstehend die Lage beurteilt haben und mich unterstützten. Die Erfahrung war deprimierend. Im Nachhinein eine kurzes, aber extrem negatives und eindrückliches Erlebnis.
Zum aktuellen Thema: Ich habe mir einen Überblick verschafft, was es auf diversen Seiten an Inhalten gibt. Für mich stellt sich die Lage nachwievor so dar, dass ich meine Kinder in den Mittelpunkt meiner Analyse stelle. Und die fällt für Albris positiv aus.
Sie haben andere Erfahrungen gemacht, andere auch. Und dem gegenüber stehen wieder viele positive Erfahrungen.
Es ist gut, dass man die Meinungsvielfalt auch in Zeiten der Anonymität dennoch recherchieren kann.
to be continued
Ollie
Hallo Ollie,
schön, dass Sie Ihre Sichtweise schildern konnten. Was ich in Ihrem Beitrag irgendwie vermisse sind Ihre Kinder!? Vielleicht könnten Sie dazu noch etwas schreiben?
Wie gerne gehen Ihre Kinder in die Schule? Wie ist der Schulalltag gestaltet? Was sind die konkreten Lehrinhalte, wie werden diese vermittelt und was sind die Lernziele? Wie wird ein ganzheitliches Konzept umgesetzt – Sportunterricht – Musikvielfalt? Wie sieht der Spielstuben- bzw. Schulalltag tatsächlich für Ihre Kinder aus? Und welches Leben führen Ihre Kinder außerhalb der Schule, sind sie da in Vereinen oder nehmen an außerschulischen Aktivitäten teil?
Vielleicht könnten Sie dazu noch etwas schreiben? Was sieht das ganzheitliche Schulkonzept konkret für Ihre Kinder aus? Was lernen Ihre Kinder, das andere in Regelschulen oder anderen Waldorfschulen nicht lernen?
Vielleicht mögen Sie dazu noch was schreiben? Das wäre schön.
Servus.
Ich versuche einmal Ihre Fragen so zu beantworten, dass Ihnen einerseits meine Antworten helfen, andererseits muss ich aufpassen, dass meine Privatssphäre im öffentlichen Raum gewahrt bleibt, da ich hier teilweise aus meinem Familienleben berichte und mich mit mir fremden Personen austausche.
Wie gerne gehen Ihre Kinder in die Schule?
Bis lang sehr gerne.
Wie ist der Schulalltag gestaltet?
Im Prinzip wie in jeder anderen Schule auch. Auffallend ist das Pausenspiel, bei dem Lehrer gezielt Kinder bspw zum Ballspiel motivieren. Für meine Kinder gibt es zurzeit einmal Nachmittagsunterricht. Im Unterschied zur staatl. Schule werden auf dem Schulgelände auch immer Exkursionen auf dem weitläufigen Schulareal unternommen, ich würde es als Lehrspaziergänge bezeichnen. Zum Schulalltag gehören auch die Zeiten in den anschließenden Werkstätten, in denen mit Metall, Stein und Holz gearbeitet wird.
Was sind die konkreten Lehrinhalte, wie werden diese vermittelt und was sind die Lernziele?
Es gibt Epochen, in denen für einen bestimmten Zeitraum ein bestimmter Themenkomplex bearbeitet wird. Z.B. Schreiben, Rechnen, Formenzeichnen. Wichtig dabei ist auch immer das Schauspiel, bei dem ein – ich nenne es einmal – Theaterstück mit der ganzen Klasse erarbeitet wird und zur Aufführung kommt. Wenn ich mir die Schulhefte über die letzten Jahre anschaue und auch regelmässig die Hausaufgaben sehe, dann werden meiner Meinung nach alle wichtigen Grundkenntnisse vermittelt, wie in anderen Schulen auch. Interessant ist auch, dass es immer einen Assistenten gibt, der im Schulalltag unterstützt. Ich bin jetzt kein Pädagoge, aber jeder Lehrer hat auch hier seinen Plan, wie er ein gewisses Pensum an Lehrinhalten vermittelt. Hier kann ich nur auf persönliche Gespräche mit Lehrkräften verweisen.
Wie wird ein ganzheitliches Konzept umgesetzt – Sportunterricht – Musikvielfalt?
Ganzheitlich ist ersteinmal das Konzept, dass Albris mit Kinderkrippe, Spielstube (Kindergarten), Schule, Heilpädagogischer Einrichtung, Erwachsenenbildung u.v.m. über den ganzen Lebensbogen anbietet.
Die Vielfalt des Erziehungskonzeptes spiegelt sich wieder im theoretischen und handwerklichen Unterricht, in den Lehrspaziergängen in die natürliche Umgebung, in der tanzenden Bewegung, im Schauspiel, im individuellen und orchestralen Musikunterricht und sicher noch vieles mehr.
Wie sieht der Spielstuben- bzw. Schulalltag tatsächlich für Ihre Kinder aus?
Ich würde mal so sagen, was ist anders: das Spiel des Kindes steht in der Spielstube im Vordergrund. Denn durch das Spiel erlernt das Kind vieles, was es noch nicht kann oder sich vielleicht nicht traut. Die Erzieher begleiten dieses Spiel der Kinder in Gruppen oder auch individuell. Es gibt über das Jahr gewisse feste Termine, auf die sich die Kinder vorbereiten und dann diese aktiv mit gestalten. Als Beispiel den Laternenumzug, die Verabschiedung der Schulbeginner, das Ostergärtlein u.v.m. In der Schule wird das ganze anders, denn die Kinder kommen in einen anderen Alltag. Siehe dazu weiter oben.
Und welches Leben führen Ihre Kinder außerhalb der Schule, sind sie da in Vereinen oder nehmen an außerschulischen Aktivitäten teil?
Auf Grund meiner eigenen regen Aktivität, die sich in unterschiedlichem Engagement auswirkt, schließe ich meine Kinder natürlich nicht von diesem Leben außerhalb der Schule aus. Warum auch ? Die Schule ist Teil unseres Lebens und nicht das bestimmende, auch wenn die Schule einen großen Raum einnimmt.
Vielleicht könnten Sie dazu noch etwas schreiben? Was sieht das ganzheitliche Schulkonzept konkret für Ihre Kinder aus? Was lernen Ihre Kinder, das andere in Regelschulen oder anderen Waldorfschulen nicht lernen?
Vielleicht mögen Sie dazu noch was schreiben?
Ich habs bestmöglich versucht. Für mehr reicht die Zeit und der Wille nicht. Wenn Ihnen die Kurzantworten nicht ausreichen, empfehle ich Gespräche vor Ort. Es gibt immer wieder öffentliche Veranstaltungen, bei denen viele Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
Ich selbst stehe gerne auch privat unter Oliver.Speck@t-online.de zur Verfügung.
Gruß
Ollie
Die Ausführungen und Erklärungen sind überzeugend und soweit positiv zu bewerten. Einzelheiten überlasse ich Detaillisten. Meine grundsätzlichen Bedenken bestehen hinsichtlich “Rudolf Steiners Lebenswerk dient hier als Basis, aber auch viele christliche Wertvorstellungen und Lebensweisheiten durch Goethe und Schiller formuliert, sind immer wieder in vielen Grundaussagen anzutreffen”.
Meine laienhafte aber intensive Beschäftigung mit Bildungsvermittlung beschränken sich auf Kritikpunkte wie: Halbe Anerkennung der Evolution analog Päpste und M. Luther (beide christlich) und die Hybris des menschlichen Geistes und des Denkens an sich. Halber Schiller und Goethe (wohl aber Faust II, seine Farbenlehre und das kreationistische Auge) unter Auslassung der aufklärerischen Aussagen. Vielleicht waren diese zu Steiners Zeit noch zensiert und neuere Erkenntnisse der Wissenschaft (insbesondere Hirnforschung und Neurologie) waren noch unbekannt. Genau das wird auf staatlichen Schulen schülergerecht auch nicht vermittelt.
Um die Basis “Rudof Steiner, Die Philosophie der Freiheit, Grundzüge einer modernen Weltanschauung” streitet sich der philosphische Elfenbeinturm noch heute (pseodo)wissenschaftlich.
Hallo Ollie,
schön dass Sie Ihre guten Erfahrungen hier mitteilen und so eine hoffentlich rege Diskussion entsteht!
Ich hätte zu Ihrem Artikel folgende Fragen:
1. Was verstehen Sie untern einem “gesamtheitlichen Erziehungsansatz”? Gehen oder gingen Ihre Kinder in die musikalische Früherziehung in der Musikschule, welches Musikinstrument lernen Ihre Kinder außerhalb der Schule oder besuchen diese einen Chor? Sind Ihre Kinder in einem Sportverein? Dürfen Ihre Kinder Fernsehschauen? Dürfen Ihre Kinder Fussballspielen oder Fussballtrikots tragen? Wenn nein, weshalb nicht?
2. Wie wird die “christliche Wertevorstellung” in der Schule vermittelt? Haben Ihre Kinder Religionsunterricht? Wenn ja, von wem wird dieser erbracht? Kommen Ihre Kinder zur Kommunion oder Konfirmation? Wer bereitet sie darauf vor? Dürfen die Kinder an den dörflichen Kommunionsgruppen teilnehmen und wie kommen sie damit zurecht, eventl. in der 3. Klasse noch nicht lesen zu können wie die anderen dieser Gruppe?
3. Was verstehen Sie unter “Disziplin” im Zusammenhang mit der Erziehung?
4. Weshalb glauben Sie an eine Abgrenzung zwischen Lehrern und Eltern in Regelschulen?
5. Gibt es in der “freien Schule Albris” tatsächlich Eltern die sich nicht einbringen?
6. Falls es Ihren Kindern eines Tages so ähnlich ergehen sollte, wie es laut obigem Artikel Ihnen ergangen ist, nämlich dass sie eines Tages sagen, die Schulzeit sei völlig sinnlos gewesen, ich habe mir alles selbst in Vereinen und in der Freizeit beigebracht, was ich heute zum Leben brauche – haben Ihre Kinder diese Möglichkeit auch? Sind sie in Vereinen, haben sie Freunde außerhalb der Schule?
8. Gehen Ihre Kinder gerne in die Schule?
9. Was sagen Sie mal zu Ihren Kindern, wenn sie vielleicht in ein paar Jahren sagen: warum musste ich in diese Schule gehen und darf nicht so wie alle anderen sein?
10. Wissen Sie was die Erzieher und Lehrer hinter Ihrem Rücken über Sie sprechen? Ich habe mal zufällig so ein Gespräch gehört! Während einer öffentlichen Bilderausstellung vor einer Schulveranstaltung! Da wurde die ganz normale Familie die eher als überengagiert in der Schule zu nennen war, völlig vernichtend eingestuft!
Vielleicht möchten Sie sich zu diesen Fragen noch Gedanken machen bzw. Antworten geben?
Servus Anonym.
Ich versuche auch Ihre Fragen zu beantworten. Sollten Ihnen diese nicht ausreichend sein, da ich nicht zuviel aus meinem Privatleben öffentlichh bekannt geben will , dann schreiben Sie mir unter Oliver.Speck@t-online.de
1. Was verstehen Sie untern einem “gesamtheitlichen Erziehungsansatz”? Gehen oder gingen Ihre Kinder in die musikalische Früherziehung in der Musikschule, welches Musikinstrument lernen Ihre Kinder außerhalb der Schule oder besuchen diese einen Chor? Sind Ihre Kinder in einem Sportverein? Dürfen Ihre Kinder Fernsehschauen? Dürfen Ihre Kinder Fussballspielen oder Fussballtrikots tragen? Wenn nein, weshalb nicht?
Gesamtheitlich heißt für mich erst einmal das organisatorische Gesamtangebot der Bildungseinrichtung Albris, von der Spielstube bis zur Erwachsenenbildung. Dann bietet das Schulkonzept auf einem herrlichen Areal nicht nur den normalen Unterricht, sondern auch handwerkliche Tätigkeiten aller Art. Welche Schule hat schon eigene Werkstätten und auch Tierhaltung auf dem Gelände.
Meine Kinder erhalten Musikunterricht in der Schule, musikal. FE gab es an der lokalen Musikschule.
Ansonsten, wenn es sich ergibt und wenn es meine Kinder wollen, dann dürfen Sie alle Tätigkeiten und Aktivitäten ausüben, wie jedes andere Kind auch. Warum sollte ich das verbieten ? Bisher gab es auch keine Kollision mit der Albris Pädagogik und unseren eigenen Freizeitaktivitäten. Das betrifft auch alle anderen Verhaltensweisen, die sie ansprechen. Sicher haben wir eine eindeutige Meinung zum Fernsehkonsum und auch zur grundsätzlichen Freizeitgestaltung. Es gibt eben Unterschiede in der grundsätzlichen Lebenseinstellung. Das aber nicht umwerfend, oder ? Hier eine Liste zu erstellen, was meine Kinder dürfen und was nicht und das auf Albris zu reflektieren finde ich nicht gut.
2. Wie wird die “christliche Wertevorstellung” in der Schule vermittelt? Haben Ihre Kinder Religionsunterricht? Wenn ja, von wem wird dieser erbracht? Kommen Ihre Kinder zur Kommunion oder Konfirmation? Wer bereitet sie darauf vor? Dürfen die Kinder an den dörflichen Kommunionsgruppen teilnehmen und wie kommen sie damit zurecht, eventl. in der 3. Klasse noch nicht lesen zu können wie die anderen dieser Gruppe?
Dazu möchte ich folgendes sagen. Wir leben unseren christlichen Glauben und die damit verbundenen Wertevorstellungen. Beides wird durch die Schule nicht negativ berührt. Meine Kinder sind und würden von der aktiven Kirche nicht ausgeschlossen werden, wer das auch immer veranlassen wollte. Punkt.
Meine Kinder konnten bereits in der ersten Klasse lesen und hatten nie Schwierigkeiten mit dem Lesen.
3. Was verstehen Sie unter “Disziplin” im Zusammenhang mit der Erziehung?
Pünktlichkeit, Ordentlichkeit, konsequentes Handeln
4. Weshalb glauben Sie an eine Abgrenzung zwischen Lehrern und Eltern in Regelschulen?
Ich glaube es nicht, ich habe es selbst erlebt und höre davon regelmäßig. Es gibt wie auf allen Schulen eben den Lehrkörper, die zu Unterrichtenden, und die Eltern. Alle beteiligten Parteien haben ihre Vorstellungen. Und diese lassen sich von Schule zu Schule mal besser, mal weniger gut miteinander vereinbaren.
5. Gibt es in der “freien Schule Albris” tatsächlich Eltern die sich nicht einbringen?
Ich kenne nur Eltern, die sich einbringen.
6. Falls es Ihren Kindern eines Tages so ähnlich ergehen sollte, wie es laut obigem Artikel Ihnen ergangen ist, nämlich dass sie eines Tages sagen, die Schulzeit sei völlig sinnlos gewesen, ich habe mir alles selbst in Vereinen und in der Freizeit beigebracht, was ich heute zum Leben brauche – haben Ihre Kinder diese Möglichkeit auch? Sind sie in Vereinen, haben sie Freunde außerhalb der Schule?
Wir kennen uns nicht, aber wer mich kennt, weiß, dass sich meine Kinder auf mich verlassen können. Mehr will ich dazu nicht sagen.
8. Gehen Ihre Kinder gerne in die Schule?
Bis lang ja.
9. Was sagen Sie mal zu Ihren Kindern, wenn sie vielleicht in ein paar Jahren sagen: warum musste ich in diese Schule gehen und darf nicht so wie alle anderen sein?
Das ist eine gute Frage, die es sich lohnt in ein paar Jahren erneut zu stellen.
10. Wissen Sie was die Erzieher und Lehrer hinter Ihrem Rücken über Sie sprechen? Ich habe mal zufällig so ein Gespräch gehört! Während einer öffentlichen Bilderausstellung vor einer Schulveranstaltung! Da wurde die ganz normale Familie die eher als überengagiert in der Schule zu nennen war, völlig vernichtend eingestuft!
Nun, das ist bitter. Das ist sicher in allen möglichen Lebenslagen anzutreffen, dass es haltlose Kritik und Hochmut gibt. Ich bin bisher davon unberührt gewesen. Sollte ich es jedoch einmal mitbekommen, dann würde es sicher zu einigen Fragen führen. Denn es würde nicht in mein Weltbild des offenen und hochkommunikativen System Albris passen.
Gruß
Ollie
Lieber Oliver,
für ein engagiertes Elternteil, ist Dein Bericht durchaus verständlich.
Aus meiner Sicht lenkt es aber von dem ab, was eigentlich in dieser Einrichtung besprochen werden muss. Es sei denn man will ewig jede Kritik als Hetze wegreden und jeden Kritiker als jemanden, der es halt nicht verstanden hat.
Beschäftigst Du Dich selber mit Anthroposophie?
Hast DU selber einen Begriff davon was es ist oder nicht ist?
Hat sich dieser Begriff vor und nach Sigurd Böhm verändert?
Weißt Du wie psychisch manipulierenden Systeme funktionieren, kennst Du ihre Vorgehensweise?
Weißt Du was überhaupt Sekten sind, wenn hier schon hin und wieder die Rede von einer Sekte ist?
Weißt Du was die Hintergründe des Albrisgeschehens sind (esoterisch wie exoterisch)?
“Albris ist, so wie es erlebe ein durchlässiges, offenes und hochkommunikatives System.”
“Eltern, Freunde, Interessierte und sogar Albris-Außenstehende sind jederzeit eingeladen, an Tagungen und Gesprächen teilzunehmen.”
oja… für jemanden, der die Schule in Albris mit allen Belangen unterstützt, kommt es sicherlich einem so vor…
für jemanden der eigenständig und kritisch sich der Sache zuwendet… da ist es fraglich ob dies “hochkommunikative System” so einladend ist…
aber die Schule will ja auch keine “Jain Mentalität” laut eigener Aussage. Sie will entschiedene Unterstützer.
Lieber Anon,
ich beschäftige mich seit kurzem aus aktuellem Anlass mit diversen Themen in Albris. Mein Artikel eingangs gibt das wieder, was ich empfinde und was ich aus heutiger Sicht verstehe. Ich stehe am Anfang der Kommunikation. Ich habe Deine Fragen kopiert und starte einen Versuch, diese zu beantworten.
Beschäftigst Du Dich selber mit Anthroposophie?
Ja. Beginn war die Wahl von anthr. Ärzten und ihrer Behandlungsmethode. Es folgten das Lesen von Steiner Literatur. Dann kam der Besuch meiner Kinder der Spielstube. Danach die Gespräche mit Eltern und den Mitwirkenden der Spielstube über alltäglichen Einflüsse Rudolf Steiners in den Kindergartenalltag. Das hat sich im Schulalltag fortgesetzt.
Hast DU selber einen Begriff davon was es ist oder nicht ist?
Ich denke, dass ich mir ein Grundverständnis aus der Literatur ergänzt durch eigene Gespräche und Beobachtungen erworben habe.
Hat sich dieser Begriff vor und nach Sigurd Böhm verändert?
Aus heutiger Sicht kann ich das nicht abschließend beurteilen.
Weißt Du wie psychisch manipulierenden Systeme funktionieren, kennst Du ihre Vorgehensweise?
Ich bin viel belesen, aber auf die tiefere Intention Deiner Frage eingehend, sage ich nein. Gerne erwarte ich auf Grund meines Neins eventuelle weitere Ausführungen Deinerseits in Bezug auf den Auslöser dieses Dialoges.
Weißt Du was überhaupt Sekten sind, wenn hier schon hin und wieder die Rede von einer Sekte ist?
Ich denke ja. Das Ja begründet sich auf einen Selbstversuch vor langer Zeit.
Weißt Du was die Hintergründe des Albrisgeschehens sind (esoterisch wie exoterisch)?
Nein.
“Albris ist, so wie es erlebe ein durchlässiges, offenes und hochkommunikatives System.”
“Eltern, Freunde, Interessierte und sogar Albris-Außenstehende sind jederzeit eingeladen, an Tagungen und Gesprächen teilzunehmen.”
Das sind meine bisherigen Erfahrungen, und die sind nun einmal prägend und auch motivierend.
Ich bezeichne mich durchaus als eigenständig und mit beiden Beinen im Leben stehend. Und warum sollte ich auf Basis aller meiner bisherigen positiven Erfahrungen etwas negativ bewerten und kritisieren. Verstehst Du meinen Punkt ? Ich lese die unterschwellige Kritik Deinerseits und kann diese nicht mit meiner Welt in Einklang bringen.
Aber ich freue mich auf den Dialog, damit ich verstehe, warum es bisher in diesem Blog nur Negatives oder Neutrales über Albris zu lesen gab.
Und was ist so verkehrt daran, dass Albris entschiedene Unterstützer will ? Das kann doch nur gut sein, wenn Engagement eingefordert wird und gerne gebracht wird. Das ist doch in allen Systemen dieser Welt so, im Berufsleben, im Vereinsleben etc.
Ich verstehe die implizierte Hidden Agenda nicht, die auch von Dir immer wieder unterschwellig genannt wird. Was ist das genaue Problem, das Du in Albris siehst ?
Ich bin kein Psychologe und auch kein Wissenschaftler. Ich bin engagiert für meine Kinder, und versuche das bestmögliche für diese zu gestalten. Das ist mein Antrieb.
Wer sollte in Albris versuchen manipulatorisch zu wirken und zu welchem Zweck ? Wenn ich etwas manipuliere, dann will ich damit etwas erreichen.
Für mich steht bisher die Erziehung von Kindern klar auf erster Ebene der Albris Pädagogen. Kinder, die frei und zu selbständigen Persönlichkeiten erzogen werden, sind das Ziel von Albris. Und das ganze auf einer unbeschwerten Schulzeit basierend. Warum sollte es andere Ziele geben, als meine genannten ?
Gruß
Ollie
Gruß an alle, die sich auf meinen Beitrag gemeldet haben.
Das finde ich sehr positiv.
Gerne werde ich antworten, brauche aber dazu noch ein passendes Zeitfenster.
Ollie
Mit brennender Geduld freue ich mich auf die Antwort. Bitte auch eine persönliche kurze Stellungnahme (ohne Quellennachweise) zur Basis.
Ich sehe das so, je größer Ist und Soll auseinander drifften, desto größer die Droge esoterische Wahrheitssuche. Ich möchte Steiner keinenerlei partielle Hochintelligenz absprechen. Zu seiner Zeit in den 20-ziger Jahren gab es hunderte Wanderprediger wie zu Jesuzeiten auch. Im Gegensatz zur jesuszeitigen Endzeitstimmung (Weltuntergang in Bälde) hat Steiner nach dem Trauma 1. Weltkrieg versucht, sie durch Umdenken zu verdrängen (Sigmund Freud war ihm ein Greuel). Das geht am besten mit geistiger Hybris. Schiller hat sich nach seiner Sturm und Drang Zeit ob seiner Dummheit in der Zeile distanziert:
“Droben überm Sternenzelt
Wird ein großer Gott belohnen”.
Schon das Anzweifeln war zu Schillers Zeiten Blasphemie und ist heute noch trafbar wegen §166. Wird solches in Albris thematisiert oder tabuisiert?
Ich verbleibe in freudiger Erwartung.
Ich fühle mich aus heutiger Sicht überfordert einem wahren Experten ebenbürtig Rede und Antwort auf seine vielleicht durchaus berechtigten Fragen zu geben. Mir fehlt schlichtweg das geisteswissenschaftliche Wissen. Zwar steht mir ausreichend Literatur zur Verfügung. Aber mehr als eine grundsätzliche Haltung gegenüber der Anthroposophie und den Lehren Rudolf Steiners und somit den potentiellen Auswirkungen auf mein Leben und das meiner Kinder kann ich nicht entwickeln. Ich habe bisher den pragmatischen Ansatz gewählt, der mit einer grundsätzlichen Offenheit und Beobachtungsgabe einhergeht, und beurteile damit ert einmal nicht wissenschaftlich, ob dieser Weg ein guter ist.
Sorry, wenn ich Linus Heilig damit enttäusche, aber mehr fällt mir dazu nicht ein.
Hallo Ollie Speck,
ganz herzlichen Dank für Ihre ausführlichen offenen Stellungnahmen! So viel Offenheit und Persönlichkeit hätte ich nicht erwartet. Sie haben sehr viel von sich preisgegeben- vielen Dank!
Meine Fragen habe ich natürlich nicht ohne konkreten Hintergrund gestellt z.B.
Sie antworten auf meine Frage, dass Sie nur Eltern in Albris kennen würden, die sich aktiv einbringen! Wie erklärten Sie sich dazu die auf der Homepage der Freien Schule Albris unter FAQ genannten Äußerungen, bezüglich der Enttäuschung mancher Eltern. Da alle Eltern offenbar von Beginn an aktiv beteiligt sind und 10 – 12 Elternabende und ein persönlicher Besuch des Lehrers stattfindet. Wie kann es dann dazu kommen, dass Eltern ständig gut informiert sind es dann aber offenbar plötzlich zu einer Wende kommt und sich die Eltern enttäuscht an die Öffentlichkeit wenden? Welche Enttäuschung oder welche Wahrnehmung tritt da zu Tage?
Sie begrüßen ausdrücklich die Anwesenheit eines Unterrichtsassistenten in jeder Klasse. Dieser Unterrichtassistent ist meines Wissens ein Mitglied der “Jugendakademie des kommenden Tages” und ist dort als Unterrichtassistent im Rahmen seiner “tätigen Erkundigung” zugange ( http://www.albris-leaks sämtliche Artikel.) Dies beweist doch, dass die Mitglieder des Jugendforums aktiv den Unterricht gestalten? Somit bildet Jugendforum und Schule eine Einheit. Sehen Sie das anderst?
Haben Sie die Dokumente von Albris leaks (auch direkt unter der Homepage der Freien Schule Albris verlinkt) gelesen und bei Ihren Antworten mit bedacht?
Vielen Dank.
Hallo Anonym,
ja, generell kann ich nur sagen, dass es bei ca 250 Elternhäusern auch immer wieder enttäuschte Eltern geben wird. Ich denke auch, dass es durchaus verständlich ist, wenn man sich in eine private Schule mit viel Emotion und auch Zeit einbringt und dann schlussendlich nicht das erfährt, was man sich vorgestellt hat. Das führt zu Enttäuschung und vielleicht sogar zu Frustration.
Nun gibt es eben Menschen, die sich mitteilen müssen, auch außerhalb der Schule und über diverse Medien. Für mich ist das alles erst einmal nicht ungewöhnlich, wenn auch im Einzelfall bedauerlich für die deprimierten Eltern und Kinder.
Was aber nicht geht, ist eine Schule im Gesamten negativ zu verurteilen und somit auch alle zufriedenen Elternhäuser damit zu belasten. Deshalb auch meine öffentlichen Äußerungen, um in die Diskussion eine positive Sichtweise zu bringen.
Betreffend der Jugendakademie. Es wäre aus meiner Sicht für Albris gesprochen unlogisch, wenn das legitime Heranziehen des eigenen Lehrer-Nachwuchses vom normalen Schulbetrieb abgekoppelt würde. Das ist doch grundsätzlich eine fantastische Chance in einem Schulsystem, wenn ehemalige Schüler sich über ihren Schul-Abschluss hinaus dort einbringen und weiter wirken, wo sie selbst unterichtet wurden.
Die diversen negativen Zusammenhänge, die immer wieder vorgetragen werden, kann ich so im Gesamten nicht sehen.
Meine Überlegungen und mein öffentliches Statement basieren auch auf einer umfangreichen Internet Recherche und Gesprächen mit vielen Personen.
Verehrter Herr Speck,
heute lese ich in der AZ einen Artikel über ein Fest in einer Grundschule im Oberallgäu: Die Lehrkräfte und der Elternbeirat hatten die Idee, die Schüler in verschieden Bereichen kreativ tätig werden zu lassen, z.B. Trommeln, Malen mit Aqrylfarben, Sport- und Spielstationen, Theaterspie, Luftballonboote aus Holz basteln, filzen, töpfern.
Ich lese daraus eine Gemeinsamkeit zwischen Kindern – Eltern – Lehrer.
In der Stadt hängt ein Plakat aus über ein öffentliches Theaterspiel der örtlichen Knabenrealschule. Ebenso ist bereits der Kartenvorverkauf für die musikalischen Abschlusskonzerte der Gymnasien eröffnet.
Natürlich ist in unserem Schulsystem generell nicht alles in Ordnung. Aber ich persönlich kenne in allen Schulen, ob Grundschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasium überwiegend nur Lehrer die ihr persönlich Bestes geben. Ich persönlich kann trotz Ihrer Ausführungen keinen Grund erkennen, welchen Vorteil die genannte Schule gegenüber einem Regelschulbesuch haben soll.
Verehrter Kommentator,
ich denke, ein Blog kann nicht das leisten, was Gespräche und Besuche vor Ort bewirken würden.
Besuchen Sie Albris, und Sie werden einen Unterschied erkennen können.
Gleichwohl pflichte ich Ihnen bei, dass es sehr wohl viele engagierte Lehrer in staatlichen Schulen gibt. Es wäre vermessen von mir, hier einen grundsätzlichen Unterschied im persönlichen Einbringen heraus arbeiten zu wollen. Das gleiche gilt für das breite Veranstaltungsangebot einzelner Schulen, die sich einem Mainstream entziehen wollen und Hervorragendes für ihre Schulgemeinschaft leisten.
Ich denke, es liegt schlussendlich an einem selbst, welche Wahl man trifft. Und Gott sei Dank haben wir in unserem Land die Wahl unter vielen wunderbaren Schulformen, die alle ihre Berechtigung haben.
An alle Kommentatoren und auch Nicht-Kommentatoren, die die Artikel lesen und darüber reden.
Meine vorläufigen Schlussbemerkungen.
Anlass meiner Initiative war die Reaktion auf einen Artikel des Blog Herausgebers, wo wir zu Gast sind, dem ich mit meiner Darstellung kritisch begegnen wollte, weil die dort genannten Schilderungen nicht zu meinen heutigen Auffassungen und Beobachtungen passen. Und das wollte ich durchaus öffentlich und namentlich dokumentieren.
Es ist schön und interessant, dass dadurch einige Mitmenschen bewegt wurden mir Fragen zu stellen und sich selbst zu äußern. Es ist auch schön, dass ich bereits mehrfach privat angesprochen wurde. Ich darf daraus einiges ableiten. Gleichzeitig sind Ihre / Eure formulierten Gedanken nicht unwichtig, um sein eigenes Bild zu bestärken oder zu hinterfragen.
Für mich ist in Albris aus heutiger Sicht alles in einem Rahmen, der für mich in Ordnung ist. Hinzufügen kann ich, dass ich mir nachfolgende Schlüssel-Fragen schon lange vor der Diskussion jetzt, aber nun noch einmal deutlich gestellt habe, wobei klar zu betonen ist, dass diese Fragen auch jede andere Schule betreffen würden, auf die meine Kinder gehen.
Habe ich Vertrauen zu meinen Klassenlehrern ?
Kann ich offen mit ihnen reden ?
Geht es in Belangen von Erziehungsfragen meiner Familie gut ?
Fühlen sich meine Kinder in der Schule wohl ?
Lernen meine Kinder im Vergleich zu anderen Kindern ausreichend und entwickeln sie sich gesamtheitlich positiv ?
Gibt es für meine Kinder ein Leben neben der Schule ?
Alle Fragen kann ich heute mit JA beantworten.
Aus vielen kürzlich geführten Gesprächen heraus habe ich den Eindruck gewonnen, dass viele Elternhäuser sich die gleichen Fragen stellen und zu ähnlichen oder gleichen Antworten wie wir kommen.
Nun noch einmal betreffend der Kritik: da scheint es mir zu kurz gegriffen, anzunehmen, dass die Schule und ihre Gründerväter ihr ´´eigenes Ding´´ durchziehen wollen.
Die Kritiker sollten dabei berücksichtigen, dass eine Schule vom Typ Albris ohne den Einbezug der ca. 250 Elternhäuser, ohne das Engagement aller Angestellten und ohne breite Zustimmung zur generellen Pädagogik einen bedenklichen Weg einschlagen würde, der durchaus den Fortbestand dieser privaten Bildungseinrichtung in ihrem heutigen Bestand gefährden würde.
Zu alledem kommt, wir bewegen uns nicht in einem rechtsfreien Raum oder hinter Mauern in Isolation. Die große Anzahl der Elternhäuser begutachtet jeweils aus ureigenem Interesse und Motivation heraus laufend den Schulbetrieb in Albris. Dazu kommt, dass die Albris Schule als Schulkörper unter staatlicher Aufsicht steht und sie wird darüber hinaus durch ihre immer wieder öffentliche Präsenz in den Medien bei verantwortlichen Amtsträgern wahrgenommen. Sollten sich Beschwerden bei den öffentlichen Institutionen niederschlagen, dann würden diese behördenseitig weiter verfolgt werden. Man darf auch nicht vergessen, dass die in die Finanzierung von Albris involvierten Banken und private Geldgeber ihr Engagement in Albris auch mit einigen weichen / sozioökonomischen Faktoren bewerten, die stimmig sein müssen mit den allgemeinen Wertvorstellungen.
Somit habe ich nicht nur in meine eigenen Beobachtungen Vertrauen, ich vertraue auch den gesellschaftlichen und staatlichen Überprüfungsmechanismen.
Fazit: Die globale Welt in Albris ist in Ordnung und geht ihren guten Weg.
Kein Mensch behauptet indes, dass es eine perfekte Welt ist. Wie überall im Leben begegnen sich Menschen, und Menschen können Fehler machen.
Aber deshalb darf ich Albris im Gesamten nicht in Frage stellen. Wir sollten offen im Herzen für das Gute sein, dann führt uns das automatisch zum Ursprungsgedanken von Albris, der darin besteht, einen Ort zu gründen, an dem unsere Kinder und der Mensch im Mittelpunkt stehen.
Lieber Ollie,
wenn Du Dich seit Kurzem mit diversen Themen in Albris beschäftigst, davor aber bereits eine lange Zeit dabei warst, wäre ich an Deiner Stelle vorsichtig mit vorschnellen Urteilen. Das heißt ja, dass du dabei warst, ohne Dir darüber Gedanken zu machen, wo Du und Deine Kinder da eigentlich sind.
Du fandest also zur Anthroposophie durch die Medizin und kamst dann zu der Albris-Schule. Also kennst Du von der Anthroposophie nur über diese Schule. Die Schule erzählt ja auch bekanntlich darüber, dass man die Anthroposophie nur bei Sigurd Böhm in Albris richtig verstehen lernen kann. Wenn Du also denkst, dass diese Einrichtung etwas damit zu tun hat, dann müsstest Du wirklich selbst, ohne der Schule, sagen können, was Anthroposophie ist oder nicht ist. Kannst Du das oder willst Du das in dieser Schule lernen? Wenn Du es dort lernen willst, dann wärest Du ein labil ein Sektenanhänger zu werden.
Du sagst, Du hast dir ein Grundverständnis unter anderem durch Gespräche erworben. Gespräche mit wem? Mit Mitgliedern und Anhängern der Schule?
Das ist aber das Entscheidende, was Sigurd Böhm betrifft. Denn so einige Menschen meinten: „durch Sigurd Böhm fand ich erst zur Anthroposophie, ihm verdank ich mein richtiges Verständnis davon“. Da kann ich nur sagen: arme Menschen, wenn Sie ihr Verständnis nicht sich selber verdanken.
Das ist ja dann das Schwierige, wenn Du Dich nicht mit psychisch manipulierenden Strukturen halbwegs auskennst oder dich ausgiebig damit befasst hast, praktisch wie theoretisch. Ein suggestives manipulierendes System ist eine komplexe Angelegenheit, in der ihre Anhänger ja gerade dazu erzogen werden die Hintergründe NICHT zu sehen und alle Erklärungen dafür zu finden. Hier genau zu erkläutern wie es funktioniert ist aus „Platzgründen“ nicht möglich. Aber das Projekt „Albris Leaks“ hat ein Text auf 79 Seiten mit Zitaten aus den Protokollen verfasst, in der die Manipulation durchaus ersichtlich ist.
Wenn Du weisst, was eine Sekte ist, sogar aus einem Selbstversuch, warum fällt Dir dann nicht auf, dass die Grundprinzipien einer Sekte bei dieser Albris-Schule ganz offensichtlich vorhanden sind. Oder hast Du Erklärungen dafür warum das so sein muss und gut ist? So geht ja die Schule vor, indem sie sagt, dass es zwar so ist, aber dass es genau so richtig ist, weil… bla.
Die Hintergründe des Geschehens in Albris sollte man aber wirklich kennenlernen. Schwer wird es nur, wenn man einfach die Vorträge Sigurd Böhms besucht und ihrem Verlauf einfach nur folgt. Leicht wird es, wenn man sich dem Ganzen kritisch und erlebend gegenüber stellt und so einiges prüfen will.
Ich verstehe Deinen Punkt mit den positiven Erfahrungen, aber genau so werden Anhänger für Sekten geangelt. Positive Erfahrungen stellt man in den Vordergrund, alles andere verschleiert man in einem ominösen Nebel aus halben Sätzen und leeren Begriffen und schon ist der Mensch der Sache positiv gestimmt. Es sei denn er gibt sich mit leeren Begriffen und nebulösen Aussagen nicht zufrieden und lässt sich nicht von einem schönen Schein verführen.
Entschiedene Unterstützer sind ja eine gute Sache. Die Frage ist nur, was unterstützen sie so entschieden.
Das Problem, welches ich in Albris sehe ist, dass es durch und durch sektenhafte Strukturen vorweist. Seit dem Projekt „Albris Leaks“, kann man es ja sogar schwarz auf weiss nachvollziehen. Es sei denn, man liest die Protokolle nicht, oder man liest sie mit einem Albris-Böhm-Auge.
Was die Ziele der Manipulation betrifft, so kann man das hier auch kaum bereden. Aber diese Ziele kann man sich selber ausmalen, wenn man daran denkt, dass z.B. durch die „Akademie der Jugend des Kommenden Tags“ völlig unselbstständige, aber völlig ergebene und hingegebene Menschen kommen. Man kann es ja auch in den Protokollen nachlesen. Dass man mit solchen Menschen Berge versetzen kann, ist ja klar. Die Frage nur wie sollen solche Menschen pädagogisch wirken? Sie werden wohl sicherlich nicht viel zur Menschwerdung beitragen, sondern ganz im Gegenteil die Schüler in einen ergebenen Wahn treiben.
@ Linus:
“Schon das Anzweifeln war zu Schillers Zeiten Blasphemie und ist heute noch trafbar wegen §166. Wird solches in Albris thematisiert oder tabuisiert?”
Anzweifeln von Sigurd Böhm, kommt in dieser Schule nicht in Frage, dann wird man nach und nach rausgedrängt. Wie Sigurd Böhm sagte, sie wollen keine Jein-Sager (Ebenfalls in den Protokollen zu finden). Es geht da nicht um Anzweifeln sondern um “sich drauf einlassen”. Und ob dieses “sich drauf einlassen” bei einem stattgefunden hat, entscheiden die ergebene Anhänger und nicht derjenige, der sich eingelassen hat. D.h. wenn einer sagt “ich habe mich drauf eingelassen und bin zu dem negativen Entschluss gekommen”, heißt es “da hat sich derjenige nicht wirklich eingelassen”. Sprich, ein wirkliches sich Einlassen muss im Sinne dieser Schule ein Bejahen der Lehre Sigurd Böhms sein.
@Ollie:
“ja, generell kann ich nur sagen, dass es bei ca 250 Elternhäusern auch immer wieder enttäuschte Eltern geben wird. Ich denke auch, dass es durchaus verständlich ist, wenn man sich in eine private Schule mit viel Emotion und auch Zeit einbringt und dann schlussendlich nicht das erfährt, was man sich vorgestellt hat. Das führt zu Enttäuschung und vielleicht sogar zu Frustration.”
das sind absolut abstrakte Aussagen, es ging oder geht doch eigentlich um ganz konkrete Dinge, wie bereits gesagt wurde, dass die “Jugendakademiker”, die man wirklich als eine Sekte bezeichnen könnte, direkt am Unterrichtgeschehen teilnehmen und relevante Entscheidungen treffen. Sie pauschalisieren und verwischen die Aussagen und Fragen genau wie die Schule es tut. Das ist auffallend. Die Enttäuschung oder, wie Sie sagen, Frustration ist doch zurecht, wenn jemand merkt, dass in der Schule sehr seltsame sektiererisch anmutende Strukturen betrieben werden etc. oder? Da kann man natürlich sagen: “ja was haben sie sich vorgestellt?? Das ist doch eine Sekte!” Aber so wird es ja nicht gesagt. Also Gott sei Dank sind wohl doch manche Mitarbeiter und Eltern ent-täuscht. Das wird aber von der Schule so dargestellt, als ob die Schule etwas ganz Tolles macht, die Eltern etc. aber einfach was anderes sich vorgestellt haben und jetzt enttäscuht sind. Das ist doch absurd. Es geht um ganz konkrete Dinge und nicht um allgemeines Gerede.
Und Ihnen wurde die Frage gestellt ob Sie die Protokolle bezüglich der Jugendakademie gelesen haben. Wenn Sie es getan haben, so bin ich mehr als entsetzt darüber, dass Sie weiterhin meinen, dass man in dieser “Akademie der Jugend des Kommenden Tags” Lehrer heran zieht und dass es doch gut ist. So wie es aussieht, reden Sie weiter völlig abstrakt und theoretisch über diese Verhältnisse.
Das ist ja das ganze Problem, dass die Befürworter völlig theoretisch über ihre Vorstellungen reden, was Albris ist oder nicht ist. Praktisch wird nichts angefasst, was wirklich da ist. Also lesen Sie die Protokolle, dann reden wir weiter.
@ Ollie Speck, Schlussbemerkung: Ich bin nicht enttäuscht, auch kein Experte, wohl aber in der Evolutionsstrategie und verstehe Ihre Sinnsuche, wozu ich viel Erfolg wünsche. Ihre Mühe und Offenheit sind redlich, Chapeau.
In der Kommatasetzung fühl ich mich genetisch mit Steiner verwandt. An den Grenzen der Sinnsuche lauert die Hybrisfalle. Bitte beachten Sie Paracelsus, die Dosis entscheidet ob Gift oder Medizin. Die Homöopathie lehrt das Reziprokproportionale.
Hallo Ollie Speck,
hm,um es mit Ihren eigenen Worten zu sagen: Herr Speck – was ist eigentlich in Ihrem Leben schiefgelaufen? Persönlich, gesellschaftlich und politisch? Offenbar bewerten Sie die Regelschulen negativ. Im ganzen Allgäu (oder im ganzen Land) gibt es doch wohnortnahe öffentliche Schulen. Der Schulweg wird sogar finanziert, wenn der Weg weiter als 3 Kilometer ist. Die Schulen haben alle ein Profil und jeder weiß, was dort gemacht wird. Außerdem ist das alles für Sie selbst kostenlos. Und es ist jedem nur einigermaßen Interessiertem möglich, aktiv mitzuarbeiten. Ob im Grundschulgarten oder Elternbeirat.
Das alles machen Sie aber nicht. Sie schicken Ihre Kinder auf eine entfernte Schule, die sogar noch Geld kostet und die Fahrt dorthin vermutlich auch, abgesehen von der eventl. langen Wegstrecke. Und Sie haben sich vorher offenbar nicht eindeutig damit beschäftigt, was diese Schule überhaupt will und was sie überhaupt ist. Ich habe es sogar schriftlich von dieser Schule vorliegen, dass sie gar keine Schule in dem Sinne sein will und dass Stundenpläne und Hausaufgaben bereits vor vielen Jahren abgeschafft worden sind. Einen offiziellen Lehrplan scheint es auch nicht zu geben.
Da ist doch die Frage berechtigt, was ist bei Ihnen persönlich vorgefallen, dass Ihre Kinder nicht in eine ortsnahe Grundschule, die sicherlich auch “schön” ist, gehen zu dürfen?
Wenn ich das richtig sehe, sind Sie sogar in der Politik engagiert? Upps, warum treten Sie dann nicht für die Allgemeinheit ein? Von einem Politiker erwarte ich eine gewisse Vorbildfunktion. Soll das der Weg sein, dass Eltern sofern sie es sich finanziell leisten können, ihre Kinder auf eine Privatschule schicken, weil die anderen nicht gut genug sind. Wenn nicht mal mehr Politiker daran arbeiten, die Regelschulen für alle zu verbessern?
Laut Unicef haben 67 Millionen Kinder keinen Zugang zu Schulbildung. Gehören die deutschen Kinder auch bald dazu, wenn die Politikerkinder alle in Privatschulen gehen?
Viele Fragen sicher. Aber es ist ein ernstes Thema. Weshalb vertraut man seine Kinder nicht der Regelschule an, sondern schickt sie relativ uninformiert in eine Freie Schule Albris? Warum verteidigen Sie so vehement diese Schule?
LG
Schlussbemerkungen zu meinem Gastbeitrag bei Nics Blog
Ich habe das Gefühl, das ich in eine Endlosschleife von Fragen und Gegenfragen komme. Und wohin soll das führen, wenn um einzelne Details gerungen wird. Ich habe einen Gastbeitrag geschrieben, viele Reaktionen erhalten, für die ich dankbar bin und die mich veranlasst haben für mich bedeutende Schlüsselfragen zu formulieren. Soll ich nun weiter Antwort um Antwort schreiben, und dann in der übernächsten Antwort wieder einzelne Textstellen von mir ausführlich kommentiert lesen und wieder kommentieren ? Dann verliere ich das ursprüngliche Ansinnen aus den Augen, nämlich das Positive von der Schulgemeinschaft in Albris hervorzuheben.
Im Übrigen werden die Fragen zunehmend persönlicher, und ich muss nun auch klar zu erkennen geben, dass ich nicht weiter aus meinem privaten Leben erzählen will,
Den Zweiflern, Kritikern und Enttäuschten kann ich aus heutiger Sicht nicht mehr bieten. Denen, die an Albris hängen und glauben, und denen, die sich in Zukunft dafür entscheiden, konnte ich öffentlich und namentlich zeigen, dass es sehr viel Positives über Albris zu sagen gibt.
Und ein klares Wort zum Schluss: Ihr lieben Kritiker, bezieht doch endlich einmal namentlich und ausführlich Stellung. Erzählt Eure persönliche Geschichte. Ihr reagiert nur auf meine Ausführungen, was sicher interessant ist. Aber schießt Euch doch nicht auf diesen einen Beitrag ein. Ihr wollt doch das Negative in Albris entlarven. Dann tut es doch und stochert nicht verbal im Nebel und verunsichert die, die sich in Albris wohl fühlen. Wer was zu sagen hat, soll es mit seiner eigenen Geschichte erzählen und nicht mit dutzenden Dokumenten, die Eindrücke anderer wiedergeben oder selbst interpretiert werden. Auch sind Kurzmeldungen in diversen Blogs auch nur auf den ersten Blick interessant. Besser sind ausführliche Beschreibungen von dem, was man selbst erlebt hat. Denn das hilft wirklich und hinterlässt gegeben falls Eindruck.
Somit beende ich meinerseits diesen Gastbeitrag und Anschlussdiskussion und werde weiterhin aufmerksam in diesem und anderen Medienquellen lesen, was es Neues und Bemerkenswertes gibt zu Albris.
Mein Gesprächsangebot außerhalb des Blogs und von Anonymität für Interessierte steht weiterhin.
Gruß
Ollie Speck
@ Nic, thanks for hosting and providing the infrastructure
Meine persönlicher Schlusskommentar zum Thema Albris, definitiv:
Plagiat aus:
http://blasphemieblog2.wordpress.com/2012/07/12/psychologe-auch-sekten-haben-ihr-gutes/#comment-79819
Kommentar #8:
Wir kennen ja alle das gute alte Video von Bertrand Russell: http://www.youtube.com/watch?v=tP4FDLegX9s. Sinngemäß: etwas zu glauben, obwohl man weiss, dass es falsch ist, ist unaufrichtig auf einer ganz grundsätzlichen Ebene und eine Beleidigung an den eigenen Verstand. Auf diese ganzen Diskussionen, ob das Christentum oder irgendwelche Sekten nun unterm Strich einen Nutzen haben, sollte man sich daher meiner Meinung nach gar nicht erst einlassen. Kurz: es ist würdelos, sich selbst oder seine Kinder anzulügen, nur weils einem dann vielleicht besser geht.
@Ollie:
klar… Kommentare in den Blogs etc. sollten relativ schnell ihr Ende finden und das ist auch gut so. Da sollte man nicht dauernd Frage-Antwort-Spiel spielen. Will allerdings noch einmal betonen, dass hier kein Kritiker seine persönliche Geschichte namentlich erzählen wird. Und das rate ich auch dringend keinem. Die Schule wartet bereits darauf, dass die Staatsanwaltschaft etwas neues zu futtern bekommt.
Und es wäre wirklich erstaunlich, wenn man die Fülle an Dokumenten bei “albris leaks” in einem positiven Sinne für Albris-Schule interepretieren könnte. Aber aus Erfahrung in dieser Schule, muss ich sagen, dass es möglich ist. Und es mag sein, dass der eine oder andere Kritiker im Nebel herumstochert. Doch der Nebel wurde bereits durch die Freie Schule Albris und Sigurd Böhm gegeben. Jetzt gilt es ihn im Sinne der Kinder und jungen Menschen zu vertreiben, wenn schon erwachsene Menschen zu bequem sind sich damit ernsthaft zu befassen.
Alles Gute, von Albris Leaks.
@Linus:
so lange die Fragen nicht geklärt sind woher wir kommen, wohin wir gehen und wozu das Ganze, wir der Mensch eine berechtigte Sehnsucht haben. Wer wen und wann also anlügt, kann man nicht so undiffirenziert sagen, vor allem wenn es um die Erkenntnissuche eines anderen Menschen geht. Faktisch gesehen hat die weitläufige moderne Wissenschaft immer noch diese Fragen nicht geklärt. Das, was sie erklärt hat ist lediglich das, was Auswüchse und Symptome des Lebens sind. Sie kann immer noch nicht die Wurzeln erklären, gibt es an die Religion ab und belächelt diese. Das ist schlichtweg peinlich.
Von daher hoffe ich, dass du und andere selbsternannte “Blasphemiker” und “Antichristen” nicht den Monopol der Erkenntnis erworben haben, um global zu entscheiden, dass alles Religiöse und Geistige und Esoterische eine Lüge ist. Ansonsten wäret ihr ja genau das, was ihr verteufelt – eine Sekte.
Hallo Ollie, hallo Anonymus (alias Anon), hallo Nic
ich bin für Ollies Beitrag sehr dankbar, vor allem für seine unmittelbare und nachvollziehbare Darstellung von direkt Erlebtem. Alles, was man da lesen kann hat so gar nichts sektiererisches. Die Fragen und Bemerkungen von Anonymus (alias Anon) wirken hingegen völlig künstlich und fanatisch. Nach seinen Äusserungen halte ich ihn für den Betreiber der Albris-Leaks-Seite. Nun kommt es mir ganz von aussen gesehen, ohne direkte eigene Erfahrung so vor als sei der Albris-Leaks-Betreiber selbst ein Fanatiker und Sektierer, der in seinem Hass auf diese Schule endlich seine Lebensaufgabe gefunden hat. Vielleicht ist Albris-Leaks selbst eine Sekte. Wer weiß? – Ich entnehme dass, wie gesagt nur einerseits dem entspannten und offenen Stil von Ollie und im Gegensatz dazu dem fanatisch-verkrampften Stil von Anonymus (Albris-Leaks). – Vielleicht kann Anonymus mal sich selbst reflektieren und sich fragen, woher sein Fanatismus kommt. Eigentlich scheint er tief-innerlich, aber unbewusst, Sigurd Böhm unendlich dankbar zu sein, dass er endlich in seinem Kampf gegen Albris einen Lebensinhalt gefunden hat, der ihm vorher gefehlt hat. – Ollie scheint hingegen mit beiden Beinen im Leben zu stehen und die verschiedenen Phänomene, die sich ihm zeigen, einfach schlicht zu schildern, wie sie ihm begegnen, ohne sie künstlich geschraubt zu verabstrahieren.
Danke Euch für die interessante Stil-Studie,
A. Silavon
@ Anon:
schön, dass die Stil-Studie ein Ende findet und für mich die Zeitverschwendung. Ich habe in keinem Kommentar die Sinnsuche negativ bewertet, sondern vor der menschlichen und göttlichen Hybris gewarnt. Wer Gott erfunden hat, ist nachträglich nicht beweisbar, liegt aber auf der Hand, wenn man sich mit kultureller Evolution beschäftigt. Nehmen wir einfachhalber Thor, der Blitze schleudert. Da ich keine Dogmen anerkenne, geht auch der Vorwurf des atheistischen Sektierertums ins Leere. Wird aber indoktrinatorisch immer wieder versucht. Wenn das Weltbid des Sinnsuchenden zusammenbricht hat, das schwerwiegende Folgen, wie uns die Geschichte der Menschheit zeigt. Deshalb sollte die Wichtigkeit der Sinnsuche auch nicht überbewertet werden. Ich akzeptiere den Zufall als Voraussetzung für die zunächst sinnlose Mutation, deshalb habe ich keine Probleme mit der Beweisführung, wie der philosophische oder theologische Elfenbeinturm. Wer (geistige)Beschneigung für ein Geschenk Gottes hält, mit dem diskutiere ich nicht. Mein Hobby ist Nichtbriefmarkensammeln. Für mich sind die Fragen woher und wozu geklärt, wohin bestimmt die Evolution der Schwarmdummheit. Und ich glaube ich an die Empathie und Schwarmintelligenz des Schleimpilzes. Mein soziales Engagement belegen u.a. meine Kommentare hier im Blog. Tschüss (kommt von adieu, geh mit Gott, aber gehe).
Noch zu woher mit vielen Grüßen an Steiner und Böhm:
http://www.dailygalaxy.com/my_weblog/2012/07/the-big-bang-or-the-big-bounce-new-math-points-to-a-continuum.html
Noch zu wohin (ohne geistige Beschneidung), das Lieblingslied aller Blasphemiker und Antichristen:
http://www.youtube.com/watch?v=XLgYAHHkPFs&feature=related
Hier der Text, damit schwarz auf weiß:
http://de.wikipedia.org/wiki/Imagine_%28Lied%29
Lennon ist von einem spirituellen Eiferer (religiös-esotherischer Lügner) ermordet worden. Und Islamisten sind zu dumm, um die Botschaft zu verstehen und Fatwas waren ohne Sprengstoffgürtel noch zu erfolgsrisikoreich auszuführen. Atheisten streben im Gegensatz zu Gott keine Weltherrschaft an, sondern plädieren für die individuelle Selbstverantwortung. Welcher Hirnwurm verhindert es, dies anzuerkennen?
Es fehlt nur noch das WARUM ist die Banane krumm. Das ist die Basis derjenigen Wissenschaft die sich seit der Evolutionn des zentralen Nervensystems (Gehirn, zufällig, ab da zielgerichtet interessensgeleitet) ohne Dogmen ständig revidiert. Im Gegensatz zur Basis ab erster Schamanen-Individuen, die vorgeben etwas zu wissen, wozu andere keinen Zugang haben. Nämlich zu dem Hirnwurm der religiös-esoterischen, ohne th, Scharlatane, auch ohne th. Eigentlich gehts an der Basis nur darum: http://hpd.de/veranstaltungen?action=cal&id=388&tab=cal_single
Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm. Ungefragt vorkauen ist keine Erziehung zu selbstbewußten Individuen.
@Arno:
das sind wirklich ausgiebige Stilstudien, die du da betreibst.
Breivik hat auch relativ entspannt einige Menschen umgebracht und erklärt jetzt sehr entspannt warum das richtig war und ist.
Das ist ja das Auffällige an euch, Befürwortern dieser Schule, dass ihr dauernd aufwiegen wollt und allen Kritikern das vorwerfen wollt, was ihr fabriziert.
Der Beitrag von Ollie zeigt höchstens seine Naivität in Hinsicht auf diese Schule. Weil er mit einer wohlgefälligen Schwärmerei voll ist. Das Gegenteil ist allerdings über die Schule schwarz auf weiss im Internet zu finden, da kann man dann noch so viel davon reden, welch gute Seiten diese Schule hat.
Ihr Beitrag zeigt, wie Sie statt sich mit der gegebenen Lage zu befassen, Hetze gegen Kritiker betreiben (in dem Fall gegen mich). Sie belegen Ihre Urteile mit Ihrer “Stilstudie”. Ob Ich der Betreiber von der Albris-Leaks-Seite bin und ob ich fanatisch bin oder Albris-Leaks oder wer auch immer, das sind alles leere Behauptungen, mit denen ja auch diese Schule gern umherschmeißt. Wenn Kindeswohlgefährdung an der Tagesordnung ist, würde jeder gesunde Mensch mit deutlicher Kraft handeln. Also ist die Frage letztendlich ist diese Schule eine Sekte oder nicht. Ist sie es nicht, dann ist doch alles prima. Ist sie es, dann besteht massive Kindeswohlgefährdung etc. Ob ich der Betreiber bin oder nicht ist doch irrelevant. Oder geht es Ihnen, wie auch der Schule, nur darum die Kritiker zu verklagen und zum Schweigen zu bringen? Scheint so.
Sie interessiert die ernsthafte Frage nicht, ob die Schule wirklich eine Sekte sein könnte, wohin ja wirklich sehr viele Indizien deuten, Sie interessiert es nur die Kritiker (in diesem Fall mich) durch eine haltlose, privat-persönliche Interpretation in den Dreck zu ziehen. Das halte ich für keine erwachsene Beschäftigung mit problematischen Situation. Aber damit scheinen die Befürworter der Schule nicht sonderlich glänzen zu können. Entweder ist die Darstellung positiver Inhalte dran oder die Verachtung der Kritiker. Wie wäre es, wenn Sie sich mal wirklich mit den Inhalten der Kritik befassen?
@Linus: ich verstehe nicht ganz oder es dir darum geht, einfach Dampf abzulassen oder über die Sache zu diskutieren. Ich denke, du solltest ein Buch schreiben.
Wort zum Sonntag:
Warum sind Sinnsucher zufällig in der Regel fundamentale Wahrheitsapostel? Warum wurde Sokrates umgebracht?
Ich weiß, dass ich nichts weiß, sagte der klügste Mensch der damaligen Epoche. Weil der Klügere nachgibt. Das ist die Nahrung des religiös-esoterischen Hirnwurms.
Wer hat warum Angst (vor dem schwarzen Mann) vor Blasphemikern und Atheisten? Die doch nur das Monopol der perversen Auslegung der Religionsfreiheit und der Schwarmdummheit argumentativ und friedlich bekämpfen? Ist “Perlen vor die Säue werfen” eine Aussage, derzuliebe man die Todesstrafe in einer Demokratie wieder einführen sollte? In Gottesstaaten sind Todesstrafen eine Selbstverständlichkeit.
Herr Arno Silavon,
ich stimme Ihnen zu, der Herr Speck gibt hier offen und freimütig seine derzeitige Meinung über die Schule zu Protokoll.
Ich bin jedoch erstaunt, dass jemand wie Sie, der offenbar die Schule selbst gar nicht kennt, nach Studium aller Berichte (z.B. Albris leaks) die Kritiker der Schule kritisiert. Also ich muss sagen, wenn man die Berichte durchliest, muss doch Jeden ein sehr mulmiges Gefühl beschleichen, was an dieser sogenannten Schule so passiert. Ich finde nach Kenntnisnahme der Protokolle muss man eher dankbar sein, dass es Menschen gibt, die den Mut und die Zeit aufbringen, eine Klärung zu ermöglichen.
Letztlich dient dieser Vorgang auch der Schule selbst sich ein Bild davon zu machen, wie sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
@Anna:
Ich habe mir versucht mittels der Internet-Seite der Schule und der Albris-Leaks-Seite und manchen weiteren Berichten ein Bild zu machen. – Einmal vor ein paar Jahren habe ich selbst ein sehr beeindruckendes Spiel an der Schule gesehen (den “Feuerofen”). – Ich habe mich auch einen Großteil meines Lebens mit der Anthroposophie Rudolf Steiners beschäftigt und dadurch einen Eindruck davon bekommen, was geschieht, wenn interne Vorgänge, Konferenz-Protokolle etc. an die Öffentlichkeit gelangen und welch’ verzerrtes Bild dadurch entsteht. Außenstehende glauben immer unglaublich hochmütig beurteilen zu können, was Menschen bewegt, die an einem sozialen Erkenntnisprozess teilnehmen. – So haben sich ja auch in den vergangenen Jahrzehnten Menschen, die gar nicht der Anthroposophie Rudolf Steiners innerlich nahe getreten sind, sich zu Richtern z.B. in Bezug auf ihren angeblichen “Rassismus” aufgespielt.
Kurz gesagt: ich kann dem, was Albris-Leaks da mit den Dokumenten so zu enthüllen glaubt, nichts entnehmen – wenn ich nicht schon von vornherein vorurteilsvoll lese -, was es mir zweifelsfrei ermöglichte hier von Sektierertum zu sprechen. – Hingegen nehme ich sehr stark wahr, dass der Betreiber der Albris-Leaks Seite nach offenbar ihn sehr betreffenden Erfahrungen an der Schule, nun all’ seine Lebensenergie zusammen nimmt, um gegen die Schule und insbesondere Sigurd Böhm zu kämpfen. – Es scheint ihn etwas innerlich zu treiben, was er selbst aber nicht zu beobachten vermag. Er scheint selbst in seinem Innersten getroffen zu sein, und kann im Moment wohl nur so damit umgehen, dass er nach außen kämpft, statt, wie ein innerlicher Umgang mit der Anthroposophie es ermöglichen könnte, diesen Kampf im Innern mit sich selbst auszufechten. – So erscheint es mir, aufgrund des Schreibstils des Albris-Leaks-Betreibers.
Den Stil der Web-Seite der Schule nehme ich als recht unverkrampft und offen wahr, wie auch den von Ollie Speck.
Der Stil der internen Dokumente, die auf der Albris-Leaks-Seite veröffentlicht sind, sind geprägt von innerem Ringen und Konflikten, die mir als Außenstehenden so erscheinen, wie Privat-Briefe eines Menschen, die eigentlich nicht für mich bestimmt sind. – Es ist da wohl nötig, auch sensibel zu werden, für eine gewisse Hygiene damit, was man und vor allem auch wie man es zur Kenntnis nimmt.
Sie sehen, dass ich versuche, die Dinge nicht so anzuschauen, wie sie sich mir emotional aufdrängen, sondern einen gewissen Abstand zu wahren und die Stil-Sprache wahrzunehmen. – Ich glaube, dass man damit recht weit kommen kann.
Schließlich kann ich Ihnen aber zustimmen, dass es sicherlich für die Verantwortlichen an der Schule ein wesentlicher Faktor sein kann, wenn sie merken kann, wie sie von außen von manchen angeschaut werden. – Umgekehrt kann es aber vielleicht auch für manchen Kritiker, wie insbesondere den Betreiber der Albris-Leaks-Seite, nur von Vorteil sein, wenn ihm von außen einmal mitgeteilt wird, wie fanatisch und sektiererisch sein eigener Stil auf einige Menschen wirkt, wo er doch selbst das Sektierertum zu bekämpfen glaubt. – Vielleicht sollte er das Sektierertum selbst erst in sich erkennen und dort bekämpfen, dann könnte er seine eigenen Emotionen mehr als Phänomene anschauen und beschreiben und dann auch nach und nach ein Verhältnis dazu bekommen, was ihm eigentlich widerfahren ist.
Seltsam ist übrigens, dass mir auf meinen google-Suchen nach “Alb-ris” ein Gedicht begegnet ist, in dem sich die Erfahrung des Selbst-Infragegestellt-Seins durch eine andere starke Persönlichkeit, und die vorläufige Unmöglichkeit, dieser Erfahrung wirklich Sinn im eigenen Leben zu verleihen ganz gut ausdrückt (das im Gedicht erhoffte Vergessen, kann es nämlich nicht geben, nur Verdrängung – und Kampf um Verdrängen zu können):
Alb Riss
12.07.2012
Ich stand auf und ging…
Ohne mich, ohne Wiederkehr.
Wenn ich das Ich zur Rückkehr nicht erzwinge,
Bleibt es für immer fort
Und schweigt mich an im Stillen.
Wer füllt dann diese Stille in mir?
Ein Anderer, ein Jemand,
Mir befremdlich fern und kalt.
So nach und nach,
Mit leisen Schritten,
Lauten Schreien,
Bunten Spielen,
Wichtigen Gebärden,
Schönem Schein und Lachen
Betritt er mein Gemach und singt mir aus dem Kanon vor.
Gewaltig seine Rede.
Im Wirbelsturm vergeht Moral.
Gewissen legt die Flügel nieder.
Die Täuschung macht sich breit.
Ausgestopfte Seelenlöcher, dunkle Ecken gut genutzt.
Graue Handpuppen treiben ungeschützt.
Mein Inneres,
Gedrückt zu Boden,
Hinweg gerissen weit nach oben.
Mich jagt es immer wieder,
Wieder immer ich-los bin.
Warum bist Du gegangen?
Das Äußere ist Dir doch lieb.
Der feste Schritt im Rahmen.
Die Taten folgen Deinem Mord
An mir, an uns zusammen.
Ich gehe immer wieder fort,
Und jedes mal noch blasser werden Tage.
Die Nächte, tanzend in dem Nebel dort,
Bis ich vergessen habe
Den Weg zurück.
Zu Dir.
Dein Ich.
(Quelle: http://www.aliaks.de/)
Gruss,
A. Silavon
@Anon:
Das Buch ist bereits geschrieben (wenn auch nicht von mir und besser als ich es könnte) “Micheal Schmidt-Salomon, Keine Macht den Doofen, Eine Streitschrift, Piper, 124 Seiten, 5,99€”. Um über eine Sache zu diskutieren, muss man sich erstmal undogmatisch um die Basis kümmern. Dazu habe ich fundamentalen Dampf abgelassen, was nicht nur mir “Hetze gegen Kritiker betreiben (in dem Fall gegen mich)” einbrachte. Und darauf hingewiesen, dass ich Stil-Studien anderen überlasse. Auch verweise ich auf die relative Kürze meiner Kommentare im Vergleich zu wie gehabt beim Streit um des Kaisers Bart, oder um seine neuen Kleider.
Inzwischen verstehe ich auch was sich hinter “ich verstehe nicht ganz oder es dir darum geht” verbirgt. Einfach, es kann nicht sein, was nicht sein darf. Details hierzu sind Zeitverschwendung.
Plagiat von einem auch überqualifizierten Ehrenamt (Name siehe unten) wegen der vorwurfsvollen Frage um was es mir denn eigentlich geht. Ich habe den Autor nichteinmal gefragt, ob ich das hier einstellen darf und unterstelle die Genehmigung. Ansonsten hätte er dies ja nicht an die Stuttgarter Zeitung geschrieben, logisch? Aber wegen im Nebel rumstochern und Verstehen ohne Geschwurbel, hoffe ich (nicht glauben), dass solches auch in Albris diskutiert wird, bitte nicht hier. Denn in der Kürze liegt die Würze wegen ansonsten Zeitverschwendung. Es geht um die Erziehung durch Vorbilder, Sinnsuche und Sekten.
Ab hier nur noch Zitat:
Robert Spaemann: “Der Traum von der Schicksallosigkeit”
Robert Spaemann äußert sich zum Kölner Gerichtsurteil über Beschneidungen als Körperverletzung. Dies sei “ein beispielloser Angriff auf die Identität religiöser Familien.”Am Ende seines Artikels spricht er sogar von einer “Kölner Kulturrevolution”, obwohl er andrerseits das Beschneiden selbst als medizinische Bagatelle sieht, was sie mitnichten ist.
Völlig richtig sieht er hinter dem Urteil das immer stärker werdende Bestreben, “dass religiöse Erziehung von Kindern überhaupt verschwinden müsse, weil sie die spätere religiöse Selbstbestimmung präjudiziere und beinträchtige”.
Er wendet sich gegen dieses Bestreben, weil Kindern, denen die Alternative, an Schulen “Leben im Glauben von innen kennen zu lernen” verwehrt sei, gar keine Wahlfreiheit hätten.
Was für ein Unsinn! Denn dann müsste es mindestens so etwas wie eine neutrale religiöse Erziehung geben. Und die kann es einfach nicht geben, weil Religionen immer auch legendenbehaftete Ideologien sind. Genauso gut könnte man dann fordern, das Kinder auch andere Ideologien auf der Schule “von innen” kennen lernen müssten, damit ihnen die “spätere Wahlfreiheit” nicht verwehrt sei.
Wer so katholisch geprägt ist, wie ein Herr Spaemann, dem ist es offenbar für alle Zeiten unmöglich, Religion als reine, von Menschen gemachte esoterische Lehre zu identifizieren.
Ferner schreibt er: “Hinter der Ablehnung religiöser Prägung in der Kindheit steht der Gedanke der Schicksallosigkeit der Lebensqualität” Erst versteht man diesen Satz nicht. Aber während seiner weiteren Ausführungen wird klar, dass er meint, dass niemand bei einem Nullpunkt sein Leben beginnen könne. Den je nach Ort und Zeit wird man “schicksalhaft” geprägt, allein schon durch die eine Muttersprache. Sprache prägt Denken. Man kann später eine andere Sprache wählen, “aber die ursprüngliche Prägung durch die Muttersprache ist irreversibel.” Da hat er natürlich recht. Man kann Kinder nicht sprachlos erziehen wollen, wie es einst der Stauferkaiser Friedrich II. in der ersten Hälfte des 13. Jh’s in einem Experiment durchführen ließ. Man sprach mit den Kindern überhaupt nicht. Sie sprachen dann nicht von sich aus, wie vermutet, hebräisch, sondern sie starben.
Und so meint wohl Spaemann, dass Kinder ohne religiöse Erziehung einen vorzeitigen geistlichen Tod sterben müssten. Er übersieht dabei vollkommen, dass Kinder sehr wohl von Wertvorstellungen geprägt werden sollen. Denen von Humanismus und Aufklärung! Durch eine ideologiefreie ethische Erziehung, die sich an Vernunft, Wissenschaft und Rationalität orientiert anstatt an Märchen archaischer Vorzeiten. Wir sehen doch in sehr vielen Ländern heute noch, was dabei herauskommt, wenn Kinder in verschiedenen religiösen Ideologien erzogen werden: Sie schlagen sich zu oft die Köpfe ein, weil jeder, der der dümmsten Absurdität, die die Welt je gesehen hat, anhängt, der vollen Überzeugung ist, sein Gott und seine Dogmen seien die einzig richtigen. Und religiös motivierte Auseinandersetzungen sind oft, das wissen wir doch aus Geschichte und Gegenwart, die blutigsten und abscheulichsten.
Nichts gegen die relativ seltenen medizinisch begründeten Beschneidungen! Aber Spaemann meint, für “gläubige Juden sei durch diesen hochsymbolischen Akt der geoffenbarte Wille Gottes erfüllt”. “Hochsymbolisch”!! Was soll an einer Beschneidung symbolisch sein? “Ein Gebot Gottes” sagen die Juden! Wenn man alle angeblichen Gebote eines eingebildeten Gottes erfüllen würde, würde man sich zivilisatorisch in archaisch grausame Zeiten zurück katapultieren!!
Was mich aber besonders empört: Dass solcher pseudophilosophischer Unsinn in einer deutschen Qualitätszeitung auch noch abgedruckt wird, ohne gleich eine Gegenmeinung daneben zu setzen. Auch Philosophen haben natürlich die Freiheit, kompletten Unsinn von sich zu geben. Und an ihm sieht man mal wieder, wohin frühkindliche religiöse Indoktrination führt. Zu einer Weltsicht mit ideologischen Scheuklappen. Deshalb: keinerlei religiöse Erziehung in Kindergärten und Schulen! Ideologische Gehirnwäsche ist absolut nicht vergleichbar mit Spracherwerb. Sprache ist als solche natürlich keine Ideologie, sondern allenfalls eine kulturelle Prägung. Völker haben in der Geschichte bis heute nicht wegen verschiedener Sprachen Kriege geführt, sondern wegen verschiedener Ideologien, seien sie nun religiös oder ersatzreligiös!!
Man muss leider immer mehr den Eindruck gewinnen, Sie machen sich zum einseitigen Sprachrohr von Kirchen und (Streng-)Gläubigen. Die säkulare Seite kommt viel zu kurz oder gar nicht vor. Ich würde mich freuen, wenn sie diesen Eindruck durch kritischere Artikel zerstreuen könnten.
Mit freundlichen Grüßen
Volker Kirsch, Stuttgart
Finales Tacheles Klarsprech:
In einem Blog, der sich redlich um Aufklärung bemüht, dürfen persönliche Gefühlsbeleidigungen, Rechtfertigungen und Animositäten nicht Seitenlang ausufern. Dafür gibt es Selbsthilfegruppen oder professionelle Psychologen Ihrer Wahl. Der spinnt, sagt der eine Psychopath zum Anderen. Alles in den individuellen Abstufungen der Sinnsuche nach Paracelsus (Gift/Medizin) zu denen ich mich bekenne.
Wer mit Rosinenpickerei und Auslegungsargumenten anderen Menschen die Zeit stiehlt (Stilanalysen), hat Probleme mit der negativen (frei von) Religionsfreiheit und der positiven Meinungsfreiheit, er betreibt Selbstrechtfertigung und Missionierung. Noch jede Ideologie hat sich den Freien Willen, den der Führer vorgibt, auf die Fahne geschrieben. Anstatt mit Lilly Marleen in den grauen Nebeln rumzustochern, empfehle ich, sich von der EU einen philosophischen Lehrstuhl subventionieren zu lassen. Dort sitzen die Profis für Humbug-Subventionen. Und Humorlosigkeit ist der Gradmesser für Gläubigkeit. Witze nur über andere. Wenn ich mich geirrt habe, bin ich dankbar für diese Erkenntnis. Ich lache ich mich aus und beiß mir in den Hintern.
@Arno Silavon:
Sie reden, wie alle anderen Befürworter wohl gerne abstrakt und aus dem Nichts heraus. Schwingen hier Ihre Reden mit ausführlichen Beurteilungen über den Betreiber von Albris-Leaks. Sie sollten wohl sein Therapeut werden. Allerdings sollten Sie davor üben Ihre Aussagen mit etwas zu bekräftigen, was ich Wirklichkeit nennen würde. Ansonsten können Sie auch den armen Betreiber dieser Seite nicht therapieren und so bleibt er für immer und ewig verblendet vor der erleuchtenden Kraft der “Freien Schule Albris”. Sie können gerne Ihre Behauptungen verbreiten, sie stehen aber leer da, gestützt von einem ganz großen Willen Ihrerseits, die Kritiker bloß zu stellen und vor zu führen.
Im Gegensatz zu Ihnen geht das Projekt Albris-Leaks konkreter und bodenständiger vor. Wenn Sie mit den Protokollen nichts anfangen können und sie Ihnen nichts Übles zeigen, dann tun Sie mir persönlich wirklich irgendwie Leid. Ich denke jeder gesunde Mensch kann darin zumindest etwas sehen, was ihn negativ berührt. Sie scheinen aber auch dafür nichtssagende “Argumente” zu haben. Wie es aussieht, ist es wirklich die Vorgehensweise der Anhänger dieser “Schule, viel zu reden und nichts Klares und Untermauertes zu sagen.
Ihre Worte:
“Ich habe mich auch einen Großteil meines Lebens mit der Anthroposophie Rudolf Steiners beschäftigt und dadurch einen Eindruck davon bekommen, was geschieht, wenn interne Vorgänge, Konferenz-Protokolle etc. an die Öffentlichkeit gelangen und welch’ verzerrtes Bild dadurch entsteht. Außenstehende glauben immer unglaublich hochmütig beurteilen zu können, was Menschen bewegt, die an einem sozialen Erkenntnisprozess teilnehmen.”
Das ist wirklich sehr beeindruckend, wie Sie hier über die Inhalte der Protokolle sich einfach hinweg setzen und davon reden, was “Außenstehende glauben immer unglaublich hochmütig beurteilen zu können”. Wirklich sehr gut, das könnte der Klassiker werden. Sind Sie zufällig in dem Führungskreis dieser “Schul-Sekte” oder würden Sie da nur gerne sein? Da haben Sie sich wohl eher mit Böhmosophie befasst als mit Anthroposophie, wenn Ihnen als Kern der Sache die „hochmütige Beurteilung der Außenstehenden“ erscheint. Und dabei scheinen die Außenstehende gerade mehr von der Sache verstanden zu haben als der ganze „Erleuchtungszug“ dieser Sekten-Schule.
Kinder im Bus: „das ist hier eine komische Schule, eine komische Schule. Sie laufen alle in Kutten rum und sehen gleich aus.“
Und es ist wirklich sehr rührend, wie Sie dieses Gedicht hier rein kopieren. Sie sind wohl ein Meister der Gedichtsinterpretation. Ich denke, Sie haben dieses Gedicht nicht mal annähernd verstanden. Sie können ja den Autor kontaktieren und ihn fragen, was er von Ihrer Interpretation hält. Aber es sieht wohl so aus, dass Sie auch hier mehr zu verstehen meinen, ohne sich damit beschäftigt zu haben, als jemand, der die Sache selbst schreibt. Übrigens… wirklich treffend, das Gedicht. Kennen Sie den Poeten?
“Sozialer Erkenntnisprozess”… welch großes Wortspiel.
Machen Sie Ihre Hausaufgaben, Herr Silavon. Ansonsten ist es nur peinlich.
@ Linus Heilig:
nehmen Sie Drogen?
Sie sollten es lassen.
Ich meine, es tut Ihnen und Ihren Gedankenauswüchsen nicht gut.
Ein Nachtrag ist noch zur Aufklärung der Lage fällig. Die Gewohnheit einfach irgendetwas Leeres zu behaupten scheint ja bei den Fans der Schule ein Hobby zu sein.
Werter Herr “Arno Silavon”, Sie haben nach Alb-Ris gegoogelt und kamen auf die Seite mit dem Gedicht? Ja wirklich? Ganz sicher? Überlegen Sie noch einmal bitte genauer.
Bei Kenntnis der technischen Möglichkeiten einer Suchmaschine, wäre das nur mit einer ausgeklügelten “Voodoo-Computer-Methode” oder vielleicht Zaubereien Sigurd Böhms möglich. Wenn dem nicht so ist, bitte berichtigt mich, ich lerne gern dazu.
Will das hier jemand mal probieren? Googelt mal bitte nach “Alb-Ris” oder “Albris”. Kommt ihr auf die Seite mit dem Gedicht auf irgendeiner Google-Seite? Ja?
Wollen Sie uns nicht verraten, werter Herr Novalis – ein Fan von Max Stirner, Karl Ballmer, Arminius und Rudolf Steiner – wie Sie wirklich auf dieses seltsame Gedicht kommen? Das wäre wirklich sehr interessant.
Jemanden, der mit Nebelkerzen und -gedichten ganzundgarnixmehr anfangen kann, des Drogenkonsums zu bezichtigen, entspringt primitivster Verleumdung und extremem (nach Paracelcus) Dogmatismus. Das sind die geistigen Drogen, denen dieser Blog abhold ist. Zudem haben sie vergessen, dem verehrten Herrn Kirsch selbigen Abusus vorzuwerfen. Ist man drogensüchtig, nur weil man gefühlsbeleidigungsresitent und nicht autoritätshörig ist? Nüchtern gegen den Hirnwurm Hybris.
Meine Bitte an den Blogbetreiber, kritikanaphabetische Kommentare zu unterbinden. War wohl doch ein Fehler, solchen sekteninternen Auseineindersetzungen eine Plattform zu bieten.
Hallo,
ich fasse es nicht! Hier geht es um Menschenrechte – Kinderrecht vieler Kinder. Eine Schule steht im Verdacht eine Sekte zu sein! Kein Mensch schreit auf. Herr Böhm würde sagen: warum sagen Sie nichts dazu!
Keine Stellungnahmen von den Eltern die seit jahrzehnten in der Schule verstrickt sind und dafür Mann und Hof verlassen haben, keine Stellungnahmen von Abschlussschülern, die bewusst nicht in die Jugendakademie gehen, keiner der wirklich was sagt! Gedichte helfen da nicht weiter.
Es geht um einen schweren Verdacht. Den gilt es entweder völlig auszuräumen oder wenn er sich bestätigt, dann muss sofort gehandelt werden! Laberei hilft nicht, keinem einzigen Kind. Und es sind die Eltern, die ihre Kinder in die Schule schicken! Welches Kind geht da freiwillig von sich aus hin?
Hallo,
mal angenommen, ich würde eine staatlich anerkannte Privatschule betreiben, der öffentlich vorgeworfen wird, eine Sekte zu sein oder ich wäre dort Lehrer, Elternteil oder ehemaliger erwachsener Schüler oder aktuell Schüler der höheren Jahrgänge. Was würde ich dann machen? Ich würde doch alles tun, um die Vorwürfe öffentlich auszuräumen.
Das geht aber nicht so, dass ich meine Kritiker einfach auf meine Seite verlinke und still bin, das geht auch nicht so, dass ich meine Kritiker kritisiere, lächerlich mache oder gar verklage. Das ist doch keine ehrliche Auseinandersetzung! Das führt doch nur zu einer Unglaubwürdigkeit, finde ich zumindest. Kritik ist ernst zu nehmen. Wenn es gar so wäre, wie die Schule öffentlich behauptet, dass die Kritik von einem ehemaligen Mitarbeiter oder von einem ehemaligen Schüler ausgeht, na die zeigen doch Zivilcourage. Da kann ich doch nicht so gegenübertreten!?
Da muss ich mich doch fragen, bin ich selbst schon so lange dabei und so verstrickt, dass ich das nicht sehe, was andere sehen? Die die von außen kommen oder die frühzeitig gehen!? Was sehen die wirklich, was ich nicht sehe?
Es sind doch schon soo viele gekommen und wieder gegangen!? Waren die wirklich nur alle beleidigt?
Die Meinung eines einzelnen Vaters, der noch nicht lange in der Schule vertreten ist, kann die Vorwürfe beim besten Willen nicht ausräumen! Es ist ja schon eher so, weil sonst niemand von den Lehrern, Eltern, Schüler etc. wirklich Stellung nimmt, für die wirklich Außenstehenden sich der Eindruck verstärkt, dass hier niemand was sagen darf!
Nein, ich persönlich würde den Gegenbeweis erbringen. Ich persönlich würde das Kultusministerium selbst um Hilfe bitten und um die Einsetzung einer umfassenden Prüfungskommision bitten. Unter Offenlegung aller Schulprotokolle und Jugendakademieprotokolle, aller Finanzbücher, aller Lehrpläne, aller aktuellen Zeugnisse, aller Ausbildungsnachweise der Lehrer. Eben alles, was sich prüfen lässt, würde ich über eine staatliche Stelle prüfen lassen. Ich würde auch darauf bestehen, dass die Kommision soviel Personal gleichzeitig schickt, dass zeitgleich in allen Klassen geprüft werden kann, welche Lehrer dort gerade unterrichten. Gerade zum Schuljahresende wäre es auch eine gute Gelegenheit, die Schüler durch entsprechende staatliche Jahrgangstests auf das zu prüfen, was unter dem Jahr gelernt werden sollte. Die Durchführung und Auswertung sollte jedoch auch unter staatlicher Vollaufsicht laufen.
Wenn dann die staatliche Aufsichtsbehörde zu dem Ergebnis kommt, das meine Schule keine Sekte ist und ich kein Teil davon, habe ich alle Trümpfe in der Hand! Dann kann ich an die AZ oder sonst wo hin und öffentlich auftreten und für meine Schule werben! Sonst bleibt immer ein fader Beigeschmack und es bleibt mir nichts anderes übrig, als meine Kritiker zu kritisieren.
Es geht um nichts geringeres, als um das Leben, die Weltanschauung und die Zukunft hunderter Kinder! Das sollte es doch wert sein, eine umfassende Aufklärung zu erwirken!
@Anon
Merken Sie was? – Jeder, der nicht Ihrer Kritik folgt, wird von Ihnen niedergemacht und beschimpft. – DAS nenne ich sektiererisch! – Zu jedem Dokument auf albris-leaks, schreiben Sie dazu, wie man es zu lesen hat; welche Stellen besonders verachtenswert sind streichen Sie rot an, damit es richtig transparent wird. -
Sie spielen sich zum Grossmeister der Transparenz auf, und wollen selbst im Dunkeln bleiben. – DAS finde ich nicht bodenständig und konkret. – Oder meinten Sie die Bedienung Ihres Scanners damit?
Lassen wir es dabei. – Ich habe versucht, die verschiedenen Stile zu beschreiben und bin auf seltsamen Such-Wegen auf das Gedicht gestoßen und gehöre nicht dem Führungskreis der Schule an und möchte es auch nicht, wie Sie es gerne hätten, um mich in Ihre Anschauungswelt einzupassen.
Und nun zum Schluss: Wie unendlich schwer ist es, etwas aufzubauen – und wie leicht und wohlfeil ist es etwas in Grund und Boden zu kritisieren und es niederzumachen. – Bauen Sie selber eine Schul- oder Erziehungsstätte auf! Warum nicht in Kempten und/oder Umgebung. Wenn sie gut und besser ist als die Freie Schule Albris, werden die Eltern und Kinder in Scharen zu Ihnen strömen und durch Ihre bessere Arbeit von dem, was Sie an der Freien Schule Albris für schlecht halten, erlöst werden. Dann hätte Sie etwas geleistet. – So wirken Sie nur wie jemand, der am Rand steht und keine Toleranz für etwas aufbringen kann, was andere aufgebaut haben und manche hoch schätzen. – Auch das ist für mich eine Stil-Frage.
@Anna
Von angeblich objektiven staatlichen Prüfmethoden halte ich nicht viel. – Sie befestigen nur das Bestehende. Wer wirkliche Innovation will, muss schon ertragen, dass es etwas gibt, wofür der Maßstab nicht von vornherein festliegt. – Wollte man nur auf bestehende Maßstäbe bauen, wäre die ewige Wiederkehr des Gleichen die Folge.
Leben Sie wohl! – Danke Nic – für die Möglichkeit der Vielfalt. – Ich bin dann mal wieder weg aus Europa.
Der Kommentarbereich ist geschlossen; mir wird das hier inzwischen viel zu persönlich…