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Das Volksfest bei Kitaj-Gorod endete mit Festnahmen

07.05.2012 – 23:25, Anna Kasatkina

Die nächt­li­che Aktion in Kitaj-Gorod, die Aleksej Navalnyj als „unbe­fris­te­tes ganz­tä­gi­ges Volksfest“ bezeich­nete, wurde doch zu einem Zusammenstoß mit der OMON. Aleksey Navalnyj und Sergej Udaltsov wur­den ver­haf­tet. Ein Teil ihrer Gesinnungsgenossen bleibt beim Denkmal der Helden von Plevna.

Pussy Riot, Foto: Wikipedia

Pussy Riot, Foto: Wikipedia

Das Sitzen am Denkmal für die Helden von Plevna, das am spä­ten Abend des 7. Mais begann, fand sehr schnell Anhänger – die Menschen kamen mit Decken, Thermoskannen, Tee und Wasser. Nach Einschätzung von Augenzeugen nah­men an der Aktion zwi­schen 600 und 1000 Menschen teil. Die Leute kamen auf Fahrrädern und Rollern. Die Polizei war zwar da, zeigte aber keine Aktivität. Gegen zwei Uhr nachts jedoch wurde die Kundgebung mit Wasserwerfern ange­grif­fen, wonach die Menschen sich auf den Tchistoprudnyj-Boulevard bega­ben, wobei sie diese Handlung eine „Spaziergang durch die Stadt“ nann­ten. Evgenija Tchirikova schloss sich den Aktivisten an. Dort nah­men sie Angehörige von OMON in Empfang, die erklär­ten, man könne nicht zum Griboedov-Denkmal gehen, weil es „restau­riert“ werde.Bereits auf dem Rückweg nach Kitaj-Gorod wur­den Aleksej Navalny, Sergej Udaltsov sowie ein Teil ihrer Anhänger ver­haf­tet und in die Polizeistation „Chamovniki“ gebracht. „Die tak­tik ist die­selbe. Wir leis­ten kei­nen Widerstand. Wir gehen, wir kom­men. Erklärt das allen. Wir suchen kei­nen Konflikt mit der Miliz. An die Zurückgebliebenen: einigt euch direkt jetzt auf einen Koordinator, jeman­den, der etwas kann, ent­schie­den ist und auf der Laute spie­len kann“, erklärte Herr Navalnyj in sei­nem Blog.

So dau­er­ten die Unruhen, die vor dem Hintergrund der Amtseinführung von Vladimir Putin statt­fan­den fast einen Tag. Früher hatte die Polizei Rechenschaft über die Festnahmen abge­legt. Wie aus der Pressemitteilung der Hauptstelle des Innenministeriums her­vor­geht wur­den „für den Versuch, nicht geneh­migte Kundgebungen im Stadtzentrum durch­zu­füh­ren“ heute an die 300 Personen fest­ge­nom­men – einige mehr­fach. Alle Festgenommenen wur­den nach den Worten der Sicherheitskräfte nach pro­phy­lak­ti­schen Gesprächen wie­der frei­ge­las­sen weil die Polizei „weich han­delte, um die Stimmung vor den Mai-Feiertagen nicht zu ver­der­ben“. […]

Über Nic Frank

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

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