Donnerstag , 23 Mai 2013
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„Freie Schule Albris“

kor­ri­gierte Fassung

Freie Schule Albris - Foto: privat

Freie Schule Albris – Foto: privat

Die Schule wurde 1974 durch den Studienkreis der Anthroposophie und Sozialen Baukunst Rudolf Steiners unter der Leitung von Sigurd Böhm als Freie Waldorfschule Kempten gegrün­det. Seit Sommer 2009 heißt sie offi­zi­ell: Die Freie Schule Albris.” Für den hpd berich­tet ein Insider über die Zustände in der Freien Schule Albris.

In einem aktu­el­len Flyer wirbt die Freie Schule Albris der­zeit in Kempten, Immenstadt und Memmingen mit: “[die Schule] möchte mehr sein als ‘bloße Schule’, indem sie in der Auseinandersetzung mit der welt­wei­ten Problematik einer im Kampf ums Dasein immer mehr zer­fal­len­den Gesellschaft, einer durch rück­sichts­lose Ausbeutung zer­stör­ten Natur, neue Wege für Kindheit und Jugend sucht…” . Sie defi­niert sich selbst als “ein­heit­li­che Volks- und höhere Schule des Menschen in der Erziehungskunst Rudolf Steiners”.

Nur wer sich schon ein­mal genauer mit der “Erziehungskunst” Rudolf Steiners beschäf­tigt hat, ahnt, mit wel­chen Mitteln die Kinder und Jugendlichen auf den ver­meint­li­chen Weg gegen die Missstände der Welt erzo­gen wer­den sol­len. Zumal von einer sich selbst aus “urchrist­li­che” bezeich­nen­den Gruppierung.

Der hpd hat geraume Zeit dar­über nach­ge­dacht, ob die Stimme eines – wenn auch kri­ti­schen – Anthroposophen hier Platz bekom­men sollte. Und sich dann dafür ent­schie­den. Denn die Versprechungen der Flyer klin­gen für sicher­lich viele Eltern ver­lo­ckend. Was aber genau hin­ter den Worten steckt konnte uns jemand berich­ten, der selbst eine geraume Zeit an der Schule tätig war.

“Die Schule ist in den 90er Jahren aus dem Waldorfschulbund nach einem Gerichtsstreit raus­ge­flo­gen. Die Essenz der Vorwürfe des Bundes war im Grunde in einem Satz ver­ständ­lich: „Entlassen Sie das Kollegium in die Eigenständigkeit!”. Gemeint ist der Gründer und Guru der Schule Sigurd Böhm. Dieser hat die Idee, die hin­ter der Anthroposophie und den Waldorfschulen steht, für sich umge­formt und dar­aus ein eige­nes ego­zen­tri­sches Imperium auf­ge­baut, wel­ches von man­chen Kemptnern “Böhmische Dörfer” genannt wird (damit ist das Schulgelände in Albris gemeint). Die mit  Anthroposophie ver­trau­ten Menschen nen­nen die mani­pu­la­tive Arbeit Sigurd Böhms iro­nisch “Böhmosophie”. Es ist also eine Schule, die sogar aus der Sicht der Waldorfschulen als Sekte bezeich­net wird!  Und das, obwohl ja man­che bereits die Waldorfschulen selbst als Sekten bezeich­nen.

Ich kann an die­ser Stelle nur ver­su­chen, hier die Hauptpunkte der Wirkungsweise Sigurd Böhms und die­ser Schule zu berich­ten. Über die öffent­lich kaum wahr­ge­nom­men Dinge kann ich des­halb berich­ten, da ich viel Kontakt mit füh­ren­den Personen hatte und an vie­len Vorträgen und Sitzungen teil­nahm. Denn im Hintergrund  zeigt sich das “zweite”, das eigent­li­che Gesicht der Schule.

Auffallend an die­ser Schule ist, dass sie im Grunde erst­mal nur eine Geschäftsleitung hat. Eine Schulleitung sucht man ver­ge­bens. Die Schulleitung gibt es nur for­mell auf dem Papier und für sel­tene (noch nie vor­ge­kom­mene?) offi­zi­elle Treffen. Der Schulleiter ist in der Schule selbst kaum anzu­tref­fen, bei Entscheidungen nicht dabei und auch nicht gefragt. Die Geschäftsführung besteht aus einem ehe­ma­li­gen Sparkassenmitarbeiter, der sich sehr gut mit dem Finanzwesen aus­kennt und weiß, wie man an Geld heran kommt, einem zwei­ten älte­ren Herrn, der eben­falls im Finanzwesen und Rechtswesen ver­siert ist und einem drit­ten jün­ge­ren Herrn: einem streb­sa­men Anwalt. Diese drei Menschen sor­gen dafür, dass das not­wen­dige Geld her­ein­kommt und die Rechtslage immer halb­wegs unan­greif­bar oder ver­tuscht bleibt.”

Auffällig ist auch, dass die Eltern der Schüler wenig in die Ausbildung ihrer Kinder ein­ge­bun­den wer­den. So wird ihnen oft nicht bewusst, dass das äußer­lich gute Leben, das die Kinder auf dem Anwesen der Schule füh­ren, ein suggestiv-psychisch-manipulierendes System ist, dem die Kinder und Jugendlichen aus­ge­setzt sind. “Sie ver­ste­hen nicht, dass ihre Kinder auf Umwegen doch ein ganz ein­sei­ti­ges und mani­pu­lier­tes Weltbild haben. Teilweise wer­den Kinder bereits in der Unterstufe gewis­ser­ma­ßen aus­sor­tiert und so geför­dert, dass sie in ihrer Egozentrik wach­sen kön­nen.”

Freie Schule Albris - Foto: privat

Freie Schule Albris – Foto: privat

Gefragt nach der finan­zi­el­len Beteiligung der Eltern und meinte unser Informant, dass  Böhm und Co. auch ganz viel mit Erzeugung vom schlech­ten Gewissen arbei­ten. Dadurch wer­den Eltern und Lehrer zur Dauerhilfe an der Schule und Geldspenden so zu sagen “frei­heit­lich gezwun­gen”. Bei jedem Vortrag, jeder Tagung oder Konferenz, bei jedem Theaterspiel etc. steht jemand mit einer Kupferschale und erwar­tet Geldspenden, obwohl z. B. Seminare und Tagungen bereits viel Geld kos­ten. Nach vie­len Veranstaltungen wird dann um Hilfe gebe­ten (Arbeit im Feld, Hilfe beim Bauen oder sonst etwas). Und wenn man dann nicht spen­det oder frei­wil­lig unent­gelt­lich mit­ar­bei­tet, dann wird man nach und nach durch­aus als “nicht-zur-Gemeinschaft-gehörig” ange­se­hen.

Es wird jede Möglichkeit dafür genutzt, um an Geld heran zu kom­men. Mitarbeitergehalt wird nach “Bedarf” gerech­net. Es wird aber durch­aus erwar­tet, dass der “Bedarf” sinkt und die Spenden stei­gen.

Genaue Zahlen der Spenden via Kupferteller zu nen­nen ist schwie­rig… weil nach jeder Konferenz z.B. Scheine in die Kupferschale rein­ge­legt wer­den. 5-50 Euro Scheine… es gibt da keine Münzen. Dazu kommt, dass jeder Lehrerhaushalt an einem “Projekt” betei­lig ist “1 Euro am Tag für Albris” (aus 1 Euro wer­den dann “frei­wil­lig” schnell 3 oder mehr) und das wird dann vom Gehalt auto­ma­tisch abge­zo­gen. Dazu kommt, wie gesagt, dass jeder Mitarbeiter einen Teil sei­nes Gehaltes eh von Grund auf spen­det, weil er nicht so viel Geld “braucht”. Es geht so weit, dass man­che z.B. ein Haus ver­kau­fen und an die 100.000 Euro an die Jugendakademie spen­den.

Solche Summen sind nicht unge­wöhn­lich, auch wenn es nicht son­der­lich oft vor­kommt. Von eini­gen Menschen wur­den Darlehen bei der Bank genom­men und das Zurückzahlen wird auf sehr viele Köpfe ver­teilt (ca. 200 Menschen). Jeder nimmt so zu sagen einen Anteil von z.B. 1.000-5.000 Euro auf, bürgt dafür und zahlt es ab (z.B. 12 Euro im Monat so und so viele Jahre lang). Dann wol­len sie ein inter­nes “Rentensystem” auf­bauen, bei dem jeder Mitarbeiter 50 Euro jeden Monat da hin­ein­zahlt, das ganze wird wohl mit 100 Euro staat­lich bezu­schusst und das wird auf das “per­sön­li­che Rentenkonto” ein­ge­zahlt. Wenn man es dann irgend­wann mal haben will, bekommt man es schein­bar. Es gab aller­dings bereits Fälle, in denen jemand sein Geld woll­ten und es hieß “wir haben gerade kein Geld da”.
Denn diese Rentenkontos wer­den wie auch das jet­zige natür­lich für die gro­ßen Bauprojekte in Albris gebraucht. Wenn ich mich nicht irre sind bereits über 10.000.000 Euro in das Gelände etc. geflos­sen. Alles über Banken, Spenden und staat­li­che Zuschüsse.

Zusätzlich zu den sehr will­kom­me­nen Spenden gibt es natür­lich das Schulgeld (ca. 150 Euro) für die Eltern und die soge­nannte “Bauumlage” (500 Euro im Jahr).

Geld wird in die­ser Schule sehr oft und in sehr gro­ßen Mengen benö­tigt. Dafür hat Sigurd Böhm soge­nannte Paten orga­ni­siert, die außer­halb der Schule leben und arbei­ten und die der Schule große Mengen an Geld spen­den, weil sie sei­ner Idee ver­pflich­tet sind. Außerdem wer­den die Eltern der Schule und die Mitarbeiter andau­ernd zur Kasse gebe­ten.”

Die Finanzierung der Schule scheint ein per­ma­nen­tes Problem zu sein. So weist der Etat 2011 ein Defizit von 18.000 Euro aus, der über Spenden und Umlagen gedeckt wer­den soll.

Neben den finan­zi­el­len Gesichtspunkten gibt es auch Kritik an der päd­ago­gi­schen Befähigung von Lehrern.

“Dass an der Schule z.B. min­des­tens zwei Lehrer (Unterstufe und Oberstufe) ohne jeg­li­che Qualifizierung arbei­ten, ist in der Schule bekannt und will­kom­men. „Man braucht die staat­li­chen Abschlüsse nicht, die tau­gen eh für nichts!” ist da eher die Meinung. Der Lehrer in der Oberstufe führt als Klassenlehrer zwei Klassen an (11. und 12.), hat sein Kunststudium in Berlin abge­bro­chen und unter­rich­tet in die­sen zwei Klassen sehr inten­siv und oft… und zwar vor allem in Geschichte. Diese Geschichte ist weit­ge­hend auf das Mitteleuropa bezo­gen und das Hauptaugenmerk geht dahin, dass die Gesellschaft eigent­lich zu nichts taugt und man über­all in der Welt nur unnüt­zes Zeug fin­det. Die ganze “Wahrheit” ist eben schein­bar doch nur in Albris zu fin­den.

Natürlich ist dies und vie­les andere nicht so offen­sicht­lich und salopp vor­zu­stel­len. Es ist eben eine sehr intel­li­gente mani­pu­la­tive und sug­ges­tive Art und Weise junge Menschen in eine ganz bestimmte Richtung abzu­rich­ten. Mit viel Pathos wird ihnen beige­bracht, dass sie etwas Besseres und Besonderes sind und dass sie der Gesellschaft etwas bei­brin­gen müs­sen. Gespräche mit die­sen jun­gen Menschen führ­ten dahin, dass sie in ihrem Hochmut fast gänz­lich ertrun­ken sind und dabei nicht mer­ken konn­ten, dass sie keine eige­nen Gedanken zu all die­sen Themen haben. Es wer­den ihnen eine ganze bestimmte Wichtigkeit und ganze bestimmte Fragen und Antworten sug­ge­riert, so dass sie sie für das Eigene hal­ten. Eine ent­setz­lich trau­rige Angelegenheit ist es, wenn man das erlebt.

Am Ende der Schule wird dar­auf hin­ge­ar­bei­tet, dass die Schüler kei­nen Abschluss machen, son­dern ein Theaterstück spie­len (Theater wird in die­ser Schule sehr hoch gehal­ten, höher als Unterricht und alles andere) und dann in die “Akademie der Jugend des kom­men­den Tages” ein­tre­ten, kurz: “Jugendakademie”. Hier wird das Sektiererische bereits deut­li­cher. Diese Jugendakademie ist eine sehr omi­nöse Anstalt. Die jun­gen Menschen kom­men dahin (frei­wil­lig) und wer­den in eini­gen Vorträgen immer und immer wie­der psy­chisch bear­bei­tet, so dass sie im Grunde nach und nach alle zu einer Person wer­den. Es ist wirk­lich gru­se­lig, wenn man sich län­ger mit die­sen Menschen aus­ein­an­der setzt und über Verschiedenes redet. Vorgefertigte Antworten, Sprüche und Floskeln sind da an der Tagesordnung. Diese jun­gen Menschen haben keine eigene Meinung, kein eige­nes Leben, keine eige­nen Gedanken und Vorstellungen, sie dür­fen im Grunde keine Beziehungen füh­ren und keine Kinder haben, sie wer­den für “höhere Aufgaben” erzo­gen.

Relativierung der Moral ist immer wie­der zu hören, sprich: moral­lo­ses Verhalten und selbst­ge­fäl­lige Argumentation, ver­mengt mit einer unglaub­li­chen Portion an Hochmut und Arroganz. Eine ver­meint­li­che “Elite der Welt” wird dort gezüch­tet. In Wirklichkeit sind es arme junge Menschen, die gar nicht anders den­ken kön­nen, weil sie so lange in diese Richtung zuge­rich­tet wor­den sind. In die­sen Vorträgen wer­den ihnen einer­seits omi­nöse eso­te­ri­sche Inhalte und sug­ges­tive Botschaften nach dem Motto “Wo kom­men wir denn hin, wenn jeder seine eigene Meinung hat und kund tut?”, auf der ande­ren Seite wer­den die Lehrer der Schule immer und immer wie­der sehr abfäl­lig und einseitig-kritisch betrach­tet. Diese jun­gen Menschen sind “die Zukunft der Schule”, wie Sigurd Böhm sel­ber immer wie­der betont. Sie wer­den die Schule über­neh­men. Da über­kommt einen das Grauen, wenn man die ganze Situation und die Kinder bedenkt.

In der Unterstufe ist die Manipulation nicht so direkt ersicht­lich. Da wer­den die Kinder mit schö­nen Dingen zuge­schüt­tet, wie (ver­zei­hen Sie mir bitte) die Kindervergewaltiger die Kinder mit “Bonbons” zuschüt­ten. Im Grunde ist ja am Schönen nichts ver­kehrt, es ist nur ver­kehrt, wenn man damit bestimmte üble Zwecke errei­chen will und die Zwecke sind klar ersicht­lich, wenn man die Jugendakademie anschaut!

Das Gelände in Albris wurde wun­der­schön aus­ge­baut: Landschaft model­liert, sehr schöne und beson­dere Gebäude gebaut, einen See aus­ge­gra­ben, Fahnen auf­ge­stellt etc. etc. … alles sehr schön und wich­tig, so zu sagen. So kann die­ser schöne Anblick über die wirk­li­chen Hintergründe der Schule arg täu­schen. Das tut er auch bei sehr vie­len Menschen.

Zwei Punkte wären noch anzu­spre­chen. Der eine Punkt ist die Vortrags-,  Seminar-, Tagungs- und Konferenzarbeit Sigurd Böhms mit dem Kollegium. Der mitt­ler­weile ziem­lich alte Mann (ca.86) hält unun­ter­bro­chen und uner­müd­lich Vorträge an das ganze Kollegium. Diese Vorträge nennt er immer wie­der anders. Mal heißt es Tagung, mal Seminar, mal Klausur.

Ansonsten sind immer zusätz­lich “päd­ago­gi­sche” Konferenzen Donnerstags in Albris. Von Pädagogik ist in die­sen Konferenzen sehr sel­ten etwas zu erle­ben. Das Grundgerüst ist ein Vortrag Sigurd Böhms über ver­schie­denste omi­nöse Dinge. Sie wie­der­zu­ge­ben würde hier allen Rahmen spren­gen und auch mein Können und Wollen über­be­an­spru­chen. Es geht von einer “alter­na­ti­ven geschicht­li­chen Betrachtung” über “eso­te­ri­sche”, ungreif­bare und nebu­löse Themen über in sei­nem Sinne “rei­nes Denken”, bis zu dau­ern­den Vorwürfen an das völ­lig apa­thisch wir­kende und ein­ge­schüch­terte Kollegium “Warum sie denn dau­ernd schwei­gen oder nichts ver­ste­hen und schlecht arbei­ten”. Dieses Kollegium ist abso­lut dem Führer erge­ben, seine Meinung wird nicht hin­ter­fragt. Es wird zwar immer und immer wie­der hier und dort  geme­ckert. Wenn es dann aber um ent­schei­dende Dinge geht, ist ent­we­der Schweigen da oder eine völ­lige Zustimmung.

Das Heftige bei all dem ist, dass die Idee Sigurd Böhms über alles gestellt wird (wie es ja bereits bei allen Diktatoren der Fall war).

Freie Schule Albris - Foto: privat

Freie Schule Albris – Foto: privat

Die Idee geht über das Individuum, die Persönlichkeit, die Urteile, die Meinungen, all das wird “abge­schnit­ten” wie es dort heißt. Dass man dabei in eine braune Masse gelangt hat die Geschichte bereits mehr­mals hier und dort gezeigt. Die Argumente sei­tens des Kollegiums sind dann oft: “Sigurd Böhm ist ein Eingeweihter, da komm ich eh nicht heran”, “man kann es nicht ver­ste­hen, man muss ein­fach fol­gen”, “man muss sich dar­auf ein­las­sen”, “ver­ste­hen kann eh nur der, der voll und ganz dabei ist”. Dieses Folgen bzw. das Fehlen davon wurde auch mir in mei­ner Kündigung nahe gelegt. Natürlich alles etwas umschrie­ben, aber doch unüber­hör­bar sek­tie­re­risch und klar. Die Anthroposophie oder über­haupt die Weltanschauung kann man auch nur in “Albris” bei Sigurd Böhm ver­ste­hen. Das wird zwar sel­ten so offen gesagt, aber getan und ent­schie­den wird defi­ni­tiv so.

Der letzte Punkt ist der inof­fi­zi­elle Führungskreis der Schule, der aus eini­gen weni­gen Personen besteht, die fast alle auf dem Schöneberg in Sigurd Böhms Anwesen woh­nen. Zwischen die­sen Menschen wer­den die eigent­li­chen Entscheidungen getrof­fen und manch­mal mit völ­lig absur­den “eso­te­ri­schen” Gesichtspunkten unter­mau­ert, doch meis­tens hin­ter ver­schlos­se­nen Türen gehal­ten.

Interessant am Rande viel­leicht ist noch, dass Sigurd Böhm mit Rechenscheiben für Bierbrauereien ans Geld kam.

Zu mir kann ich noch fol­gen­des sagen. Zu mir kann ich noch Folgendes sagen. Ich bin zwar kein Psychologe, aber durch­aus im sozia­len Bereich einige Jahre qua­li­fi­ziert tätig. Ich beschäf­tige mich schon seit ca. 7-8 Jahren mit mani­pu­la­ti­ven Einrichtungen und bestimm­ten Macht-Ohnmacht-Verhältnissen und Strukturen. Ich erlebte anthro­po­so­phi­sche Einrichtungen und kenne mich auf dem Gebiet durch­aus aus. Außerdem arbei­tete ich in staat­li­chen bzw. kirch­li­chen Einrichtungen. Es geht mir darum eine klare Trennlinie zu zie­hen zwi­schen Sektenstrukturen, die Esoterik, Anthroposophie, Religion oder sonst etwas für sich bean­spru­chen und für sich miss­brau­chend ver­än­dern. Genau das tut “Die Freie Schule Albris”

Die Schule hat schon viele Male in das Privatleben von Mitarbeitern, Schuleltern und Schülern ein­ge­grif­fen. Nach Ende der “Geschäftsbeziehungen” wer­den Kritiker schnell zur “per­sona non grata” – das heißt, dass den Schülern der Kontakt mit ehe­ma­li­gen Schülern, Lehrern oder Mitarbeitern unter­sagt wird. Auch Hilfe von außen sol­len sich die Kinder und Jugendlichen nach Auffassung von Sigurd Böhm nicht holen. Denn er berät Jugendakademiker, Kollegen usw.. in pri­va­ten Problemen und hat Antworten oder sug­ges­tive Botschaften und retho­ri­sche Fragen für alle Lebenslagen.

Tragischerweise tren­nen die Eltern der Schulkinder die Schule von z. B. der Jugendakademie oder von Sigurd Böhm und sei­nen Vorträgen. Sie ver­ste­hen nur lei­der nicht, dass man das so nicht tren­nen kann. Die Jugendakademie ist das zukünf­tige Schulkollegium und Sigurd Böhm ist der­je­nige, der die Lehrer und alle Mitarbeiter abso­lut, auto­ri­tär und dog­ma­tisch in der Hand hat.”

Nic

Siehe auch die Bewertung der Schule im Schulradar.

[Erstveröffentlichung: Humanistischer Pressedienst]

Über Nic Frank

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

21 Kommentare

  1. Annette Vinzelberg

    Sie schrei­ben aktu­ell über die Freie Schule Albris und hän­gen Ihren Beitrag auf an einem ande­ren Beitrag des hpd vom Januar 2012: “Macht Bayern eine Sekte salon­fä­hig?” Darinwird über eine Schule in der Nähe von Marktheidenfeld berich­tet, die zu der Sekte “Universelles Leben” in Unterfranken gehö­ren soll.
    Albris ist aber ein Vorort von Kempten im Allgäu und wird in die­sem Beitrag, auf den Sie ver­wei­sen, gar nicht erwähnt. Für jeden offen­sicht­lich ist hier von einer ganz ande­ren Schule die Rede.
    Ist das eine bedenk­li­che Recherche- Panne Ihrerseits oder was ist davon zu hal­ten? Das stellt doch eigent­lich die Seriosität Ihres gan­zen Beitrages in Frage, wenn der doch recht popu­lis­ti­sche Aufhänger des Beitrags über­haupt nichts zu tun hat mit der Schule in Albris, über die Ihr Informant da berich­tet.
    Annette Vinzelberg aus Hamburg

  2. Es han­delt sich hier tat­säch­lich um einen Recherchefehler. Der Artikel wird gleich kor­ri­giert.

    Nic

  3. Sehr gut geschrie­ben! Als ehe­ma­lige Waldorfschülerin aus Kempten kann ich dem nur voll und ganz zustim­men!!

  4. Unter die­ser email­adresse kön­nen sich Betroffene, Beteiligte oder Interessierte mel­den:

    albris-leaks (at) nodns.org

    We are Anonymous. We are Legion. We don’t for­get. Expect us.
    Transparency against brain­wa­shing.

  5. Schon ver­wun­der­lich was man­che Leute in so kur­zer Zeit die sie an die­ser Schule tätig waren so ans Tageslicht beför­dern.
    Ich war wohl wäh­rend mei­ner kom­plet­ten Schulzeit blind und jetzt als Schulmama zu abge­schot­tet von dem ” wirk­li­chen Treiben” um diese
    Einblicke zu bekom­men.
    Für mich klingt das aus­schließ­lich nach per­sön­li­chem Frust und einer Hetzkampagne ers­ter Güte

    • Hallo Schulmama,
      es scheint, als gäbe auch andere Erfahrungen. (siehe oben)
      Nicht immer ist die Darstellung einer sub­jek­ti­ven Wahrheit auch gleich eine “Hetzkampagne”.

  6. Lieber Nic,
    zuerst ein­mal ein­drück­lich, wie­viel Sie über Albris zusam­men geschrie­ben haben.
    Ich bin aller­dings ent­täuscht, dass Sie sehr ein­sei­tig schrei­ben. All die guten Dinge, die auf lange Sicht bei Kindern, Eltern, Lehrkräften und Sponsoren der Freien Schule Albris das Leben posi­tiv gestal­ten, beschrei­ben Sie nicht. Unseren bei­den Kindern geht es sehr gut in Albris, und uns als Eltern in die­sem Zusammenhang auch. Klar hin­ter­frage ich immer wie­der, ob es Alternativen zum bereits beschrit­te­nen Weg gibt. Aber was sind denn die Alternativen ? Niemand und nichts ist per­fekt. Aber Albris ist etwas Besonderes, wenn man eine Form der gesamt­heit­li­chen Erziehung sucht.
    Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Sie eine etwas für Sie per­sön­lich depri­mie­rende Zeit in Albris hat­ten.
    Dass Sie dann so vehe­ment rea­gie­ren, ist sicher das Recht eines Jeden in unse­rem freien Land. Aber las­sen Sie sich von mir kri­ti­sie­ren, dass Sie zu ein­fär­big und auch pole­misch dar­stel­len. Wer nur Ihren Artikel liest, der bekommt zu Unrecht ein völ­lig fal­sches Bild von der Freien Schule in Albris.
    Seien Sie doch fair, und ver­su­chen Sie in einem zwei­ten Artikel die Vorzüge von Albris zu posi­tio­nie­ren. Das wäre doch ein­mal was. Oder wol­len wir uns beide auf einen Disput ein­las­sen ?
    Gruß aus dem Allgäu
    Ollie Speck

    • Hallo Oliver,

      ich bin gern bereit, einen Artikel hier zu ver­öf­fent­li­chen, der mei­nen wider­legt.
      Worin besteht das Besondere an der Schule?
      Sind all die Vorwürfe wirk­lich zu Unrecht erfolgt?
      Wie läuft es mit der Finanzierung der Schule?
      Wenn jemand hier auf­klä­ren könnte: immer her damit!

      CU Nic

  7. Lieber Nic,
    danke für die Einladung.
    Ich freue mich dar­auf zu ant­wor­ten, ich brau­che nur etwas Zeit dazu, da das Schreiben nur mein Hobby ist.
    Gruß
    OS

  8. Hallo Ollie Speck,
    natür­lich geht es Ihren Kindern gut in Albris! Vermutlich waren Ihre Kinder zuvor in der Freien Spielstube Immenstadt und da wurde Ihnen sicher­lich in den regel­mä­ßi­gen Elternabenden und Gesprächen erklärt wie schlecht die “Welt” da drau­ßen ist und wie gut es da Ihre Kinder haben, denn diese sind auf dem “beson­de­ren Weg”, so erging es jeden­falls uns. Und natür­lich waren wir auch bei allen Veranstaltungen dabei, wir haben die Spielstube aktiv mit­ge­stal­tet, vom Bodenlegen bis Fensterstreichen, vom Elterngespräch bis Elternabend. Vor Jahren hätte ich gar nichts ande­res geschrie­ben als Sie heute!
    Auch als wir in der Schule waren- ich habe sie auch bis aufs Blut ver­tei­digt und habe Tische geho­belt, Stühle gewachst, Rebeccs gebaut (her­köm­li­che Musikinstrumente genü­gen der Schule Kempten nicht) und und und! Wir waren über­all dabei und glaub­ten uns und unse­ren Kindern geht es bes­ser als allen ande­ren! Die müs­sen Ihre Freizeit in Vereinen ver­brin­gen, sprin­gen schrei­end über die Schulhöfe anstatt stolz zu ver­har­ren, müs­sen im Kindergarten im Garten toben und schreien – schreck­lich. In Albris muss man das alles nicht, es gibt sogar Samstags Schule, damit man kei­nen Freizeitstress hat!

    Wir glaub­ten das auch alles, es wurde uns und allen ande­ren stän­dig ein­ge­trich­tert und ein schlech­tes Gewissen erzeugt. Nur die Erzieher und Lehrer der Freien Schule Albris ken­nen und wis­sen den “rich­ti­gen Weg” – und der ist nun ein­mal ein ganz beson­de­rer, den es sonst nir­gendwo auf der Welt gibt!

    Bis eines Tages die Erkenntnis kam, es ist alles ganz ganz anders. Deshalb bin ich sehr froh, dass es nun das Projekt Albris-leaks gibt. So haben viel­leicht man­che Eltern und Kindern eine Chance auf Ausstieg! Den ich Ihnen aber vor allem Ihren Kindern auch von Herzen wün­sche! Ich kann Ihnen ver­si­chern, wir haben auf dem wei­te­ren Weg enga­gierte Eltern und Lehrer getrof­fen! Die sich wirk­lich um die Kinder geküm­mert haben, ganz­heit­lich! Und ich war in auch in die­sen Schulen aktiv im Elternbeirat und sons­ti­gen Veranstaltungen dabei. Und es ging dort wirk­lich fröh­lich zu, fröh­li­che Abschlussfeiern mit fröh­li­chen Kinderauftritten!

    Wo ist die Fröhlichkeit in der Spielstube -in der Schule? Wo gibt es dort Kinderlachen? Wie lange müs­sen die Kinder schon in der Krippe und in der Spielstube regungs­los ver­har­ren und den Märchen lau­schen? Dürfen Kinder unge­fragt beim Frühstück spre­chen oder gar lachen? Nein,als ich dort hos­pi­tierte muss­ten Sie erst den Finger heben und wenn es der Erzieher für rich­tig ange­se­hen hat, dass das ein­zelne Kind spricht, so konnte es bei Tisch was sagen – Kindergartenkinder! Aber natür­lich – alles andere wäre ja auch nicht kind­ge­recht – oder?

    Nehmen Sie sich die Zeit und lesen Sie die Artikel in Albris leaks auf­merk­sam durch. Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn und deren Kindern die in “nor­ma­len” Schulen sind und schauen Sie genau hin, sind es Ihre Eigenen Gedanken oder sind es andere? Vom Jugendforum gebil­dete und Erzieher oder Lehrer ver­mit­telte?
    In die­sem Sinne! Schreiben Sie über die Vorteile der Schule in Albris, viel­leicht gelingt Ihnen dann die Erkenntnis?

    • Danke für Ihre Antwort, lei­der anonym. Warum denn ? Wenn Sie einen bes­se­ren Weg gefun­den haben, warum tei­len Sie ihn dann nicht mit ande­ren ? Haben Sie etwas zu befürch­ten ?
      Schreiben Sie mir gerne an meine pri­vate eMail Adresse: Oliver.Speck@t-online.de
      Gruß
      OS

  9. Hallo Ollie,
    zu den 3 Fragen: Der bes­sere Weg war für mich und meine Familie, wie oben beschrie­ben, mich von dem “beson­de­ren Weg und dem beson­de­ren Gedankengut” der Freien Schule Albris zu ent­fer­nen. Das ist aller­dings ein län­ge­rer Prozess, bis man alles was einem dort so gesagt wor­den ist, was rich­tig oder falsch sei, bewäl­tigt hat. Somit war ein “nor­ma­les” Leben mög­lich, mit Schulbesuch, Abitur, Arbeit, Studium, Sport etc. Was wäre aus mei­nen Kindern gewor­den, wenn Sie noch in der Einrichtung wären – ver­mut­lich wären sie im Jugendforum!?
    Anonym, ja warum sollte ich mei­nen Namen an Menschen preis­ge­ben, die mich nicht ken­nen? Es geht hier nicht um Namen son­dern um die Sache an sich. Nein zu befürch­ten habe ich nichts. Freie Meinungsäußerung ist mög­lich und etwas ande­res habe ich nicht beab­sich­tigt, als meine Meinung zu äußern.
    Ein Privatkontakt scheint mir nur nötig, falls sie sich mei­nem Weg anschlie­ßen woll­ten und dazu Hilfe erwar­ten?

    • Hallo Anonymus / Anonyma,

      danke fürs Hilfsangebot.
      Und ich akzep­tiere Ihre Sichtweise. Schade find ich es trotz­dem. Ja, dann wer­den wir uns wohl nie ken­nen­ler­nen, denn einen öffent­li­chen Blog dafür zu nut­zen ist selbst mir etwas zu offen­her­zig.

      Ich freue mich für Sie, wenn Sie Ihren Weg gefun­den haben.

      Mein Schreiben ist fer­tig, ich sende es an Nic, da es 7 Seiten gewor­den sind und ich nicht weiß, ob das so geneh­migt wird.

      Vielleicht haben Sie ja dann dazu eine Meinung. Würde mich in jedem Fall inter­es­sie­ren.

      Gruß
      Ollie

  10. @Schulmama,

    haben Sie auch bereits nach “Albris Leaks” gegoo­gelt??
    Der Artikel hier mag ja eine sub­jek­tive Wahrheit sein, aber die meis­ten Informationen dort sind alles andere als sub­jek­tiv. Und wie Nic bereits sagte, ist nicht jede sub­jek­tive Wahrheit gleich eine Hetze. Aber das Spannende an die­ser Schule ist, dass sie alles als Hetze benennt, was kein Lob ist. Das sticht ja rich­tig ins Auge. Sind Sie da auch in die­ser Art dabei?

    @Ollie:

    das Schöne ist ja schön und gut, das kann man ja immer wie­der anschauen und sich daran freuen. Nur was bringt es in einem, vezei­hung, Scheißhaufen zu sit­zen und die Blumen drum herum anzu­schauen, anstatt mal einen Schritt aus dem Scheißhaufen zu tun? Wenn man etwas genauer anschauen will, sollte man zwar das Schöne beden­ken und im Sichtfeld haben, aber kon­kret anschauen sollte man gerade das Nicht-schöne, das Hässliche. Oder wie sollte man sonst etwas ent­wi­ckeln? In dem man andau­ernd vom Schönen schwärmt?? Deswegen sehe ich per­sön­lich hier keine Einseitigkeit, son­dern einen Schwerpunkt auf meh­rere def­tive Problemfelder der Schule. Ob diese Schule diese Probleme hat oder nicht, bleibt mal dahin gestellt. Die Schule selbst strei­tet ja alles ein­fach ab und ver­spot­tet die Kritik, die ja in dem Projekt Albris-Leaks sehr kon­kret und sogar zitiert ist. Dieses selt­same Projekt “Albris Leaks” scheint eben nicht nur Persönliches zu ver­brei­ten, son­dern vor allem ganz schön hef­tige interne Protokolle die­ser Einrichtung offen zu legen. Da könnte ich sel­ber nicht mehr sagen, dass es da um Hetze oder um miese Laune geht. Da ste­hen teil­weise Sachen drin, bei denen mir beim Lesen schlecht wird. Oder fin­den Sie da nichts Anstößiges und Sektenhaftes?

    Also wozu noch wei­ter diese “schöne Seite der Schule” andau­ernd bewäs­sern zu wol­len, anstatt mal hin­zu­schauen, was da eigent­lich hin­ter die­ser auf­ge­bau­ten Schönheit geschieht?? Nur weil man Angst hat, dass die eigene Vorstellung und eigene Lebenspläne zusam­men­kra­chen? Tja… har­ter Tobak nun mal, wenn das eine Sekte sein soll. Und es ist ja die Kunst jeder Sekte, alles so zu gestal­ten, dass die Anhänger mei­nen: es ist keine.

    Da bekomme ich ein ziem­lich eck­li­ges Gefühl, als ob es da andau­ernd um ein Aufwiegen geht… kaum wird etwas Schlechtes erzählt, will die Gegenseite andau­ernd es mit Gutem auf­wie­gen. Wo kom­men wir denn dahin? So nach dem Motto: “naja, die­ser Mensch hat 5 andere Menschen umge­bracht – das ist nicht gut. Aber er konnte gut kochen und hat zwei schöne Kinder gut erzo­gen! – das ist gut!” Also sollte man bei ihm ein­fach das Schöne betrach­ten. Man muss ihn ja jetzt nicht has­sen, aber seine Taten sollte man doch wirk­lich ernst­haft beur­tei­len kön­nen. Einwenig über­trie­ben vom Beispiel her, aber das Prinzip ist ja das Gleiche.

    Wäre es viel­leicht sinn­vol­ler sich mit den üblen Seiten die­ser Organisation zu befas­sen und sie womög­lich sogar zu ver­än­dern, anstatt ein paar schöne Seiten der Schule zu beschrei­ben. Oder sind Sie wie die offi­zi­el­len Gesichter der Schule, die auf Ihrer Homepage ein­fach alles spot­ten und leug­nen, die sogar der Allgäuer Zeitung mit einer Über­heb­lich­keit kom­men, die nur so nach einem nega­ti­ven Bericht schreit. Selber schuld sag ich da nur. Aber viel­leicht ist ja die Zeitung Ihnen ja wohl­ge­son­nen.

    Und was die ange­pran­gerte Anonymität angeht. Sie schei­nen wirk­lich wenig von der Einrichtung zu ken­nen, obwohl Sie ja, wie Sie sagen, da sehr aktiv dabei sind. Als offen­sicht­li­cher Kritiker die­ser Einrichtung hat man hier und dort auf ver­schie­de­nen Ebenen mit schwe­ren Geschützen zu rech­nen. Und wie die/der Anonym sagte, es geht doch nicht um Personen, die hier schrei­ben, son­dern um die Sache, die in die­ser Einrichtung geschieht. So geht es mir da auch. Also wozu muss man zwin­gend wis­sen wer hier was schreibt? Was fan­gen Sie damit an?

    Aber es freut mich, dass ein Befürworter die­ser Einrichtung doch tat­säch­lich öffent­lich spre­chen kann.

  11. @Schulmama:

    haben Sie schon “Albris Leaks” im Google ein­ge­ge­ben und haben mal die Dokumente dort gele­sen?
    Wenn Ihre Haare dann nicht zu Berge ste­hen, dann weiß ich auch nicht. So erging es mir dabei.
    Deswegen kann ich per­sön­lich nicht ver­ste­hen wie man es unter “Hetze” bringt. Wenn Sie nur die­sen Artikel mei­nen, dann soll­ten Sie viel­leicht das Bild durch andere Informationen über die Schule erwei­tern und zwar nicht nur posi­tive… vor allem eben auch nega­tive. Denn das sind ja keine übli­chen oder gewöhn­li­chen nega­ti­ven Informationen, son­dern wirk­li­che Hämmer, wie ich meine.

    Dieser Artikel scheint ja wirk­lich eine sub­jek­tive Meinung zu sein, aber die Verhältnisse bei die­sem “Albris Leaks” haben doch einen fun­dier­ten Boden. Finden Sie nicht und wenn nein, warum nein?

    Es ist wirk­lich span­nend, dass die Schule und ihre Anhänger jede Kritik als Hetze emp­fin­den… alles, was nicht Pro ist, ist Hetze. Das sticht doch sehr arg ins Auge. Und wie Nic sagte, es ist nicht alles Hetze, was sub­jek­tive Meinung ist. Diese Meinung kann auch durch­aus etwas Wahres tref­fen. Inwieweit das hier der Fall ist und inwie­weit diese Schule wirk­lich eine Sekte ist, das muss jeder selbst urtei­len kön­nen. Aber sogar der Allgäuer Zeitung gegen­über ist die Schule so unglaub­lich über­heb­lich.

    @Ollie: eben das ist ja das Problem… die Anhänger der Schule wol­len zwangs­läu­fig das Üble mit dem Guten auf­wie­gen… aber das kann doch kein ernst­zu­neh­men­des Vorgehen sein oder? So ala: “Der Mensch hat 5 andere Menschen getö­tet, aber er kann gut kochen und hat zwei Kinder gut erzo­gen. Also ist es doch in Ordnung mit ihm!” Das wäre doch krank­haft oder? Man muss ihn ja nicht has­sen, aber man sollte da doch klar urtei­len kön­nen, die Situation gesund beur­tei­len kön­nen. Das scheint hier in die­sem Schulfall irgend­wie kaum mög­lich zu sein.

    Und die schö­nen Dinge wur­den doch seit Anbeginn der Zeiten für üble Zwecke miss­braucht. Das ist doch nichts Neues. Der schöne Schein eben, der gut und kom­plex gestrikt wird. Das kennt doch wirk­lich jeder. Ob es hier so ist, ist die Frage. Aber man muss es zumin­dest eben in Frage stel­len, die­ses Schöne.

    Und dafür scheint die­ses Projekt Albris Leaks zu sein. Zum Großteil sind da ja wirk­lich Dokumente zu fin­den, die mich ganz schön umge­wor­fen haben. Und was diese Anonymität angeht, die Sie und die Schule selbst anpran­gert. Naja… also bitte. Meinen Sie wirk­lich diese Menschen, die hin­ter die­sem Projekt ste­hen oder die­ser omi­nöse “Herr K.” es so tun könn­ten, wenn sie unter ihren Namen schrei­ben und ver­öf­fent­li­chen wür­den? Ich glaube kaum.

  12. oh Nic, da hab ich gedacht, dass mein ers­ter Kommentar ins Nirvana ging… aber jetzt hab ich mir die Mühe gege­ben es dop­pelt zu schrei­ben… kannst ja den ers­ten von mir aus löschen, auch wenn sie ein­we­nig ver­schie­den sind. Danke.

    • ja, er war auch im Spamordner gelan­det.
      Ich lass beide “Versionen” hier online da sie sich ein wenig unter­schei­den. Ich hoffe, das ist OK für Dich.

  13. super­tolle Informationen.

    Irgenwann muss doch ein Ende mit die­sem gan­zen Sektenunfug gemacht wer­den.
    die freie-Schule-Albris gehört ver­bo­ten und das gan­zen Gelände, das von von den Eltern zusam­men­ge­bet­telt wurde, gehört ent­eig­net und dem baye­ri­schen Staat über­eig­net.

    Bravo
    und wei­ter so mit der Aufklärung über diese Sektierer.

    Kilian Linsenmayer

  14. Ja, also mir ste­hen die Haare nun tat­säch­lich zu Berge.
    Unglaublich! So etwas ist wohl nur im Allgäu mög­lich.

    Nicht böse sein, Allgäuer, aber soviel Aberglaube und Unsinn in einer “Schule” ist ja wohl über­haupt nicht mög­lich.
    Scheint wohl auch der soge­nann­ten baye­ri­schen Lebensart geschul­det zu sein, dass der Staat der­ar­tige “Bildungsinstitutionen” noch län­ger unter­stützt.

    Da sollte nun doch bald eine Ende mit die­sen Umtrieben gemacht wer­den. Und den Schülern sowie den Lehrern mal gezeigt wer­den, wie Schule wirk­lich funk­tio­niert. Dieser ganze Quatsch hat doch mit unse­rer moder­nen Leistungsgesellschaft und den dazu nun echt not­wen­di­gen Abschlüssen gar nichts zu tun.

    Und über­haupt: Was heißt hier Hetze? Darf man denn gar nichts mehr sagen oder schrei­ben in die­sem Land?
    Unglaublich, so was.

    Ich baue mal dar­auf, dass da bald juris­tisch was unter­nom­men wird, um die­sen soge­nann­ten “Schul”-spuk bald zu been­den und das ganze Geld einen ver­nünf­ti­gen Zweck zuge­führt wird.

    Mit gräuß­li­chen Grüßen
    Ludwig Enzensberger

  15. @Linsenmayer:

    Jawohl, Herr Linsenmayer, wir geben unser Bestes!

    Ob das mit dem Bayerischen Staat klappt, das bleibt abzu­war­ten. Er zeigt sich der Angelegenheit zu gedie­gen gegen­über, um ein Kanditat für die­ses Gelände zu wer­den. Vielleicht wol­len es die Kinder in Afrika, oder die Bundeswehr, für die Sprengmanöver. Vielleicht wer­den wir dies­be­züg­lich eine Auktion der krea­tivs­ten Ideen ins Leben rufen.

    Albris Leaks

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