Mittwoch , 22 Mai 2013
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Michael Schmidt-Salomon – Keine Macht den Doofen

Das neu­este, vor eini­gen Tagen erschie­nene Buch „Keine Macht den Doofen” von Michael Schmidt-Salomon ist tat­säch­lich eine Streitschrift, eine recht pole­mi­sche sogar, die nicht jedem gefal­len wird und von ihrem Inhalt her auch nur in Ländern west­li­cher Prägung ver­öf­fent­licht wer­den konnte. Allein schon durch seine Abrechnung mit den Religionen würde er in etli­chen Regionen der Welt mit dem Tode bestraft wer­den. An vie­len Stellen gewinnt man den Eindruck, hier hat sich jemand sei­nen Ärger über die Zustände in der Welt von der Seele geschrie­ben, denn obwohl nur 124 Seiten lang, hat es das Buch mit sei­nen sechs Kapiteln durch­aus in sich. Trotz der meist har­schen und scho­nungs­lo­sen, aber berech­tig­ten, Wortwahl, liest sich das für jeden ver­ständ­li­che Buch mit sei­nem ironisch-sarkastischen Unterton den­noch ange­nehm, oft mit einem Schmunzeln.

Keine Macht den DoofenGleich im ers­ten Kapitel „Homo demens — Warum ich mich schäme, Mensch zu sein” geht es dem Homo sapi­ens an den Kragen:

Ein ein­zig­ar­ti­ger Blutstrom zieht sich durch die Jahrhunderte, er ist der rote Faden in jener sinn­lo­sen Aneinanderreihung von Mord udn Totschlag, Ausbeutung und Gewalt, die sich Geschichte nennt.
[…] Kein noch so neu­ro­ti­scher Schimpanse würde jemals in den Krieg zie­hen, um zu bewei­sen, dass er den coo­le­ren ima­gi­nä­ren Freund (»Gott«) an sei­ner Seite hat.
[…] noch immer bil­den wir auf­recht gehen­den Deppen uns ein, dass das Universum von einem »Schöpfergott« exklu­siv für uns und die Unsrigen erschaf­fen wurde.

Anschließend macht er mit dem Leser einen Parforceritt durch die Entwicklung des Universums, in dem er das Lebensalter des Universums auf ein Kalenderjahr umlegt. Bei die­ser Betrachtungsweise taucht der Homo sapi­ens erst am 31. Dezember, wenige Minuten vor Mitternacht aus dem Dunkel der Geschichte auf und erst in den letz­ten Millisekunden vor Mitternacht

[…] erfand [er] nicht nur den Blitzableiter, die Glühbirne und die Digitalkamera, son­dern schlach­tete auch Hunderte Millionen Artgenossen in unzäh­li­gen Kriegen ab.

Ob die­ses Ablaufs der Geschichte des Universums, kann man nur von Größenwahn spre­chen, sich nicht nur als Mittelpunkt des Universums zu betra­chen, son­dern sich auch noch mit dem Namen Homo sapi­ens zu schmü­cken. Weisheit sieht anders aus. Unser Verhalten als Spezies gleicht eher dem eines Homo demens, trotz unse­rer unbe­streit­ba­ren Fähigkeit zu Erkenntnis und ratio­na­lem Handeln, denn wir wei­gern uns wie­der bes­se­ren Wissens anzu­er­ken­nen, daß wir

[…] bloß »Leben sind, das Leben will, inmit­ten von Leben, das leben will«

Als Ursache für das Fehlverhalten des Homo demens prägt Schmidt-Salomon den Begriff des ideo­lo­gi­schen Hirnwurms. Dieses leicht ver­ständ­li­che Sprachbild ent­nimmt er dem selbst­mör­de­ri­schen Verhalten von Ameisen, deren Gehirne von Leberegel-Larven befal­len sind. Diese ver­las­sen ihren Bau, klet­tern bis zur Spitze eines Grashalmes, bei­ßen sich dort fest um von einem Säugetier gefres­sen zu wer­den. Das nur für die Ameise töd­li­che, irr­sin­nige Verhalten ermög­licht es dem Leberegel sei­nen Lebenszyklus in der Galle des Endwirtes zu schlie­ßen. Im Grunde greift er mit dem Hirnwurm den vom Evolutionsbiologen Richard Dawkins 1976 gepräg­ten Begriff des Mems auf. Gemeint sind damit Ideen, die sich in den Köpfen fest­setz­ten und einer Infektion gleich, von Indididuum zu Individuum wei­ter­ge­ge­ben wer­den. So kann nach dem Autor der Befall mit Hirnwürmern zu selek­ti­ven Minderbegabungen — dem Gegenstück von Inselbegabungen — füh­ren, wie er in den fol­gen­den Kapiteln näher aus­ge­führt.

Gleich im zwei­ten Kapitel „Die wun­der­same Welt der Religioten“ wird der wohl gefähr­lichste Hirnwurm vorg­stellt: Die irr­sin­ni­gen Vorstellungen der Religionen, wel­che von deren Vertretern, meist schon im Kleinkindalter, nahezu irre­ver­si­bel in die Köpfe der Menschen ein­pflanzt wer­den und seit Jahrtausenden immer wie­der zu den schreck­lichs­ten Massakern füh­ren. Das Ergebnis sind Religioten, die Kurzform von reli­giö­ser Idiotie, die besagt, daß selbst ansons­ten voll­kom­men ver­nünf­tig han­delnde Menschen in Bezug auf ihre reli­giöse Glaubenswelt sich wie Idioten ver­hal­ten. Ausführlicher geht er in sei­ner Streitschrift „nur“ auf den Irrsinn der drei Monotheismen ein, weil eine Abhandlung ande­rer Religionen den Rahmen gesprengt hätte, ohne zu einem Mehr an Erkenntnis bei­zu­tra­gen. In anbe­tracht des­sen, welch gro­ber Unfug allein in Judentum, Christentum und Islam geglaubt wird — mit ent­spre­chen­den Folgen für die Menschen —, ist dies für die Erklärung aus­rei­chend und mit dem Terminus des Religioten ein adäqua­ter Fachbegriff gefun­den (S. 42f):

Religiotie ist eine sel­ten dia­gnos­ti­zierte (wenn auch häu­fig auf­tre­tende) Form der geis­ti­gen Behinderung, die durch inten­sive Glaubensindoktrination vor­nehm­lich im Kindesalter aus­ge­löst wird. Sie führt zu deut­lich unter­durch­schnitt­li­chen kogni­ti­ven Leistungen sowie zu unan­ge­mes­se­nen emo­tio­na­len Reaktionen, sobald es um glau­bens­re­le­vante Sachverhalte geht. Bemerkenswert ist, dass sich Religiotie nicht not­wen­di­ger­weise in einem gene­rell redu­zier­ten IQ nie­der­schlägt: Religioten sind zwar welt­an­schau­lich zu stark behin­dert, um die offen­sicht­li­chen Absurditäten ihres Glaubens zu erken­nen, auf tech­ni­schem oder stra­te­gi­schem Gebiet kön­nen sie jedoch (siehe Osama bin Laden) hoch­in­tel­li­gent sein.

Schmidt-Salomon erhebt aber kei­nen Anspruch dar­auf, den Begriff erfun­den zu haben, denn die­ser wird in diver­sen Foren schon seit län­ge­rer Zeit benutzt, jedoch bis­her nicht in der gedruck­ten Literatur.

Ausgehend von der Religiotie über­trägt er das Prinzip der selek­tiv ver­min­der­ten Erkenntnisfähigkeit in den fol­gen­den Kapiteln ana­log auf andere Themenbereiche. So in „Schwarmdummheit — Wie Öko­no­mio­ten die Welt zugrunde rich­ten“ auf die Öko­no­mie, ins­be­son­dere auf die Finanzwelt mit ihren aber­wit­zi­gen Geldgeschäften, und in „Die Torheit der Regierenden — Politioten an der Macht“ auf Politik und Öko­lo­gie. Dies scheint inso­fern durch­aus gerecht­fer­tigt zu sein, wer­den doch auch Öko­no­mie, Politik und Öko­lo­gie von mehr oder weni­ger star­ken Glaubensgrundsätzen geprägt, die nicht mehr hin­ter­fragt wer­den. Dennoch wer­den seine öko­no­mi­schen Thesen wohl auf am meis­ten Widerspruch ern­ten, wird doch Einiges von ihm zu sehr ver­ein­facht. Durchgängiger Kernpunkt des Buches ist, daß sich der Mensch Systeme mit ver­hee­ren­den Auswirkungen schafft, aber gleich­zei­tig inner­halb eines Systems durch­aus ratio­nal han­delt und in der Gruppe kri­ti­sches Hinterfragen nicht mehr statt­fin­det. Darüberhinaus weist Schmidt-Salomon auch auf die Tatsache hin, das eine wei­tere, zutiefst mensch­li­che Eigenschaft, die Angst vor Macht- und Ansehensverlust durch das Eingeständnis eige­ner Fehlerhaftigkeit, die Probleme wei­ter ver­schärft. Besonders deut­lich wird dies in poli­ti­schen Auseinandersetzungen:

Denn im Unterschied zu phi­lo­so­phi­schen Debatten haben sie nicht das Ziel, die Diskutanten gemein­sam wei­ter­zu­brin­gen, son­dern die Gegner an ihrer schwächs­ten Stelle zu tref­fen. Während das über­zeu­gende Argument in der phi­lo­so­phi­schen Debatte ein Geschenk ist, das den Beteiligten die Chance bie­tet, Irrtümer zu über­win­den, ist das Argument in der poli­ti­schen Debatte eine Waffe, die ein­ge­setzt wird, um unlieb­same Kritik an der eig­nen Person abzu­weh­ren.

Dennoch schei­nen die diver­sen Idiotien nicht unheil­bar zu sein, wie der Autor an sich sel­ber fest­stel­len durfte, hat er sich doch durch Lernen von der Öko­lo­gio­tie hei­len kön­nen.

Dementsprechend legt er in „Willkommen in der Matrix — Auch Dummheit will gelernt sein“ dar, warum nur Bildung, nicht Wissen allein, der Schlüssel zu einer bes­se­ren Welt sein kann. Aber hier­für müsste unser gesam­tes Bildungssystem vom kurz­fris­ti­gen Faktenlernen (für die nächste Prüfung), auf das Erlernen des Erkennenes von Zusammenhängen umge­stellt wer­den. Faktenwissen ist hilf­reich und kann beein­dru­ckend sein, ist in der heu­ti­gen, hoch­kom­ple­xen Zeit aber nicht mehr aus­schlag­ge­bend, da von prak­tisch über­all aus belie­bige Fakten in kür­zes­ter Zeit nach­ge­schla­gen wer­den kön­nen.

Inhaltlich schließt die Streitschrift mit „Keine Macht den Doofen — Ein Aufruf zum Widerstand“, mit einem ein­dring­li­chen Appell an die Vernunft, die Fähigkeiten der Art Homo demens zu nut­zen, um sich auf den Weg zum Homo sapi­ens zu bege­ben:

Denken Sie nur an die phan­tas­ti­schen Möglichkeiten der Technik, die groß­ar­ti­gen Erkenntnissender Wissenschaft, die wun­der­ba­ren Schöpfungen der Kunst! Ist es nicht beein­dru­ckend, was die Menschheit trotz all der Irrungen und Wirrungen der Geschichte, trotz aller eng­stir­ni­gen Zensurversuche von Religioten und Politioten auf die Beine stel­len konnte?

Der Schlachtruf für die von Schmidt-Salomon gefor­derte Reformbewegung lau­tet daher, in Anspielung auf das Pamphlet „Empört Euch!“ von Stéphane Hessel: Entblödet Euch!

Die letz­ten Seiten des Buches umfas­sen die 101 Anmerkungen, mit Quellenangaben und wei­ter­füh­ren­der, inter­es­san­ter Literatur, von denen gerade die neue­ren Titel noch nicht son­der­lich bekannt sein dürf­ten.

Alles in Allem sind die von Schmidt-Salomon in die­sem preis­lich ange­mes­se­nen Buch ver­tre­te­nen Thesen nicht wirk­lich neu, aber in ihrer Kürze und (pole­mi­scher) Prägnanz bis­her so nicht zu fin­den. Darüberhinaus fin­den sich Einblicke und ergän­zende Informationen auf der das Buch beglei­ten­den Webseite.

[mit freund­li­cher Genehmigung des Feuerwächters]

Über Nic Frank

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

9 Kommentare

  1. Hartwig Erlacher

    Ein Kinderbuch, sowohl in der Diktion als auch dem Inhalt nach. zB das Geschichtchen, das er von Lucas Zeise abge­schrie­ben hat (auf Seite 59) war von Zeise schon falsch und das unre­flek­tiert zu über­neh­men zeigt nicht von eige­ner Denkfähigkeit (Guttenbergsyndrom viel­leicht?), egal, ob rich­tig zitiert oder nicht.
    Entscheidend ist die völ­lige Ausklammerung der mensch­li­chen Psyche, da hat die Hirnforschung und die Psychologie wahr­haft eine unüber­seh­bare Fülle an Forschungsergebnissen gelie­fert, die für einen auf­ge­klär­ten Menschen keine Begründung lie­fert, so sim­pel über –idio­tie zu schrei­ben, reden oder sonst­was.
    S-S fehtl die Unterscheidung zwi­schen Gott und Gottgewollt, das eine ist eine per­sön­li­che Anschauung, das andere ist das eigent­li­che Übel. denn das wird als Begründung gege­ben, ande­ren Verhalten auf­zu­zwin­gen.
    Diese Unterscheidung hat SS nicht gefun­den.
    So bleibt meine Meinung dazu: unre­flek­tiert kin­disch trot­zig.

  2. Richtig erkannt, ein Kinderbuch dass sich trot­zig und mutig an dem Märchen “Des Kaisers neue Kleider” ori­en­tiert. Leider zei­gen alle Analysen des gesell­schaft­li­chen Ist-Zustandes, das die Realität nur von noch nicht indok­tri­nier­ten kind­li­chen Augen zu erken­nen ist, oder aber durch das Erkennen des Hirnwurms. Zudem eine gut leser­li­che 124-seitige Streitschrift mit 101 Anmerkungen. Mit Nachwirkungen, die sich in ihren Schlussfolgerungen nicht dem sys­te­mi­schen diver­si­fi­zie­ren­den phi­lo­so­phi­schen Elfenbeinturm anpassts. Dass MSS sich des­sen Weihen ein für alle­mal ver­scherzt hat, ist er sich voll bewußt.

    Gerage weil die Bibliotheken vor lau­ter Hochgeistigkeit (mensch­li­che Hybris) aus allen Näten plat­zen (Buchdruck J. v. Guttenbergsyndrom), wollte MSS dem mensch­li­chen Erkenntnisstand eine rea­lis­ti­sche Betrachtungsweise ohne Dogmen ent­ge­gen­set­zen. “Aufklärung gegen den Dogmatismus ihrer selbst” ist guts deutsch vom über 100-jährigen Philosophen Prof. Gadamer, der eine phi­lo­so­phi­sche Enzyklopädie geschrie­ben hat, oder Walzers Wälzer, oder Arno Schmidts Zettels Traum ist doch nicht das Menschheitsproblem, son­dern die Schwarmdummheit. Wem`s beliebt, kann sich ja wei­ter am Unterschied zwi­schen Gott und Gottgewollt ver­lus­tie­ren, aber bitte sub­li­miert in der Tradition der never ending story im Kulturkampf der Detailisten (ein tref­fen­de­res deut­sches Wort ver­bie­tet mir die Höflichkeit).

    Gerade weil nicht die Ausklammerung der mensch­li­che Psyche durch neu­este Forschungsergebnisse aus Neurologie und Hirnforschung im Vordergrund ste­hen (dazu gibt es Fachliteratur), steht in der Streitschrift über Idiotien an ers­ter Stelle die Religiotie. Der Hirnwurm ist psy­chi­scher Natur. Kindisch und unre­flek­tiert sind Vorstellungen, wel­che die zufäl­lige Evolution igno­rie­ren, den hal­ben Darwin nennt es MSS (sicher ein Plagiat). Soviel von einem stu­dier­ten Evolutionsstrategen und Hobby-Ameisendompteur, der sehr­wohl weiß, dass er gegen die Schwarmintelligenz keine Chance hat.

  3. Gerade weils aus allen Nähten platzt, ist kindg­rechte Aufkärung am Fundament von Nöten. Erst bot­tom up, dann wenn noch erfor­der­lich top down für Sinnsucher. Da mögen sich der Blitzeschleuderer Thor und die vom Blitz getrof­fe­nen Individuen noch so viel ärgern.

  4. Hartwig Erlacher

    Es bleibt ihnen natür­lich unbe­nom­men, die­ses Machwerk zu ver­eh­ren. Gadamer her­an­zu­zie­hen ist ja nicht schlecht, denn der hat die Filosofie ver­kom­men las­sen, in dem er sie in ger­ma­nis­ti­sche Unverständlichkeit hin­un­ter­ge­wirt­schaf­tet hat.
    Aber wenn sie argu­men­tie­ren, dass es für die mensch­li­che Psyche jede Menge Fachliteratur gibt, dann stimmt das, aber wenn sie MSS dann aber zubil­li­gen, diese nicht ein­mal ange­wandt zu haben, dann fehlt es auch ihnen. Das bild mit der Zeitreduktion auf einen Tag seit dem Urknall, dann wird das Ganze kin­disch, denn unvor­stell­bar­kei­ten sind eben unvor­stell­bar, da ist es lieb und dumm, von den letz­ten Sekunden zu reden. Abgesehen davon, dass das urknall­mär­chen eine Hypothese ist, die nicht bewie­sen wer­den kann. trotz viel­leicht Indizien, die so gedeu­tet wer­den.
    Es wäre aber für MSS nicht unin­ter­es­sant gewe­sen und dann würde er er anders sehen, wenn er das Buch von Gaertner gele­sen hätte über ‘Schulden, die ers­ten 5.000 Jahre’, ins­be­son­dere, da dann MSS vor­stel­lun­gen über Geld usw. grif­fi­ger gewor­den wären, und auch in wesent­li­chen Punkten zurecht­ge­rückt.
    Die kata­stro­fen von Fukushima und Tschernobyl sind für sich gese­hen noch keine Begründung für einen Atomausstieg, da hat wohl Emotion das Hirn beschä­digt. Auch wenn ich nicht unbe­dingt ein Freund der Atomkraft in die­ser Form bin, so kann und darf man nicht argu­men­tie­ren. Abgesehen davon, dass das was jetzt unter grü­ner ener­gie läuft, min­des­tens genauso umwelt­schäd­lich ist. Wer trägt einen 150 m hohen Windradmast wie­der ab. Den wird man in der Gegend her­um­ros­ten las­sen, unsere Nachkommen wer­den sich dar­über freuen.

    Ich habe kein Problem damit, ob MSS die Hypothese ‘Gott’ braucht oder nicht, das ist um Grunde auch nicht rele­vat, sofern amn zwi­schen Gott und Gottgewollt unter­schei­den kann.

  5. Ich schrieb: Gerade weil nicht die Ausklammerung der mensch­li­che Psyche im Vordergrund ste­hen.
    Zugegebenermaßen ein ver­un­glück­ter Satz mit Nichtlogik, wie nie nicht. Wer für die Evolution des Lebens und des zen­tra­len Nervensystems irra­tio­nale pla­nende Schöpfer vor­aus­setzt, wird auch der mensch­li­chen Hybris Glauben schen­ken. Die psy­chi­sche Kränkung der Gottesebenbildlichkeit durch die Schwarmdummheit über­win­det nicht jeder (Projektion der eige­nen Schuld). Und nach der früh­kind­li­chen Indoktrination ist dies auch kaum noch mög­lich. Dennoch bleibt Humbug Humbug. Und zufäl­lige Ausnahmen bestä­ti­gen die Regel.

    Die Mutation des Fußpilz über­steht eine Strahlenüberdosis eher, als der mensch­li­che Organismus. Entsprechende Studien wer­den aber staat­lich nicht sub­ven­tio­niert, dafür aber die Idiotien 2 und 3. Das Machwerk (eine Streitschrift) in den Ethikunterricht, anstatt das Auwendiglernen von ana­chro­nis­ti­schen Heiligen Schriften (mys­thi­sche Märchen), könnte der Vernunft nicht scha­den, aber auf alle Fälle dem sys­te­mi­schen psy­chi­schen Hirnwurm.

  6. Vielen Dank an O. für den Link. Gehirnfoschung, wel­che die Ursache der Schwarmdummheit ver­tieft. Die Auswirkungen ste­hen im Buch KMDD. Vielleicht ließt sich das Buch danach mit ande­ren Augen. 1 Std. Kurzweil, die moti­viert und den Spaß am sel­ber den­ken und der Selbstverantwortung stärkt. Und warum früh­kind­li­che Indoktrination von Humbug ein Verbrechen ist, da sie Module kaputt macht. Dogmen sind lern­be­hin­dernd, Leben ist dyna­misch:

  7. Zum Video, ich habe dar­über geschla­fen um mei­nen gest­ri­gen Neuronen Gelegenheit zum Waschsen zu geben. Wie man das Buch KMDD liest (nicht ließt und nicht least), ent­spricht der sub­jek­ti­ven neu­ro­nal­ver­netz­ten Interpretation, wel­che sich durch Erziehung und eige­ner Erfahrung individuell-logisch ergibt. Gott oder Gottgewollt ist sowas von belang­los und eine mora­lin­saure Dualismusfalle Emotion/Logos, wel­che eine objek­ti­vier­bare Sichtweise ver­hin­dert. Alles wird wah­rer dadurch, je mehr der Mensch sich damit beschäf­tigt. Während Humbug nicht wah­rer wird, indem man ihn stän­dig wie­der­holt, um ihn somit virus­ar­tig zu ver­brei­ten. Z.B. die geis­tige Onanie der Sinnsucher über Beschneidung und Blasphemie im Namen der Religionsfreiheit, anstatt sich ver­ant­wor­tungs­be­wusst selbst­ver­ant­wort­lich dem Leben zu stel­len. Freiheit die ich meine als süßes Engelsbild komm mit dei­nem Scheine, sind kin­disch roman­ti­sie­rende Gefühle und sicher ein Lieblingslied von B16, Gauck, Merkel, Spaemann, Käßmann …, eines erwach­se­nen Menschen wür­dig?

    Sich um aus­ge­diente Windradmasten Sorgen machen, aber das Zwischenlager Asse oder Gorleben ver­drän­gen und Gottes Hand zu über­las­sen spricht Bände und ist sehr selek­tiv. Wie cradle to cradle (s. KMDD) igno­rie­ren und was unter grü­ner Energie als Schwarmdummheit läuft mit Recht anzu­pran­gern.

    Das Mittelhirn arbei­tet nicht dua­lis­tisch, die Großhirnrinde schon. Auch da gibt es logi­sche Abhilfen. Karl Valentin: Ich freue mich wenn`s reg­net, denn wenn ich mich nicht freue, reg­net es auch. Auf jeden­fall ist KMDD nicht lust­feind­lich, die abra­ha­mi­ti­schen Religionen schon. Vor was haben die denn Angst mit ihrem Totenkult für die Ewigkeit? Natürlich geht´s hin­ter dem schwar­zen Loch wei­ter.

  8. Bei sky­daddy in einem Kommentar zu MSS KMDD gefun­den:
    http://www.uncovernment.de/kultura/mirovosprijatie/das-universelle-verbloedungssystem
    15 Min. Hörbuchvideo, ein Machwerk für die Informationsgesellschaft. Wie ver­bil­det muss man sein und wel­che Interessen muss man ver­tre­ten, um das Buch als kin­disch unre­flek­tiert abzu­tun? Trotzig auf hohem Niveau stimmt.

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