Wegen Kriegsverbrechen im Irakkrieg gerät Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen unter Druck. Er soll ver­tuscht haben, dass däni­sche Soldaten Folter von Gefangenen durch die ira­ki­sche Polizei tole­rier­ten.

KOPENHAGEN – George W. Bush führt für einen frü­he­ren US-Präsidenten ein bemer­kens­wert zurück­ge­zo­ge­nes Leben, und Tony Blair muss sich eben­falls über­le­gen, wo er noch will­kom­men ist. Die Führer der „Allianz der Willigen“, die vor neun Jahren mit frei erfun­de­nen Behauptungen über angeb­li­che Massenvernichtungswaffen ihre Länder in den Krieg gegen Saddam Husseins Irak führ­ten, sind inter­na­tio­nal nicht mehr son­der­lich gut gelit­ten. Zwei ihrer treu­es­ten Gefolgsleute von damals aber sind seit­her sogar noch beför­dert wor­den: José Manuel Barroso, sei­ner­zeit por­tu­gie­si­scher Premier, stieg zum Chef der EU-Kommission auf. Und der däni­sche Regierungschef Anders Fogh Rasmussen wurde 2009 für die Kriegsteilnahme mit dem Posten des Nato-Generalsekretärs belohnt.

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