Ein sehr emp­feh­lens­wer­tes Interview mit einem scho­nungs­lo­sen Autoren:

Altmann: Um zu mer­ken, dass jeder Mensch einen Wert hat, brau­che ich kei­nen lie­ben Gott mit Rauschebart. Da rei­chen die Menschenrechte. Da muss ich mich nicht hot­ten­tot­ten­blöd stel­len. Soll ich glau­ben, der Papst sei der Stellvertreter Gottes, bloß weil da ein Mann aus Marktl in Rom rum­hüpft? Dann bin ich der Kaiser von China!

ZEIT: Aber Jesus sagt –

Altmann: Jesus sagt, ich bin die Wahrheit. Das sagt bin Laden auch. Da gehen wir doch in Deckung.

ZEIT: Was könnte man denn statt­des­sen sagen?

Altmann: Ich habe einen Vorschlag! Schaut euch das mal an! Gefällt euch das? Oder man schweigt, wie die Zen-Priester. Eine Kirche, die die Wahrheit gepach­tet hat, kann man nicht refor­mie­ren, die kann man nur abschaf­fen. Genau wie den Islam. Wenn in Sure sowieso steht, einer soll den ande­ren ver­dre­schen, wie soll ich das denn refor­mie­ren? Soll ich das aus dem Koran raus­strei­chen? Hat Gott das dann nicht gesagt?

ZEIT: Sind Sie nie in Versuchung zu beten?

Altmann: Nein, ich habe seit der Kindheit nicht mehr gebe­tet, nie wie­der. Ich denke auch nicht über Gott nach, son­dern glaube an den Satz: Das Schicksal des Menschen ist der Mensch. Als Reporter habe ich erlebt, dass Gläubige oft ein grau­sa­mes Schicksal und Gottlose oft ein swin­gi­ges Leben hat­ten. Ich sehe null Zusammenhang zwi­schen Lebensglück und Gebet.

http://www.zeit.de/2011/37/Rezension-Interview-Altmann/komplettansicht

Über den Autor

Nic

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

Kommentare sind geschlossen