Hymne zur Huldigung des vati­ka­ni­schen Diktators, auf die Melodie des Kirchenliedes “Macht hoch die Tür, die Tor macht weit” zu sin­gen:

reichstag religionsfrei papa ante portas

Jürgen Matern:|Reichstagsgebäude von Westen, kurz vor Sonnenuntergang / CC-Bildlizenz

Verschließt die Tür, es ist soweit:
Es naht der Herr der Selbstherrlichkeit.
Aus sei­nem klei­nen Königreich
herrscht er in aller Welt zugleich.
Man glaubt, dass sei­nen unfehl­ba­ren Rat
der Bundestag jetzt nötig hat,
wes­halb man flei­ßig probt:
„Der Papa sei gelobt.“

Schlagt zu die Tür, ver­sperrt das Tor
vor die­sem Großinquisitor!
Er ist ein Psychoterrorist,
dem Menschenrecht nicht hei­lig ist,
der jenen mit der Hölle droht,
die nicht befol­gen sein Gebot.
Vertritt er auch ‘nen Gott –
er hilft aus kei­ner Not.

Sein‘ Krone ist Scheinheiligkeit,
sein Zepter Unbarmherzigkeit:
Drängt Frau und Mann in höchste Not
und Tod durch das Kondom-Verbot.
So hat der Katholik die Wahl:
Gesundheitsschutz und Höllenqual
oder ein frü­her Tod
als Preis der Liebe droht.

Sein‘ dop­pelte Moral ist schlecht,
sie macht’s Mißhandlungspriestern recht:
Wie wider­lich die Klerisei,
ver­klemmt und bös­ar­tig auch sei:
Vor welt­li­cher Bestrafung schützt
der Papst, weil’s sei­ner Kirche nützt.
Das Opfer: schwer ver­letzt –
den Täter man ver­setzt.

Oh weh dem Land, oh weh der Stadt,
so die­sen Gast bald bei sich hat:
Die Bürger teil’n die Zeche sich,
ob sie nun glau­ben oder nicht.
Wozu braucht man die fromme Kunde,
das Gotteswort aus papas Munde?
Dies Haus, es sei tabu.
Drum schlagt die Türe zu!

Dubiator

[Erstveröffentlichung: EHBB-Blog]

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Nic

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