Samstag , 18 Mai 2013
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Bühne für religiöse Propaganda

Die geplante Rede des Papstes im deut­schen Bundestag stellt offen­sicht­lich einen Teil einer groß ange­leg­ten Propaganda- und Mobilisierungskampagne des Vatikans gegen eine nach Auffassung der katho­li­schen Kirche »dra­ma­tisch zuneh­mende Christianophobie« in Europa und der west­li­chen Welt dar. »Starker und aggres­si­ver« Säkularismus und Laizismus sowie ein ste­tig wach­sen­des anti-klerikales Denken beun­ru­hi­gen – nicht nur – die katho­li­sche Kirche in einem Ausmaß, dass sich der Papst bereits gezwun­gen sah, eine neue Behörde im Vatikan ein­zu­rich­ten, um die­ser Entwicklung Einhalt zu gebie­ten.

Mit dem neu geschaf­fe­nen Päpstlichen Rat für Neuevangelisierung sol­len die Missionierungsbestrebungen in Europa ver­stärkt wer­den. Der Kampfbegriff »Christianophobie« (Christenfeindlichkeit) soll der Öffent­lich­keit sug­ge­rie­ren, dass die katho­li­sche Kirche zu Unrecht reli­gi­ons­kri­ti­schen Äuße­run­gen und Meinungen aus­ge­setzt sei. Mit die­sem Kunstgriff will sie sich in eine Opferrolle bege­ben und vor allem die tau­send­fa­chen Verbrechen von katho­li­schen Priestern an Kindern und Jugendlichen ver­ges­sen machen. Das ging inzwi­schen so weit, dass der per­sön­li­che Prediger des Papstes, Pater Cantalamessa, sich dazu ver­stieg, die Kritik an der katho­li­schen Kirche wegen die­ser Verbrechen und deren Verschleierung mit der Judenverfolgung in der Nazizeit zu ver­glei­chen.

http://www.neues-deutschland.de/artikel/205342.buehne-fuer-religioese-propaganda.html

Über Nic Frank

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

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