Missbrauchsfälle…
Neunmal mehr Missbrauchsfälle in der Kirche aufgedeckt
Die Abgründe sind nahe. 35 Kilometer vor der Tür des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) in Hannover werden nun Fall für Fall Personalakten von Priestern durchforstet, die sich sexuell an Kindern und Jugendlichen vergangen haben.
Damit startete gestern im Generalvikariat des Bistums Hildesheim die umfassendste Aufarbeitung von Missbrauchsskandalen in der Geschichte der katholischen Kirche. Bis 1945 gehen die Kriminologen zurück. Ende Oktober, spätestens Anfang November will der KFN-Direktor Christian Pfeiffer das Bistum Aachen unter die Lupe nehmen.
Erzbistum München-Freising vertuscht bewusst Vorfälle
Im Erzbistum München-Freising wurden bewusst sexuelle Missbrauche vertuscht sowie Akten vernichtet. Auf Grund der fehlenden Akten rechnet Gutachterin Marion Westpfahl mit „erheblichen Dunkelziffer“.
Im Erzbistum München-Freising ist über Jahrzehnte sexueller Missbrauch bewusst vertuscht worden. „Wir haben es mit umfangreichen Aktenvernichtungsaktionen zu tun“, sagte die vom Bistum beauftragte Gutachterin zur Aufarbeitung der Missbrauchsfälle, Rechtsanwältin Marion Westpfahl, am Freitag bei der Präsentation der Ergebnisse ihrer Arbeit. Außerdem hätten die Verantwortlichen in dem Bistum selbst gravierende Verdachtsfälle von sexuellem Missbrauch und körperlichen Misshandlungen unaufgeklärt gelassen, um Priester zu schützen.

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