Papst-Besuch in Thüringen: Demonstrieren ist ok, aber nur dort wo es niemand sieht
Ende September kommt der Papst nach Deutschland. Er wird Berlin besuchen, dort u.a. eine Rede vor dem Bundestag halten (wenn auch leider mit Sicherheit nicht diese) und dann zwei Tage in Thüringen verbringen. (…)
Der Papst kommt nach Deutschland. Ok – aber damit muss nicht jeder einverstanden sein. Und da Deutschland – im Gegensatz zum Vatikan – keine absolutistische Monarchie ist sondern ein demokratischer Staat, dürfen die Leute, die etwas am Papst kritisieren möchten, dass auch tun. Sie dürfen ganz besonders ihr Grundrecht in Anspruch nehmen und diesen Protest öffentlich kund tun (die Demonstration wurde ja angemeldet und genehmigt). Die Leute jetzt aufzufordern, doch bitte dort zu demonstrieren wo sie niemand hört und es an einem Tag zu tun der mit dem Anlass der Demonstration nichts mehr zu tun hat, läuft im Endeffekt auf eine Verwässerung dieses Grundrechtes hinaus (und das Jauch sich angesichts der enormen Kosten des Papstbesuches über die Kosten für den Polizeieinsatz macht, der wegen der Demonstration nötig wäre, ist mehr als ironisch). Der Papst wird damit leben müssen, das ihn nicht alle Menschen dieser Welt toll finden.

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