Ich habe Mitleid mit Henryk Broder. Denn es muss weh­tun, sein eige­nes Gedankengut im Manifest eines rechts­ra­di­ka­len Terroristen zu fin­den, der nicht weni­ger als 77 Menschen abge­schlach­tet hat. Nicht nur des­halb stimme ich Broder zu, dass wir – bei aller Unfassbarkeit der Tat – dif­fe­ren­zie­ren müs­sen. Auch wenn diese Aufforderung nicht einer unge­woll­ten Ironie ent­behrt. Stammt sie doch aus dem Munde eines Mannes, der den Großteil sei­ner Laufbahn dar­auf auf­ge­baut hat, undif­fe­ren­ziert auf Andersdenkende ein­zu­häm­mern:

Welcher nicht nur stets das breite Spektrum lin­ker Meinungen über einen Kamm schert, son­dern auch die Trennung von Islam und Islamismus für über­flüs­sig hält sowie sich – selbst­ver­ständ­lich reflek­tiert – an der Einsicht ergötzt, dass „1,3 Milliarden Muslime in aller Welt … chro­nisch zum Beleidigtsein und unvor­her­seh­ba­ren Reaktionen nei­gen.“ Und der bei­nahe jede Form von Israel-Kritik mit dem Stigma des Antisemitismus behaf­tet und so mund­tot zu machen sucht. Lassen Sie es uns den­noch tun …

http://www.theeuropean.de/mark-t-fliegauf/7575-mitleid-mit-broder#7575

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Nic

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

11 Responses to Mitleid mit Broder

  1. Frank sagt:

    Na, Broder wird das Mitleid eines Fliegauf ver­kraf­ten kön­nen.
    Möglicherweise mit­lei­det er zurück, weil Fliegauf so ein armes Würstchen ist.

    Broder hat schon schwer genug daran zu knab­bern, dass er ledig­lich 9 (!) mal in Breivicks Manifest erwähnt wurde.

    Im “Ranking der Wegbereiter des Terrors” ran­giert er zwi­schen Sitting Bull und Crazy Horse

    Sitting Bull 11
    S. Freud 9
    H. Broder 9
    P.Davis 6
    E. Watson 6
    A. Custer 6
    Crazy Horse 6

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/allah_jesus_hitler_marx_adorno_merkel_bush_freud_und_ich/

  2. Frank sagt:

    Die Bluttat von Utøya ist ein klas­si­sches hate crime – wie die zahl­lo­sen Bluttaten radi­ka­ler Islamisten auch.

    An einem Freitagabend des Sommers 2001 sprengte sich Said Hotari, ein jun­ger Palästinenser mit Verbindungen zur Hamas, am Strand von Tel Aviv inmit­ten einer Menschenmenge in die Luft. 21 der zahl­rei­chen Teenager, unter die er sich vor einer Diskothek gemischt hatte, wur­den durch die Explosion zer­fetzt, 132 kamen mit­un­ter schwer ver­wun­det davon. Das Massaker vor dem Dolphinarium war nur eines von vie­len. Mehr als tau­send Israelis wur­den wäh­rend der „Al-Aqsa-Intifada“ ermor­det, viele wei­tere tau­send ver­stüm­melt, trau­ma­ti­siert bis heute.

    http://spiritofentebbe.wordpress.com/2011/08/01/anders-als-said/

    • Nic sagt:

      Sorry Frank, aber das sagt nicht in Sachen Broder aus.

      • Frank sagt:

        Nein, ist aber im Zusammenhang mit dem Artikel zu sehen. Breivik ist das Alter Ego von Hotari. Auf wen auch immer Hotari sich beru­fen hat, es ist immer noch seine urei­genste Entscheidung, die ande­ren Menschen zu töten. Er hätte z.B. auch Journalist wer­den kön­nen.

        Solange z.B. Pierre Vogel, Tariq Ramadan, der Papst und andere nicht zur Gewalt auf­ru­fen, müs­sen sie ihre däm­li­chen Thesen ver­tre­ten dür­fen. Ebenso müs­sen sie ertra­gen, dass wir sie lächer­lich machen.

        • Nic sagt:

          Na, also ich würde nicht so weit gehen und Broder auf eine Stufe mit Pierre Vogel, Tariq Ramadan und dem Papst stel­len. :-)

          Aber im Ernst: Es ist ja rich­tig, dass der Mann das Recht hat, zu sagen/schreiben, was er denkt. Das erwarte ich ja für mich eben­falls. Und ich erwarte, dass nicht immer alle mei­ner Meinung sind. Nur: damit tut sich Broder schwer: er ist wahn­sin­nig arro­gant und hält sich und seine Meinung für den Nabel der Welt; was lei­der ein Irrtum ist.

          • Frank sagt:

            oooch, da kenne ich einige andere Bauchnabel ebenso. Broder wird Kritiker aber nie mit der Axt besu­chen, ich habe ihn auch noch nie belei­digt gese­hen, nur wütend. Und dann schreibt er halt. Kann mich Linus anschlie­ßen und freue mich auf die nächste Staffel der Deutschlandsafari.

  3. Linus Heilig sagt:

    Nicht zur Gewalt auf­ru­fen, sollte das auge­klärte Kriterium sein. Satiriker, Ketzer und Provokateure wei­sen poin­tiert auf beste­he­hen Irrsinn hin. Die Gefühlsbeleidigten rea­gie­ren dar­auf nach der Methode “hal­tet den Dieb”, oder noch schlim­mer “der Über­brin­ger der schlech­ten Botschaft wird geköpft”. Die Urheber der Zitate zwi­schen “” sind mir nicht nament­lich bekannt, aber Broder scheint unver­däch­tig. Eine geballte Ladung auto­ri­täts­gläu­bi­gen ideo­lo­gi­schen Irrsinn von lechts bis rinks doku­men­tiert Broder heute Freitag ab 22:15 auf phönix-TV in der gesam­ten Staffel der Deutschland-Safari. Mitleid mit und Respekt vor dem evo­lu­tio­nä­ren Anachronismus?

  4. Linus Heilig sagt:

    Sorry, heute ist Donarstag, mor­gen Freijastag

  5. Linus Heilig sagt:

    Sch… Broder doch heute Donnerstag, wenn keine einst­wei­lige Verfügung durch Kardinal Meisner wg. §166 erfolgt. Gottseidank ist ZDF-Frey im Urlaub.

  6. Frank sagt:

    “Bis vor Kurzem war ich von der Qualität mei­ner Texte über­zeugt, aber mit­nich­ten von mei­ner Fähigkeit, Geschichte zu schrei­ben, Sand in das Getriebe des Geschehens zu streuen. Das hat sich geän­dert, seit ich lesen musste, dass ich (in Zusammenarbeit mit Thilo Sarrazin und Geert Wilders) für den Massenmord auf der Insel Utöya bei Oslo mit­ver­ant­wort­lich bin.”

    http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article13529516/Hurra-ich-habe-Wirkung.html

  7. Frank sagt:

    Christian Bommarius hat etwas Tolles gemacht: Er hat Zitate von Henryk Broder und Zitate aus Breiviks Manifest gesam­melt und unge­ord­net in einer deut­schen Zeitung prä­sen­tiert. Der Gag dabei ist, dass bei jedem Zitat die Angabe des Verfassers fehlt – dem Leser soll ein Licht dahin­ge­hend auf­ge­hen, dass Broder und Breivik gewis­ser­ma­ßen das­selbe sagen, d. h dass man ihre jewei­li­gen Zitate gar nicht aus­ein­an­der hal­ten kann. Daraus darf man dann schlie­ßen: Broder und Breivik sind auch irgend­wie das­selbe!

    Da dachte ich mir sofort: Das kön­nen wir doch auch! Für Seite A neh­men wir ein­fach mal Patrick Bahners, Frauenheld und Autor des Buches „Die Panikmacher“, sowie den Zentralrat der Muslime unter sei­nem Vorsitzenden Aiman Mazyek. Beide zählt man gemein­hin zu den demo­kra­ti­schen, nicht radi­ka­len Zeitgenossen. Seite B wird reprä­sen­tiert durch das isla­mis­ti­sche und anti­se­mi­ti­sche Internetportal „Muslim Markt“ und den radi­ka­len Salafistenprediger Pierre Vogel. Diese wer­den näm­lich vom Verfassungsschutz kri­tisch beäugt.

    Los geht’s! Welche Zitate stam­men aus Bahners’ Buch und von der Website des Zentralrats der Muslime – und wel­che Aussprüche müs­sen der Website von Pierre Vogel und dem „Muslim Markt“ zuge­ord­net wer­den? Auflösung am Ende des Textes.

    1) Bei Zeugenschaft für geschäft­li­che Verträge o. ä. muss man zwei Männer als Zeugen haben oder einen Mann und zwei Frauen, aller­dings braucht nur eine Frau aus­zu­sa­gen, die zweite Frau ist nur da, um auf die Richtigkeit der Aussage der ers­ten Frau zu ach­ten und um sie even­tu­ell zu ver­bes­sern.

    2) Der Islam regelt die Erbschaft der­art, dass ein männ­li­cher Erbschaftberechtigter soviel Anteile der Erbschaft bekommt wie zwei weib­li­che Erbschaftsberechtigte.

    3) Und damit wird deut­lich, wem die ganze Kriegstreiberei gegen den Islam in Europa nützt. Nämlich den Zionisten, die alle mög­li­chen Interessen ver­fol­gen, außer dem Zusammenhalt der Völker.

    4) Bei Geller und Spencer ist Islamkritik die reli­gi­ons­po­li­ti­sche Seite ent­schie­dens­ter Unterstützung des ent­schie­dens­ten Zionismus.

    5) Merke: Zionisten und Islamhasser sind jeder­zeit Opfer, aber nie­mals Täter .

    6) In Tücher ein­ge­hüllt wird nor­ma­ler­weise das Kostbare. Die Verschleierung ist ein Indiz der Vornehmheit.

    7) Das Kopftuch (Hijab) stellt eine abso­lute Pflicht da, das Nichteinhalten ist eine Sünde. […] Hier wird bereits erneut deut­lich, dass auch das Kopftuch ein Gebot den natür­li­chen Veranlagungen der bei­den Geschlechter ent­spre­chend ist: Die Frau ihrer­seits ist auf­grund ihrer im Vergleich zum Mann gerin­ge­ren, phy­si­schen Stärke, Männern im Falle einer tat­säch­li­chen, kör­per­li­chen Belästigung, unter­le­gen und somit stets in der Gefahr Opfer eines dem­ent­spre­chen­den Delikts zu wer­den

    8) Der Geschlechterunterschied ist eine Naturtatsache der mensch­li­chen Erfahrungswelt, mit der sich schon Kinder aus­ein­an­der­set­zen.

    9) Radikale Feministinnen ver­ur­tei­len seit jeher das Fortbestehen des bür­ger­li­chen Modells der Ehe mit männ­li­chem Ernährer in der Epoche des Eherechts der strik­ten Gleichheit als Struktur der Unterdrückung.

    10) Der Islam wird nicht ver­tre­ten von ehe­ma­li­gen Pornostars, die jetzt als Intergrationsmusterschüler popu­lär gemacht wer­den, nicht von Bänkern, die keine Ahnung von Intelligenz und Vererbungslehre haben, nicht von Feministinnen, deren ein­zi­ges Ziel anschei­nend in der Zwangsentkleidung von Frauen liegt, nicht von “Experten“, die mit Muslimhass Geld ver­die­nen wol­len, nicht von Menschen mit mus­li­mi­schem Migrationshintergrund, die den Islam ver­bie­ten las­sen wol­len […].

    Auflösung:

    Website des Zentralrats der Muslime: 1), 2)
    Website „Muslim Markt“: 3), 5), 10)
    Website von Pierre Vogel: 7)
    Patrick Bahners „Die Panikmacher“: 4), 6), 8), 9)

    Hätten Sie’s gewusst?
    Quelle: http://menschenrechtsfundamentalisten.de/page8.php?post=457