Säkulare Gruppen rufen für Freitag erneut zur Besetzung des Tahrir-Platzes auf: Gegen den man­geln­den Reformwillen des Militärrates und die isla­mis­ti­sche Gefahr

Die Demokratisierung von Staat und Gesellschaft sta­gniert – eine „mil­lio­nen­starke“ Besetzung des Tahrir-Platzes soll die Generäle zwin­gen, von deren gegen­wär­ti­ger „Roadmap“ zur Demokratie abzu­las­sen. In einer immer ver­bit­ter­ter geführ­ten Debatte, die zu einem Stellvertreterkrieg zwi­schen flügge wer­den­den Islamisten und säku­la­ren Kräften des Landes führt, haben sich 40 links­li­be­rale und linke Gruppen zusam­men­ge­tan, um gemein­sam eine Verschiebung der für September anbe­raum­ten Wahlen zu for­dern. Sie haben Angst, die Muslimbruderschaft könnte zu viel Einfluss auf den Entwurf einer neuen Verfassung erlan­gen, wenn zuerst das Parlament gewählt wird und die­ses dann die Verfassung erar­bei­tet. Nach dem exis­tie­ren­den Post-Mubarak-Tableau wer­den die Wahlen nach einer ergänz­ten Version der vor­han­de­nen ägyp­ti­schen Verfassung abge­hal­ten, was die Chancen der Bruderschaft enorm erhöht.

http://www.freitag.de/politik/1127-eine-zweite-welle-des-zorns

Getagged mit
 
Über den Autor

Nic

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

Kommentare sind geschlossen