In Europa brei­tet sich Empörung aus. Unzählige Menschen tra­gen sie auf die Strassen der Städte, ins­be­son­dere in Spanien und Griechenland, aber auch dar­über hin­aus. Wo kommt sie her, die Empörung? Wo führt sie hin? – Ein Deutungsversuch zwi­schen Hoffen und Bangen.

Ist es Zufall oder nicht? Am Anfang stand das schmale Bändchen «Empört euch!» von Stéphane Hessel, in dem er die Jugend dazu auf­ruft, sich durch die Missstände in Gesellschaft und Politik empö­ren zu las­sen. Ohne Empörung gebe es keine Veränderung. Inzwischen sor­gen die Empörten auf den Strassen Madrids, Athens und vie­ler wei­te­rer Städte Europas für Aufsehen und for­dern laut­stark, aber fried­lich einen grund­le­gen­den Wandel in Politik und Gesellschaft. Die Empörung wächst quer durch alle Generationen und (fast) alle Gesellschaftsschichten. Bald muss man – par­don, kann man von einer euro­pa­wei­ten, wenn nicht glo­ba­len Empörung spre­chen. Und wie von Hessel ange­mahnt, sind die Demonstrationen und Protestcamps weit­ge­hend fried­lich und gewalt­los, zumin­dest sei­tens der Empörten. [...]

http://le-bohemien.net/2011/06/25/die-emporung-wachst/

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Nic

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