Wer muss eigent­lich vor wem geret­tet wer­den? Es ist nicht leicht, noch eine ent­schie­dene Meinung zur Eurokrise zu haben. Das liegt daran, dass man sich inzwi­schen zuerst ent­schei­den muss, ob man noch ‘Informationen’ ver­ar­bei­ten will oder den ana­ly­ti­schen Blick bei­be­hal­ten, sich von Zahlenspielchen blen­den lässt oder hin­ter die Kulissen schaut. In der Tat eine gewöh­nungs­be­dürf­tige Situation: Informieren oder den­ken – bei­des zusam­men geht nicht.

Das liegt daran, dass das Spiel sich selbst erfül­len­der Prophezeiungen und Erwartungserwartungen den­sel­ben Regeln zu fol­gen scheint wie alles andere an den Finanzmärkten. Es gibt keine Rationalität, son­dern bloß noch Stochastik. Wer sie beherrscht, macht Gewinn, die ande­ren zah­len drauf. Was die plap­pern­den Diskutanten auf allen Kanälen dar­über inzwi­schen völ­lig ver­drän­gen: Griechenland ist kein Finanzmarkt, Griechenland ist real.

Real Ya

Das Motto der spa­ni­schen Leidensgenossen “Democracia Real Ya” heißt nicht nur “echte Demokratie jetzt”, es ist auch ein Ruf der Realität, der rea­len Menschen hin­ein in die los­ge­las­sene Welt der Zahlenvirtuosen. Hier und jetzt, zum Anfassen. Da ist nichts weg zu defi­nie­ren oder bilan­zi­ell aus­zu­glei­chen.[...]

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Nic

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