Appell an den iranischen Botschafter Ali Reza Attar
In Ahwaz, der Hauptstadt der Provinz Khuzestan im Südwesten des Iran, kam es bei friedlichen Protesten der arabischen Minderheit der Ahwazi am 16. April 2011 zu einem Blutbad. Iranische Polizisten und Armeeangehörige schossen mit scharfer Munition auf die Demonstranten. Allein im Stadtviertel Kutabdullah wurden mindestens zehn Ahwazis getötet und Dutzende verletzt. Hunderte wurden festgenommen. Insgesamt gab es nach Angaben Iranian Minorities Human Right Organisation (IMHRO) 27 Tote. (Quelle)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (gfbv) ruft deshalb dazu auf, dem Botschafter der IRI eine E-Mail zu senden mit folgendem Inhalt:
an: info@iranbotschaft.de
cc: appell@gfbv.de
subject: Blutbad in Ahwaz aufklären – Verfolgung der arabischen Ahwazis beenden!
Text:
Exzellenz,ich bin sehr besorgt über die Ereignisse in der Stadt Ahawz im Südwesten des Iran. Sicherheitskräfte schossen am 16. April 2011 auf friedlich demonstrierende Menschen. Dabei gab es mindestens zehn Tote, dutzende Verletzte und hunderte Festnahmen. Doch die Ahwazi-Araber haben lediglich von ihrem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit Gebrauch gemacht. Ich appelliere deshalb an Sie, sich bei Ihrer Regierung dafür einzusetzen, die Vorkommnisse in Ahwaz lückenlos aufzuklären und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Regierung der Islamischen Republik Iran hat die Macht und die Befugnisse, die arabische Minderheit in Ahwaz vor Übergriffen zu schützen. Das Recht auf freie Meinungsäußerung muss gewährleistet und Todesfälle müssen aufgeklärt werden. Nur auf diesem Wege können mögliche Spannungen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen im Iran verhindert werden.
Mit freundlichen Grüßen,
Es geht auch einfacher – auf der Webseite der gfbv.
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