BobMarley Bob Marleystarb heute vor drei­ßig Jahren.

Ich mag seine Musik. Und auch wenn es schwie­rig zu sein scheint: ich mag auch seine Texte. Es gibt bei Deutschlandradion Kultur ein Interview mit Volker Barsch, dem Autor des Buchs “RastafarI: Von Babylon nach Afrika” – in dem Buch erklärt Barsch, wie es zu die­ser (letzt­lich christ­li­chen) Religion kam und was deren Inhalt ist. Ich würde diese Spielart des Christentums in eine Reihe mit der Befreiungstheologie Südamerikas stel­len.

Aber heute geht es nicht darum. Heute soll­ten wir ein­fach nur seine Musik hören und dafür dan­ken:

Nic

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Nic

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6 Responses to Bob Marley

  1. Bob Marley – Get up, stand up…

    in Erinnerung an den gest­ri­gen Tag: Nic Blog this! Bookmark on Delicious Recommend on Facebook Buzz it up Share on mrwong Share via MySpace Share on net­vi­bes Share on Posterous share via Reddit Share on iden­tica Share with Stumblers Share on tech­no­rati…

  2. Linus Heilig sagt:

    Ich mag seine urwüch­sige Musik auch, aber. Seine Botschaft ist radi­kal­dua­lis­tisch und reli­gio­tisch Gut/Böse. Ein Anachronist vor dem Herrn, dem Befreiung fremd war. Eben ein Autoritätsgläubiger.

    • Nic sagt:

      na ja, nicht ganz so grob, Linus ;-)
      Das von mir aus­ge­wählte “War” ist ja eher ein “Friedenslied” als ein reli­giö­ses :-) Das gilt auch für andere Songs von Marley.

      Was das Wichtigste ist – trotz teil­weise reli­giö­ser Inhalte – es ist ein Aufruf der sog. “Dritten Welt”. Und hat des­halb Wirkung, die weit über die Musik hin­aus gehen.

  3. Linus Heilig sagt:

    Natürlich ein­ver­stan­den, es gibt viele gute Songs von Ihm. War, empört euch, gehört dazu. Das Problem ist, wenn Fundamente auf Humbug grün­den ist das Bemühen devo­lu­tio­när. Tacheles reden ist nicht grob, son­dern red­lich. Gerade wegen der Wirkung, Streitkultur oder Heldenverehrung? Heile, heile Gänschen (Selassi), s` ist bald wie­der gut.

    • Rhea sagt:

      Das Lyric zu ‘War’ war eigent­li­che eine Ansprache von Haile Selassie I. Bob hat die Rede genom­men und zu einem Lied gemacht.

      Zwar kenne ich dich nicht, Linus, aber von dei­nen weni­gen Sätzen hier kann ich anne­hemn, dass du nicht ein­mal die Lyrics ver­stehst, die Bob Marley singt. Das kommt viel­leicht auch daher, dass diese von Patois domi­niert wer­den und Nicht-Jamaikaner kaum ein Wort davon ver­ste­hen. Aber du scheinst dich ja nicht ein­mal damit beschäf­tigt zu haben. Aussagen wie deine sind daher ein­fach nicht ernst zu neh­men.

  4. Linus Heilig sagt:

    @Rhea

    na ganz so unbe­darft bin ich nicht. Sag ich doch, Haile S. der I. Aufklärer oder Despot? Eher, dass ich auch die geschicht­li­chen Fundamente berück­sich­tige. Parallelen zur katho­li­schen Freiheitsbewegung in Südamerika und Ajatollah Khomeinis Gottesstaat im Iran drän­gen sich auf. Davon unbe­rührt blei­ben gute Musik und Lyrics (auch die Mao-Bibel ist banal­tri­vial und nicht hoch­geis­tig).

    Ich kenne nicht alle Kantaten von Bach, aber die Texte sind kind­lich bib­lisch und eines Goethe nicht wür­dig. Daran ändern auch schön­geis­tige Interpretationen nichts. Schiller hat sich ob sei­ner Ode an die Freude und den ent­hal­te­nen nai­ven Gottesbezug spä­ter sogar geschämt (und Beethoven hat den­noch genial kom­po­niert). Das lehrt man aber nicht im Deutschunterricht. Auch Patois kennt die glo­ri­fi­zie­rende Geschichtsklitterung und Mythenbildung. Soweit zu nicht ein­mal. Aber schön, dass du ernst zu neh­mende tie­fere Einblicke hast. Streitkultur geht auch ohne per­sön­li­che Unterstellungen bezüg­lich den weni­gen Sätzen. Eh la bas (kreo­li­scher Solidaritätsgruß).