azarmehr 091123 1 400x300 Ahmad Zeidabadi erhält UNESCO PreisBonn (epd). Die UNESCO ehrt den ira­ni­schen Journalisten Ahmad Zeidabadi mit dem Guillermo-Cano-Preis für Pressefreiheit. Der inhaf­tierte Reporter erhalte die Auszeichnung für sei­nen Einsatz für Demokratie und Menschenrechte im Iran, teilte die Deutsche Kulturorganisation der Vereinten Nationen am Donnerstag in Bonn mit. Der Preis ist mit 25.000 US-Dollar (17.000 Euro) dotiert und wird zum Welttag der Pressefreiheit am 3. Mai in der US-Hauptstadt Washington ver­lie­hen.

Ahmad Zeidabadi habe sich mutig und beharr­lich für Presse- und Meinungsfreiheit ein­ge­setzt, heißt es in der Begründung der Jury. Er ist den Angaben zufolge mit wei­te­ren Journalisten von der ira­ni­schen Regierung zu sechs Jahren Gefängnis ver­ur­teilt wor­den, weil er sich an der “sanf­ten Revolution” wäh­rend der Präsidentschaftswahlen 2009 betei­ligt hatte. Zudem habe der 45-Jährige, der vor sei­ner Festnahme als Chefredakteur und Journalist für ira­ni­sche Zeitungen und BBC Persian gear­bei­tet hatte, ein lebens­lan­ges Berufsverbot als Journalist erhal­ten. Wegen kri­ti­scher Äuße­run­gen war Zeidabadi bereits in den Jahren 2000 und 2001 für meh­rere Monate in Gefängnis.

Der UNESCO zufolge kamen im ver­gan­ge­nen Jahr welt­weit min­des­tens 60 Journalisten bei der Ausübung ihres Berufes ums Leben. Der Guillermo-Cano-Preis für Pressefreiheit wird seit 1997 jähr­lich ver­lie­hen. Er ist benannt nach Guillermo Cano, dem Chefredakteur der kolum­bia­ni­schen Zeitung “El Espectador”, der 1986 ermor­det wurde. Preisträger der ver­gan­ge­nen Jahre waren unter ande­rem der ermor­dete sri­lan­ki­sche Journalist Lasantha Wickrematunge, die mexi­ka­ni­sche Reporterin Lydia Cacho Ribeiro und die chi­le­ni­sche Journalistin Mónica González Mujica.

[Quelle: evan­ge­li­scher Pressedienst]

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