zum Deal Westerwelles und der Bundesregierung mit dem Mullah-Regime im Haus der Bundespressekonferenz

pk iran indien geschaeft 400x300 Rede von Dr. Kazem MoussaviText für die Pressekonferenz von Dr. Kazem Moussavi am 8. April 2011 im Deutschen Pressehaus Berlin. “Menschenrechte gegen Geld”

Meine Damen und Herren
Liebe anwe­sende Presse

Ohne wei­tere Umschweife möchte ich Ihnen sagen und Sie wis­sen das auch: Die Menschenrechtssituation im Iran ist kata­stro­phal! Durch die aktu­elle Hinrichtungsmaschinerie wird alle 8 Stunden eine RegimekritikerIn im Iran ermor­det. Der deut­sche Aussenminister Westerwelle reiste im Kontext der Appeasementpolitik trotz weni­ger Tage nach der blu­ti­gen Niederschlagung der fried­li­chen Demonstrationen der ira­ni­schen Bevölkerung am 14. Februar durch das Mullah-Regime zu dem Mörder in Teheran und drückte die blu­ti­gen Händen des Holocaustleugners Ahmadinejad.

Das unsäg­li­che Treffen mit dem Mullahpräsidenten und die gemein­same Pressekonferenz mit Ali Akbar Salehi, dem Außenminister des isla­mis­ti­schen Regimes – des­sen Name auf der euro­päi­schen Sanktionsliste steht -, das ja im eige­nen Land und inter­na­tio­nal iso­liert ist, hat das Regime nur ermun­tert, die ira­ni­sche Bevölkerung wei­ter zu unter­drü­cken.

Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen ist bei der Westerwelle-Reise ein schmut­zi­ger Deal der Bundesregierung mit dem sich ato­mar bewaff­nen­den Mullah-Regime im Zusammenhang mit der Freilassung von zwei Reportern der “Bild am Sonntag” – Marcus Hellwig und Jens Koch – aus ira­ni­scher Haft geschlos­sen wor­den und bereits durch­ge­führt.

Dieser schmut­zige Deal sieht fol­gen­der­ma­ßen aus:
mit dem Segen der Bundesregierung bzw. des deut­schen Aussen- und Wirtschaftsministeriums half die Bundesbank – unge­ach­tet der UNO-Sanktionen – dem men­schen­ver­ach­ten­den Regime bei der Abwicklung eines 9-Milliarden-Euro Öl-Geschäfts mit Indien und über­wies diese Summe an die europäisch-iranische Terror-Bank EIH in Hamburg.

Die Bundeskanzlerin Frau Merkel ist dar­über gut infor­miert: Stuart Levey, der Terrorismusexperte des ame­ri­ka­ni­schen Finanzministeriums, hat die EIH als „eine der wich­tigs­ten finan­zi­el­len Lebensadern des Mullah-Regimes“ bezeich­net, wel­che auf­grund ihrer Finanz-Aktivitäten für Raketen- und ato­mare Projekte des Iran auf der Sanktionsliste der USA ste­hen.

Nach den zuver­läs­si­gen Informationen der Green Party of Iran im Lande sol­len im Rahmen die­ses Deals auch die Bundesregierung bzw. Frau Merkel die Sanktionierung der EIH wei­ter­hin ver­hin­dern und stop­pen.

Über­dies sol­len poli­ti­sche Aktivitäten von kon­se­quen­ten ira­ni­schen Oppositionellen und im beson­de­ren die welt­weit aner­kannte, renom­mierte Menschenrechtsaktivistin Frau Mina Ahadi in Deutchland, wel­che sich für den Change des Regimes ein­set­zen, scharf über­wacht und kri­mi­na­li­siert wer­den.

Deshalb ist Frau Merkel für den Schutz des Lebens von Frau Mina Ahadi direkt ver­ant­wort­lich!

Die Westerwelle-Reise wurde von dem Revolutionsgardisten und ira­ni­schen Kurdenmörder, dem Mullahbotschafter in Deutschland, Alireza Scheikh Attar beglei­tet, der schon längst die geheime Atom-Shoppingliste des Regimes in Europa ver­wal­tet und für die Ausspionierung und Unterdrückung der Regimegegner in Deutschland direkt zustän­dig ist.

Meinem offe­nen Brief an Frau Bundeskanzlerin Merkel vom 29. Nov. 2010 ist zu ent­neh­men, ich zitiere: “Die Bundesregierung muss die Hintergründe der Geiselnahmen der Journalisten Marcus Hellwig und Jens Koch begrei­fen und sich nicht zum Mitspieler in dem Plan der Mullahs machen. Damit hat das Regime vor, die Sanktionierung der in Hamburg ansäs­si­gen Europäisch-Iranischen Handelsbank (EIH), die im ira­ni­schen Besitz und in das Nuklear- und Rüstungsprogramm des Regimes ein­ge­bun­den ist, zu ver­hin­dern.”

http://www.facebook.com/note.php?saved&¬e_id=213175105375810#!/note.php?note_id=177444392282215

http://www.facebook.com/note.php?saved&¬e_id=213175105375810#!/note.php?note_id=187294627963858

Die Green Party of Iran ver­ur­teilt noch ein­mal die Westerwelle-Reise in den Iran und sei­nen Deal mit dem Mullah-Regime. Wer wie der deut­sche Aussenminister Westerwelle – mit der Erkenntnis der Warnung des erwähn­ten offe­nen Briefes – mit dem Terror-Regime Geschäfte betreibt (Menschenrechte gegen Geld), darf nicht mehr Aussenminister blei­ben und muss sofort zurück­tre­ten!

Die ira­ni­sche Regierung muss mit den här­tes­ten Sanktionen belegt wer­den, nicht nur wegen ihres Atomprogramms, der Holocaustleugnung und der Ankündigung der Vernichtung Israels, son­dern auch im Besonderen für ihre grau­same und sys­te­ma­ti­sche Verletzung der Frauen- und Homosexuellen- und über­haupt aller Menschenrechte sowie dem Export von Terrorismus, Antisemitismus, Islamismus und ihrer Einmischung in die Angelegenheiten ande­rer Länder im Mittleren Osten.

Das isla­mis­ti­sche Regime in Verbindung mit der Appeasementpolitik Deutschlands stellt aktu­ell die grösste Gefahr für die neue soziale und poli­ti­sche Entwicklung im Nahen Osten dar, ins­be­son­dere in Form der Unterdrückung der demo­kra­ti­schen säku­la­ren Kräfte in ara­bi­schen Ländern durch ter­ro­ris­ti­sche Strukturen und Organisationen des Regimes, Libanesische Hizbollah, Hamas und Ghods- und Badr-Brigaden! Deshalb muss Deutschland alles daran set­zen, dass die Mullahs keine Atombomben bauen!

Frau Merkel ist für die Weiterführung der Beschwichtigungspolitik mit dem ira­ni­schen Regime direkt ver­ant­wort­lich: Sie redet nur schön und han­delt aber prak­tisch nicht danach!

Die Bundesregierung betei­ligt sich zwar an Sanktionen und kri­ti­siert die Menschenrechtsverletzungen des Regimes, schliesst aber zeit­gleich auch inten­sive Wirtschaftsverträge ab und finan­ziert ganz kon­kret die Terrorbank der Revolutionsgarden in Deutschland! Die Appeasementpolitik der Bundesregierung mit dem “ato­ma­ren” Mullah-Regime geschieht unter dem Deckmantel der huma­ni­tä­ren Hilfe für den Iran. Das ist zynisch und sehr erschre­ckend!

Was hin­sicht­lich der EIH-Bank noch sehr wichig ist:
Eine Recherche von Dr. Wahid Wahdat-Hagh zeigt anhand des ehe­ma­li­gen Vorstandsmitglieds „Ramin Pashaee Fam“ noch­mals die Nähe der EIH-Leitung zu poli­ti­schen und mili­tä­ri­schen Verantwortlichen der Islamischen Republik Iran.

1- Pashaee Fam hat vor sei­ner Zeit bei der EIH (August 2010) das Büro für stra­te­gi­sche Planung und Handelsbeziehungen des Mullah-Präsidenten Ahmadinejad gelei­tet. Mittlerweile ist er Vorstandschef der Sepah-Bank, einer Militärbank der Revolutionsgarden, die 2007 wegen Verwicklung in das ira­ni­sche Atom- und Raketenprogramm vom UN-Sicherheitsrat in Resolution 1747 sank­tio­niert wurde.

2- Auch der stell­ver­tre­tende Aufsichtsratsvorsitzende der EIH Ali Divandari ist mit der macht­ha­ben­den Elite der Islamischen Republik Iran direkt ver­bun­den. Er steht nament­lich wegen Proliferationstätigkeiten auf der EU-Sanktionsliste. Es ist zu bemer­ken: Der Name von Ali Divandari als EIH-Leitung war bis Mitte März 2011 im Internetportal der EIH zu fin­den – seit fast zwei Wochen ist er dort aus­ra­diert und total ver­schwun­den.

Die Green Party of Iran for­dert des­wei­te­ren:

Vorerst wis­sen Sie, dass Indien bereits wei­tere Über­wei­sun­gen an die Bundesbank/EIH ein­ge­stellt hat, vor allem auf­grund der Empfehlung der USA und dem Druck der Weltöffentlichkeit. Erst danach hat Frau Merkel ange­ge­ben, dass der Geldfluss über die Bundesbank an das Mullah-Regime gestoppt wird.

Dennoch ist die ange­kün­digte Einstellug der Bundesbank-Ölgeschäfte mit dem ira­ni­schen Regime nicht aus­rei­chend.

Gleichzeitig muss die EIH-Terror-Bank in Hamburg sofort geschlos­sen und über­dies muss sie end­lich in die euro­päi­sche Sanktionsliste auf­ge­nom­men wer­den.

Die Iranpolitik Deuschlands muss sofort ent­schlos­sen kor­ri­giert wer­den, weil das reli­giöse System im Iran nicht reform­fä­hig ist und auch keine Zukunft im Iran hat. Deshalb müs­sen die Appeasementpolitik und die Wirtschaftsbeziehungen mit dem Israel has­sen­den Regime im Besonderen auch für die Beendigung der Unterdrückungspolitik der Mullahs zuguns­ten der Freiheitsbewegung für einen demo­kra­ti­schen und säku­la­ren Iran und für das Interesse von Sicherheit und Frieden in der Welt drin­gend gestoppt wer­den!

Vielen herz­li­chen Dank für die Aufmersamkeit!

Dr. Kazem Moussavi
Sprecher der Green Party of Iran
Berlin, den 08.04.11

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