thumbs 2010 09 12 02 Neuerliche Verhaftungen im IranDie Internationale Bahá’í-Gemeinde bestä­tigt die Festnahme von sechs Bahá’í in der Erdbebenprovinz Kerman. Damit hat sich die Zahl der inhaf­tier­ten Bahá’í im Iran auf 79 erhöht.

Genf/Berlin, 17. März 2011 – Agenturmeldungen der ver­gan­ge­nen Woche zufolge nah­men die Behörden in Bam in der Provinz Kerman nach mehr­wö­chi­gen Untersuchungen am 13. März „eine Anzahl von Bahá’í“ fest. Sie war­fen ihnen vor, Kindern in der vor sie­ben Jahren von einem Erdbeben ver­wüs­te­ten Region Bam Bildungsprogramme ange­bo­ten zu haben.

Nun erklärte die Internationale Bahá’í-Gemeinde, dass neben vier Bahá’í aus Bam auch zwei wei­tere Angehörige der Bahá’í-Religion aus der glei­chen Provinz fest­ge­nom­men wur­den. Ihre Rolle bei den Unterrichtsprojekten ist noch unbe­stä­tigt.

Im Jahr 2003 star­ben bei dem ver­hee­ren­den Erdbeben in Bam mehr als 26.000 Menschen, dar­un­ter jeder fünfte Lehrer. Laut Diane Alai, Sprecherin der Internationalen Bahá’í-Gemeinde Gemeinde bei den Vereinten Nationen, hat­ten “diese Bahá’í den Kindern drin­gend erfor­der­li­che Dienste ange­bo­ten, da ihr Bildungssystem voll­stän­dig zusam­men­ge­bro­chen war.”

Nach Angaben der Iran Student News Agency warf der Generalstaatsanwalt des Revolutionsgerichts in Bam, Mohammad Reza Sanjari, den Bahá’í vor, „in Bam, Kerman und Teheran in Form von Kindergärten ihre Programme ver­brei­tet zu haben“. Sie hät­ten den Bedarf an kul­tu­rel­len, sozia­len und erzie­he­ri­schen Maßnahmen nach dem Erdbeben für sich aus­ge­nutzt.

Diane Alai erklärte hierzu: „Diese und andere jüngst erfolgte Aktionen zei­gen, dass die Behörden wei­ter­hin Bahá’í von Muslimen fern­zu­hal­ten suchen, sogar wenn Bahá’í soziale Dienste bereit­stel­len, vor allem jenen, die sol­che Hilfe drin­gend benö­ti­gen.“

Kontakt und wei­tere Informationen zum Thema:

Peter Amsler, Referent für Menschenrechtsfragen
Internet: http://iran.bahai.de/
Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Prof. Dr. Ingo Hofmann

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Nic

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