gbs logo aus dem GBS Newsletter vom 12.02.2011GBS-ETHIKKOMMISSION EMPFIEHLT ZULASSUNG DER PID

Grundsätzlich soll­ten alle Menschen, die den beschwer­li­chen Weg der künst­li­chen Befruchtung wäh­len, die Möglichkeit zur PID haben. Dies geht aus einer Stellungnahme der Ethikkommission der Giordano-Bruno-Stiftung her­vor, die heute den Mitgliedern des Deutschen Ethikrats zuge­stellt wurde.

In dem Gutachten, an dem füh­rende deut­sche Ethikexperten mit­ge­wirkt haben, heißt es: “In einem libe­ra­len Gemeinwesen soll­ten mün­dige Bürgerinnen und Bürger tun und las­sen dür­fen, was sie wol­len, solange es ihnen nicht mit guten Gründen ver­bo­ten wer­den kann.” Solche “guten, ver­all­ge­mei­ne­rungs­fä­hi­gen Gründe” gebe es weder für ein Verbot der PID noch für die von eini­gen Politikern vor­ge­schla­gene Beschränkung der PID etwa auf Paare, deren erb­li­che Vorbelastung erwie­sen ist.

Um dies nach­zu­wei­sen, wider­legt die Kommission die wich­tigs­ten Argumente, die in der poli­ti­schen Debatte bis­lang gegen die Zulässigkeit der PID vor­ge­bracht wur­den. So füh­ren die Autoren aus, dass die Annahme, frühe Embryonen besä­ßen die “volle Menschenwürde”, auf reli­giö­sen Über­zeu­gun­gen beruhe, die keine Allgemeingültigkeit bean­spru­chen könn­ten.

Zwar stehe es jeder Bürgerin und jedem Bürger frei, Präimplantationsdiagnostik als “Sünde” zu ver­ur­tei­len, doch nie­mand habe das Recht, diese Sichtweise Andersdenkenden auf­zu­zwin­gen. Mit den Grundsätzen einer liberal-pluralistischen Demokratie sei es nicht ver­ein­bar, “dass der Staat sei­nen Bürgern eine bestimmte welt­an­schau­lich gebun­dene Vorstellung vor­schreibt”. Daher sollte die Gesetzgebung so beschaf­fen sein, dass “die repro­duk­tive Autonomie der Bürger maxi­miert und staat­li­che Eingriffe auf ein ratio­nal ver­tret­ba­res Maß mini­miert wer­den”.

Kritik äußert die Kommission ins­be­son­dere an der Über­zeu­gung, dass aus­son­dernde Präimplantationsdiagnostik dem “Lebensinteresse von Embryonen” zuwi­der­laufe. Denn es sei offen­sicht­lich, dass Embryonen, die nichts spü­ren und bei –196 Grad kryo­kon­ser­viert wer­den kön­nen, kein sub­jek­ti­ves Lebensinteresse besit­zen.

Auch das häu­fig vor­ge­brachte Argument, die Auswahl gesun­der Embryonen laufe auf eine Herabsetzung von Behinderten hin­aus, hält die Kommission für ver­fehlt: “Die Annahme, dass die Vernichtung befruch­te­ter Eizellen mit gene­ti­schen Defekten zur Diskriminierung von Behinderten führt, ist ähnlich absurd wie die Forderung nach Abschaffung der Impfung gegen Kinderlähmung, weil diese eine Diskriminierung von Menschen mit Kinderlähmung zur Folge haben könnte. Wer eine ratio­nale, huma­nis­ti­sche Sichtweise ver­tritt, dem sollte klar sein, dass Behinderte und Kranke unsere volle Unterstützung ver­die­nen, Behinderung und Krankheit jedoch nicht”.

Insbesondere im Interesse der Mütter emp­fiehlt die Kommission, nur die Embryonen ein­zu­pflan­zen, die die bes­ten Aussichten auf eine gesunde Entwicklung haben. Außerhalb Deutschlands wür­den Mediziner bereits rou­ti­ne­mä­ßig nach dem Embryo mit den bes­ten Entwicklungschancen fahn­den. Es sei nicht ein­zu­se­hen, warum eine sol­che Praxis nicht auch in Deutschland mög­lich sein soll: “Wenn sich Eltern gegen einen gene­ti­schen Defekt ent­schei­den, dann liegt ihr Motiv darin, Belastungen ihres künf­ti­gen Kindes zu ver­mei­den, ihm opti­male Startbedingungen für das Leben zu schen­ken und selbst auch zusätz­li­chen Mühen zu ent­ge­hen. Hieran ist nichts ver­werf­lich.”

Angesichts der Möglichkeit, PID in den Nachbarländern durch­füh­ren zu las­sen, wür­den die geplan­ten Restriktionen nach Ansicht der Kommission ohne­hin nur jene Bürgerinnen und Bürger betref­fen, die sich eine PID im Ausland nicht leis­ten kön­nen. Dies sei sozial unge­recht und auch rechts­po­li­tisch bedenk­lich: “Der Gesetzgeber sollte davon abse­hen, ein Gesetz zu beschlie­ßen, das den Glauben an den Rechtsstaat mit all­ge­mein ver­bind­li­chen Normen unter­gra­ben könnte.”

Lesen Sie die voll­stän­dige Stellungnahme unter: http://www.giordano-bruno-stiftung.de/pid.pdf

TRENNUNG VON KIRCHE UND JUSTIZ: GBS KRITISIERT RELIGIÖSE BEEINFLUSSUNG DER GERICHTE

Die deut­schen Gerichte soll­ten grö­ßere Distanz zu Religionsgemeinschaften wah­ren. Dies geht aus einem “Offenen Brief” her­vor, den die Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) an die obers­ten Justizbehörden des Landes ver­sandte. Anlass des Schreibens war ein im Januar 2011 erfolg­tes “Fachgespräch” zwi­schen Richtern des Bundesverfassungsgerichts und einer Delegation der Deutschen Bischofskonferenz. Leider werde der “Verfassungsgrundsatz der welt­an­schau­li­chen Neutralität des Staates” chro­nisch miss­ach­tet, heißt es dazu im Schreiben der gbs.

Als beson­ders bedenk­lich stuft die Stiftung in die­sem Zusammenhang das 2007 gegrün­dete “Karlsruher Foyer Kirche und Recht” ein. Dieses von Vertretern der katho­li­schen und evan­ge­li­schen Kirche gelei­tete Gremium diene der “sys­te­ma­ti­schen Kontaktpflege zu den obers­ten Justizbehörden in Deutschland”. Schon bei sei­ner Gründung habe es drei­zehn Richterinnen und Richter der höchs­ten bun­des­deut­schen Gerichte zur Mitarbeit gewin­nen kön­nen.

Mit dem Grundsatz der “Trennung von Staat und Kirche” sei dies ebenso wenig zu ver­ein­ba­ren wie mit der “rich­ter­li­chen Unabhängigkeit”, argu­men­tiert die Stiftung in ihrem Brief. Deshalb for­dert sie die Verantwortlichen des Bundesverfassungsgerichts, des Bundesgerichtshofs und der Bundesanwaltschaft auf, für die Zeit, in der sie mit Aufgaben an den obers­ten Justizbehörden betraut sind, von einer Mitarbeit im “Foyer Kirche und Recht” abzu­se­hen und auch sons­ti­gen kirch­li­chen Einladungen, etwa zu den jähr­li­chen Empfängen, nicht nach­zu­kom­men.

Die Giordano-Bruno-Stiftung begrün­det ihre Forderungen damit, dass die Kirchen in der Vergangenheit des Öfte­ren als Parteien in Rechtsstreitverfahren auf­ge­tre­ten sind und man davon aus­ge­hen könne, dass dies auch in Zukunft der Fall sein werde. Das “hohe Gut der Unabhängigkeit eines Gerichts” nehme unwei­ger­lich Schaden, wenn einer Partei die Möglichkeit ein­ge­räumt werde, die Position, die sie in einem Rechtsstreit ver­tritt, mit Angehörigen der Justizbehörden exklu­siv zu erör­tern.

Lesen Sie den Text des “Offenen Briefs” unter: http://www.giordano-bruno-stiftung.de/justiz.pdf

In sei­nem Antwortschreiben erklärte der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Prof. Dr. Andreas Voßkuhle, er teile “voll und ganz” das Anliegen des Offenen Briefs, “den Eindruck der Befangenheit des Gerichts in jeder Beziehung zu ver­mei­den”. Er ver­si­cherte jedoch, “dass die Richterinnen und Richter äußerst sen­si­bel und umsich­tig mit die­sem Thema umge­hen.” Allerdings sei es nicht sinn­voll, “die Verfassungsgerichtbarkeit von gesell­schaft­li­chen Einflüssen völ­lig abzu­schir­men”. Das BVG wolle ein “zuge­wand­tes Bürgergericht in einer offe­nen plu­ra­len Gesellschaft sein und kein juris­ti­scher Eremit”. Die Giordano-Bruno-Stiftung regierte hier­auf mit einem erneu­ten Schreiben, in dem sie ihr Anliegen noch­mals ver­deut­lichte.

Antwortschreiben an den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts: http://www.giordano-bruno-stiftung.de/bvg_av.pdf

“EINE BESSERE WELT IST MÖGLICH”: GBS UNTERSTÜTZT C2C- & OPENART-FESTIVAL IN BERLIN

“Zyniker hal­ten eine glo­bale Verbesserung der Lebensverhältnisse ent­we­der für nicht nötig oder für nicht mög­lich. Im ers­ten Fall resul­tiert der Zynismus aus einem Mangel an Empathie, im zwei­ten Fall aus einem Mangel an Fantasie” (Michael Schmidt-Salomon). Vor allem im Hinblick auf die welt­wei­ten Probleme der Menschheit (Stichworte: Armut, ökolo­gi­sche Zerstörung, “Über­be­völ­ke­rung”, Kriege) hat sich zuneh­mend eine zyni­sche Haltung breit­ge­macht: Wir glau­ben, “ohne­hin nichts tun zu kön­nen”, und rich­ten uns so eini­ger­ma­ßen bequem in der eige­nen Ohnmacht ein.

Die Verantwortlichen des Bimbache openART- & C2C-Festivals hal­ten die­sem weit ver­brei­te­ten “Willen zur Ohnmacht” ent­ge­gen, dass eine “bes­sere Welt” sehr wohl mög­lich ist. Wir müss­ten bloß begin­nen, unsere Potentiale intel­li­gen­ter zu nut­zen. Eben dies soll im Rahmen des Festivals ver­deut­licht wer­den, das von Samstag, dem 12.3., bis Sonntag, dem 13.3., im AEDES Forum Pfefferberg (Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin) statt­fin­det.

Speziell dem Thema “Eine bes­sere Welt ist mög­lich” wid­met sich die “Offene Elefantenrunde” am Sonntag, dem 13.3., um 17.00 Uhr. Teilnehmer sind u.a. Prof. Michael Braungart (Umweltchemiker, EPEA Internationale Umweltforschung), Monika Griefahn (ehe­ma­lige Umweltministerin des Landes Niedersachsen und Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien), Michael Schmidt-Salomon (Philosoph, Giordano-Bruno-Stiftung), Torsten de Winkel (Musiker, Initiator Bimbache open­ART) sowie Jamal Zakari (Flüchtlingsvertreter West Sahara).

Im Anschluss an die Diskussion fin­det um 20.00 Uhr im benach­bar­ten “Pfefferwerk-Haus 13″ das BIMBACHE open­Art Musikfestival statt, ein kultur- und stil­über­grei­fen­des Konzert u.a. mit der gro­ßen alten Dame des “Canto Canario”, Maria Merida, sowie Musikern aus den Ensembles von Joss Stone, Pat Metheny, Maria Joao, Gianna Nannini, Placido Domingo u.v.m. Die Giordano-Bruno-Stiftung unter­stützt die Veranstaltungsreihe ins­be­son­dere des­halb, weil sie über­zeugt ist, dass sowohl C2C- als auch open­ART wich­tige Ansätze für eine fried­fer­tige, sozial wie ökolo­gisch nach­hal­tige Entwicklung der Menschheit bie­ten.

Zur Erläuterung: Das C2C-Konzept wurde von dem deut­schen Umweltchemiker und -akti­vis­ten Prof. Michael Braungart (EPEA Internationale Umweltforschung) gemein­sam mit dem ame­ri­ka­ni­schen Architekten William McDonough ent­wi­ckelt. C2C steht für Cradle-to-Cradle (“Wiege zu Wiege”), das heißt: für echte Kreislaufwirtschaft – im Gegensatz zur jet­zi­gen “Einbahnstraßenwirtschaft”, in der Produkte von der “Wiege zur Bahre” pro­du­ziert wer­den, wobei wert­volle Ressourcen für immer ver­lo­ren gehen.

gbs-Sprecher Michael Schmidt-Salomon hält C2C “für den ers­ten wahr­haft HUMANISTISCHEN, ökolo­gi­schen Ansatz, da er nicht nur den nega­ti­ven ökolo­gi­schen Fußabdruck des Menschen redu­zie­ren, son­dern den posi­ti­ven ökolo­gi­schen Fußabdruck des Menschen för­dern möchte. Dies ver­än­dert die Perspektive nach­hal­tig: Der Mensch wird vom noto­ri­schen Schädling zum poten­ti­el­len Nützling der Erde”.

Außerhalb Deutschlands wer­den bereits erstaun­lich viele Produkte nach dem C2C-Konzept her­ge­stellt, wie man in der aktu­ell lau­fen­den C2C-Ausstellung im AEDES Forum Pfefferberg sehen kann. Auch gibt es schon pro­mi­nente Unterstützer des Konzepts wie etwa den Schauspieler Brad Pitt, der sagte, das Buch von Braungart und McDonough sei “eines der drei wich­tigs­ten Bücher”, die er je gele­sen habe.

In ande­rer Hinsicht zukunfts­wei­send ist das von dem inter­na­tio­nal gefei­er­ten Jazz- und Fusion-Gitarristen Torsten de Winkel (Pat Metheny Group, Hattler etc.) maß­geb­lich ent­wi­ckelte openART-Konzept, das Musiker ver­schie­de­ner Kulturen und Kontinente zusam­men­bringt und auf diese Weise dazu bei­trägt, kon­flikt­träch­tige “Grenzen im Kopf” zu über­win­den. Torsten de Winkel ist u.a. künst­le­ri­scher Leiter des Internationalen Bimbache open­ART Festival, das ein­mal jähr­lich auf der kana­ri­schen Insel El Hierro (UNESCO Welt Biosphären Reservat) statt­fin­det – der ers­ten Insel welt­weit, die ihren Strom 100prozentig nach­hal­tig pro­du­ziert.

Links zu die­ser Meldung:
Programm des open­ART & C2C-Festivals in Berlin: http://www.bimbache.info/pages/when.html
TAZ-Portrait über Michael Braungart + C2C: http://www.taz.de/1/zukunft/konsum/artikel/1/der-kluegste-mensch-den-seine-frau-kennt/
EPEA-Website: http://epea-hamburg.org/index.php?id=207&L=4
Infos zur aktu­el­len C2C-Ausstellung im AEDES Forum Pfefferberg: http://www.cradletocradlefestival.com/
Infos zu Bimbache open­ART: http://www.bimbache.info/index.html

VORBILD FÜR WULFF? ÖSTERREICHISCHER BUNDESPRÄSIDENT EMPFÄNGT KONFESSIONSFREIE

Der öster­rei­chi­sche Bundespräsident Heinz Fischer hat am 9. Februar Vertreter der Konfessionsfreien emp­fan­gen. Neben dem Vorsitzenden des “Zentralrats der Konfessionsfreien”, gbs-Beirat Prof. Heinz Oberhummer, betei­lig­ten sich Philippe Lorre (AGATHE) und Niko Alm (Giordano-Bruno-Stiftung) an einem anre­gen­den Austausch über das Verhältnis zwi­schen Staat und Religion in Öster­reich.

In dem knapp ein­stün­di­gen Termin im Büro des Bundespräsidenten wurde vor allem die Frage des Ethikunterrichts erör­tert. Die Vertreter der Konfessionsfreien bekräf­tig­ten zudem ihre grund­sätz­li­che Forderung nach Umsetzung der Europäischen Menschenrechtskonvention. Dabei mach­ten sie deut­lich, dass die Konfessionsfreien jene Rechte ein­for­dern, die ihnen seit fast 50 Jahren ver­fas­sungs­mä­ßig zuste­hen, näm­lich die völ­lige recht­li­che Gleichstellung aller BürgerInnen, unab­hän­gig von ihren reli­giö­sen oder welt­an­schau­li­chen Über­zeu­gun­gen.

Die Vertreter des öster­rei­chi­schen Zentralrats der Konfessionsfreien gaben bekannt, dass sie in den nächs­ten Wochen Gespräche mit wei­te­ren poli­ti­schen Repräsentanten füh­ren wer­den. Immerhin sei etwa ein Viertel der öster­rei­chi­schen Bevölkerung kon­fes­si­ons­frei (ohne reli­giö­ses Bekenntnis – orB), was eine Diskussion über die Anerkennung von Kirchen und Religionsgesellschaften und den damit ver­bun­de­nen Privilegien zwin­gend not­wen­dig mache.

In Deutschland ist bekannt­lich schon über ein Drittel der Bevölkerung kon­fes­si­ons­frei. Allerdings sieht es nicht so aus, als ob der deut­sche Bundespräsident Wulff dem Vorbild sei­nes öster­rei­chi­schen Amtskollegen fol­gen würde. Bislang zumin­dest hat er kei­ner­lei Interesse an einem Gespräch mit Vertretern der Konfessionsfreien gezeigt.

Website des Zentralrates der Konfessionsfreien Öster­reich: http://www.konfessionsfrei.at/

“EIN UNERSCHROCKENER AUFKLÄRER”: NACHRUF AUF FRANZ BUGGLE

Die Giordano-Bruno-Stiftung trau­ert um ihr Beiratsmitglied Prof. Dr. Franz Buggle. Der bekannte Entwicklungspsychologe und Religionskritiker starb im Januar an den Folgen einer schwe­ren Erkrankung. Buggle war Autor eines der wich­tigs­ten reli­gi­ons­kri­ti­schen Bücher der letz­ten Jahrzehnte: “Denn sie wis­sen nicht, was sie glau­ben – Warum man red­li­cher­weise nicht mehr Christ sein kann”. Kaum ein Buch hat Gläubige wie Ungläubige so bewegt wie die­ses. Für viele war die Lektüre des “Buggle-Buchs” der ent­schei­dende Impuls dafür, der Kirche end­gül­tig den Rücken zu keh­ren. Lesen Sie den Nachruf auf Franz Buggle auf dem Portal des Humanistischen Pressedienstes: http://hpd.de/node/11011

ZUM 90. GEBURTSTAG VON HANS ALBERT

Am 8. Februar fei­erte gbs-Beirat Prof. Dr. Dr. Hans Albert sei­nen 90. Geburtstag. Der Stiftungsvorstand gra­tu­lierte dem Vordenker des Kritischen Rationalismus bei einem gemein­sa­men Abendessen in Heidelberg. Zwei Tage zuvor hatte Albert an einem ihm gewid­me­ten Symposium in Klagenfurt teil­ge­nom­men. Auf hpd ver­öf­fent­lichte Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon eine kleine Hommage an den berühm­ten Wissenschaftstheoretiker, ohne des­sen Klassiker “Traktat über kri­ti­sche Vernunft” es die Giordano-Bruno-Stiftung ver­mut­lich gar nicht geben würde, siehe: http://hpd.de/node/11115

GBS-MITGLIEDER IN DEN MEDIEN: METZINGER, DUVE, SCHMIDT-SALOMON

Am ver­gan­ge­nen Sonntag strahlte 3sat in der Sendereihe “Sternstunde Philosophie” ein höchst inter­es­san­tes Gespräch zwi­schen Richard David Precht (“Wer bin ich – und wenn ja: wie viele?”) und gbs-Beirat Thomas Metzinger (“Der Ego-Tunnel”) aus. In dem Gespräch ging es vor allem um die Frage, wie die Erkenntnisse der moder­nen Hirnforschung unser Bild vom Menschen ver­än­dern. Wer die Sendung ver­passt hat, kann sie sich unter die­sem Link anschauen:

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=27efb3ed-142b-40fb-b142-9478d73003a7;DCSext.zugang=videoportal_sendungsuebersicht

Die Schriftstellerin Karen Duve (Mitglied des gbs-Beirats), deren aktu­el­les Buch “Anständig essen. Ein Selbstversuch” die Spiegel-Bestsellerliste gestürmt hat, ist der­zeit Dauergast in den deut­schen Talkshows: Ob bei “Anne Will” oder “Markus Lanz”, Duve gelingt es, tie­re­thi­sche Fragestellungen (die von “evo­lu­tio­nä­ren Humanisten” not­wen­di­ger­weise berück­sich­tigt wer­den müs­sen), auf eine humor­volle, nie­mals magen­bit­tere Weise zu ver­mit­teln (obgleich das Thema “indus­tri­elle Tierhaltung” einem bei genaue­rer Betrachtung sehr wohl auf den Magen schla­gen kann). Sogar das “Frühstücksfernsehen” hat mitt­ler­weile das Thema für sich ent­deckt, wie diese Sendung mit Karen Duve belegt: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1249410/Nach-den-Skandalen-Umdenken-beim-Essen%3F#/beitrag/video/1249410/Nach-den-Skandalen-Umdenken-beim-Essen?

Im Umfeld der Veröffentlichung sei­nes neu­es­ten Buchs “Leibniz war kein Butterkeks” (Erscheinungstermin: 10. März) nimmt gbs-Sprecher Michael Schmidt-Salomon wie­der ver­mehrt Medientermine wahr: Schon am kom­men­den Sonntag, dem 20.2., trifft er in der Sendung “west.art TALK” (WDR-Fernsehen, 11.00 Uhr) u.a. auf den prak­ti­zie­ren­den Katholiken und Spiegel-Autoren Matthias Matussek. Am 17.3. wird er mit “ZDF-Nachtstudio”-Moderator Volker Panzer auf der Leipziger Buchmesse vor Live-Publikum über sein neu­es­tes Buch spre­chen (Stand der “Bundeszentrale für Politische Bildung”, Halle 2, Stand H 101, ab 14.45 Uhr). Das Gespräch wird am dar­auf­fol­gen­den Sonntag (20.3.) im ZDF aus­ge­strahlt (“ZDF-Nachtstudio”, Thema: “Leipziger Buchmesse”).

Über den Autor

Nic

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