So berich­tet Der Westen:

Aus dem legen­dä­ren barm­her­zi­gen Samariter sind im Ver­lauf der Jahrhunderte gut orga­ni­sierte Träger von sozia­len Diensten gewor­den. Der Ende des 19. Jahrhunderts ge­gründete katho­li­sche Caritasverband ist in Deutschland der größte Träger mit fast einer hal­ben Million Beschäftigten. [...] Auf Seiten der evan­ge­li­schen Kirche gibt es mit dem Diakonischen Werk ein ent­spre­chen­des Pendant.[...]
Das Gesundheits- und Pflegewesen in Deutschland würde ohne die christ­li­chen Werke zusam­men­bre­chen.

Es würde zusam­men­bre­chen. Das Gesundheitswesen. Nämlich. Weil der Staat, der die kirch­lich aus­ge­ge­be­nen Milliarden finan­ziert. Und das dann nicht mehr täte. Oder hab ich das was falsch ver­stan­den?

Dabei geht es aber um viele Milliarden Euro im Jahr. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) schätzte in einer der weni­gen vor­han­de­nen Studien den Umsatz der fünf gro­ßen Wohlfahrtsverbände auf 55 Milliarden Euro.
Der Kirchenkritiker Carsten Frerk schreibt allein dem Diakonischen Werk knapp 50 Milliarden Euro zu. Genau weiß es außer­halb der Organisation nie­mand. Genauso im Dunkeln bleibt der Ertrag…

Es würde also zusam­men­bre­chen…

Was zusam­men­bre­chen würde, ist ein­zig und allein der Macht- und Herrschaftsanspruch der Kirchen.

Nic

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Nic

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One Response to Barmherzige Samariter und die Sache mit der Knete

  1. Ein Zusammenbruch des Gesundheits- und Pflegesystems in Deutschland würde nur dro­hen, wenn Caritas und Diakonie von heute auf mor­gen davon ent­bun­den wür­den. Weil zwar nicht das Geld für den Betrieb von ihnen kommt, aber viele Einrichtungen ihr Eigentum sind und weil von heute auf mor­gen andere Träger des­halb nicht sofort über­neh­men könn­ten. Finanziell wäre das für den Staat jedoch ohne wei­te­res zu rea­li­sie­ren.

    Wegen der stän­di­gen Zunahme des kon­fes­si­ons­lo­sen Teils der Bevölkerung und im Sinne der Pluralität von Trägern ist es jedoch unbe­dingt not­wen­dig, schon jetzt damit zu begin­nen, die völ­lig unge­recht­fer­tigte Über­macht die­ser bei­den Sozialkonzerne ab- und andere Träger auf­zu­bauen. Ein ein­fa­cher Anfang könnte darin beste­hen, neue Einrichtungen nicht mehr an Caritas und Diakonie zu ver­ge­ben. Vor allem in Gebieten, in denen diese das Monopol haben und nicht­re­li­giöse Träger bis­her nicht vor­han­den sind. Im Sinne der Sicherung der Zukunft der Gesundheits- und Wohlfahrtspflege, im Sinne der teil­weise ent­rech­te­ten Arbeitskräfte in kon­fes­sio­ni­el­len Einrichtungen und im Sinne derer, die kei­ner Konfession ange­hö­ren und des­halb auch nicht kon­fes­sio­nel gepflegt wer­den möch­ten.