Dienstag , 18 Juni 2013
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Der Großmufti von Ägypten sagt

Ali Gomaa: Der Islam, der uns in unse­rer Jugend beige­bracht wurde, ist eine Religion, die sich für Frieden und Vergebung aus­spricht. Der erste pro­phe­ti­sche Spruch, den ein Schüler des Islam lernt, lau­tet: „Denen, die Gnade zei­gen, wird Gnade erwie­sen vom All-Gnädigen. Zeigt Gnade denen auf Erden und Er im Himmel wird Euch Gnade erwei­sen.“

Terrorismus kann also nicht das Ergebnis eines rich­ti­gen Verständnisses von Religion sein. Es ist viel­mehr die Manifestation der Morallosigkeit von Menschen mit grau­sa­men Herzen, hoch­mü­ti­gen Seelen und ver­dreh­tem Verstand. (Quelle: Tagesspiegel)

Klingt erst ein­mal gut. Aber stimmt das auch? Ist es wirk­lich so ein­fach? Ich habe da so meine Zweifel.

Nic

Über Nic Frank

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

4 Kommentare

  1. Ja wer hat ihnen denn den Verstand ver­dreht?
    Tut mir leid, aber Worte von Muftis, Bischöfen und Rabbinern las­sen in mir glei­cher­ma­ßen Skepsis auf­kom­men.

    • Mein Lieber,
      wen meinst Du? Doch hof­fent­lich nicht mich…

      Dass ich skep­tisch bin steht doch deut­lich in der letz­ten Zeile…

      • Natürlich bist Du ebenso skep­tisch wie ich, das steht doch in der letz­ten Zeile.
        Ich meinte, es sind ja gerade Muftis und Imame, die die­sen Leuten den Verstand ver­dre­hen!

  2. Man sollte sich mal genauer mit Herrn Gum’a aus­ein­an­der­set­zen! So sagt er bei­spiels­weise fol­gen­des:

    Question: “Is it per­mit­ted to kill an Israeli tra­ve­ling outs­ide the bor­ders of his land?”

    Sheikh Gum’a: “Yes, it is per­mit­ted to kill him, because he is a Harbi and the Harbi spre­ads cor­rup­tion throug­hout the face of the earth.”

    (Quelle: http://www.memri.org/report/en/0/0/0/0/0/0/961.htm)

    Er ver­tritt hier das klas­si­sche Harbi-Konzept, nach­dem Nichtmuslime, hier Juden, die dem Islam als feind­lich gel­ten, jeder­zeit getoe­tet wer­den duer­fen. (http://de.wikipedia.org/wiki/%E1%B8%A4arb%C4%AB)

    Geschuetzt sind dage­gen Dhimmis, die demue­tig (sag­hirun) aus eige­ner Hand (‘an yadin) die Kopfsteuer (dschi­zya) ent­rich­ten (Kopten tun das heute nicht mehr) und Musta’mins, die einen tem­po­rae­ren Schutz genies­sen, was Gum”a in dem oben ange­ge­be­nen Interview fuer christ­li­che Amerikaner als Soladten in Saudi-Arabien bejaht.

    Man muss dazu wis­sen, dass es im ortho­do­xen Islam kein all­ge­mei­nes Verbot gibt, Menschen zu toe­ten. Das Toeten von Menschen faellt je nach den Umstaenden in eine der fuenf Kategorien:

    1. Wajib, obli­gatory; also known as: fard, rukn
    2. Mustahabb / Sunnah, recom­men­ded, also known as fadi­lah, man­dub
    3. Mubah, neit­her obli­gatory nor recom­men­ded (neu­tral)
    4. Makruh, abominable (abs­tai­ning is recom­men­ded)
    5. Haraam, pro­hi­bi­ted (abs­tai­ning is obli­gatory)

    Da im ortho­do­xen Islam dar­u­e­ber hin­aus Moralitaet und Rechtsordnung in der Schari’a zusam­men­fal­len, ist das Toeten von Menschen, wenn es in die Kategorie 1 bis 3 faellt, auch nicht mora­lisch ver­werf­lich.

    Man muss sich in das Denkgebaeude des ortho­do­xen Islams ein­ar­bei­ten, um die Aussagen Gum’a rich­tig zu ver­ste­hen.

    In kon­kre­ten Fall Gum’a fuerht das zu Ergebnissen (wie von Nic erahnt!), die einem die Haare zu Berge ste­hen las­sen!

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