Shahin Najafi – Saale Khoon
Das ist ein verspäteter Morgengruß. Und noch aus einem anderen Grunde ein Besonderer: erst gestern habe ich Shahin Najafi vorgestellt; heute möchte ich nicht nur ein Video von ihm zeigen, sondern auch aus Julias Blog zitieren:
Sommer 2009. Manchmal scheint diese Zeit viel länger her zu sein, als sie wirklich ist. An die Stelle der Euphorie, des Zorns und der hoffnungsvollen Gewissheit sind bleierne Erschöpfung, Trauer, Versteinerung, eine gewisse Routine und verbissene Entschlossenheit getreten. Manchmal scheint das „große Ziel“ vor Augen zu fehlen, manchmal hat man das Gefühl, sich nur noch in kleinsten Schritten durch die zähe Masse an schlechten Nachrichten zu kämpfen, ohne recht zu wissen, wohin der Weg führt.
Shahin Najafi schafft es immer wieder, mich daran zu erinnern, wie wir uns im Sommer 2009 fühlten. Ich sage „wir“, weil ich wirklich glaube, dass wir uns für die Dauer dieser wenigen Wochen alle ähnlich fühlten. Diese Wochen gaben uns Kraft, Energie, ein Ziel und eine Richtung. Wie wenig von diesen Gemeinsamkeiten mittlerweile auch übrig geblieben sein mag – wir wissen, dass es sie mal gegeben hat und vielleicht wieder geben kann.
Hört und seht euch die Videos an, man muss kein Persisch verstehen, um die Botschaft zu begreifen und aus Shahins zorniger Stimme neue Energie zu schöpfen.Was im Sommer 2009 passiert ist, geht gar nicht!!!
Darum sind wir noch hier und werden auch weiter hier sein.
Nic

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