ashtiani 150x150 Sakineh Aschtianis Schicksal weiter ungeklärtxtra­news:  Sakineh Mohammadi Aschtiani ist nach wie vor am Leben. Allerdings sol­len nach aktu­el­len Informationen die  Behörden nun doch dem Gefängnis in Täbris die Erlaubnis für die Hinrichtung Aschtianis durch den Strang erteilt haben. Dies berich­tet Mina Ahadi, die Gründerin des Internationalen Komitees gegen Steinigung, der FAZ.

“In weni­gen Tagen wird Sakineh Ashtiani vor­aus­sicht­lich ster­ben”, schreibt Ahadi, der­zu­folge Ashtiani unter Schmerzen leide, „da sie mehr­mals aus­ge­peitscht wurde”. Ihres Wissens nach dürfe die Todeskandidatin von nie­man­dem besucht wer­den. Ihr Sohn und der Verteidiger Javid Kian seien ver­haf­tet wor­den, weil sie mit Medien in Kontakt stan­den und Interviews gaben.

Unterdessen hat eine kon­ser­va­tive ira­ni­sche Zeitung das Steinigungsurteil gegen Sakineh Mohammadi Ashtiani in Frage gestellt. Der Züricher Tages-Anzeiger wer­tet dies schon als eine Spaltung des Mullah-Regimes. „Lücke zwi­schen Strafprozessen und der Scharia“, lau­tet die Schlagzeile des Berichts in der Zeitung „Alef“, die den Religionsführer Ayatollah Khamenei unter­stützt und dem Präsidenten Ahmadinedschad kri­tisch gegen­über steht.

Der Richter habe unzu­rei­chende Kenntnisse der Scharia, wel­che Verzeihung vor­sehe und vier Zeugen ver­lange, um jeman­den wegen Ehebruchs ver­ur­tei­len zu kön­nen. „Die Geschichte Ashtianis ist von den Amerikanern, den Engländern und den Zionisten auf­ge­bla­sen wor­den“, heißt es in dem Artikel eines Kader-Klerikers. „Aber was haben wir dage­gen getan? Nichts!“

Eine ganz andere Linie ver­tritt der stell­ver­tre­tende ira­ni­sche Außenminister. Hassan Ghashghavi erklärte, von Studenten auf Berichte über heim­li­che Massenhinrichtungen im Vakilabad Gefängnis im Nordosten Irans ange­spro­chen: „Wir leben in einem isla­mi­schen Land und wir füh­ren die Urteile des Korans aus, auch wenn Hunderttausend hin­ge­rich­tet wer­den müs­sen.“

Dass auch in die­ser Angelegenheit die Kräfte um Ahmadinedschad mit denen um Khamenei anein­an­der gera­ten, ist gewiss ein Verdienst der inter­na­tio­na­len Solidarität mit Sakineh Mohammadi Aschtiani. Ob es ein Zeichen, dass ihr „Fall das Regime ent­zweit“, lässt sich kaum beur­tei­len. Sicher ist nur, dass Frau Aschtiani sich nicht in Sicherheit befin­det, son­dern in einer Todeszelle. Der Kampf um ihr Schicksal ist noch nicht ent­schie­den.

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Nic

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