ashtiani 150x150 Iran: Berichte über eine bevorstehende Hinrichtung Ashtianis dementiertSüdwestpresse: Teheran.  Irans Justiz hat Berichte über eine bevor­ste­hende Hinrichtung der zum Tod durch Steinigung ver­ur­teil­ten Sakineh Mohammadi Ashtiani demen­tiert. Menschenrechtler for­dern, das Leben der Frau zu scho­nen.

Ihr Leben hängt an einem sei­de­nen Faden. Seit Monaten bewegt das Schicksal von Sakineh Mohammadi Ashtiani die Welt. Anfang die­ser Woche fürch­te­ten ihrer west­li­chen Unterstützer bereits das Schlimmste: Aus dem Gefängnis von Tabris woll­ten sie erfah­ren haben, dass die Mutter zweier Kinder nun doch exe­ku­tiert wer­den soll.

2006 zum Tod durch Steinigung ver­ur­teilt, appel­lie­ren inzwi­schen Menschenrechtler und Regierungen rund um den Globus an Teheran, die “bar­ba­ri­sche Strafe” abzu­sa­gen und das Leben der 43-Jährigen zu scho­nen. Das ira­ni­sche Regime rea­giert zuneh­mend gereizt. Zuletzt wur­den zwei deut­sche Journalisten ver­haf­tet, als sie mit Verteidiger Javid Kian und dem Sohn der Todeskandidatin ein Interview füh­ren woll­ten. Von Sohn und Anwalt fehlt seit­her jede Spur. Und trotz­dem wagte es die Islamische Republik bis­her nicht, die Hinrichtung zu voll­stre­cken. “Das end­gül­tige Urteil ist noch nicht gefällt. Der Fall wird geprüft”, ver­si­cherte diese Woche wie­der Irans Außenminister Manutschehr Mottaki auf einer Pressekonferenz in Georgien. Sein Sprecher in Teheran sekun­dierte mit der Bemerkung, der Druck der west­li­chen Staaten sei “scham­los”.

Nach Angaben ihres inzwi­schen nach Europa geflo­he­nen Co-Verteidigers Mohammed Mostafaei war die Iranerin zunächst wegen “Störung der öffent­li­chen Ordnung” zum Tode durch den Strang ver­ur­teilt wor­den, eine Strafe, die spä­ter auf zehn Jahre Haft redu­ziert wurde. Nach Über­zeu­gung des Gerichts hatte sie ihren Gatten, der sie in der Ehe wie eine Sklavin behan­delte, durch ein Schlafmittel betäubt, bevor ihn des­sen Cousin mit einem Stromkabel tötete. In einem zwei­ten Verfahren wurde sie wegen angeb­li­cher inti­mer Beziehungen zu zwei Männern mit 99 Peitschenhieben bestraft. Für den angeb­li­chen Ehebruch mit dem Mörder ihres Mannes wurde sie zum Tode durch Steinigung ver­ur­teilt, obwohl die Islamische Republik diese Art der Todesstrafe im Jahr 2002 unter Reformpräsident Mohammed Chatami offi­zi­ell aus­ge­setzt hatte.

Nach Angaben von Human Rights Watch gab es in den ver­gan­ge­nen Jahren unter Nachfolger Mahmud Ahmadinedschad min­des­tens sechs Steinigungen wegen Ehebruchs im Iran.

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Nic

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One Response to Iran: Berichte über eine bevorstehende Hinrichtung Ashtiani’s dementiert

  1. Iranische Justiz demen­tiert bevor­ste­hende Hinrichtung Sakineh Ashtianis…

    Wie ges­tern schon ver­öf­fent­licht, bestä­tigt heute Julias Blog das Dementi der ira­ni­schen Regierung, dass Sakineh Ashtiani hin­ge­rich­tet wer­den soll(te). Allerdings muss ich zuge­ben, dass ich offi­zi­el­len ira­ni­schen Verlautbarungen wenig Glauben…