Nur eine Gnadenfrist?
20 Minuten Online: Wegen Ehebruchs soll Sakine Mohammadi Ashtiani im Iran gesteinigt werden. Doch offenbar ist ihr Fall immer noch in Bearbeitung.
Die zum Tod durch Steinigung verurteilte Iranerin Sakine Mohammadi Aschtiani ist weiterhin am Leben. Aschtiani sei bei «bester Gesundheit» und befinde sich nach wie vor im Gefängnis Tabris im Nordwesten des Landes, sagte der iranische Justizvertreter Malek Adschdar Scharifi am Mittwoch.
Aschtianis Fall werde weiter von den zuständigen Provinzgerichten bearbeitet, sagte Scharifi nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna. Menschenrechtsgruppen hatten am Dienstag ihre Besorgnis geäussert, die Hinrichtung Aschtianis könne unmittelbar bevorstehen.
Ungeachtet der Nachrichten aus dem Iran führte Amnesty International am Mittwochabend in der Berner Innenstadt eine Protestkundgebung gegen die Hinrichtung Aschtianis durch, wie ein Sprecher bekanntgab. Ihr drohe weiterhin jederzeit die Exekution, begründete dies Kampagnenkoordinator Patrick Walder.
Ihm zufolge nahmen rund 100 Personen an der stillen Versammlung auf dem Berner Bahnhofplatz teil. Anschliessend zogen die Teilnehmer mit Kerzen und Bildern von Aschtiani zum Berner Kornhausplatz, wo sich die Kundgebung auflöste. Die Polizei verbot laut Walder den Teilnehmern, bis zur iranischen Botschaft zu gehen.
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