Month: Oktober 2010 (page 7 of 21)

Dokument: Brief von Claudia Roth an Mohammad Javad Larijani

[per Mail]

Iran…wäh­rend des Besuchs der deut­schen par­la­men­ta­ri­schen Delegation im Iran in den ver­gan­ge­nen 5 Tagen gab es zahl­rei­che Gespräche mit Vertretern des ira­ni­schen Parlaments, der Justiz und der Regierung. Die Delegation des Unterausschusses für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik des Deutschen Bundestages hat sich am Montag den 18.10.10 unter ande­rem mit dem Generalsekretär des Menschenrechtsrates der ira­ni­schen Justiz  Herrn Dr. Mohammad Javad Larijani getrof­fen. Er hat im Gespräch die von Claudia Roth ange­spro­chene Tatsache von zahl­rei­chen unfai­ren Verfahren und poli­tisch moti­vier­ten Verhaftungen abge­strit­ten. Nachdem sie dar­auf insis­tiert hat, hat er um Über­mitt­lung von Namen gebe­ten! Daraufhin hat ihm Claudia Roth vor Ort in Teheran eine Liste von aus­ge­wähl­ten Namen stell­ver­tre­tend für Hunderte andere Frauen und Männer zukom­men las­sen.

Im Anhang leite ich Ihnen/Euch die­ses Schreiben zur Kenntnisnahme wei­ter.

Mit freund­li­chen Grüßen

Ali Mahdjoubi


das Schreiben im Wortlaut:

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Vorträge und Veranstaltungen mit Mina Ahadi

28. ‐ 29. und 30. Oktober – Italien
‚Neda Day’
3 tätige Veranstaltung über Iran und die Freiheitsbewegung der Menschen im Iran
Mit Mina Ahadi und Maryam Namazie

3. November ‐ Duisburg
Aus der Veranstaltungsreihe ‚Mehr Licht!’
Frauen und Religionenkritik – eine huma­nis­ti­sche Freiheitsübung
Mit Mina Ahadi, Fiona Lorenz und Marit Rullmann
In Kooperation mit der Giordano Bruno Stiftung und dem Kultur‐ und Stadthistorischen Museum Duisburg
Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg
Johannes-Corputius-Platz 147051 Duisburg
http://www.mehrlicht.info/pdf/MehrLicht_2010.pdf

12. November – Köln
Aufklären statt Verschleiern Continue rea­ding

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Harald Welzer - Klimakriege

[Erstveröffentlichung: 19. Mai 2009]

Das ist ein Buch, das mich in ziem­lich pes­si­mis­ti­scher Stimmung zurück lässt. Geht es doch vor allem darum, wel­che Zukunft eine Menschheit hat, die aus den - wis­sen­schaft­lich erwie­se­nen - Klimaänderungen kei­ner­lei Rückschlüsse zieht. Zumindest keine, die sich auf das glo­bale Handeln der Menschheit aus­wir­ken.

Welzer ist Soziologe und sieht daher diese Problematik nicht in einem nur poli­ti­schen oder welt­an­schau­li­chen Licht, son­dern beleuch­tet hin­ge­gen gerade auch die sozia­len Auswirkungen (die wir ja bereits spü­ren) der kom­men­den Katastrophen. Er deu­tet zum Beispiel Naturkatastrophen als Sozialkatastrophen; denn die Natur selbst steht jeder Katastrophe „gleich­gül­tig gegen­über“ – hin­ge­gen sind mensch­li­che - und damit soziale – Gesellschaften sehr wohl betrof­fen und kön­nen an den Rad ihrer Funktionsfähigkeit gedrängt wer­den. Welzer zeigt das bei­spiel­haft in den sozia­len Auswirkungen nach dem ver­hee­ren­den Wirbelsturm Kathrina, der die Stadt New Orleans zer­störte.

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Was ist Rassismus?

In einem Kommentar hier im Blog kam die Frage auf, was denn Rassismus sei? Zumal, wenn er Herrn Sarrazin vor­ge­wor­fen wird.
Ich bin der (viel­leicht arro­gan­ten)  Meinung, dass meine Antwort dar­auf gut genug ist, um sie hier als eige­nen Artikel zu ver­öf­fent­li­chen. Um Diskussion wird gebe­ten…

Es gibt die soge­nannte “enge Definition” – wie sie in Deutschland ange­wandt wird und wofür Deutschland regel­mä­ßig von der UN ange­mahnt wird. Diese Definition meint Rassismus nur in der Variante, dass es – abge­lei­tet vom Begriff – um “Rassen” gehen würde. Diese Definition ist für Deutschland aus der Historie von Belang. Und hat sich der­ma­ßen in die Köpfe ein­ge­prägt, dass der “weite Rassismusbegriff” keine Chance hat, als Mem Fuß zu fas­sen.

Die Definition, die ich auch für mich in Anspruch nehme, wenn ich von Rassismus rede, lau­tet: “Rassismus ist nicht unbe­dingt “ras­sisch” begrün­det. Sondern grup­pen­be­zo­gen und bedeu­tet, dass eine Kategorisierung nach ähn­li­chen Merkmalen (von Menschen) und deren dar­aus abge­lei­tete Abgrenzung als Rassismus zu wer­ten ist.” (Nach Dr. Hendrik Cremer, Deutsches Institut für Menschenrechte)

Deshalb hat z.B. jeder Recht, der Sarrazin den Vorwurf des Rassismus macht. Jeder, der pau­schale Urteile über Menschen abgibt, nur weil sie Mitglied einer Gruppe von Menschen sind, denkt/handelt ras­sis­tisch. Wer also – wie Sarrazin – den Muslimen in ihrer Gesamtheit unter­stellt, düm­mer zu sein als “Europäer”, ist daher per Definition Rassist. (Man kann sich unter der obi­gen Definition sogar dar­über unter­hal­ten, ob Sarrazin nicht sogar gegen­über den “Europäern” ras­sis­tisch ist.)

Nic

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Blogger in Deiner Nähe

Gesichtet.net hatte die nette Idee, eine Google-Map zu erstel­len, auf der Blog-Betreiber sich mit Standort ein­tra­gen las­sen kön­nen. Das Bloghaus ist auch erfasst.


Welche Blogger woh­nen in dei­ner Nähe? auf einer grö­ße­ren Karte anzei­gen

Sieht toll aus, was?

Nic

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Berlin, Gleisdreieck

Bevor noch der geplante Park am Gleisdreieck ent­steht, kann man das Gelände (trotz der über­all auf­ge­stell­ten Bau- und Absperrzäune) bewan­dern. Unerwartet: diese freien Flächen mit­ten in der Stadt, nur wenige Meter vom Potsdamer Platz ent­fernt.

(Die Fotos zum Vergrößern ankli­cken.):

gleisdreieck_01

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Wolfgang Leonhard - Meine Geschichte der DDRh

[Erstveröffentlichung: 19. Juni 2009]

Nach den gerad gele­se­nen „Anmerkungen zu Stalin“ habe ich mir Leonards Geschichte der DDR gekauft – und gele­sen.
Wenn man das eben genannte Buch und auch „Die Revolution ent­lässt ihre Kinder“ bereits kennt, kann man pro­blem­los die ers­ten 100 Seiten über­schla­gen. Hier erzählt Leonard über die Zeit in der Sowjetunion und seine Zeit in der sowje­ti­schen Besatzungszone, der spä­te­ren DDR. Das kennt man und fin­det es nur par­ti­ell span­nend.

Aber dann berich­tet er über die Zeit nach der Flucht von der Parteihochschule… und hier wird es auf­schluss­reich und span­nend.

Leonard for­mu­liert eben­falls die These, dass die DDR Zeit ihres Bestehens sta­li­nis­tisch geprägt blieb. Und anders als die ande­ren Länder des Ostblockes die Zeichen der Zeit nicht erkannte oder erken­nen wollte, die aus dem Gorbatschow’schen Osten her­auf­zog.

Er ist „his­to­ri­scher Materialist“… und so schreibt er:

Nimmt man all diese Ereignisse zusam­men – Titos Bruch mit Moskau im September 1948, den 17. Juni 1953, die unga­ri­sche Revolution 1956, den Prager Frühling 1868 und die Solidarnosc in den Jahren 1981 und 1982 -, dann erkennt man eine lange, inter­na­tio­nale Befreiungsbewegung, die in den Ländern des Ostblocks immer wie­der zum Durchbruch kam. (Seite 210 ff)

Für Leonard fin­det diese Bewegung ihren Höhepunkt in der Demokratiebewegung der DDR in den Jahren 1989/1990.
Dieser Teil des Buches (ab Seite 216) ist der für mich inter­es­san­teste Teil. Der Autor setzt sich hier mit der poli­ti­schen Situation in dem zusam­men­bre­chen­den Staatsgebilde aus­ein­an­der; er beschreibt die Hoffnungen der Menschen, die sich über­ra­schend und laut­stark poli­tisch äußer­ten.

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Herbstlaub

nur ein kit­schi­ges Foto…

Nic

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