Month: Oktober 2010 (page 7 of 14)

Wolfgang Leonhard – Anmerkungen zu Stalin

[Erstveröffentlichung: 5. Juni 2009]

Wenn heute Stalin wieder als großer Führer gepriesen wird, als Patriot und Garant nationaler Stärke, dann kommt das nicht nur einer Verhöhnung der Millionen Opfer gleich, die ihr Leben im Stalinismus verloren haben. Ich sehe darin auch eine politische Gefahr für die Gegenwart. Solange die Verbrechen Stalins nicht als Teil der eigenen Geschichte anerkannt werden, ist der Weg zu einer wahrhaft demokratischen Gesellschaft in Russland nicht möglich. (Seite 184)

Mit dem oben zitierten Abschnitt endet das Buch. Und er sagt, worum es in dem Buch geht, weshalb Rudolf Leonard das Buch überhaupt geschrieben hat. Wer sein bekanntestes Werk, „Die Revolution entlässt ihre Kinder” kennt, wird so viel Neues nicht entdecken; wenn man zudem Rudolf Bahros „Alternative” gelesen hat, kommen einem etliche Argumente und Erklärungen Leonards doch sehr bekannt vor.

Nichtsdestotrotz ist das Buch unbedingt lesenswert, schafft es Leonard doch auf nicht einmal 200 Seiten (ich habe das Buch gestern gekauft und heut ausgelesen) schlüssig und logisch zu erklären, mit welchen Mitteln Stalin es erreichte, an die Macht zu kommen und diese zu halten.
Und – anders als vielleicht Wolfgang Leonard es wollte – halte ich das Buch auch sehr wichtig nicht nur für die Auseinandersetzung mit der aktuellen russischen Politik; sondern auch für die Bearbeitung der DDR-Geschichte. Denn wenn heute der sog. „Kommunismus des Ostens” ständig dafür herhalten muss, die (zufälligen) Bewohnern der Landstriche zwischen Elbe und Ural zu bevormunden; Leonard weist dediziert nach, dass das, was als „entwickelte, sozialistische Gesellschaft” in die Geschichtsbücher Eingang fand, wenig mit dem zu tun hat, was Marx und Engels (teilweise auch Lenin) unter der Idee des Kommunismus verstanden.
Das, was im „Ostblock” stattfand, war reiner Stalinismus.

Leonard weist genau das nach: Continue reading

Auf welchen Werten fußt der Rechtsstaat?

[via: Funkhaus Europa/Radio Bremen]

„Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.“ – Das sagte Bundespräsident Christian Wulff in seiner Rede zum 20. Jahrestag der deutschen Einheit. Für die Aussage in Bezug auf den Islam wird der Bundespräsident von vielen Deutschen scharf kritisiert. Konservative und Kirchenvertreter erklären: Deutschland fußt mit seinen heutigen Werten immer noch auf das Christentum und das Judentum.

Dagegen wendet sich ganz entschieden die religionskritische Giordano-Bruno-Stiftung. Ihr Vorsitzender, der Philosoph und Schriftsteller Dr. Michael Schmidt-Salomon, äußerte sich im Gespräch mit Funkhaus Europa sehr deutlich: „Der deutsche Rechtsstaat fußt auf den Werten von Humanismus und Aufklärung. Werte wie Demokratie und individuelle Selbstbestimmung entstammen nicht dem Christentum. Sie mussten gegen die Machtansprüche der Kirchen erstritten werden.

“Über eine Gruppe wird in der ganzen Integrationsdebatte gar nicht gesprochen – und zwar über diejenigen, die keiner Religion angehören bzw. nicht aktiv religiös sind. Die Giordano-Bruno-Stiftung plädiert dafür, konsequent auf jene Leitkultur zu setzen, die den gesellschaftlichen Fortschritt in der europäischen Geschichte vorangebracht hat, die sich auf die Traditionen von Wissenschaft, Philosophie und Kunst stützt.

Reza Vafa fragte Michael Schmidt-Salomon, warum die die Politik in der zur Zeit geführten Debatte seiner Ansicht nach falsch liegt. Deutschland fußt heute nicht mehr auf christlich-jüdischen Werten…, [4:10] (Reza Vafa im Gespräch mit Dr. Michael Schmidt-Salomon)

Martin Cruz Smith – Stalins Geist

[Erstveröffentlichung: 28. Mai 2009]

Nanu! Ein Arkadi-Renko-Roman mit Happy End? Tatsächlich, wenn auch nur mit einem halben und eingeschränkten. Am Ende des Buches, nachdem Renko wieder verprügelt, mehrmals fast ermordet und einmal auch erschossen angeschossen wird… plant er seine Zukunft ohne Staatsanwaltschaft.
Doch bis er dorthin kommt vergeht eine lange Zeit voller Gefahren und (ein wenig undurchsichtiger) neurussischer Gefahren. Die Story ist ein wenig verworren und es gibt zwar einen Schuldigen (bzw. mehrere), gegen die Renko auf eigenen Faust ermittelt; aber weder kann er sie tatsächlich dingfest machen, noch scheint das in Putins Russland überhaupt möglich zu sein. Besteht die Gesellschaft doch aus den Massen an Armen, Gescheiterten und Verzweifelten und einigen wenigen Gewinnern.
Der Bogen des Romanes spannt sich von der „glorreichen“ Zeit des 2. Weltkrieges (des „Großen Vaterländischen Krieges“) bis zu den Tschetschenien-Kriegen der Neuzeit. Und die um Arkadi Renko herum handelnden Personen haben entweder mit dem einen oder dem andren zu tun.

Klar wird bei Cruz Smith, dass Kriege an sich menschenverachtend, verrohend und moralfrei sind. Und alle, die dem lebend entkommen trotzdem fürs Leben gezeichnet sind. Menschen, die in solch zerrütteten Gesellschaften wie der russischen leben müssen; hoffnungslos und erbarmungslos dem Kapitalismus in seiner rohesten Form ausgesetzt; sind empfänglich für jede Art von Religion, die den Strandenden einen Halt versprechen. Dass der Halt ein Strohhalm ist wird vielen nicht bewusst – und soll ihnen auch nicht bewusst werden.

So ist denn auch „Stalins Geist“ nur eine quasi-religiöse Idee, die dem demagogischen Gegenspieler Renkows dazu dient, Massen auf seine Seite ziehen zu wollen, die selbst die Zeit des Stalinismus als „paradiesisch“ erinnern – weil sie in der des Neuen Russlands keinen Fuß auf die Erde bekommen. Continue reading

Hans Werner Richter – Spuren im Sand

[Erstveröffentlichung: 12. Mai 2009]

Ein alter Mann erinnert sich seiner Jugend. Das kommt schon mal vor. Weniger häufig als man denkt.
Hans Werner Richter hat auch das Buch geschrieben, das mich zum Pazifisten machte: „Du sollst nicht töten”. Dieser Roman hat mich mehr geprägt als „Werner Holt” – das Buch über den 2ten Weltkrieg in der DDR-Geschichtsaufarbeitung.
Nur deshalb habe ich „Spuren im Sand – den Roman einer Jugend” überhaupt nur gelesen. Und bin etwas enttäuscht worden.
Hans Werner Richter erzählt charmant und kurzweilig von einer (seiner?) Kindheit in einem kleinen Ort am Meer. Wissend, dass Richter in Bansin auf Usedom geboren ist, erkennt man die Gegend tatsächlich auch wieder. Seine Natur- und Landschaftsbeschreibungen sind wirklich hervorragend; der Wandel, den die See mit den Jahreszeiten und dem Wetter unterliegt, wird eingängig geschildert.

Was ich aber eher nervig finde, ist diese „künstliche Naivität” des Titelhelden, der – auch wenn er nur eine Dorfschule besucht hat – so gar nicht in die harte Landschaft passt. Continue reading

“Welt der Reptilien” in Berlin

Heute war ich in der Ausstellung “Welt der Reptilien“, die derzeit in Berlin gastiert. Einmal abgesehen davon, dass es viel zu voll war, die Terrarien nicht standfest aufgestellt sind und daher permanent erschüttert werden, was ganz sicher den Tieren nicht gut tut. Aber mir ist trotzdem das eine oder andere recht ordentliche Foto gelungen (denk ich) (Fotos zum Vergrößern anklicken)

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Aufruf zur Hilfe – Flüchtlingshilfe Iran e.V. – Ihre Mithilfe ist gefragt

[via Facebook]

IranSehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der Flüchtlingshilfe Iran e.V.

Der Iran ist in aller Munde. Es vergeht kaum ein Tag, an dem die Medien nicht über Ahmadinejad oder einer möglichen iranischen Atombombe berichten.

Aber zugleich ist die Kritik an diesem iranischen Regime und deren Verantwortlichen so hörbar wie lange nicht. Breit geteilt ist die Empörung über den Bau einer Atombombe, aber auch den den Auftritt des selbsternannten Präsidenten Ahmadinejad vor der UN, die den Interessen einiger weniger dient, breit geteilt auch die Sorge über eine voranschreitende Abschaffung jeglicher Menschenrechte im Iran.

Flüchtlingshilfe Iran e.V. ist eine wichtige Stimme, die diese Kritik scharf und fundiert an die Öffentlichkeit trägt und den Opfern hilft. Leider wird die kurze Zeit der medialen Aufmerksamkeit nicht ausreichen.Unser Streiten für eine transparente und lebendige Demokratie, wie auch die Unterstützung der vielen tausenden iranischer Flüchtlinge braucht Hartnäckigkeit und einen langen Atem. Und dafür brauchen wir Sie! Die Arbeit der Flüchtlingshilfe Iran e.V. wird von vielen Einzelpersonen ermöglicht, die mit kleinen und größeren Beträgen unsere unabhängige Arbeit sichern.

Nur so können wir aktuell iranischen Flüchtlingen helfen, die in der Türkei oder anderen Drittländern leben, zumeist unter menschenunwürdigen Bedingungen, ohne finanzielle Unterstützung dieser Drittstaaten oder etwa der UNHCR.

Um unsere Arbeit im nächsten Jahr zu sichern und mittelfristig weiter auszubauen, brauchen wir IHRE Unterstützung! Wenn Sie unsere Arbeit schätzen und unseren Wunsch nach einer lebendigen Demokratie teilen, in der Menschenrechte einen festen Platz haben, und IHNEN iranische Menschenrechtsaktivisten nicht egal sind, dann werden Sie jetzt Flüchtlingshilfe-Iran-Förderer/in:

http://www.fluechtlingshilfe-iran.de/Mitgliedschaft

Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung.

Ihr – Lutz Bucklitsch –

www.fluechtlingshilfe-iran.de

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Martin Cruz Smith – Treue Genossen

[Erstveröffentlichung: 8. Mai 2009]

In den Kommentaren zu Cruz Smith’ Buch „Nacht in Havanna” wurde ich auf dieses hier hin geweisen. Und ich wurde wahrlich nicht enttäuscht.
Obwohl kein Krimi-Leser haben mich die treuen Genossen genauso mitgerissen wie der Cuba-Roman. Inzwischen denke ich, dass das unter anderem auch daher kommt, dass die Hauptfigur – Arkadi Renko – zwar Ermittler der Moskauer Staatsanwaltschaft ist und in diesem Falle mit drei Morden zu tun hat, das Buch jedoch das Genre nur in dieser oberflächlichen Weise bedient.
Es geht vielmehr um Machtfragen, es geht um die Verantwortung des Menschen für die Umwelt und das Leben. Im Tschernobyl der Nach-GAU-Zeit begegnen uns Menschen wie in einem Kaleidoskop: durcheinander geworfen Säufer, Ökoaktivisten, bestechliche Milizionäre, Ewiggestrige (die das AKW weiter laufen lassen wollen), Wilddiebe und einfache Bauern die ihre Enkel begraben und doch nicht von dem verstrahlten Boden lassen können. Über dem allen thront eine ferne Regierung, die die Menschen vergessen möchte, die Tschernobyl vergessen möchte.
Die Beschreibung dieser Elenden wechselt ab mit der Beschreibung der grandiosen Landschaft und Natur; zurückeroberte Biotope voller Tiere. Und durch diese Landschaft stolpert Renko. Die Aufdeckung der Morde und Unglücke erfolgt eher zufällig denn logisch stringent. Und am Ende des Buches fragt man sich: wie konnte es geschehen, dass nun alles er- und geklärt ist?
Wobei: es wird nichts geklärt, nur gezeigt: Das Elend, der ungeheure Gegensatz zwischen Arm und Reich im aktuellen Russland. Man kann aus diesem Buch nur als Pessimist entlassen werden.

“Die Schilderungen der verstrahlten Natur und der nach der Reaktorexplosion evakuierten, inzwischen heimlich wiederbesiedelten Dörfer lässt einem die Haare zu Berge stehen. [...] Ein düsteres, gleichwohl realistisches Szenario aus einer Welt, die fremder als der Mars wirkt.”(Quelle: Amazon.de)

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Charles Darwin – Die Abstammung des Menschen

[Erstveröffentlichung: 5. Mai 2009]

Bevor ich mich an das richtig dicke Buch „Die Entstehung der Arten” von Charles Darwin wage, wollte ich erst einmal dieses nicht so umfangreiche Werk „Die Abstammung des Menschen” lesen. Nicht, dass ich hoffte, dies Buch sei leichter… aber es ist halt dünner.

Trotzdem ist sein Inhalt revolutionär – reiner Sprengstoff im Jahr des Erscheinens (1871). Holt es doch den Menschen, die Krönung der Schöpfung, zurück auf die Erde und stellt in als höchst entwickeltstes Säugetier dar. Eben als Tier – als in einer Reihe stehend mit Fisch und Affen.

Und ist es doch vor allem auch dieses eher populärwissenschaftliche Werk, dass Darwin (bis heute) die Schelte, Häme und Angriffe der Kirche einbrachte und bringt. Heutzutage erstaunlich, ist Darwin doch äußerst vorsichtig in seinen Formulierungen – aber letztlich von der Wahrheit seiner Forschung überzeugt.

Charles Darwin wartete [...] ein Jahrzehnt, bis er dann im Jahr 1871 seine längst den Notizbüchern anvertrauten Gedanken über die Herkunft von Homo sapiens in dem Buch »Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl« vorstellte, in dem er den Menschen als Abkömmling der Primaten beschreibt. Dabei ging er auch auf gewisse Ähnlichkeiten zwischen Affen und Menschen bei Instinkt, Gefühl und Sozialverhalten ein -eine Thematik, die er ein Jahr später in dem Werk »über den Ausdruck der Gemütsbewegungen bei Menschen und Tieren« detaillierter aufgriff. (Quelle: Evolution des Menschen)

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Unser Baby holt schnell alles nach…

[via Facebook]

Dieser junge Mann ist der Ansicht, er müsse einiges aufholen, was er in den letzten Wochen bei Mami im Bauch wohl vergessen hatte, zu wachsen, holt er jetzt ziemlich schnell nach. Darauf sind nicht nur Mami und Papi stolz, sondern auch die Mitarbeiter auf der Babystation. Wir natürlich auch!

Hier nun die ersten Fotos “unseres”  Babys…..mit dem Namen Ario. (mit freundlicher Genehmigung der Eltern.)

ario03 Continue reading

Iran-Konferenz in Berlin

[via Mail]

IranEs mangelt nicht an klugen Köpfen die zum Thema Iran Stellung beziehen. Es mangelt auch nicht an Einsicht über die Verhältnisse im Iran und über die Bedeutung der Situation im Iran für den Nahen Osten und die ganze Welt.
Mangelt es an Öffentlichkeit wie viele leidvoll klagen? Mangelt es an wirkungsvollen Maßnahmen oder gar am guten Willen die Bevölkerung im Iran differenziert und im Verhältnis zu dem sie unterdrückenden System/Regime zu unterstützen?

Hier laden wir Sie zu unserer nächsten Konferenz zum Iran in Berlin ein. Bitte entnehmen Sie weitere Details dem unten stehenden Text:
www.mehriran.de

Konferenz: Chancen und Herausforderungen von Vielfalt im Vielvölkerstaat Iran

“Seit 31 Jahren herrscht im Iran eine Diktatur, die sich religiös definiert. Seit dem ersten Amtsantritt von Präsident Ahmadinedschad und der Intensivierung des Atomprogramms und vor allem seit seiner angeblichen Wiederwahl vor über einem Jahr, steht die Islamische Republik Iran verstärkt im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Wenig bekannt ist dagegen die Situation der Derwische und anderer religiösen Minderheiten, sowie der Kurden und anderer Nationalitäten im Iran, die größtenteils in Opposition zu dem Regime stehen. Nach einer Darstellung der aktuellen Lebenssituation dieser Gruppierungen, wird es um die Chancen und Herausforderungen von Vielfalt im Vielvölkerstaat Iran gehen.” Continue reading

Hafis in Deutschland

[via Mail]

Nationaltheater in Weimar, Bildquelle: Wikipedia

Nationaltheater in Weimar, Bildquelle: Wikipedia

14. 10. 2010

Hafis in Deutschland – Deutsch-iranischer Kulturaustausch zwischen Tradition und Aufbruch – Diskussionsveranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen des UNESCO-Hafis-Gedenktages

Vor zehn Jahren wurde in Weimar das Goethe-Hafis-Denkmal errichtet, um an den großen Einfluss des persischen Dichters Hafis auf das Schaffen Goethes zu erinnern. Goethe selbst hatte Hafis bereits 1819 in seinem „Westöstlichen Divan“ ein poetisches Denkmal gesetzt. Zehn Jahre nach der Denkmaleinweihung hat die UNESCO hat den Weimarer Hafis-Gedenktag im Frühjahr 2010 offiziell anerkannt.

Denkmal und Dialog
Die Konrad-Adenauer-Stiftung führte im Rahmen des Hafis-Gedenktages 2010 eine Podiumsdiskussion zum Thema „Hafis in Deutschland – Iranische Kultur und der deutsch-iranische Kulturaustausch zwischen Tradition und Aufbruch“ durch.
Dr. Mario Voigt, kulturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringischen Landtag, begrüßte die Gäste und erinnerte daran dass jüngst Bundespräsident Wulff das bekannte Goethe-Zitat aus dem Westöstlichen Divan „Wer sich selbst und andere kennt, wird auch hier erkennen, Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen“ in seiner integrationspolitischen Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit zitiert hatte.

Hafis und Goethe
„Hafis ist mein Zwillingsbruder!“ – an diesen Ausspruch Goethes erinnerte der Iranist Prof. Dr. Farhad Sobhani in seinem Eingangsstatement. Beide Dichter hätten das Leben auf Erden in einem starken Gegensatz zur geistigen Welt gesehen. Doch auch wenn die Welt eine Ruine für Geist und Körper des Menschen sei, so helfe sie dem Menschen doch, sich selbst zu entdecken.

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Öffentlichen Anhörung: “Religionsfreiheit und europäische Identität”

[via Mail]

Einladung zur Öffentlichen Anhörung am 27.10.2010 um 16.00 Uhr zum Thema “Religionsfreiheit und europäische Identität”

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

der Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages wird sich im Rahmen einer Öffentlichen Anhörung mit dem Thema “Religionsfreiheit und europäische Identität” befassen. Die Anhörung findet am 27. Oktober 2010 von 16 bis 19 Uhr statt.

Insgesamt werden sechs Sachverständige zu einem von den Fraktionen erarbeiteten Fragenkatalog Stellung beziehen. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob Religionsfreiheit ein identitätsstiftendes Merkmal für Europa ist und welchen Stellenwert sie im europäischen Wertekanon hat. Anschließend werden die Experten mit den Ausschussmitgliedern über dieses hochaktuelle Thema diskutieren.

Die Tagesordnung mit der Liste der Sachverständigen und dem Fragenkatalog findet Ihr im Anhang.
Ich würde mich freuen, wenn Ihr teilnehmen könntet. Bitte nutzt für Eure Anmeldung das Antwortfax.

Mit freundlichem Gruß
Tom

– Sekretariat –
Tom Koenigs, MdB
Vorsitzender des Ausschusses für
Menschenrechte und humanitäre Hilfe
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel. 030-227 73335
Fax  030-227 76147

Eingeladene Sachverständige: Continue reading

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