Samstag , 18 Mai 2013
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Michael Schmidt-Salomon & Helge Nyncke – Susi Neunmalklug erklärt die Evolution

[Erstveröffentlichung: 27. Februar 2009]

Pünktlich zum Darwin-Jahr legt Michael Schmidt-Salomon gemein­sam mit dem Zeichner und Illustrator Helge Nyncke sein neues, sein drit­tes Kinderbuch vor. Nach dem viel­um­stit­te­nen Buch “Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel” und dem dann ver­söhn­li­che­ren “Geschichte vom fre­chen Hund” nun als “Susi Neunmalklug“.

Susi Neunmalklug ist so schlau wie Superman stark ist und kann so gut den­ken, wie Spiderman klet­tern kann. Wie andere Superhelden ver­steckt auch Susi meist ihre Superkräfte. Nur manch­mal, wenn sie etwas rich­tig Dummes hört, kann sie sich ein­fach nicht brem­sen. So war es auch, als Herr Hempelmann eines Morgens Susis Klassenzimmer betrat und eine selt­same Geschichte von der Entstehung der Welt erzählte… Klappentext

Natürlich ist die zitierte selt­same Geschichte von der Entstehung der Welt die der Genesis. Und Susi Neunmalklug klärt sowohl den Lehrer als auch die Klasse dar­über auf, wie das Leben auf der Erde ent­stand. Soweit, so gut.
Der zum Teil wirk­lich wit­zige (und etwas vor­laute) Ton des Buches ist ganz Schmidt-Salomon; seine etwas arro­gante Haltung lei­der eben­falls; die Zeichnungen sind zum Teil ganz wit­zig, schrill­bunt und eher dem Comic als Kinderbuchillustrationen ver­haf­tet. Aber gut, die Welt ist schrill und auf­dring­lich und um gehört (gele­sen?) zu wer­den muss man mit­tun…

Jedoch…

Jedoch ist irgend­et­was an dem Buch unaus­ge­reift. Ich kann mir ein­fach nicht vor­stel­len, wer der Leser oder Rezipient des Buches sein soll. Auf Schmidt-Salomons Webseite gibt es ein paar Bilder, die das Buch zei­gen; die Aufteilung, die Zeichnungen:

Was ich mich nun frage: Sind die Zeichnungen nun für Kinder, denen aus einem Buch vor­ge­le­sen wer­den soll?
Doch dazu sind sie mei­ner Meinung nach zu grell, zu bunt, zu hek­tisch. Und der Text – obwohl pro Seite nicht mehr als 10 Zeilen – viel zu kom­pli­ziert mit all sei­nen unvor­stell­bar gro­ßen Zahlen, die etwas zu den Zeiträumen sagen, die die Evolution benö­tigte. Oder sind die Zeichnungen für grö­ßere Kinder? Denen wird jedoch der Text zu ober­fläch­lich sein; zumin­dest denen, die sich mit der Thematik beschäf­ti­gen wollen/sollen.

Also: vom Aufbau her ein Buch für bis 10-jährige; vom Inhalt her ein Buch für ab-14-Jährige. Denen jedoch kann man mehr zumu­ten als die Evolution in 50 Sätzen.

So bleibt bei mir Enttäuschung zurück. Mein Lehrer hätte gesagt: gut gedacht, schlecht gemacht.
Schade.

Nic

Über Nic Frank

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

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