Hossein “Hoder” Derakhshan droht die Todesstrafe
Nach meinen Artikeln zum “Fall Hoder” hat sich auch Jens Berger vom Spiegelfechter des Themas angenommen:
Was zunächst als Gerücht aus nicht verifizierbaren Quellen kam, wurde im Laufe der Woche von Hosseins Familie bestätigt – die Staatsanwaltschaft fordert die Todesstrafe für Hossein Derakhshan. Das Verfahren gegen ihn fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und entsprach nicht im Geringsten den Grundlagen eines fairen Gerichtsverfahrens. Hosseins Fall wird von der 15. Kammer des Islamischen Revolutionsgerichts unter Leitung von Abolqasem Salavati verhandelt – dieses Gericht nimmt im iranischen Rechtssystem eine Sonderrolle ein. Es gibt keine Verteidigung für die Angeklagten, es gibt keine Geschworenen, die Verhandlungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, weder Beweise noch Zeugenaussagen müssen publik gemacht werden. Der vorsitzende Richter spricht das Urteil und muss sich höchstens vor Allah rechtfertigen. Es gibt keine Berufungsinstanz und die Urteile stehen meist bereits vor der eigentlichen Verhandlung fest.
Nic
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Könnte man bei Amnesty International den Fall vortragen oder wurde das schon getan? Würde das schon gerne wissen.
Also auf den deutschen Seiten findet sich nichts – bzw nur Altes:
http://www.amnesty.de/journal/2009/dezember/gefangen-im-net
http://www.amnesty.de/umleitung/2006/deu05/116
http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-343-2008/haft-ohne-kontakt-zur-aussenwelt
Wenn Du Verbindungen zu AI hast…
Was kann Man dagegen tun?????
Vor allem: eine Öffentlichkeit herstellen. Informieren.
Viel mehr können wir wohl nicht tun