[Erstveröffentlichung: 28. August 2007]
Nur einem Zufall und einem beherzten Griff auf dem Trödelmarkt ist es zu verdanken, dass ich dieses Buch jetzt las.
Und ich bin recht froh darüber; mag ich doch die Geschichten aus den chassidischen Stetl sehr.
Die erste Erzählung des Bandes – die dem Buch den Titel gab – ist die mit der größten Nähe zu den chassidischen Wunderrabbis. Man riecht förmlich Kohl, Knoblauch und Pferdeschweiß; sieht Männer in Kaftan durch schneeverwehte Städte wandern, die Peieslocken steifgefroren…
Doch selbst im Westen, in New York… es sind die gleichen Leute, das gleiche Leben. Selbst wenn der Ort wechselt, die Geschichte(n) nimmt man mit.
Ich spreche von den Juden Osteurops, insbesondere von den jiddisch sprechenden Juden… Je länger ich unter ihnen lebe… desto größer ist mein Erstaunen über die Vielfalt ihrer Persönlichkeit…
I.B.S. im Nachwort
Und diese Originale, diese “Vielfalt an Persönlichkeiten” läßt Singer auftreten, ein Stück Leben zeigen und weitermachen im Kaleidoskop des Lebens.
Meine liebste Erzählung aus dem Band ist “Sam Palka und David Wischkower”; eine Liebesgeschichte, in der ein Millionär (nämlich Sam Palka) sich als armer Schlucker (David Wischkower) ausgibt.
Nic
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