Donnerstag , 23 Mai 2013
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Isaac B. Singer – Leidenschaften

[Erstveröffentlichung: 28. August 2007]

Nur einem Zufall und einem beherz­ten Griff auf dem Trödelmarkt ist es zu ver­dan­ken, dass ich die­ses Buch jetzt las.
Und ich bin recht froh dar­über; mag ich doch die Geschichten aus den chas­si­di­schen Stetl sehr.

Die erste Erzählung des Bandes – die dem Buch den Titel gab – ist die mit der größ­ten Nähe zu den chas­si­di­schen Wunderrabbis. Man riecht förm­lich Kohl, Knoblauch und Pferdeschweiß; sieht Männer in Kaftan durch schnee­ver­wehte Städte wan­dern, die Peieslocken steif­ge­fro­ren…

Doch selbst im Westen, in New York… es sind die glei­chen Leute, das glei­che Leben. Selbst wenn der Ort wech­selt, die Geschichte(n) nimmt man mit.

Ich spre­che von den Juden Osteurops, ins­be­son­dere von den jid­disch spre­chen­den Juden… Je län­ger ich unter ihnen lebe… desto grö­ßer ist mein Erstaunen über die Vielfalt ihrer Persönlichkeit…

I.B.S. im Nachwort

Und diese Originale, diese “Vielfalt an Persönlichkeiten” läßt Singer auf­tre­ten, ein Stück Leben zei­gen und wei­ter­ma­chen im Kaleidoskop des Lebens.

Meine liebste Erzählung aus dem Band ist “Sam Palka und David Wischkower”; eine Liebesgeschichte, in der ein Millionär (näm­lich Sam Palka) sich als armer Schlucker (David Wischkower) aus­gibt.

Nic

Über Nic Frank

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

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