Month: August 2010 (page 2 of 9)

100 Städte gegen Steinigung, die Fotos aus Berlin

(Fotos zum Vergrößern anklicken)

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Flüchtlingshilfe Iran e.V. braucht Unterstützung

IranBei der gestrigen Mahnwache für Iran wurde noch einmal dringend darauf verwiesen, dass die großartige Hilfe, die den iranischen Flüchtlingen, die inzwischen in Berlin leben,  unter anderem auch den Spenden Vieler zu verdanken ist, die geholfen haben und helfen. Etliche dieser Helfer, Spender, Unterstützer möchten ungenannt bleiben. Und anders, als viele Medien dies darstellen, handelt es sich nicht um eine Hilfe nur von Iranern für Iraner. Umso schwerer ist es für die Flüchtlingshilfe, die notwendigen Gelder aufzubringen, die benötigt werden, um zum einen den Flüchtlingen in der Türkei, in Griechenland und anderen Ländern zu helfen. Zum Anderen ist auch die Unterbringung, Ausstattung mit dem Nötigsten, Miete und und und für unsere geretteten iranischen Freunde nicht umsonst zu haben.

Daher auch hier noch einmal der Aufruf:

Menschenrechtsaktivisten aus dem Iran, geflohen aus der Heimat, mussten ihre Land in den meisten Fällen ohne Hab und Gut verlassen. Das Einzige, was ihnen geblieben ist, ist die Kleidung, die sie tragen. Diese in Not Geratenen – wollen wir in solchen Situationen helfen!
In Anbetracht leerer öffentlicher Kassen wird Eigeninitiative immer notwendiger.
Deshalb haben wir die Flüchtlingshilfe Iran e.V. gegründet.
Wir wollen zielorientiert in unserer direkten Umgebung, aber auch national und international eine “helfende Hand” sein.
Um die Hilfsprojekte erfolgreich zu realisieren, ist neben dem persönlichen Einsatz auch eine tragfähige finanzielle Grundlage notwendig.

Wollen Sie sich persönlich engagieren, kennen Sie Bedürftige oder möchten Sie ein Projekt ins Leben rufen?
Dann nehmen Sie  Kontakt zu uns auf.

Helfen Sie mit! Jedes Engagement zählt!

Herzlichen Dank im Voraus.

Hajo Funke , Azar Karimi, RoschanakTabari, Farin Fakhari, Lutz Bucklitsch

Für Spenden steht ein Konto bei der Bank für Sozialwirtschaft zur Verfügung:

Onlinespenden bzw. für Überweisungen:

Bank für Sozialwesen
BLZ 100 205 00
Konto Nr.: 117 6500
IBAN: DE 3110020500 391176500
BIC: BSSWDE 33BER

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Fotos der Iran-Mahnwache am Brandenburger Tor

Trotz des unangenehmen Wetters trafen sich auch an diesem Freitag einige AktivistInnen in Berlin auf dem Pariser Platz, um an die Menschenrechtsverletzungen in Iran aufmerksam zu machen. Wie immer gibt es hier einige Fotos (zum Vergrößern anklicken):

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Dokument: Zu den Äußerungen von Thilo Sarrazin

Deutsches Institut für Menschenrechte

Zu den Äußerungen von Thilo Sarrazin, Mitglied im Vorstand der Deutschen Bundesbank

„Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“ – so heißt der Titel eines „Sachbuchs“, das nächste Woche im renommierten DVA- Verlag erscheinen wird. Angesichts der Aufmerksamkeit, die Thilo Sarrazins Buch bereits jetzt erzielt, ist es nicht möglich, es zu ignorieren. Mit diesem Beitrag sollen Äußerungen von Thilo Sarrazin insbesondere einer menschenrechtlichen Betrachtung unterzogen werden. Zumal Titel und erste veröffentlichte Auszüge des Buches zeigen, dass Thilo Sarrazin, als Mitglied im Vorstand der Deutschen Bundesbank Inhaber eines hohen öffentlichen Amtes, fortsetzt, was er bereits in der Vergangenheit getan hat.

Dazu zählen diffuse und polemische Ausführungen zur gegenwärtigen Einwanderungspolitik in Deutschland. Dabei zeichnet er ein Bild, als ob Zuwanderung nach Deutschland keiner Steuerung unterliege, so dass Menschen einfach nach Deutschland einwandern und hier Sozialleistungen beziehen könnten. Dies ist mitnichten der Fall.

Die Ausführungen Sarrazins sind nicht nur gekennzeichnet durch mangelnde Sachlichkeit. Sarrazin manipuliert. Dies etwa dann, wenn er Diskriminierung im Bildungssystem und im Bereich der Beschäftigung mit grotesken Thesen einfach leugnet. Außerdem greift er beliebig auf Statistiken zurück, die er so einsetzt, dass sie zu seiner Weltsicht passen. Andere Interpretationsmöglichkeiten bezieht er nicht mit ein. Datenerhebungen oder Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen, die zu seiner eigenen Wirklichkeit nicht passen, finden keine Erwähnung.

Deutschland gehört zu den Staaten, die sich – wie die EU und zahlreiche Staaten weltweit – zu den Menschenrechten bekennen. Sarrazins Ausführungen verkennen die Bedeutung von Menschenrechten und internationalem Flüchtlingsschutz. Sofern sie seinen Vorstellungen von Politik entgegenstehen, begreift er sie als lästiges Übel, das beliebig abzuschaffen sei. („In solchen grundsätzlichen politischen Fragen ist nichts alberner als der Hinweis, dieses oder jenes sei rechtlich nicht möglich. (…) Das Grundgesetz ist schon für weitaus unbedeutendere Fragen geändert worden.“) Sarrazin scheint nicht zu verstehen, dass Menschenrechte und internationaler Flüchtlingsschutz den Staat binden. Seine Vorschläge für Änderungen in der Zuwanderungspolitik sind weder mit international gültigen Menschenrechten vereinbar noch mit dem deutschen Grundgesetz. Sie bewegen sich außerhalb der verfassungsrechtlichen Ordnung.

Kennzeichnend für die Äußerungen Sarrazins ist, dass er die Gesellschaft in Deutschland nach dem Muster „Wir“ und die „Anderen“ unterteilt. Innerhalb der „Anderen“ bildet er weitere Untergruppen wie „Türken“ „Araber“ oder wahlweise „muslimische Migranten“, deren Mitgliedern er in verallgemeinernder und herabwürdigender Weise bestimmte negative Eigenschaften zuschreibt. Den Vorwurf rassistischer Denkstrukturen weist Sarrazin dabei von sich. Gleichzeitig greift er zu einem Stilmittel, das bei der Verbreitung solchen Gedankenguts nicht unüblich ist. Er beklagt die Mauern der politischen Korrektheit, um gleichzeitig rassistische Verbalattacken vorzunehmen.

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Mediensatire von Prof. Kruse ist Eröffnungsfilm der 18. ContraVision

[per Mail]

Was ist die allmonatliche Sonntagsfrage wert? Informatik-Professor Eckhard Kruse zeichnet ein bizarres Bild vom Umfragewahn à la ZDF-Politbarometer und ARD-Deutschlandtrend. Seine Mediensatire “DeGX-Analyse” eröffnet am 3. September das 18. Internationale Filmfestival ContraVision, dessen kontroverses Programm für viele Diskussionen sorgen wird.

Die teuflisch gut animierte Bibel-Neuinterpretation “Judas & Jesus” von Olaf Encke und Claudia Romero erhält sicherlich niemals eine Jugendfreigabe durch die FSK. Die wichtige Bewertung durch die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) wird am 22. September vor dem Verwaltungsgericht Wiesbaden verhandelt. Unabhängig davon beschließt der Film am 4. September das erste Festivalwochenende.

Insgesamt laufen im Wettbewerb der ContraVision 72 Kurzfilme von allen Kontinenten. Die Philippinen, Singapur und Südafrika sind erstmals mit Filmen im Programm vertreten. Die Preise für die Wettbewerbsgewinner werden seit der Gründung des Festivals im Jahr 1993 vom Publikum verliehen. Und das ohne Umfragen und Verwaltungsgericht.

Weiterführende Informationen:
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Bloggerin droht Todesstrafe

[per Mail]

Helfen Sie Shiva Nazar Ahari und unterschreiben Sie die Petition für ihre
Freilassung!

*Reporter ohne Grenzen startet Petitions-Kampagne* Iran: Bloggerin droht
TodesstrafeShiva Nazar Ahari.

Regimekritische Berichterstattung kann im Iran schlimmstenfalls die
Todesstrafe zur Folge haben. So auch im Fall der Bloggerin und
Menschenrechtsaktivistin Shiva Nazar Ahari. Ihr wird unter anderem
Feindschaft zu Gott vorgeworfen. Reporter ohne Grenzen (ROG) fordert Irans
Behörden in einer Petition auf, Ahari freizulassen. Für die Entlassung haben
bis dato rund 1.500 Personen unterzeichnet, darunter auch Politiker und
Schauspieler, wie eine ROG-Sprecherin gegenüber MEEDIA erzählte.

Die Namen der Prominenten-Unterstützer wollte die ROG-Sprecherin allerdings
nicht nennen. Auch blieb bisher eine Reaktion aus dem Iran auf die Petition
der Menschenrechtsorganisation aus. Am kommenden Montag wollen ROG die
ersten Unterschriften in die islamische Republik weiterleiten.

Eine Entscheidung könnte am 4. September fallen - an diesem Tag ist die
nächste Verhandlung der Bloggerin angesetzt. Die von Reporter ohne Grenzen
weltweit initiierte Petition richtet sich an den iranischen Justizoberen,
Ayatollah Sadegh Ardeshir Larijani, und dessen Bruder, den Vorsitzenden des
Menschenrechtsstabes der iranischen Justiz, Mohammad Javad Larijani.
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Sarra[und kein Ende]zin

Ich wollte doch nur ein paar Blogbeiträge lesen… und schauen, was andere über mein aktuelles Thema so schreiben. Dabei bin ich so sehr fündig geworden, dass ich mich allein auf Links beschränken muss.

Telepolis: Sarrazin weicht Kritikern aus

Jörg Lau (ZEIT): Soll man Sarrazin ausgrenzen?

Plazeboalarm (Science Blogs): Sarrazin baut sich die Statistik selbst

Wissenrockt: Sarrazin und das Ende der Geduld

Burks’ Blog: Sie werden assimiliert, revisited (Danke für das Trackback)

Der Schockwellenreiter: Auf dem Weg nach Rechtsaußen

Feynsinn: Springer sucht den deutschen Haider

Nic

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Fundstücke 17

Die Titanic hat es mal wieder auf den Punkt gebracht…

findet

Nic

Hinrichtungen als politische Waffe in der Islamischen Republik Iran

[via Facebook]

Vortrag und Diskussion mit Mina Ahadi: Eine Veranstaltung des Bündnis gegen Steinigungen und Hinrichtungen

Der Fall der wegen „Ehebruch“ zum Tod durch Steinigung verurteilten Iranerin Sakineh Mohammadi Ashtiani hat weltweit zu Protesten und Berichten geführt. Frau Ashtiani wurde bereits mit 99 Peitschenhieben gefoltert und ihr droht noch immer die Hinrichtung. Doch handelt es sich bei ihr nicht um einen Einzelfall, vielmehr gehö…ren Hinrichtungen von Beginn an zu den politischen Waffen der Islamischen Republik. Öffentlich zelebrierte Steinigungen und Hinrichtungen am Galgen dienen dem Regime als Machdemonstrationen. Mit offenem Terror soll besonders gegen Frauen und Homosexuelle die islamische Sittenordnung durchgesetzt und jede als „Verwestlichung“ beschriebene kulturelle Freiheit bekämpft werden. Auch die politische Opposition wird mit Mord und Folter eingeschüchtert und geschwächt, berüchtigt sind etwa die Gefängnismassaker von 1988, für die zahlreiche der heutigen Machthaber verantwortlich sind.
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Die Frauen in Saudi-Arabien feiern

denn ab sofort müssen sie nicht mehr in brennenden Häusern, auf Straßen und in Autos still verrecken. Denn – man höre und staune – ab sofort dürfen auch Frauen und Mädchen gerettet werden! Von der Feuerwehr! Und vielleicht sogar darf ein Arzt eine Frau behandelt. Aber nur vielleicht. Und es darf auch kein Hardliner in der Nähe sein.

Uns im aufgeklärten Mitteleuropa mag das wie eine Geschichte aus ferner Vergangenheit vorkommen. Und es ist doch kein Märchen aus 1001 Nacht. Sondern die Realität um uns herum.

Doch gibt es kaum Jemanden, der mit dem Finger dorthin zeigt; eher greift man sich die einheimischen Muslime. Die haben ja auch kein Erdöl zu verkaufen.

Für das “schwarze Gold”  kann man schon mal über gravierende Menschenrechtsverletzungen hinwegsehen. In Saudi-Arabien sowieso; in Iran ebenfalls (noch sind die Ölquellen dort nicht aufgegeben… von BP und Konsorten).

Die Zeit schreibt:

Denn um die Rechte von Frauen ist es in Saudi-Arabien nach wie vor schlecht bestellt. Behandelt werden sie wie Minderjährige. Sie dürfen nicht wählen oder Auto fahren. Mit fünf Prozent ist der weibliche Anteil auf dem Arbeitsmarkt der niedrigste der Welt. Wer als Frau reisen, heiraten, ein Konto eröffnen oder einen Arzt aufsuchen will, braucht die Genehmigung eines männlichen Familienmitglieds. Ein Vater kann seine 12-jährige Tochter sogar zur Ehe mit einem 80-Jährigen zwingen. Schulen und Universitäten sind strikt nach Geschlechtern getrennt.

Gegen die Wahabiten sind die iranischen Mullahs fast Waisenknaben. Allerdings wird – soweit ich weiß – in saudischen Gefängnissen nicht massenexekutiert, verhandlungslos gemordet und eine ganze Bevölkerung gewaltsam unterdrückt.
Aber ich kann das nicht als Fortschritt bezeichnen, wenn die iranischen Mullahs Frauen und Männer unter dem Strang gleich berechtigen.

Religion – und vor allem, wenn sie den Staat determiniert – ist immer menschenrechtsverachtend. Immer.

Nic

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