Donnerstag , 23 Mai 2013
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ich werde es tun…

und das Buch des Herren S. lesen.

Nein, ich selbst kaufe es mir nicht (das kriege ich echt nicht übers Herz…), aber ich werde es bekom­men. Und dann hier genauer dar­über schrei­ben – und mich nicht allein auf Medien-Informationen stüt­zen bei mei­nem Urteil (das zuge­ge­ben auch ein Vor-Ver-Urteil ist).

Da das Thema sehr kon­tro­vers im Netz und in den Medien dis­ku­tiert wird, halte ich es für not­wen­dig, zu lesen, wor­über ich lese (und schreibe).

Bis dahin ver­su­che ich mal, mich hier etwas zurück zu hal­ten. Auch wenn es schwer fällt bei sol­chem unglaub­li­chen Mist

Es ist bekannt, dass der Anteil der ange­bo­re­nen Behinderungen unter den tür­ki­schen und kur­di­schen Migranten weit über­durch­schnitt­lich ist. Aber das Thema wird gern tot­ge­schwie­gen. Man könnte ja auf die Idee kom­men, dass auch Erbfaktoren für das Versagen von Teilen der tür­ki­schen Bevölkerung im deut­schen Schulsystem ver­ant­wort­lich sind.

Hier wird behaup­tet, mit Halbwahrheiten gear­bei­tet. Dass es nichts mit “Erbfaktoren” oder “gene­ti­schen Defekten” zu tun hat, wie Herr Sarrazin meint, son­dern damit, dass – wie er im glei­chen Artikel ein paar Zeilen vor­her rich­tig erwähnt – inner­halb der Community Nahverwandte Ehen ein­ge­hen. Das hat jedoch nichts mit einer gene­rel­len “Gen-Schwäche” zu tun.  Sondern mit einer  Kultur, deren Ursache zwar ver­ständ­lich und erklär­bar sind; deren Auswirkungen aber lei­der inzwi­schen ver­hee­rend.

Ach so, ja, der BILD-Ticker mel­det gerad:

Bundesbank-Chef Axel Weber will noch am Montag eine Erklärung zu sei­nem umstrit­te­nen Vorstandskollegen Thilo Sarrazin abge­ben.
Da sich Weber noch auf dem Rückweg aus den USA befinde, sei frü­hes­tens am Nachmittag damit zu rech­nen, sagte ein Sprecher in Frankfurt. Sarrazin ist wegen sei­ner Äuße­run­gen zu mus­li­mi­schen Zuwanderern und dem Erbgut von Juden zuneh­mend unter Druck gera­ten. Am Wochenende hatte sogar Kanzlerin Angela Merkel (CDU) der Bundesbank nahe­ge­legt, die Personalie Sarrazin zu dis­ku­tie­ren. Die Bundesbank sei für das ganze Land ein Aushängeschild, hatte die Kanzlerin bemerkt.

Nic

Über Nic Frank

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

10 Kommentare

  1. Heute Morgen um 10 Uhr war das Buch von Sarrazin in der Buchhandlung, wo ich immer meine Bücher kaufe, schon aus­ver­kauft, weil alle ver­füg­ba­ren Exemplare für die­je­ni­gen, die das Buch schon vor­be­stellt hatte, genau aus­reich­ten und kein Exemplar mehr für mich übrig war. In einer ande­ren Buchhandlung habe ich dass noch ein Exemplar ergat­tert.

    Was ich in den letz­ten Stunden gele­sen haben, waren sehr viele dif­fe­ren­zierte, durch Statistiken unter­mau­erte Analysen, die aber in ent­schei­den­den Punkten der herr­schen­den poli­ti­schen Korrektheit wider­spre­chen.

    Man wird das Buch auf Dauer weder dif­fa­mie­ren noch sich einer inhalt­li­chen Auseinandersetzung ent­zie­hen kön­nen.

    Was das Buch ganz klar zeigt, ist das völ­lige ver­sa­gen unse­res Establishments in Politik und Medien.

    Jedem kri­tisch den­ken­den Menschen fällt näm­lich schon seit gerau­mer Zeit auf, dass, was Einwanderung angeht, in Deutschland etli­ches schief­läuft.

    Wenn einer wie Sarrazin dem polit­kor­rek­ten Establishment zeigt, dass es bei die­sem Thema außer schö­ner Worte nichts zu bie­ten hat, führt das natür­lich zu lau­ten Aufheulen und dann zu einer immer schril­ler wer­den­den Hetzjagd gegen Sarrazin.

    • Vielleicht sollte ich das noch mal ganz gross irgend­wie hin­schrei­ben: ich sehe, dass die deut­sche Politik in den letz­ten 25-30 Jahren eini­ges ver­säumt hat, viele Probleme weg­ge­scho­ben aber nicht benannt hat. (Allerdings sehe ich nicht, dass Migranten per se schlimm, schlecht und dumm sind und nicht ins Land gelas­sen hät­ten wer­den dür­fen.)

      Ich werde mich mit den Themen SACHLICH aus­ein­an­der set­zen (des­halb will ich das Buch lesen). Sachlich bedeu­tet aber auch: kri­tisch.

      Die Statistiken sind – wie S. selbst zugab – erfun­den. Also irre­le­vant.

      Nicht das Buch wird dif­fa­miert, son­dern der Autor kri­ti­siert.

      Es mag sein, Marti, dass vie­les klar und ein­leuch­tend erscheint. Aber das sind dem­ago­gi­sche Argumenten meis­tens. Falsche oder fehl­in­ter­pre­tierte Tatsachen (siehe oben) machen das Ergebnis einer “Studie” nicht rich­ti­ger. So wenig, wie Wiederholungen der immer glei­chen Argumente.

      Ich lese das Buch. Und werte dann.

  2. ob wahr­heit, halb­wahr­heit oder unwahrheit…das ver­spricht ein inter­es­san­tes thema zu werden…zumal die gene­ti­ker ja auch nicht alles wis­sen und im bereich der gene­tik bestimmt noch über­ra­schun­gen auf uns war­ten, von denen wir im augen­blick keine ahnung haben. vor kur­zen mußte svante päabo vom max-planck-institut für evo­lu­tio­näre anthro­po­lo­gie in leip­zig ja über­ra­schen­der­weise zuge­ben daß das neandertal-genom sich nun doch beim moder­nen men­schen fin­det.

    • Oje, Carsten, Du machst mir Angst ;-)

      Natürlich wis­sen Genetiker nicht alles (dazu ist die Wissenschaftsrichtung noch viel zu jung) und ich weiß noch weni­ger… aber ein biss­chen schon.
      Es geht doch vor allem darum, bei Sarrazin den Müll von dem Diskussionswürdigen zu tren­nen.
      Die Diskussion ist not­wen­dig… ich hätte mir aber gewünscht, dass das durch ver­nünf­tige, kluge und über­legte Leute ange­regt wor­den wäre; nicht durch den Krawallbruder S.

  3. Und die kos­ten­lose Werbung für das Buch von Sarrazin geht wei­ter. Wer den gan­zen Tag die Schlagzeilen beherrscht, dem sind Mega Verkaufszahlen sicher. Jetzt bleibt mal abzu­war­ten ob der Gabriel ihn aus der SPD wird und die Merkel aus der Bundesbank. Ich glaube, wenn das Thema in ein paar Tagen durch­ge­kaut ist, ver­lauft sich das bis zum nächs­ten Buch von Sarrazin im Sande.

    • Weshalb drohst Du? Mit einem wei­te­ren Buch vom ihm ;-)

      Ich meine aber nicht, dass diese (tat­säch­li­che Werbung und) Aufregung so schnell auf­hört. Ich hoffe sogar, dass das Thema auf der Tagesordnung bleibt.
      Aber sicher meine ich das von einer ganz ande­ren Sicht aus.

  4. lei­der hat sich nie­mand ande­rer beru­fen gefühlt kra­wall zu machen als unser ober­fett­napf­stamp­fer sar­ra­zin. schade ist nur daß so viele ihm das wort ver­bie­ten wol­len.

    • mein Reden…
      es ist Schade, dass die Diskussion durch T.S. ange­regt (?) wurde; nötig ist sie alle­mal.

      ich hab im Übri­gen das Buch eben bekom­men und bis ich es aus­ge­le­sen habe, werde ich mich dar­über nicht mehr äußern.

  5. Hier wird behaup­tet, mit Halbwahrheiten gear­bei­tet. Dass es nichts mit “Erbfaktoren” oder “gene­ti­schen Defekten” zu tun hat, wie Herr Sarrazin meint, son­dern damit, dass – wie er im glei­chen Artikel ein paar Zeilen vor­her rich­tig erwähnt – inner­halb der Community Nahverwandte Ehen ein­ge­hen. Das hat jedoch nichts mit einer gene­rel­len “Gen-Schwäche” zu tun. Sondern mit einer Kultur, deren Ursache zwar ver­ständ­lich und erklär­bar sind; deren Auswirkungen aber lei­der inzwi­schen ver­hee­rend.

    Was meinst du denn jetzt damit?

    Ist rich­tig was er schreibt oder nicht? Man kann doch bei­des nicht von­ein­an­der tren­nen. Die Kultur führt zum Gendefekt. Von gene­rell schwä­che­ren Genen schreibt Sarrazin ja auch nicht.

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