ich werde es tun…

und das Buch des Herren S. lesen.

Nein, ich selbst kaufe es mir nicht (das kriege ich echt nicht übers Herz…), aber ich werde es bekom­men. Und dann hier genauer dar­über schrei­ben - und mich nicht allein auf Medien-Informationen stüt­zen bei mei­nem Urteil (das zuge­ge­ben auch ein Vor-Ver-Urteil ist).

Da das Thema sehr kon­tro­vers im Netz und in den Medien dis­ku­tiert wird, halte ich es für not­wen­dig, zu lesen, wor­über ich lese (und schreibe).

Bis dahin ver­su­che ich mal, mich hier etwas zurück zu hal­ten. Auch wenn es schwer fällt bei sol­chem unglaub­li­chen Mist

Es ist bekannt, dass der Anteil der ange­bo­re­nen Behinderungen unter den tür­ki­schen und kur­di­schen Migranten weit über­durch­schnitt­lich ist. Aber das Thema wird gern tot­ge­schwie­gen. Man könnte ja auf die Idee kom­men, dass auch Erbfaktoren für das Versagen von Teilen der tür­ki­schen Bevölkerung im deut­schen Schulsystem ver­ant­wort­lich sind.

Hier wird behaup­tet, mit Halbwahrheiten gear­bei­tet. Dass es nichts mit “Erbfaktoren” oder “gene­ti­schen Defekten” zu tun hat, wie Herr Sarrazin meint, son­dern damit, dass - wie er im glei­chen Artikel ein paar Zeilen vor­her rich­tig erwähnt - inner­halb der Community Nahverwandte Ehen ein­ge­hen. Das hat jedoch nichts mit einer gene­rel­len “Gen-Schwäche” zu tun.  Sondern mit einer  Kultur, deren Ursache zwar ver­ständ­lich und erklär­bar sind; deren Auswirkungen aber lei­der inzwi­schen ver­hee­rend.

Ach so, ja, der BILD-Ticker mel­det gerad:

Bundesbank-Chef Axel Weber will noch am Montag eine Erklärung zu sei­nem umstrit­te­nen Vorstandskollegen Thilo Sarrazin abge­ben.
Da sich Weber noch auf dem Rückweg aus den USA befinde, sei frü­hes­tens am Nachmittag damit zu rech­nen, sagte ein Sprecher in Frankfurt. Sarrazin ist wegen sei­ner Äuße­run­gen zu mus­li­mi­schen Zuwanderern und dem Erbgut von Juden zuneh­mend unter Druck gera­ten. Am Wochenende hatte sogar Kanzlerin Angela Merkel (CDU) der Bundesbank nahe­ge­legt, die Personalie Sarrazin zu dis­ku­tie­ren. Die Bundesbank sei für das ganze Land ein Aushängeschild, hatte die Kanzlerin bemerkt.

Nic

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9 Comments

  1. Heute Morgen um 10 Uhr war das Buch von Sarrazin in der Buchhandlung, wo ich immer meine Bücher kaufe, schon aus­ver­kauft, weil alle ver­füg­ba­ren Exemplare für die­je­ni­gen, die das Buch schon vor­be­stellt hatte, genau aus­reich­ten und kein Exemplar mehr für mich übrig war. In einer ande­ren Buchhandlung habe ich dass noch ein Exemplar ergat­tert.

    Was ich in den letz­ten Stunden gele­sen haben, waren sehr viele dif­fe­ren­zierte, durch Statistiken unter­mau­erte Analysen, die aber in ent­schei­den­den Punkten der herr­schen­den poli­ti­schen Korrektheit wider­spre­chen.

    Man wird das Buch auf Dauer weder dif­fa­mie­ren noch sich einer inhalt­li­chen Auseinandersetzung ent­zie­hen kön­nen.

    Was das Buch ganz klar zeigt, ist das völ­lige ver­sa­gen unse­res Establishments in Politik und Medien.

    Jedem kri­tisch den­ken­den Menschen fällt näm­lich schon seit gerau­mer Zeit auf, dass, was Einwanderung angeht, in Deutschland etli­ches schief­läuft.

    Wenn einer wie Sarrazin dem polit­kor­rek­ten Establishment zeigt, dass es bei die­sem Thema außer schö­ner Worte nichts zu bie­ten hat, führt das natür­lich zu lau­ten Aufheulen und dann zu einer immer schril­ler wer­den­den Hetzjagd gegen Sarrazin.

    • Nic

      30. August 2010 at 17:16

      Vielleicht sollte ich das noch mal ganz gross irgend­wie hin­schrei­ben: ich sehe, dass die deut­sche Politik in den letz­ten 25-30 Jahren eini­ges ver­säumt hat, viele Probleme weg­ge­scho­ben aber nicht benannt hat. (Allerdings sehe ich nicht, dass Migranten per se schlimm, schlecht und dumm sind und nicht ins Land gelas­sen hät­ten wer­den dür­fen.)

      Ich werde mich mit den Themen SACHLICH aus­ein­an­der set­zen (des­halb will ich das Buch lesen). Sachlich bedeu­tet aber auch: kri­tisch.

      Die Statistiken sind - wie S. selbst zugab - erfun­den. Also irre­le­vant.

      Nicht das Buch wird dif­fa­miert, son­dern der Autor kri­ti­siert.

      Es mag sein, Marti, dass vie­les klar und ein­leuch­tend erscheint. Aber das sind dem­ago­gi­sche Argumenten meis­tens. Falsche oder fehl­in­ter­pre­tierte Tatsachen (siehe oben) machen das Ergebnis einer “Studie” nicht rich­ti­ger. So wenig, wie Wiederholungen der immer glei­chen Argumente.

      Ich lese das Buch. Und werte dann.

  2. ob wahr­heit, halb­wahr­heit oder unwahrheit…das ver­spricht ein inter­es­san­tes thema zu werden…zumal die gene­ti­ker ja auch nicht alles wis­sen und im bereich der gene­tik bestimmt noch über­ra­schun­gen auf uns war­ten, von denen wir im augen­blick keine ahnung haben. vor kur­zen mußte svante päabo vom max-planck-institut für evo­lu­tio­näre anthro­po­lo­gie in leip­zig ja über­ra­schen­der­weise zuge­ben daß das neandertal-genom sich nun doch beim moder­nen men­schen fin­det.

    • Nic

      30. August 2010 at 17:33

      Oje, Carsten, Du machst mir Angst ;-)

      Natürlich wis­sen Genetiker nicht alles (dazu ist die Wissenschaftsrichtung noch viel zu jung) und ich weiß noch weni­ger… aber ein biss­chen schon.
      Es geht doch vor allem darum, bei Sarrazin den Müll von dem Diskussionswürdigen zu tren­nen.
      Die Diskussion ist not­wen­dig… ich hätte mir aber gewünscht, dass das durch ver­nünf­tige, kluge und über­legte Leute ange­regt wor­den wäre; nicht durch den Krawallbruder S.

  3. Und die kos­ten­lose Werbung für das Buch von Sarrazin geht wei­ter. Wer den gan­zen Tag die Schlagzeilen beherrscht, dem sind Mega Verkaufszahlen sicher. Jetzt bleibt mal abzu­war­ten ob der Gabriel ihn aus der SPD wird und die Merkel aus der Bundesbank. Ich glaube, wenn das Thema in ein paar Tagen durch­ge­kaut ist, ver­lauft sich das bis zum nächs­ten Buch von Sarrazin im Sande.

    • Nic

      30. August 2010 at 18:50

      Weshalb drohst Du? Mit einem wei­te­ren Buch vom ihm ;-)

      Ich meine aber nicht, dass diese (tat­säch­li­che Werbung und) Aufregung so schnell auf­hört. Ich hoffe sogar, dass das Thema auf der Tagesordnung bleibt.
      Aber sicher meine ich das von einer ganz ande­ren Sicht aus.

  4. lei­der hat sich nie­mand ande­rer beru­fen gefühlt kra­wall zu machen als unser ober­fett­napf­stamp­fer sar­ra­zin. schade ist nur daß so viele ihm das wort ver­bie­ten wol­len.

    • Nic

      31. August 2010 at 17:11

      mein Reden…
      es ist Schade, dass die Diskussion durch T.S. ange­regt (?) wurde; nötig ist sie alle­mal.

      ich hab im Übri­gen das Buch eben bekom­men und bis ich es aus­ge­le­sen habe, werde ich mich dar­über nicht mehr äußern.

  5. Hier wird behaup­tet, mit Halbwahrheiten gear­bei­tet. Dass es nichts mit “Erbfaktoren” oder “gene­ti­schen Defekten” zu tun hat, wie Herr Sarrazin meint, son­dern damit, dass – wie er im glei­chen Artikel ein paar Zeilen vor­her rich­tig erwähnt – inner­halb der Community Nahverwandte Ehen ein­ge­hen. Das hat jedoch nichts mit einer gene­rel­len “Gen-Schwäche” zu tun. Sondern mit einer Kultur, deren Ursache zwar ver­ständ­lich und erklär­bar sind; deren Auswirkungen aber lei­der inzwi­schen ver­hee­rend.

    Was meinst du denn jetzt damit?

    Ist rich­tig was er schreibt oder nicht? Man kann doch bei­des nicht von­ein­an­der tren­nen. Die Kultur führt zum Gendefekt. Von gene­rell schwä­che­ren Genen schreibt Sarrazin ja auch nicht.

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