Samstag , 25 Mai 2013
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Gegen “Islamische Studien” an deutschen Hochschulen

[per Mail]

Presseerklärung

Der Zentralrat der Ex-Muslime, der Osnabrücker Hintergrund-Verlag, das Internationale Komitee gegen Steinigung und Todesstrafe und der gemein­nüt­zige Verein für Sprach- und Lernförderung I.so.L.De pro­tes­tie­ren gegen den Aufbau von theo­lo­gisch ori­en­tier­ten „Islamischen Studien“ an deut­schen Hochschulen. Bekenntnisorientierte, auf der Scharia basie­rende Ausbildungszentren an zwei oder drei staat­li­chen Hochschulstandorten zu eta­blie­ren, hal­ten die Unterzeichner für ver­fas­sungs­wid­rig. Jeder Schulunterricht hat in der Tradition der Aufklärung zu erfol­gen und wis­sen­schaft­li­chen Standards zu genü­gen. Ein Islam, der nicht schul­reif ist, scha­det der Integration und gefähr­det die frei­heit­li­che Demokratie.

Ein glaub­wür­di­ges Bekenntnis zur FdGO, beson­ders unter Berücksichtigung der Gleichberechtigung der Geschlechter, der nega­ti­ven Religionsfreiheit, der Meinungsfreiheit auch in reli­giö­sen Angelegenheiten und der sexu­el­len Selbstbestimmung wären Grundvoraussetzungen, auf denen auch ein frei­wil­li­ger Islamischer Religionsunterricht (IRU) fußen müsste. Wie wenig die isla­mi­sche Theologie bereit ist Wissenschaftsvorbehalt, his­to­risch kri­ti­sche Methode und Außenansicht zu respek­tie­ren und zuzu­las­sen, zeigt der Umgang mit dem reli­gi­ons­wis­sen­schaft­li­chen Ansatz von Sven Kalisch. Der Münsteraner Jurist und Privatdozent war Inhaber des ers­ten Lehrstuhls für die Ausbildung isla­mi­scher Religionslehrer.

Das „reli­gi­ons­be­zo­gene“ (Wissenschaftsrat) isla­mi­sche Recht, das Körperstrafen wie Handabhacken, Fußabhacken und Peitschenhiebe für gott­ge­wollte und gerechte Strafen hält und im Namen Allahs Todesstrafen ver­hängt und aus­führt, sogar stei­nigt, ist, wie der Großmufti von Bosnien Herzegowina selbst zugibt, inte­gra­ler Bestandteil der ewi­gen, unver­än­der­li­chen Scharia. Die vier oben genann­ten Organisationen pro­tes­tie­ren gegen offi­zi­elle Gespräche mit hoch­ran­gi­gen Vertretern von men­schen­ver­ach­ten­den theo­kra­ti­schen Diktaturen wie dem Iran.

Parteigänger der Scharia wie Bosniens Großmufti Mustafa Ceric, Irans Ex-Präsident Mohammad Chatami oder Ägyp­tens Religionsminister und Präsident des Obersten Islamischen Rates, Mahmoud Zakzouk, als Diskussionspartner bei Tagungen will­kom­men zu hei­ßen, um mit ihnen über die vom Wissenschaftsrat (WR) emp­foh­le­nen Leitlinien zur Weiterentwicklung von Theologien und reli­gi­ons­be­zo­ge­nen Wissenschaften an deut­schen Hochschulen zu dis­ku­tie­ren, ist nicht hin­zu­neh­men.

Mina Ahadi,
Zentralrat der Ex-Muslime, Internationales Komitee gegen Steinigung und Todesstrafe

Hartmut Krauss,
Sozialwissenschaftler, Hintergrund Verlag

Gabi Schmidt,
Sozialpädagogin, und Edward von Roy, Diplom-Sozialpädagoge, I.so.L.De Verein für Sprach- und Lernförderung

Kontakt:
Mina Ahadi, minaahadi[at]aol.com
Gabi Schmidt, i.so.l.de[at]gmx.de
(http://notonemoreexecution.wordpress.com/)

Über Nic Frank

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.
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