peace logo Offener Brief an die Volkshochschule der Stadt Osnabrück...Offener Brief an die Volkshochschule der Stadt Osnabrück und den Fachbereich Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück

Sehr geehrte Damen und Herren,

Seit einem Jahr ist die Welt Zeuge einer rie­si­gen Protestwelle gegen das tota­li­täre Regime im Iran. Die Menschen gehen auf die Straße, weil sie das Joch der isla­mis­ti­schen Gottesdiktatur nicht mehr län­ger ertra­gen wol­len. Sie tre­ten ein für ein Leben in Freiheit und eine demo­kra­ti­sche Ordnung, in der die repres­sive und men­schen­rechts­feind­li­che Vorherrschaft der Religionsgelehrten end­gül­tig über­wun­den ist.

Die isla­mi­sche Regierung und ihre Todesmaschinerie haben mit aller Härte ver­sucht, diese Bewegung zu unter­drü­cken und nie­der­zu­schla­gen. Tausende wur­den ver­haf­tet, etwa 100 Menschen wur­den auf den Straßen von den Basijie-Milizen und der Polizei getö­tet. Allein im Juni und Juli 2009 wur­den über 80 Demonstranten auf den Straßen und wäh­rend der Demonstrationen getö­tet und weit über 3000 Personen ver­haf­tet.

Die Verbrechen der isla­mi­schen Regierung sind inzwi­schen Jedem bekannt, der die Nachrichten über die Ereignisse im Iran ver­folgt hat. Die Hinrichtungen, Steinigungen und das Foltern sowie die Vergewaltigung von unschul­di­gen Frauen, Männern und sogar Kindern sind sogar durch die Medien der isla­mi­schen Regierung ver­öf­fent­licht wor­den.

Angesichts die­ser Realität ist es ein Skandal, dass die Volkshochschule Osnabrück in Kooperation mit dem Fachbereich Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück am 22. Juni 2010 eine öffent­li­che Veranstaltung mit einem expo­nier­ten Vertreter des isla­mis­ti­schen Terrorregimes, näm­lich dem Botschafter der Iranischen Republik Iran, Ali Reza Sheik Attar, plant und dafür öffent­lich wirbt.

Anstatt dem Repräsentanten eines Regimes, das für Mord, Folter, Repression und zahl­rei­che Menschenrechtsverletzungen sowie für die Unterstützung von Terrororganisationen steht, eine Bühne zu geben, würde es der „Friedensstadt Osnabrück“ ein­schließ­lich ihrer Volkshochschule und Universität bes­ser zu Gesicht ste­hen, sich an die Seite der ira­ni­schen Oppositionsbewegung zu stel­len.

Den Vertreter des isla­mi­schen Regimes bei die­ser Veranstaltung in der Volkshochschule der Stadt Osnabrück auf­tre­ten zu las­sen und ihm “Salonfähigkeit” zu gewäh­ren, ist dem­ge­gen­über zum einen eine Beleidigung der Menschen im Iran, die ihr Leben dafür geben, um in ihrem Land Freiheit und men­schen­wür­dige Lebensbedingungen zu errei­chen. Zum ande­ren ist es eine Missachtung nicht nur des Willens von Millionen Menschen im Iran und von Tausenden Iranern in Deutschland. Es ist auch eine Provokation aller fort­schritt­li­chen deut­schen Demokraten, die an der Seite der ira­ni­schen Oppositionsbewegung ste­hen und sich gegen die isla­mi­sche Gottesdiktatur und ihre den Weltfrieden bedro­hen­den Machenschaften wen­den.

Wir for­dern Sie daher auf, die geplante Veranstaltung in die­ser Form abzu­sa­gen und am 22. 06. 2010 nicht statt­fin­den zu las­sen.
Mina Ahadi
Vorsitzende des Zentralrates der Ex-Muslime

Hartmut Krauss
HINTERGRUND-Verlag Osnabrück

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Nic

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3 Responses to Offener Brief an die Volkshochschule der Stadt Osnabrück…

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  2. [...] des Protestes gegen die Einladung des ira­ni­schen Botschafters in Osnabrück berich­tet. (siehe hier und [...]

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