…und ausnahmslos alle meckern rum, selbst die Opposition kritisiert ihn für das Aussprechen der Wahrheit:
Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. (Quelle: Berliner Zeitung)
Kriege sind immer wirtschaftlich bedingt. Immer!
Nic
Nics Bloghaus
Wenn er schon mal, was selten genug ist, wie Vorgänger Lübke ( “wenn man den gesunden Menschenverstand arbeiten läääßt”) die Katze aus dem Sack läßt, wird er von den Doppelmoralisten kritisiert. Dabei hat er nur vergessen, auf die moralische Verbrämung im Tornister hinzuweisen. Denn ohne Gott wäre ja alles erlaubt. Lafontaine sieht das auch so. Mal ohne Empathie, die hat sich der Presserat zur Titanic Nichtmaßregelung verdient. Kathnet.de steht Kopf.
mir sagt der Name Lübke nichts. Und dass die SPD revoltiert ist klar: haben die doch gerad auch in Afghanistan ihr Schärflein beigetragen; die Grünen ihre Unschuld in Bosnien verloren… aber dass die LINKEN…??? Das verstehe ich nicht.
Du kennst Heinrich Lübke nicht? Nach dem dominanten 1. BRD Philosophen-Präsidenten Papa Heuss, wolte man einen schwächeren (1959-1969). Als Architekt für KZs war er die Integrationsfigur für alle Kellernazis. Ich hab ne LP aus seeligen Pardon-Zeiten (Vorgänger von Titanic) zu seiner Verteidigung. Die höre ich mir jetzt an. Lachen ist gesund, doch Lachkrämpfe? Lübke (die Reden schrieb ihm seine Gattin) hat als Präsident die BRD weltweit blamiert (liebe Neger, Okasa statt Osaka, unvergesslich seine Erklärungen zu Datumsgrenze, geschweißte Krupp Pipelineröhren in Kanada, Tiefkühketten, wenn ich heute (zu Mauer Zeiten) hier in äh, äh, äh Helmstedt spreche so ist das mein eigener Wunsch gewesen usw.). Sofort Lübke-Sprüche googeln, sein denglisch übertrifft Westerwelles. Damals grassierte an allen Gymnasien die Hochsprache “Lübke Englisch”, z. B. do you get your go stop over madows.
Papst, Köhler abdanken in dieser Reihenfolge. Päpstin Käßman wäre weintauglichdoch geständig, die Köhler-Alternative Gesine Schwan ist kein massentaugliches Mittelmaß. Nicht nur Lafontaine, auch Gysi fürchtet eine gottlose Demokratie. Dann wäre ja die gottgewollte Doppelmoral “Gut und Böse” nicht mehr vermittelbar.
“Du kennst Heinrich Lübke nicht?”
Mein Lieber… da war ich noch ein Kleinkind…
>>Kriege sind immer wirtschaftlich bedingt. Immer!
Dann gibt es keine Religions-, Vergeltungs- oder Befreiungskriege?
Ich sehe es eher so, dass (fast?) immer auch wirtschaftliche Interessen mitspielen, dass sie aber immer der Auslöser bzw. Hauptgrund sind, bezweifle ich.
Hallo Bruder Spaghettus, schön, Dich zu sehen.
Hmm… also gut: Befreiungskriege gibt es, das streite ich nicht ab. Aber Vergeltungskriege? Nein. Nenne mir ein Beispiel bitte.
Religionskriege sind NIE aufgrund religiöser Unterscheide ausgebrochen. Sondern, weil es um Ressourcen geht. Das ist insbesondere in Afrika gut zu beobachten; auch Israel/Palästina ist ein gutes Beispiel. Es geht dort nicht den Widerspruch zwischen Islam und Judentum … es geht um Boden und vor allem: Wasser.
Ich weiß, dass Du da anderer Meinung bist. Und weil das so ist, empfehle ich Dir sehr das Buch Klimakriege von Harald Welzer ( http://tinyurl.com/3395cow ) – ich hab das Buch auch rezensiert; finde aber den Artikel leider im Moment nicht. Muss im alten Bloghaus sein.
LG Nic
Gerade noch gefunden dazu: http://www.zeit.de/politik/2010-05/der-misstoener
“Die Opposition attackiert, aus der CDU werden Bedenken geäußert, die FDP mäßigt, die Kanzlerin lässt erklären, dass sie schweigt. Bundespräsident Horst Köhler hat dieser Tage heftige Kritik auf sich gezogen, zu Recht. Man kann seine Bemerkung, ein Land wie Deutschland müsse seine wirtschaftlichen Interessen im Zweifel auch durch militärische Einsätze wahren, für missverständlich halten oder darauf hinweisen, dass sie durch andere offizielle Positionen (Weißbuch der Bundeswehr) gedeckt sind. [...]“
In der Reihenfolge Papst, Köhler habe ich mich geirrt. Damit kann ich leben. Dafür hätte jetzt der Papst ein zusätzliches Vorbild. Das eigentliche Problem, heilige Bücher als wichtigste Literatur anzusehen, wird nicht thematisiert. Siehe tolles Video Democracy (danke). Die Katze aus dem Sack zu lassen ist nach wie vor ein Tabubruch. Nicht so die Missionierung unterwürfiger Autoritätsgläubigkeit. Zensursula v.d.L. for Präsident, schon gibt es keine Arbeitslosen mehr.
Beim hpd ist dazu heute ein Kommentar erschienen: http://hpd.de/node/9622 – und ich werde dazu auch noch was sagen …
So jetzt ist der Horst Köhler zurücktreten. Was soll man von so einem Menschen halten, der mit so einer dünnen Begründung sich aus dem Amt stiehlt. Da kassierte er jahrelang ein super Gehalt und wenn es etwas kracht im Gebälk, dann macht er sich dünne. Ich bin über diese Fahnenflucht enttäuscht.