Donnerstag , 23 Mai 2013
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Köhler erklärt den Krieg

…und aus­nahms­los alle meckern rum, selbst die Opposition kri­ti­siert ihn für das Aussprechen der Wahrheit:

Meine Einschätzung ist aber, dass ins­ge­samt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu ver­ste­hen, dass ein Land unse­rer Größe mit die­ser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wis­sen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch mili­tä­ri­scher Einsatz not­wen­dig ist, um unsere Interessen zu wah­ren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regio­nale Instabilitäten zu ver­hin­dern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurück­schla­gen nega­tiv durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. (Quelle: Berliner Zeitung)

Kriege sind immer wirt­schaft­lich bedingt. Immer!

Nic

Über Nic Frank

Hauptautor des Blogs, alles andere steht auf einer Extraseite.

10 Kommentare

  1. Wenn er schon mal, was sel­ten genug ist, wie Vorgänger Lübke ( “wenn man den gesun­den Menschenverstand arbei­ten läääßt”) die Katze aus dem Sack läßt, wird er von den Doppelmoralisten kri­ti­siert. Dabei hat er nur ver­ges­sen, auf die mora­li­sche Verbrämung im Tornister hin­zu­wei­sen. Denn ohne Gott wäre ja alles erlaubt. Lafontaine sieht das auch so. Mal ohne Empathie, die hat sich der Presserat zur Titanic Nichtmaßregelung ver­dient. Kathnet.de steht Kopf.

  2. mir sagt der Name Lübke nichts. Und dass die SPD revol­tiert ist klar: haben die doch gerad auch in Afghanistan ihr Schärflein beige­tra­gen; die Grünen ihre Unschuld in Bosnien ver­lo­ren… aber dass die LINKEN…??? Das ver­stehe ich nicht.

  3. Du kennst Heinrich Lübke nicht? Nach dem domi­nan­ten 1. BRD Philosophen-Präsidenten Papa Heuss, wolte man einen schwä­che­ren (1959-1969). Als Architekt für KZs war er die Integrationsfigur für alle Kellernazis. Ich hab ne LP aus see­li­gen Pardon-Zeiten (Vorgänger von Titanic) zu sei­ner Verteidigung. Die höre ich mir jetzt an. Lachen ist gesund, doch Lachkrämpfe? Lübke (die Reden schrieb ihm seine Gattin) hat als Präsident die BRD welt­weit bla­miert (liebe Neger, Okasa statt Osaka, unver­gess­lich seine Erklärungen zu Datumsgrenze, geschweißte Krupp Pipelineröhren in Kanada, Tiefkühketten, wenn ich heute (zu Mauer Zeiten) hier in äh, äh, äh Helmstedt spre­che so ist das mein eige­ner Wunsch gewe­sen usw.). Sofort Lübke-Sprüche goo­geln, sein deng­lisch über­trifft Westerwelles. Damals gras­sierte an allen Gymnasien die Hochsprache “Lübke Englisch”, z. B. do you get your go stop over madows.

    Papst, Köhler abdan­ken in die­ser Reihenfolge. Päpstin Käßman wäre wein­taug­lich­doch gestän­dig, die Köhler-Alternative Gesine Schwan ist kein mas­sen­taug­li­ches Mittelmaß. Nicht nur Lafontaine, auch Gysi fürch­tet eine gott­lose Demokratie. Dann wäre ja die gott­ge­wollte Doppelmoral “Gut und Böse” nicht mehr ver­mit­tel­bar.

    • “Du kennst Heinrich Lübke nicht?”

      Mein Lieber… da war ich noch ein Kleinkind…

  4. >>Kriege sind immer wirt­schaft­lich bedingt. Immer!

    Dann gibt es keine Religions-, Vergeltungs- oder Befreiungskriege?

    Ich sehe es eher so, dass (fast?) immer auch wirt­schaft­li­che Interessen mit­spie­len, dass sie aber immer der Auslöser bzw. Hauptgrund sind, bezweifle ich.

    • Hallo Bruder Spaghettus, schön, Dich zu sehen.
      Hmm… also gut: Befreiungskriege gibt es, das streite ich nicht ab. Aber Vergeltungskriege? Nein. Nenne mir ein Beispiel bitte.

      Religionskriege sind NIE auf­grund reli­giö­ser Unterscheide aus­ge­bro­chen. Sondern, weil es um Ressourcen geht. Das ist ins­be­son­dere in Afrika gut zu beob­ach­ten; auch Israel/Palästina ist ein gutes Beispiel. Es geht dort nicht den Widerspruch zwi­schen Islam und Judentum … es geht um Boden und vor allem: Wasser.

      Ich weiß, dass Du da ande­rer Meinung bist. Und weil das so ist, emp­fehle ich Dir sehr das Buch Klimakriege von Harald Welzer ( http://tinyurl.com/3395cow ) – ich hab das Buch auch rezen­siert; finde aber den Artikel lei­der im Moment nicht. Muss im alten Bloghaus sein.

      LG Nic

  5. Gerade noch gefun­den dazu: http://www.zeit.de/politik/2010-05/der-misstoener

    “Die Opposition atta­ckiert, aus der CDU wer­den Bedenken geäu­ßert, die FDP mäßigt, die Kanzlerin lässt erklä­ren, dass sie schweigt. Bundespräsident Horst Köhler hat die­ser Tage hef­tige Kritik auf sich gezo­gen, zu Recht. Man kann seine Bemerkung, ein Land wie Deutschland müsse seine wirt­schaft­li­chen Interessen im Zweifel auch durch mili­tä­ri­sche Einsätze wah­ren, für miss­ver­ständ­lich hal­ten oder dar­auf hin­wei­sen, dass sie durch andere offi­zi­elle Positionen (Weißbuch der Bundeswehr) gedeckt sind. [...]“

  6. In der Reihenfolge Papst, Köhler habe ich mich geirrt. Damit kann ich leben. Dafür hätte jetzt der Papst ein zusätz­li­ches Vorbild. Das eigent­li­che Problem, hei­lige Bücher als wich­tigste Literatur anzu­se­hen, wird nicht the­ma­ti­siert. Siehe tol­les Video Democracy (danke). Die Katze aus dem Sack zu las­sen ist nach wie vor ein Tabubruch. Nicht so die Missionierung unter­wür­fi­ger Autoritätsgläubigkeit. Zensursula v.d.L. for Präsident, schon gibt es keine Arbeitslosen mehr.

    • Beim hpd ist dazu heute ein Kommentar erschie­nen: http://hpd.de/node/9622 – und ich werde dazu auch noch was sagen …

  7. So jetzt ist der Horst Köhler zurück­tre­ten. Was soll man von so einem Menschen hal­ten, der mit so einer dün­nen Begründung sich aus dem Amt stiehlt. Da kas­sierte er jah­re­lang ein super Gehalt und wenn es etwas kracht im Gebälk, dann macht er sich dünne. Ich bin über diese Fahnenflucht ent­täuscht.

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